Hasen

11.2.02022 5 (3)

Hasen | © Pixabay

Tag des Notrufs

Da war doch noch etwas? Genau, der 11. 2. ist seit ein paar Jahren der Tag des Notrufs. Die 112 wurde 1991 eingeführt und gilt inzwischen nicht nur in der Europäische Union, sondern auch in vielen anderen Ländern, wie dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Lichtenstein, Andorra, Vatikanstadt, Monaco, Indien, Island, Kasachstan, Norwegen, Osttimor, Russische Föderation, Serbien, Sierra Leone, Südafrika (Mobilfunk), Südkorea, Türkei und der Ukraine.

Damit hat sich die 112 neben der US-amerikanischen 911 zu einer der weltweit genutzten Notrufnummern entwickelt.

© Nils Bunjes, Europa Zentrum Baden-Württemberg

Rundschreiben

Neben all dem Basteln konnte ich dann gestern doch noch das Rundschreiben der EUROPA-UNION veröffentlichen, etwas aus der Reihe, was aber durch die vielen Terminänderungen notwendig war.

Wer es noch nicht gelesen hat, kann dies gleich hier nachholen. Es sind ein paar interessante Termine dabei, und so freue ich mich schon auf viele Anmeldungen.

Weblog

Als erstes möchte ich mich für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, für die ich gestern bei den Weblog-Abonnenten, ob über E-Mail oder RSS, gesorgt habe. Eigentlich wollte ich nur mal schnell eine Kleinigkeit abändern, und schon war es geschehen, nicht nur das Layout hatte sich verabschiedet, sondern auch die, für das Weblog notwendige, Datenbank fing an zu meckern. Dabei sind meine Tools, Apps und sonstigen Hilfsmittel wirklich hart im Nehmen; gestern war es dann aber doch etwas zu viel des Guten.

So hoffe ich, dass ich das Ganze in den kommenden Tagen wieder in den Griff bekomme. Und wer nicht nur den Links der E-Mail folgt oder per RSS mitliest, wird heute schon feststellen können, dass das Weblog — wieder einmal — eine neue Form angenommen hat. Jetzt bin ich auf die Kommentare dazu gespannt.

Geburtstage des Tages

Thomas Edison und Hans-Georg Gadamer


Experimenta

9.2.02022 5 (1)

Experimenta | © Shutterstock

Impfpflicht

Schon alleine die aktuellen Streitereien zeigen, dass die Idee einer Impfpflicht reinem Populismus entsprungen ist. Selbst meine schlimmsten diesbezüglichen und hier im Weblog bereits aufgeführten Befürchtungen wurden bereits übertroffen.

Es fehlt unseren verantwortlichen Politikern nicht nur der dazu notwendige Charakter, sondern in erster Linie der Sachverstand, um überhaupt solche Gesetze zu schaffen und danach umgesetzt zu bekommen.

So nutzen diese jetzt die Diskussion um eine Impfpflicht höchstens zum eigenen Schaulaufen, wohl aber eher dazu, um der Konkurrenz zu schaden. Es hätte wohl jeden erstaunt, wenn es diesen um eine Schadensbegrenzung oder gar -abwehr und um das Wohl unseres Landes gegangen wäre.

Rundschreiben

Die letzten ereignis- und entscheidungsreichen Tage hier bei uns in Heilbronn — selbstverständlich Europa und die EUROPA-UNION betreffend — versuche ich heute noch in meinem monatlichen Rundschreiben zusammenzufassen und dabei auch über die kommenden Veranstaltungen zu informieren.

Zur OB-Wahl wurde schon viel zu viel geschrieben und gesagt, und es wird wieder einmal so weitergehen, wie die letzten Jahre auch — alles andere wäre ein Wunder gewesen. Ach, wie schön waren die Zeiten, als wir Heilbronner noch mit neuen Ideen und Entwicklungen glänzten.

Europäischer Brief

Wenn Europastammtische so viel neue Informationen beinhalten, dann muss man auch diese Stammtische nachbereiten, und so habe ich heute doch mehr zu tun als eigentlich vorgesehen. Dazwischen kam dann nicht nur das Vorlesen an der Dammgrundschule, sondern auch noch das Erscheinen des Europäischen Briefs. Das Erfreuliche daran ist, dass es diesen nun auch in einer deutschsprachigen Ausgabe gibt.

Die erste Ausgabe des Europäischen Briefs diesen Jahres trägt die Nummer 75 und widmet sich der Analyse des Justizproblems, mit seinem Ursprung im Konflikt zwischen Polen, das mit seinem autoritären Kurs zu kämpfen hat, und der Europäischen Union, die versucht, die Werte der Rechtsstaatlichkeit zu wahren. Gerne verweise ich hier nochmals auf einen Beitrag von Hans Müller.

Interessant dabei ist auch, was für Themen den Herausgeber des Briefes derweil noch so beschäftigen, nämlich die Möglichkeit großer politischer Veränderungen in Europa (sicherlich eine sehr positive Sichtweise der aktuellen Geschehnisse!). 

Frankreich, das die sechsmonatige Präsidentschaft der Europäischen Union innehat, wird die Konferenz über die Zukunft Europas abschließen, da sich Emmanuel Macron schwerpunktmäßig mit der Wiederwahl zum Präsidenten der Republik Frankreich beschäftigt — wer möchte ihm das verübeln?

Weiterhin merkt der Autor an, dass es auch wichtige Wahlen in Italien (die des Präsidenten der Republik) und Wahlen in Portugal gab.

Im Osten droht derweil die Krise in der Ukraine zu eskalieren, eine Eskalation, von der viele befürchten, dass sie außer Kontrolle geraten könnte; und noch weiter östlich, in der Nähe von Taiwan, verschärft sich die Rivalität zwischen China und den USA.

Vor diesem Hintergrund ist es dennoch sehr wichtig, dass sich der Brief mit dem Konflikt zwischen dem Europäischen Gerichtshof und Polen beschäftigt und dabei auch deutlich zu machen versucht, was für uns Europäer auf dem Spiel steht.

Hier finden Sie den aktuellen Europäische Brief …

Geburtstag des Tages

Wilhelm Maybach


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

30.1.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

Spaziergang

Heute kam die Sonne raus und meine besser Hälfte und ich nutzten dies sogleich für einen Spaziergang durch die Stadt. Ganz folgerichtig konzentrierten wir uns dabei auf die Sonnenstrahlen und blendeten die üblichen Ärgernisse einfach einmal aus. Mit festem Schuhwerk und entsprechender Kleidung kommt man auch durch die Heilbronner Fußgängerzone.

Und sobald man glaubt, dass man wirklich schon alles gesehen hätte, wird man wieder einmal überrascht. Genau das sind die schönen Seiten des Lebens. Heute gab es in der Fußgängerzone: Katze an der Leine!

Nein, kein Tiger oder Löwe. Und — emsige Lokalblattleser werden jetzt gleich spekulieren — auch kein Gepard. Noch wesentlich spektakulärer: Felis catus — die gewöhnliche Hauskatze!

Genauer beschrieben, waren es ca. 90 Kilogramm Mann mit einem Pfund Katze und zwei Pfund Leine.

Das toppt noch unser Erlebnis in Leipzig, als wir mit einem befreundeten Ehepaar in der dortigen Fußgängerzone unterwegs waren — wie üblich und ganz traditionell: zwei Männer voraus und zwei Frauen hinterher — und unsere Damen uns lachend darauf aufmerksam machten, dass uns gerade eine splitterfasernackte und äußerst attraktive junge Dame entgegengekommen ist. Unsere Blicke zurück, konnten beides bestätigen.

Und das war alles rein gar nichts gegen das heutige Erlebnis. Jetzt behaupte nochmals jemand, dass in Heilbronn nichts los sei!

Stöbern

Beim Lesen anderer Weblogs bin ich auf einen Beitrag von Valentin Trentin gestoßen, der sich darüber wundert, dass er keine Antwort auf Fragen wie „stehe es mit dem Verhältnis zwischen genetischen Präformationen und der Empirie des Lebens?“ erhalten hat.

Ich gehe davon aus, dass sich sehr viele unserer Mitbürger beständig solche oder ähnliche Fragen stellen und auch die eine oder andere Antwort darauf parat hätten. Aber es fehlt uns allen an den entsprechenden Medien oder Möglichkeiten, um dies dann auch schriftlich zu machen. Da ist es schon wesentlich einfacher, wenn man sich untereinander bei Stammtischen oder anderen Gelegenheiten austauscht; dies ist allerdings dann weniger nachhaltig, und viele solcher dabei erzielten Ergebnisse sind nach — auch den besten — Gesprächen wieder „verschwunden“ und bleiben kaum in den Gedächtnissen der beteiligten Menschen hängen.

Dies ist vielleicht auch der bestimmende Grund dafür, dass die Menschheit die Schrift erfunden hat. Märchen, Lieder, Gedichte oder gar Epen sind wohl die einzigen Übertragungsformen, die ohne schriftliche Dokumentation auskommen können.

Und wer jetzt doch seine Gedankengänge schriftlich öffentlich machen möchte, der greift heute eher auf die Mikroblog-Dienste, wie z. B. Twitter, zurück. Immer seltener ist die Nutzung von Foren, in denen man sich weit besser austauschen und diese Gespräche dann auch noch später nachvollziehen kann; deswegen werde ich auch in Bälde mein letztes Forum schließen.

Ganz selten — obwohl es davon bestimmt auch Millionen gibt — sind Weblogs, wo Einzelpersonen oder auch Personengruppen ihre Gedanken einer Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Meistens gehen diese Beiträge in der Gesamtheit aller Medienbeiträge unter, wobei nur wenige Interessierte diese Schätze letztendlich finden und noch weniger diese dann auch bergen.

So habe ich mich dazu durchgerungen, meine schon etwas älteren Gedanken zur Europäischen Idee in Buchform herauszubringen, damit diese für die interessierte „Nachwelt“ etwas besser zugänglich sind.

Nun aber wieder zurück zu Valentin Trentins Blogbeitrag „Öfter mal wesentlicher werden“ vom 30. Januar 2022. Trentin spielt dabei wunderbar mit Worten, Bildern und Ideen. Schon deswegen ist der Beitrag lesenswert. Und ich glaube, dass es doch den einen oder anderen dazu bewegt, mal wieder bei Goethe nachzuschlagen oder zumindest nachzugucken, woher eigentlich das Tucholsky-Zitat stammt.

Wahrscheinlich aber wird Trentin vergeblich — genau so wie ich übrigens bei den meisten meiner Beiträge auch — darauf warten, dass jemand die Kommentarfunktion nutzt, um darauf eine passende oder gar elaborierte Antwort zu geben. Dafür sind die Weblogs wohl nicht das ideale Medium; wobei ich mich sehr gerne eines besseren belehren lasse.

Gedicht des Tages

DAIMON, Dämon
Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

Johann Wolfgang von Goethe, Urworte. Orphisch (7. und 8. Oktober 1817)

Wort des Tages

Transklusion

Geburtstage des Tages

Franklin D. Roosevelt und Boris Spassky