Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

1.10.02021 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Rundschreiben

Von allem gibt es heute wahrlich viel zu viel, auch Rundschreiben oder wie man sie heute lieber nennt, die Newsletter. Selbst mir wird es bereits manchmal ebenfalls zu viel.

Aber wenn man seine Mitbürger informieren möchte, kommt man um eine Versendung von Rundschreiben (Push-Prinzip) einfach nicht herum. Ich habe jahrelang selbst vergeblich versucht, für meine privaten, ehrenamtlichen und auch beruflichen Bereiche das Pull-Prinzip zu etablieren, bei dem sich die Interessenten, MItarbeiter und auch Vereinsmitglieder möglichst regelmäßig auf entsprechenden Websites oder Foren selbst informieren.

Leider ist das zumindest in meinem Beobachtungsbereich eine kleine Minderheit und ich könnte wohl alle mit Namen benennen. Selbst der sehr bequeme Weg, sich über RSS-Feeds informieren zu lassen, kann in meinen Fällen die entsprechenden Informationen nicht „an den Mann bringen“.

So bin ich inzwischen dazu übergegangen, wieder selbst Rundschreiben zu verfassen und per E-Mail zu verteilen. Ich habe mich dabei allerdings von Anfang begrenzt.

So verschicke ich für die EUROPA-UNION Heilbronn monatliche Rundschreiben und nur ausnahmsweise einmal einen zusätzlichen Veranstaltungshinweis. Aber schon dieses monatliche Rundschreiben ist inzwischen für viele Mitbürger ein Rundschreiben zu viel. Dennoch halte ich daran fest, da ich keine anderen Wege kenne, um zumindest die Mitglieder mit den notwendigen Vereinsinformationen zu informieren.

Das aktuelle Rundschreiben der EUROPA-UNION können Sie übrigens gleich hier finden.

Für dieses Weblog habe ich ebenfalls eine Rundschreibenfunktion eingerichtet, beschränke mich aber darauf, registrierte Interessenten nur per E-Mail über neue Blog-Beiträge zu informieren. Im Falle, dass diese sich dann für den einen oder anderen Beitrag interessieren, müssen sie sich zum Lesen auf Kümmerles Weblog bemühen.

So schaue ich mir gerade beide Push-Arten genauer an und versuche herauszufinden, welche für meine Interessentenkreise die geeignetere ist.

Radwege

Ursprünglich wurde das Radfahren von vielen als Beitrag zum Umweltschutz propagiert. Besonders in Flachlandstädten mit ungenügender Infrastruktur macht das wirklich viel Sinn.

Die Ausstattung der Fahrräder mit Elektromotoren ist dabei allerdings, zumindest den Umweltschutz betreffend, ein echter Rückschritt und schadet zudem noch der Gesundheit der Radfahrer selbst. Diese Ressourcen (Batterien und Elektrotechnik) müsste man bei den tatsächlich benötigten Nutzfahrzeugen verwenden — das wäre effektiver und effizienter.

Auch hat sich herausgestellt, dass in Ballungszentren der Individualverkehr — dazu gehören auch Fahrräder — suboptimal ist. Deswegen wäre in Heilbronn der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu priorisieren.

Das spricht erstmals nicht gegen gut ausgebaute innerstädtische Radwege, wenn dazu die Platzverhältnisse ausreichen. Wo diese nicht ausreichen, muss man erstmals sicherstellen, dass der gesellschaftlichen Gesamtmobilität der Vorzug eingeräumt wird, und dazu gehören auch Versorgungs-, Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge, bevor man ideologische Gesichtspunkte ins Spiel bringt.

Und selbst beim Ausbau von innerstädtischen Radwegen sollte man gerade aus Umweltgesichtspunkten auf Beton und Asphalt generell verzichten — hier gäbe es viel bessere Alternativen.

Was aber überhaupt nicht geht ist, was unsere sogenannten politischen Umweltschützer gerade machen: sie betonieren unser Land mit Radfahrautobahnen zu. Damit schaden sie der Umwelt noch mehr als die bisherigen Verkehrsmittel, deren Infrastruktur, zugegebener Maßen, ebenfalls dringend neu zu betrachten wäre.

Zudem aber konterkarieren diese Luxusradwege die tatsächlich zu begrüßende Grünstreifeninitiative, da neben jedem jetzt zusätzlich eine Beton- oder Asphaltbahn gezogen wird. Leider ist auch zu erwarten, dass diese Radschnellwege noch mit einer Beleuchtung versehen werden und, wo landschaftlich besonders schön, weitere Betonagen erfolgen, um den Ausblick noch bequemer zu machen — sozusagen die Etablierung von Radfahrraststätten, mit weiteren Zu- und Abfahrten für Versorgungsfahrzeuge aller Art.

Angst

Warum haben wir Heilbronner nur so viel Angst vor Veränderung? Unsere Welt verändert sich doch immer und sehr beständig. Wir spielen als Individuen dabei nur eine sehr kleine Rolle. Und für viele sind die Veränderungen, die sich während unseres kurzen Lebens so ergeben, auch selbst kaum maßgeblich. Dennoch scheuen wir Menschen Veränderung wie der Teufel das Weihwasser.

Anfang 2022 hätte Heilbronn die Chance gehabt, sich ein wenig weiterzuentwickeln. Der OB hätte mit 65 Jahren endlich in den Ruhestand treten und der Stadtverwaltung eine echte Chance zur Erneuerung geben können. Ganz zu schweigen von der Tatsache, damit einen jüngeren, fachkundigeren und tatkräftigeren Rathauschef die Chance zu geben, unsere Stadtverwaltung mit gut 3 000 Mitarbeitern ins 21. Jahrhundert zu führen.

So soll nun in Heilbronn alles beim Alten bleiben, was besonders für jene wichtig ist, die sich am Ende ihres Lebens nicht mehr umgewöhnen möchten oder können — ein im Vorfeld oft aufgeführtes Argument für eine diesbezügliche Wiederwahl.

Und da unsere Gesellschaft insgesamt immer älter wird, steht zu befürchten, dass diese Vergreisung in Spitzenfunktionen immer weiter um sich greifen wird — auf Landesebene sieht es auch nicht besser aus — und damit jenen Parteien in die Hände spielt, die Regierungs- und Verwaltungspositionen immer noch als Versorgungsposten für verdiente Mitglieder ansehen.

Geburtstag des Tages

Vladimir Horowitz


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

26.9.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Aufreger

Heute habe ich bereits zur Mittagszeit mein Soll erfüllt und meine beiden Stimmen abgegeben (Stand 12.00 Uhr: kaum 22 % Wahlbeteiligung in „meinem“ Wahlbüro). Nachher gehe ich mit meiner besseren Hälfte noch tanzen, bevor wir dann beide gespannt auf das Wahlergebnis warten.

Morgen schreibe ich dann wieder weitere Beiträge. Da sich so mancher darüber erregt, und dies in unserer Zeit zumeist die einzig verbleibenden Erregung ist, hat das auch wieder etwas Gesundes.

Deshalb habe ich mir erlaubt, am Ende dieses Blogs (unten auf dieser Web page) drei Möglichkeiten aufzuführen, wie man sich sehr einfach dafür, dass ich Ihnen den Kreislauf wieder etwas in Schwung gebracht habe, bedanken kann.

Selbstverständlich kann man auch dann davon Gebrauch machen, wenn Ihnen mein Weblog einfach nur gefällt.

Radhaus

Schön steht es das, das neue Heilbronner Radhaus am Hauptbahnhof. Selbstverständlich und ganz aus der Zeit gefallen, kleingeschrieben beschriftet, um wohl den Besuchern gleich von Anfang an Modernität zu versprechen. Ganz nach dem altbekannten Motto: „Wir können alles, außer Deutsch.” — zumindest haben sie den Namen noch nicht „gegendert“.

Auch sind schon die ersten Fahrräder verstaut; ich nehme an, dass es sich dabei um Testfahrräder handelt. Und die offizielle Einweihung wird wohl ganz zufällig mit dem Startschuss zur Heilbronner OB-Wahl zusammenfallen. Danach geht es dann mit dem „Blitz“ weiter und wir können den neuen alten Kandidaten beständig mit hübschen Bildchen in der Zeitung sehen.

Würde mich nicht nicht wundern, wenn zum Schluss noch, ganz pressewirksam, ein Kätzchen vor dem Ertrinkungstod gerettet wird. Denn das muss man „unseren Profis“ in Heilbronn lassen, sie wissen wie man uns Heilbronner anspricht!

Bücherschränke

Ich hatte bereits schon einmal erwähnt, dass ich die in Heilbronn aufgestellten öffentlichen Bücherschränke für besonders gelungen erachte.

Leider werden diese aber immer wieder von einer rechtsextremen und in direkter Nachfolge zur NSDAP stehenden Partei missbraucht, indem diese dort ihre Schund- und Hetzschriften verbreitet.

Seit gestern muss ich nun feststellen, dass auch die Grünen die öffentlichen Bücherschränke missbrauchen und mit ihrer eigenen Wahlpropaganda zumüllen.

Wenn jetzt noch die Linken mit hinzukämen, dann wäre wieder einmal eines meiner altbewährten Deutungsmuster erfüllt.


Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

25.9.02021 5 (1)

Foto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Wahlaufruf

So schwer wie dieses Mal ist mir noch nie eine Wahlentscheidung gefallen. Zumal sehr viele Parteien und Abgeordnete ihre Glaubwürdigkeit — wenn sie jemals eine solche überhaupt hatten — voll und ganz verspielt haben.

Aber es ist dennoch notwendig und sehr wichtig, dass wir alle wählen gehen und uns auch entscheiden — niemand hat uns je versprochen, dass dies einfach sein wird!

So habe ich mich selbst in den letzten Wochen sehr gequält und für mich meine Entscheidung getroffen. Die Erststimme gebe ich dem Kandidaten, der für mich am authentischsten und auch am glaubwürdigsten ist, nämlich Michael Georg Link.

Bei der Zweitstimme war es dann schon schwieriger, denn hierbei muss man auch Koalitionen mit berücksichtigen und kann dabei keinen Koalitionsaussagen der Parteien mehr vertrauen.

Und so habe ich mich gestern nun entschieden und werde auch meine Zweitstimme abgeben. All jenen, die dies mit ihrem Gewissen nicht mehr vereinbaren können, rate ich, dann wenigstens ihre Erstimme zu vergeben.

Und wenn Sie auch dies nicht mehr mit Ihrem guten Gewissen vereinbaren können, bitte ich Sie dennoch wählen zu gehen und ihre Stimmen ungültig zu machen.

Denken Sie bitte daran: Wählen ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch Bürgerpflicht!

Problemviertel

Seit ich lesen kann bin ich daran gewöhnt, dass die Heilbronner Stimme die nördliche Innenstadt sehr gerne schlecht schreibt, aber diese nun als Problemviertel zu bezeichnen, übertrifft bisher alles bisher Dagewesene.

Denn die nördliche Innenstadt ist mit das attraktivste Viertel Heilbronns und könnte durchaus weiter an Attraktivität gewinnen. Dazu muss man nur die Lothorstraße und die Turmstraße in Gänze zur Fußgängerzone umwandeln — was bereits seit der Zeit der ersten Fußgängerzone in Heilbronn gefordert wird. Leider standen bisher die Einzelinteressen mancher Stadträte dieser Forderung entgegen. Und noch heute muss man sich entgegen jeglicher Erfahrung anhören, dass Fußgängerzonen schlecht für den Einzelhandel seien; diese sind nur dann schlecht für den Handel, wenn sie, wie in Heilbronn, verwildern.

Auch die Forderung nach Parkausweisen ist schon etwas älter und durchaus zu befürworten. Die Forderung nach Quartiergaragen ist allerdings gerade von jenen heuchlerisch, die selber beständig eine Verkehrswende einklagen.

Gerade die wenig vorhandenen Parkplätze — wenn man einmal die ganzen Hoch- und Tiefgaragenplätze außer Acht lässt — bieten eine große Chance, dass sich die nördliche Innenstadt neu erfindet, indem sie Bewohnern einen attraktiven Lebensraum bietet, die nicht unbedingt mit dem SUV einkaufen fahren müssen.

Bei der Forderung der Anwohner nach mehr Grün, bin ich allerdings etwas verwirrt, denn als ich selber noch dort wohnte, war es gang und gäbe, dass sich alle Anwohner mit Blumenkübeln, Blumentrögen, Blumenkästen und rankenden Gewächsen gegenseitig einen Wettbewerb lieferten.

Meine eigenen aktuellen Versuche, zwei Pflanzentröge in der nördlichen Innenstadt am Leben zu erhalten, werden durch die heutigen Bewohner beständig behindert, indem diese es sich nicht nehmen lassen, die Tröge als Müllbehälter zu missbrauchen.

Dabei könnten die Bewohner durch etwas Eigeninitiative die nördliche Innenstadt erneut zum Blühen bringen — leider werden diese nur noch dann initiativ, um von anderen Dinge zu fordern anstatt selbst etwas zur Veränderung beizutragen.

Folgenlos

Ich erinnere mich noch genau daran, wie, auf einem Neujahrsempfang in Heilbronn, ein ehemaliger Bundesminister damit geprahlt hat, dass er neben seiner Ministertätigkeit noch das Unternehmen seiner Frau geführt habe, da „diese dazu nicht ganz in der Lage gewesen wäre.“

Vor lauter „Spässchenmachen“ hat er wohl ganz vergessen, dass er noch als Minister mehrere Eide geschworen hatte, nämlich darüber, dass er nicht wusste, dass seine Ehefrau überhaupt so eine Firma hätte.

Und mit diesem Ministerschwur war es dann auch völlig korrekt, dass sich diese Firma an unseren Steuergeldern dumm und dämlich verdienen durfte.

Übrigens, dieser ehemalige Minister erhielt für „seine Leistungen“ tosenden Applaus und die volle Anerkennung vom größten Teil des Publikums. Die vielbeschworene „geistig-moralische Wende“ hat wohl vielen von uns die letzten Hirnzellen geraubt.

Und im Falle, dass sich die gestrigen Feststellungen und Aussagen von Jan Böhmermann [Video verfügbar bis 23.12.2021] als richtig herausstellen, werden wohl erneut Minister für ihre oder die ihrer Mitarbeiter kriminellen Machenschaften nicht belangt — das hat inzwischen System.

Website des Tages

TargetLeaks

Wie die Parteien geheime Daten für ihren Wahlkampf bei Facebook nutzen.“

Geburtstag des Tages

William Faulkner