Neues Schloss

10.2.02024 5 (9)

Beitragsfoto: Weißer Saal

Repräsentiert

Viel zu viele Mitbürger verfügen zumindest über ein sehr krudes Demokratieverständnis, wenn sie überhaupt etwas mit Demokratie anzufangen wissen. Und so können wir heute in der Heilbronner Stimme (10.2.2024: 23) lesen, dass sich zudem einige davon „politisch gar nicht repräsentiert fühlen“.

So muss man sich doch einmal fragen, woher diese Mitbürger ihre Gefühle überhaupt beziehen. Als erstes kann man feststellen, dass sich diese Menschen meist nicht in einheimischen Vereinen oder Verbänden engagieren. Ganz im Gegenteil, sie gründen eigene Vereine und Organisationen und separieren bzw. desintegrieren sich ganz bewusst von unserer Gesellschaft, mit der sie offensichtlich überhaupt nichts zu tun haben wollen.

Wenn sie sich dann einmal wahrscheinlich rein zufällig in einen heimischen Verein verirren und man ihnen nicht sofort den roten Teppich ausrollt, muss man sich anhören, dass man zumindest diskriminierend sei, vielleicht sogar ein verdeckter Rassist. Im Falle, dass sie dann dennoch Mitglied bleiben, ist ihr Engagement im Verein sehr begrenzt, weil es doch finanziell überhaupt nichts bringe — das ehrenamtliche Engagement ist diesen Menschen wohl völlig fremd.

Und was die Politik betrifft, ist es zumindest in Heilbronn noch viel schlimmer! Deren politische Vorbilder sind mit Masse Antidemokraten und Despoten, nur Putin, Erdogan und vielleicht noch Orban sind echte Männer — Frauen haben dabei selbstverständlich weiterhin nur eine dienende Funktion.

Ich selbst bin seit vielen Jahren bemüht, auch Heilbronner mit Migrationshintergrund politisch zumindest involviert zu bekommen. In all den Jahren ist es mir gelungen, nur einen solchen Mitbürger zu aktivieren. Einen weiteren konnte ich zwar in unserer Wählervereinigung halten, dieser weigert sich aber vehement auf einer „deutschen“ Liste zu kandidieren, er geht weiterhin und unermüdlich mit einer eigenen Liste an den Start.

Selbst meine Angebote, für einen „guten“ Listenplatz sorgen zu wollen, wurden mehrfach ausgeschlagen und für einen Platz auf der Liste auch selber etwas zu leisten, dabei kategorisch ausgeschlossen.

Neben dem ehrenamtlichen Engagement ist diesen Mitbürgern die gesellschaftliche Teilhabe ein weiteres Fremdwort! Es zählt meist nur, wenn etwas für diese Menschen dabei selber herausspringt. Und wenn diese Mitbürger sich doch einmal sozial engagieren, dann zählt das Elend und die Not in Heilbronn überhaupt nicht, denn dann muss sich für diese Mitbürger das eigene Engagement z. B. in Indien oder in der Türkei auszahlen.

Bereits im letzten Gemeinderatswahlkampf konnte ich es ganz gut miterleben, wie völlig desinteressiert viel zu viele Mitbürger mit Migrationshintergrund überhaupt sind. Zu viele von jenen, die mir persönlich versprochen hatten, wählen zu gehen, sind dann doch nicht wählen gegangen — die entsprechenden Ausreden hanebüchend. Und so ist es ein offenes Geheimnis, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich auch an den Wahlen ungenügend beteiligen. Und ein weiteres Geheimnis, dass sie, wenn sie doch wählen gehen, dann ihre „eigenen“ Kandidaten überhaupt nicht wählen.

Für dieses Verhalten meiner Mitbürger mit Migrationshintergrund habe ich kein Verständnis! Ich weiß aber auch, dass es ebenfalls viel zu viele Mitbürger ohne Migrationshintergrund gibt, die genau so denken und handeln — und wenn sie sich dann engagieren, der Demokratie, die sie selbst nie gelebt haben, verächtlich den Rücken kehren und wirklich alles wählen, was gegen unsere Demokratie Front macht: die Hitliste wird dabei von den Enkeln Hitlers und Stalins angeführt. Was mich erneut zu dem Schluss kommen lässt, dass es tatsächlich kein Migrantenproblem ist, sondern alleine ein Problem fehlender Hirnmasse und mangelnder neuronaler Verknüpfungen.

Deshalb wundert es mich nun auch nicht mehr, dass nicht nur ein kriegsführender Wladimir Putin gleich mehrere Parteien in Deutschland unterhält, einzig und alleine nur, um Deutschland zu vernichten, sondern jetzt auch noch ein Recep Tayyip Erdogan mit einer eigenen Partei an den Start geht; allerdings nicht, um Deutschland zu vernichten, sondern unser Land „nur“ zu einem türkischen Kalifat umzubauen, was einer seiner lokalen Vertreter neulich bei einer Veranstaltung kundgetan hat. Und wie bei der AfD auch, gibt es sogleich weitere Parteivertreter, die diese Aussagen wieder relativieren.

Und so können wir tatsächlich richtig froh darüber sein, dass die allermeisten dieser Deppen weiterhin nicht wählen gehen!

Gespräche

Auch wenn es dieses Wochenende kein Käffchen mit Detlef Stern gibt, wird es dennoch ausreichend gute Gespräche geben. Und der Anfang wurde gestern mit dem Neujahrsempfang der Europaverbände gemacht. Sehr erfreulich dabei, dass ein paar jüngere Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, um sich nicht nur vorzustellen, sondern auch für interessante Themen gut waren. Und so ganz nebenbei konnte ich noch den einen oder anderen neu für den Europa-Ball gewinnen. Vor lauter guter Gespräche kam ich gar nicht dazu, um das obligatorische Foto von den Heilbronner Teilnehmern zu schießen, welches dann als eigener Beitrag auf der EUROPA-UNION Website zu finden gewesen wäre. Vielleicht führt dies nun dazu, dass künftig ein paar jüngere Föderalisten auf die Idee kommen und selbst die Initiative ergreifen.

Entspannung

Völlig entspannt saß ich gestern im Weißen Saal des Neuen Schlosses und wartete darauf, dass die ersten Gäste eintreffen. Da es mir die Bestuhlung nicht erlaubte, die Füße baumeln zu lassen, machte ich dies einfach mit meiner Seele.

Und so schweiften meine Gedanken einfach so vor sich hin. Jüngst erhielten meine Eltern eine Rechnung von der HNVG in Höhe von 39 Cent. Ein Blick auf die Rechnung ergab, dass es keiner ihrer eigenen Verträge war. Deshalb nahmen sie Verbindung mit der HNVG auf, um den Sachverhalt zu klären. Alleine schon aus datenschutzrechtlichen Gründen erfuhren sie dabei nicht, wem dieser Vertrag und die Rechnung eigentlich gehört, aber die HNVG bestand darauf, dass meine Eltern die Rechnung begleichen. Letztendlich haben sie dann die 39 Cent an die HNVG überwiesen. Das wirklich Schlimme dabei ist, dass es wohl keinen einzigen Mitarbeiter bzw. Verantwortlichen bei der HNVG mehr gibt, dem es auffallen könnte, dass da etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Und wer nun glaubt, das könne man in Deutschland nicht mehr überbieten, der guckt nur mal kurz in die Tagesschau. Alleine ein windiger Ausländer namens René Benko erhielt mindestens 680 Millionen Euro deutsche Staatshilfen ohne ausreichende Absicherung, was nun bedeutet, dass wir Steuerzahler die Rechnung zahlen müssen. Und auch ein Donald Trump konnte und kann sich wohl auch künftig darauf verlassen, dass er über den Umweg Deutsche Bank von uns mitfinanziert wird, denn dessen faule Kredite werden von der Bank als Abschreibungen („Peanuts“) an uns Steuerzahler weitergegeben. Unser Land ist längst zu einem Paradies für Steuer-, Subventionsbetrüger und Geldwäscher geworden.

Und so würde es mich nicht wundern, wenn sich jüngst Wladimir Putin wieder einmal eine neue Luxusjacht gegönnt und die deutsche Energiewirtschaft die Kosten dafür einfach auf ihre Kunden umgelegt hat, denn das könnte die 39 Cent erklären.


Sündenfall

30.1.02024 5 (6)

Beitragsfoto: Sündenfall |  © Falco from Pixabay

Korruption

Der aktuelle Korruptionswahrnehmungsindex 2023 titelt wie folgt: „Das Erstarken autoritärer und antidemokratischer Kräfte weltweit führt zu mehr Korruption“. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Ungarn (76) mit minus 13 Punkten der größte Absteiger und das Schlusslicht in der EU ist. Damit hat Ungarn denselben Platz wie der große Bruder, die Volksrepublik China. Gleich gefolgt von Zypern (49), ebenfalls mit minus 13 Punkten. Übrigens, die Türkei (115), deren Vertreter sich bei uns gerne so großartig geben, stürzt sogar um 15 Punkte ab. Putins Russland liegt auf Platz 141, der Iran auf 149. Das Schlusslicht mit Platz 180 ist Somalia.

Spannend dabei ist, dass Italien auf Platz 42 liegt, noch weit vor Polen (47). Die etwas zivilisierteren Länder sammeln sich beginnend ab den 20er Plätzen. So dürfen wir uns zusammen mit Luxemburg über einen neunten Platz freuen. Aber der Spitzenreiter ist Dänemark auf Platz 1!

Weitere Länder, die doch so einiges richtig machen sind: Finnland (2), Neuseeland (3), Norwegen (4), Singapur (5), Schweden zusammen mit der Schweiz (6) und die Niederlande mit Platz 8.

Donald Trump und seine GOP sorgen dafür, dass sich die USA inzwischen auf Platz 24 tummeln, zusammen mit Barbados. Und unsere aktuelle Bundesregierung scheint doch so Einiges richtig und gut zu machen, denn unter Angela Merkel lagen wir noch auf Platz 12.

Holzen

Kaum bin ich wieder auf Instagram, da muss ich erneut feststellen, dass dort weiterhin und ganz kräftig geholzt wird. Was man gerne machen kann, so lange man es verträgt, dass dann auch zurückgeholzt wird. Da ich inzwischen sehr gerne austeile, wenn ich schon selbst einstecken muss, schaue ich mir jetzt das Ganze an und mische dann einfach auch einmal mit.

Eigentlich aber bin ich immer bemüht, mich über Inhalte auseinanderzusetzen, leider scheitert das, wenn die vermeintlichen Gegner kaum über eigene Inhalte verfügen. Für diese Gemeinderatswahl hatte ich es mir fest vorgenommen und wir Freie Wähler haben dazu ein paar Kernpunkte ausgemacht, mit denen wir in die Diskussion mit unseren Konkurrenten und noch wichtiger mit den Wählern gehen wollen.

Zusätzlich habe ich — ein Vorteil, wenn man mehrere Hüte aufhat — unseren demokratischen Konkurrenten ein echtes Friedensangebot unterbreitet, welches das uns Gemeinsame besonders hervorheben soll und dem Bürger damit signalisiert, dass man später dann durchaus um politische Inhalte ringen kann, um für die Bürger das Beste zu erreichen, denn Demokratie lebt einfach von Kompromissen — faule Kompromisse einmal davon ausgenommen.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob die Kuschelgruppe Gemeinderat, die ohne jegliche Probleme selbst mit den extremistischsten Räten dinieren kann, das Angebot annehmen wird, und wir uns bis zum 9. Juni 2024 inhaltlich zum Wohle aller Heilbronner auseinandersetzen werden können.

Es wäre jammerschade, wenn sich unsere politische Konkurrenz dazu entscheidet, oben „die Haare schön zu haben“ und unten rum bis zum geht nicht mehr zu grätschen. Wie schon gesagt, holzen ist einfacher, wenn man die Retourkutschen auch ein- und wegstecken kann.

Sündenfall

Noch im Januar werde ich rückfällig und habe heute einen temporären Account bei Instagram eröffnet. Und sofort wurde ich daran erinnert, auch das App auf meinem Mobiltelefon zu installieren und mich bei weiteren Social Media anzumelden. Keine fünf Minuten später brach die gesamte SM-Welt auf mich herein. Und sofort wurde mir bewusst, warum sehr viele Gemeinderäte keine Zeit mehr haben, um sich mit den Vorlagen und Informationen der Stadtverwaltung näher zu beschäftigen, geschweige denn, diese auch zu lesen.

Da aber im Gemeinderat mehrheitlich beschlossen werden soll, dass wir Freien Wähler unser doch so erfolgreiches Wahlwerbekonzept des letzten Wahlkampfes nicht mehr umsetzen können — mir hatte dabei die Vorbereitung und Aufstellung der Bauzäune so richtig Spaß gemacht, da dies nur in Team-Arbeit möglich gewesen ist, und ich dabei den einen oder anderen Mitstreiter etwas näher und besser kennenlernen konnte. Bis heute, als ich die entsprechenden Vorlagen vom Gemeinderat bekam, hatten sich ein paar alte Haudegen des letzten Wahlkampfes mit mir so richtig auf die Bauzäune gefreut.

Jetzt heißt es umplanen, und so werden wir für uns neue Werbemöglichkeiten finden müssen — eine davon ist dieser temporäre Insta-Account [und er war dann auch wieder einmal sehr schnell weg].


Lesezeichen

Provozieren, polarisieren, normalisieren 5 (6)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Redaktion | Deutschlandfunk

Provozieren, polarisieren, normalisieren – Kommunikation der AfD (zuletzt aufgerufen am 23.1.2024, 14.54 Uhr)

„Mit Umfragerekorden geht die AfD ins Superwahljahr 2024. Der Erfolg der Partei basiert maßgeblich auf ihrer Kommunikationsstrategie. Sie besteht aus vier Bausteinen und bedient sich einer Rhetorik, die auch von anderen rechten Akteuren genutzt wird.

Gerade durch die Besetzung des Normalitätsbegriffs, versuche die AfD, Wählerstimmen in der gesellschaftlichen Mitte zu gewinnen, sagt Kommunikationsberater [Johannes] Hillje. Weil sie wisse, dass sie den rechten Rand mittlerweile ausmobilisiert hat.“


Sehr lesenswerte Beitrag! Nicht, dass meine Enkel sich später von meinen Mitbürgern anhören müssen, dass diese von nichts gewusst haben. Diese Lügen habe ich schon meinen eigenen Großeltern nicht geglaubt, und die aktuellen Ereignisse bestätigen es wieder nur, dass sich (fast) alle Deutschen im III. Reich schuldig gemacht haben.

Genau so wie wir es selber gerade machen, wie zum Beispiel, wenn Heilbronner Gemeinderäte den Nazis im Ratssaal kaum bis nie widersprechen, hinterher mit ihnen einen trinken gehen, gemeinsam an „Urlaubsfahrten“ und Hasenmahlen teilnehmen und dem Bürger dabei beständig versichern, dass die lokalen Nazis doch eigentlich ganz nette Leute seien — und die SPD deckt weiterhin ihre ehemaligen Gemeinderats-Genossen, die als SS-Männer die übelsten Schandtaten mit vollbrachten.

Wahrscheinlich aber erzählen sie den Jusos, dass die „SPD-SS“ beim Morden ganz besonders nett war und nur die ehemaligen SS-Männer von der CDU etc. die üblen Halunken gewesen seien.

Und heute wird ein Heilbronner OB, der weiterhin an einer russischen, sehr kriegsbegeisterten Partnerstadt festhält, dabei auch nichts dagegen hat, um mit Totalitaristen und Angriffskriegern Feste zu feiern und zudem weiterhin schützend seine Hand über einen jüngst enttarnten Nazi und SS-Mann hält, dessen Porträt übrigens schon längst ins Stadtarchiv gehört (!), uns Bürgern bei der heutigen Kundgebung irgendetwas über eine schützenswerte Demokratie erzählen.

Glaubwürdigkeit und Einritt für unsere Demokratie geht anders! Nicht die AfD wird unsere Demokratie zerstören, wir alle sind es, die damit beginnen, unsere Demokratie kaputtzumachen!