Fußballspieler

25.3.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Fußballspieler beim Einwurf |© Pixabay

Vermischtes

Wie wir heute lesen können, macht sich die AfD für die CDU hübsch. Es könnte aber auch weiterhin nur so sein, dass die Grenzen zwischen beiden Parteien fliesend sind. Früher™ traten CDUler auch noch gerne bei den Freien Wählern an, wenn sie in der eigenen Partei kaum eine Chance auf ein Wahlamt hatten.

Für heute habe ich genug gerechnet, Listen befüllt und Rechnungen geschrieben. Morgen ist auch noch ein Tag. Längst sind die Zeiten vorbei, wo ich so lange am Schreibtisch blieb, bis alles erledigt war. Manchmal ging schon wieder die Sonne auf und ich war dabei mit meiner kleinen Welt zufrieden. Später nutzte ich die Nachstunden eher, um an meinen Büchern oder im Blog zu schreiben, was eine ganz andere Qualität besitzt, da man dies alleine nur für sich selbst macht.

Heute nutze ich die Nachtstunden eher fürs Bingen oder mit einer guten Lektüre. Was ich jedem empfehlen kann, bevor man sich darüber beklagt, dass man nicht ein- oder durchschlafen könne. Als wir noch das Land der Dichter und Denker waren, soll es gar üblich gewesen sein, dass die Menschen ihre Nacht in Ruhe- und Arbeitszeiten aufteilten und man zweimal je Nacht ins Bett ging. Was dann wohl auch zum Mittagsschläfchen führte, eine Eigenart, die noch heute gerne beibehalten wird.

Auf alle Fälle aber wäre ich nie ein guter 9-to-5-Jobber geworden; zu unflexibel und viel zu langweilig! Lustig dabei, dass man genau diese Jobs künftig durch KI und Roboter ersetzen wird! Wer sich als Mensch in Formen pressen lässt, der verdient es einfach nicht anders.

Habe ich bestimmt auch hier schon einmal erwähnt: „Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sclaven und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sclave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.“ (Friedrich Nietzsche, 1878).

In meiner Jugend war ich mal Borussia Mönchengladbach-Fan, dann aber haben sie mit dem Fußballspielen aufgehört. Mit dem FC Bayern München konnte ich selbst zu meinen Münchner Zeiten nichts anfangen, mit dem VfB eher schon — durfte einmal ein paar von deren Spielern drangsalieren, was durchaus etwas verbindet. Mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem HSV bin ich kameradschaftlich verbunden und Fortuna Düsseldorf gehört seit Kurzem gewisser Maßen sogar zur Familie, zumindest ein Ultra. Hingegen Real Madrid wurde mir befohlen und als guter Soldat habe ich mir sogar deren Devotionalien schenken lassen.

Basketball ist dennoch der bessere Mannschaftssport, gleich gefolgt von Rugby und Football.

Krieg

Der Ukrainekrieg wabert weiter vor sich hin, kaum hat die Ukraine ein paar Quadratkilometer Gelände zurückerobert, schon starten die Russen eine neue Offensive. So lange die Ukrainer standhalten, läuft alles weiterhin nach Plan — so schlimm dies auch für die Betroffenen sein mag. Aber das ist Krieg!

Der beste Verbündete Putins, Donald Trump, hat derweil ganz ohne Plan eine zweite Front im Iran eröffnet. Auf alle Fälle sichert dies nun den Russen die Finanzierung ihres Krieges gegen die Ukraine und macht nicht nur die Familie Donald Trumps reich. Was erklären könnte, warum auch die Bundesregierung wieder verstärkt auf Öl und Gas setzt — es erhöht die eigenen Gewinnmargen.

Wieder einmal ein schönes Beispiel, warum Kriege geführt werden, nämlich um den eigenen wirtschaftlichen und politischen Untergang zu verschleiern oder um sich persönlich zu bereichern, meist aber beides zugleich — es geht immer ums Geld („It’s all about the money“).

Und ob dazu nun auch US-Truppen oder gar NATO-Alliierte verheizt werden müssen, reine Nebensache. Als Soldaten haben wir von unseren Politikern und Mitbürgern immer wieder hören müssen, dass wir als „Zivilversager und potentielle Mörder“ doch etwas Besseres hätten lernen können und, dass es nun „an der Zeit sei, zumindest wieder das Sterben zu lernen“.

Sobald aber unsere lieben Mitbürger befürchten müssen, dass es ihnen ggf. selber an den Kragen gehen könnte, sind wir Soldaten wieder höchst beliebt und man entlohnt uns durch beifälliges Klatschen, ähnlich wie die Ärzte und Pfleger während COVID-19. Am besten, sobald wir im Sarg nach Hause kommen, denn das spart richtig Geld.

Wie man nun lesen darf, müssen sich wohl auch Soldaten darauf einstellen, dass sie ihre eigenen Ehepartner, die nicht arbeiten können und manchmal auch nicht dürfen, noch verstärkter als sonst üblich ver- und absichern müssen. Die vom Bund ehemals bereitgestellten Wohnungen für die umzugspflichtigen Soldaten sind schon längst von Behörden unter der Hand fremdvergeben. Und für den Nachwuchs Kindergärten oder passende Schulen am neuen Standort zu finden, rein persönliches Schicksal.

Nur für den Fall, dass hier jemand fragt, warum man die Ränge bereits in Friedenszeiten nicht füllen kann — von geeignetem Personal einmal ganz zu schweigen. Wer will als Bürger schon freiwillig in den Augen seiner Mitbürger ein „rechtsradikaler Vergewaltiger“ sein?

Manche Blogger meinen, dass der Ukrainekrieg in den Medien viel zu kurz käme. Zumindest wir Soldaten wissen um die schreckliche Tragik auch dieses Krieges, aber auch, dass dieser „alternativlos“ ist.

Gerade jene, die diesen Krieg vermeintlich nicht wollen, hätten ihn schon lange beenden können. Dazu müsste man einfach nur sämtliche Wirtschafts- und sonstige Beziehungen zur Russischen Föderation abbrechen — das würde aber die eigenen Einkommen schmälern und ggf. den eigenen Wählern ein paar Unannehmlichkeiten bereiten. Was ist dagegen schon das schreckliche Schicksal von ein paar Hunderttausend ukrainischer Frauen und Kinder? Von den unzähligen Soldaten einmal ganz zu schweigen! — It’s all about money, stupid!

Blogger

Kaum habe ich über Altherrenblogger geschrieben und schon muss ich bei Stefan Rose lesen, dass Chris Kurbjuhn nicht weiter schreiben wird. Die allermeisten Uraltblogger sind schon etwas länger von uns gegangen, nun lichten sich auch die Reihen der Altherrenblogger immer mehr.

Der Lauf des Lebens halt. Passend, es regnet. Heute war mir mein Tag bereits schon vorab unangenehm, denn ich hatte die leidigen Familiengeschäfte auf heute verlegt. Und da die Anmeldungen zum diesjährigen Europa-Ball ebenfalls schleppend verlaufen, fügt sich der Tag so langsam aber sicher zu einem zusammen, auf den man später nicht so gerne zurückblicken wird.

Man soll den Tag aber nie vor dem Abend loben und so gibt es zumindest wieder etwas zum Bloggen. Auch passend wäre nun ein Rezept oder eine Restaurantempfehlung, was bei mir aktuell aber nicht erfolgen wird.

Valentin Trentin hat sein Blog vor Kurzem ebenfalls eingestellt und mit Detlef Stern diskutiere ich letztens immer wieder auch darüber, ob ich für mich nicht doch einmal eine Blogpause einlegen sollte — ich könnte dafür wieder verstärkt meinen Zettelkasten füttern oder das eine oder andere bereits fast vergessene Buchprojekt wieder aufgreifen.

Dann aber lese ich wieder Blog-Beiträge von Uraltbloggern wie David Wertheimer, was mich allerdings gerade heute auch wieder zumindest ein klein wenig sentimental stimmt, vor allem, wenn ich daran zurückdenke, wie ich selber in den 1990er-Jahren beruflich bedingt ins Internet schrieb und dachte, dass dies doch gar keine schlechte Idee für einen ganz privaten Zeitvertreib wäre.

Dann brachte mich ein Mitarbeiter auf die Idee, dass man damit doch ganz gut Geld verdienen könne und in Folge davon darf ich auf doch so einige sehr glorreich gescheiterte Internet-Projekte zurückblicken — aber auf alle eher mit einem lächelnden Auge.

Im Gegensatz zu meinem damaligen Mitarbeiter war mir Geld nie so richtig wichtig und so bin ich am Abend meiner eigenen Blogger-Zeit wieder voll und ganz zu den Anfängen zurückgekehrt, nämlich eine gute Technologie auch für den eigenen Zeitvertreib zu nutzen — wobei ich immer mehr daran denke, dass unsere damalige Software für diese Zwecke viel besser war als es die heutige ist. Was daran liegen könnte, weil wir uns alles selber zusammengebastelt oder gar zusammengetauscht hatten und das eigene Serverlein noch in der Wohnung glühte.


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Mann mit Hut

Altherren 5 (6)

Beitragsfoto: Mann mit Hut | © Shutterstsock

Ich nehme den Begriff einmal ganz positiv. Auch wenn ich weiß, dass Altherrenwitze bereits seit gut 20 Jahren ausgedient haben. Erstaunlich dabei, als junger Mensch konnte ich noch über diese Witze lachen, nun als alter Herr finde ich sie völlig unpassend. Was insgesamt als Anhalt dafür dienen könnte, dass nicht jeder alte Herr gleich auch aus der Zeit gefallen sein muss.

Leider muss ich es aber vielen Jungen und Junggebliebenen attestieren, dass sie es zumindest bisher nicht schafften, um überhaupt in die Zeit zu passen. Vielleicht aber auch versuchen sie nur den Spagat zwischen selber abgestillt werden und Leistungsrente. Das könnte auch erklären, warum diese genau all jenem hinterherrennen, was auch nur im Ansatz keine Arbeit verspricht oder gar eigene Leistung unnötig machen soll. Was wiederum erklären könnte, dass junge Menschen kaum noch eigene Weblogs betreiben.

Dieser Beitrag wurde von gleich mehreren Altherrenbloggern (positiv gemeint!) getriggert, die sich nicht darüber beklagten, dass kaum noch Junge bloggen, sondern einfach nur feststellten, dass es doch so einige alte Herren gibt, deren Blogs sie gerne lesen. Manche davon zählten dabei auch mein Blog auf und implizierten alleine damit, dass ich mit zu den Altherrenbloggern gehöre.

Was mich tatsächlich ehrt und mich ein wenig daran erinnert, wie es war als man mich plötzlich bat, an einem Dorfstammtisch Platz zu nehmen. Wer mein Blog liest, der weiß, dass ich Stammtische gerne mag, auch dann, wenn diese heutzutage etwas in Verruf geraten sein sollten. Was aber nicht am Stammtisch selbst liegt, sondern einfach nur an manchen Menschen, die nicht für Stammtische geschaffen wurden.

Stammtische sind schon immer eine besondere Art und Weise des Austauschs gewesen, manche wurden nicht nur für die Teilnehmer wertvoll, sondern wirkten sich auch auf die Gesellschaft positiv aus. Es kommt einfach darauf an, was man daraus macht! Ähnlich dürfte es mit den Weblogs sein. Der wesentliche Unterscheid dabei ist, dass wenn ein älterer Herr keine Lust mehr zum Bloggen hat, sein Blog im digitalen Nirwana verschwindet. Fällt ein älterer Herr beim Stammtisch weg, wird einfach nach adäquatem Ersatz gesucht — der Stammtisch bleibt, manchmal gar über Jahrzehnte und Generationen hinweg.

Wann ist man nun aber ein alter Herr? In Burschenschaften und Studentenverbindungen geht es wohl am schnellsten, denn da ist man es, sobald man beruflich auf eigenen Füßen stehen kann. Wobei ich es mit einem Schmunzeln nehme, wenn Frauen in derselben Situation lieber als hohe als alte Damen tituliert werden wollen — wir Menschen sind einfach nicht alle gleich, zumindest noch nicht.

Beim Bloggen dürfte es etwas komplizierter sein. Wenn ich nun z. B. Stefan Pfeiffer, Horst Schulte, Heinz Wittenbrink, Chris Kurbjuhn oder Peter Addor als Altherrenblogger bezeichne, dürfte ich wohl kaum auf Füße treten. Bei anderen Bloggern bin ich mir da nicht so sicher. Und manche andere Blogger wie z. B. Lothar Birkner dürfte es schon gar nicht mehr interessieren.

Viele Blogger bleiben den Lesern in Erinnerung, meist sind deren Blogs einfach nur weg — was man durchaus bedauern kann, wenn man deren Blogs über Jahre hinweg selber gelesen hat.

Aber genau so ist das Leben, man ist plötzlich da, manche werden bemerkt, andere nicht, aber egal wie, alle sind wir dann auch wieder weg. Meiner Meinung nach hat dabei jeder das Recht, vergessen zu werden — auch deren Blogs.

Man schreibt dort einfach etwas hin, drückt mehr oder weniger schnell auf publish und ärgert sich vielleicht manchmal sogar darüber, was man so alles über die Jahre hinweg veröffentlicht hat. Manche pflegen ihre Blogs und nehmen dabei auch überholte oder gar unpassende Beiträge wieder aus dem Netz. Manch andere sind Blog-Puristen und korrigieren nicht einmal gemachte Schreib- oder Zeichensetzungsfehler. Jeder so, wie er es mag. Oftmals ändert sich diese Einstellung dabei über die Jahre hinweg, was Leser vielleicht sogar als positive Blog-Entwicklung goutieren könnten.

Wann ist man nun ein Altherrenblogger (was durchaus auch für Hohedamenbloggerinnen gilt)?

Meiner Meinung nach, sobald man ein paar Jährchen bloggen hinter sich hat. Besser noch, wenn man sich dabei so langsam aber sicher von Reichweite und SEO- oder gar GEO Gedöhns verabschiedet.

Wenn man einfach nur seine — gerne auch völlig ungefilterten — Gedankengänge in die Tasten haut und ins Internet stellt.

Wenn man dabei auch akzeptiert, dass dies Lesern, auch den in den Blog verirrten, nicht gefallen kann und zu entsprechenden Reaktionen verführt.

Wenn man einfach sein eigenes Blog-Ding macht und sich selber daran erfreut, vielleicht auch das eine oder andere dabei lernt, seine eigenen Gedanken sortiert bekommt und dies alles einfach und ganz ungefragt mit der Welt des Internets teilt.

Selbst wenn nur der jeweilige Blogger sich dabei selbst ein wenig besser macht, ist die Welt schon ein klitzekleines Stück besser! Und deshalb sollte jeder Mensch ein Blog haben und vielleicht zudem noch einen Stammtisch, wo man ihn nimmt wie er ist.

Wer das alles erkennt und für sich umzusetzen versucht, der dürfte ein Altherrenblogger sein — egal wie alt er auch ist!


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Konzert

Musikvideo der Woche 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Noch bevor ich heute den meseno-Bus bestieg, führte ich eine am Wochenende gestartete Diskussion weiter. Ganz schlicht per E-Mail, denn unser Verband ist noch nicht so weit, dass man sich völlig transparent und über die jeweiligen persönlichen Blogs austauscht. Nach zwei Jahrzehnten vergeblicher Versuche, unseren Verband digitalisieren zu wollen, sind wir nun zumindest schon so weit, dass jene die TikTok und WhatsApp für den letzten Schrei halten, auch mir erklären wollen, wie Internet geht. Ok, sie versuchen zudem, mir Demokratie oder das mit dem Blümchen und der Biene nahezubringen.

Deutschland ist einfach das Land der Erklärbären, damals™ — wohl lange vor meiner eigenen Zeit — war es noch üblich, dass man erst etwas nicht nur selber konnte, sondern nachgewiesen hat, dass man dies auch erfolgreich anwendet, bevor man die Welt mit seinen eigenen Ergüssen füllte. Inzwischen sind wir in einer Zeit angekommen, wo junge Damen felsenfest davon überzeugt sind, dass, wenn sie auch nur irrtümlich ihre Bluse falsch herum anziehen, die reine Inkarnation von Mata Hari und Rosa Luxemburg seien.

Aber auch Banksy wurde wieder einmal enttarnt, was mich zur heutigen Gruppe führt. 35 Jahre später ist die Platte „Blue Lines“ (1991) der Gruppe Massive Attack noch immer ein Ohrwurm. Wohl auch noch wenn die meisten der heutigen Erklärbären längst vergessen sein werden — viele davon sah ich bereits kommen und gehen, die allermeisten davon hinterließen keinen einzigen Fußabdruck.

Massive Attack gründeten sich 1988 in Bristol, eigentlich ein Künstlerkollektiv. Zum Schluss dann noch der Song „Safe from Harm“ vom selben Album.

Und damit lasse ich meine heutigen Attacken vorerst ruhen. denn ich habe noch einiges zu tun, zum Beispiel meine morgige Vorlesung vorzubereiten. Ich freue mich bereits jetzt auf das Nichtkäffchen mit Detlef Stern. Dieser wird sich sicherlich über mein Mitbringsel aus Berlin freuen — das habe ich von Peter Schulze, einem weiteren Blog-Leser, der meinte, dass es sehr passend sei; mein Blog verbindet Welten 😉

Ok, ein Song geht doch noch …

„Teardrop“ (1998) stammt von der Langspielplatte „Mezzanine“ aus demselben Jahr.

Nachtrag 17.3.2026

Lilly Schröder schrieb in der taz einen lesenswerten Artikel zur Banksy-Enthüllung.

Reggie Ugwu und Scott Reyburn (The New York Times) nahmen Banksy ebenfalls unter die Lupe.


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