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Reichweite 5 (2)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Nach all den Jahrzehnten im Internet habe ich mich nun endlich vollständig emanzipiert und von dieser unsäglichen Reichweitendiskussion losgesagt.

„Reichweite und Traffic sind im Zeitalter der Digitalisierung zu einer der wichtigsten Messgrößen geworden. Traffic bezeichnet dabei den Besucherstrom auf einer Website, also die Aufrufe der Startseite und der Unterseiten (Page Impressions) sowie die Seitenbesuche (Visits). Darüber hinaus ist der Traffic einer Website für Suchmaschinenanbieter wie Google, Yahoo! und bing ein Indikator zur Bewertung der Rankingposition in den Suchergebnissen. Die Reichweite gibt den Anteil der Konsumierenden an, die von Internetangeboten erreicht werden und ist damit ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Präsenz im Internet. Internetnutzende treten dabei als Follower:innen oder auch als Käufer:innen auf. Gemessen werden sie unter anderem unter den Begriffen Monthly Active Users (MAU) oder Daily Active Users (DAU). Ist die Optimierung der Sichtbarkeit und Auffindbarkeit einer Unternehmensseite oder von Inhalten das Ziel, spricht man von Suchmaschinenoptimierung (SEO).“

Statista (2.3.2026)

Schon viel länger ist SEO für mich nicht nur bloß Internet-Voodoo, sondern gar reines Teufelszeug. Deshalb optimiere ich mein Blog schon lange nicht mehr und messe auch keine Leserzahlen. Warum denn auch und hierbei komme ich nun auf den Punkt.

Was würde sich für mein Blog ändern, wenn ich gar eine Milliarde Leser hätte, außer vielleicht, dass mir mein Provider eine größere Rechnung schreiben würde? Nichts!

Egal, ob ich nun fünf, fünfhundert, fünfzigtausend oder weit mehr Leser hätte, ich weiß nichts davon.

Ein Leser konsumiert meine Beiträge still und heimlich. Vielleicht hat er auch etwas davon? Woher aber soll ich dies wissen? Und interessiert mich dies dann auch? Ist die Katze im Karton tot oder lebt sie noch?

Was ich damit sagen möchte ist, dass es doch überhaupt nicht auf die Anzahl der Leser ankommt! Das ist, wie wenn man gegen eine Wand spräche. Auf was kommt es dann an?

Ganz einfach, auf das Echo, auf die Reaktion, auf die Antwort, auf den Like, auf den Kommentar, auf die Gegenrede, auf eine E-Mail, auf einen Anruf, auf das persönliche Gespräch — die Möglichkeiten zur Kommunikation sind dabei fast grenzenlos!

Ergo, Reichweite ist Schall und Rauch! Was zählt, das ist einzig und alleine die Anzahl von für mich erkennbaren Reaktionen auf mein Geblogge (eine Art von digitalem Kommunikationsangebot).

Was nun aber ein ganz anderes Problem aufwerfen könnte, denn für mich als Mensch sind maximal die Reaktionen von bis zu 12 anderen Menschen von Bedeutung und ich kann maximal die Reaktionen von bis zu 120 (manche meinen bis zu 150) Personen sinnvoll — im Sinne von Kommunikation — verarbeiten. Wir Menschen haben Grenzen, ob wir dies möchten oder auch nicht, ein Grund, warum der Föderalismus so notwendig ist! — ich schweife ab …

Mein Fazit: nicht die Reichweite sollte einen Blogger interessieren, sondern einzig und alleine das Feedback, das er erhält — der Beginn einer hoffentlich für beide Seiten fruchtbaren Kommunikation.

P. S.

Was so ganz beiläufig auch jene Journalisten seelisch entlasten kann, die durch bloße Reichweite ihre Brötchen verdienen müssen. Journalismus war und ist schon immer eine ganz andere Baustelle!


Blogger

28.2.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Vermischtes

Gestern habe ich mich wieder einmal in einem Garten ausgetobt, wobei die Folgen des letzten Tobens noch immer nicht beseitigt sind. Die Heinzelmännchen sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren! Aber schon in meiner Jugend musste ich irgendwann dann doch im Kinderzimmer wieder selbst klar Schiff machen. Die Heinzelmännchen werden sicherlich bald völlig vergessen sein, dafür gibt es nun die KI!

Abends konnte ich noch das Tanzbein schwingen und zum Abschluss auch noch DS9 weiterbingen — in Kürze ist die Staffel 7 dran.

Erfreulich ist die Umbenennung der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Grundschule am Pfühlpark! Nicht, weil ich diesen Menschen kenne oder gar gegen ihn etwas hätte, sondern einzig und alleine deshalb, weil ich davon überzeugt bin, dass man Menschen keine solchen Denkmäler setzen soll und darf. Hier hat der Gemeinderat, wenn auch aus den falschen Gründen heraus, richtig gehandelt. Wohl aus Pragmatismus heraus bleibt die Straße mit demselben Namen unserer Stadt erhalten.

Dass der Gemeinderat sich selbst mit seiner Begründung für die Namensänderung Lügen straft, zeigt alleine schon der Umgang mit einem Nazi- und SS-Porträt im Rathaus. Sobald man mit den jeweiligen Damen und Herren selber gekuschelt hat, sind sämtliche Ideale oder gar Ideologien Schall und Rauch. Und welcher Gemeinderat möchte denn in einer neuen Diktatur auf sein lukratives Amt verzichten? — Dies ist selbstverständlich eine rein rhetorische Frage!

Weniger erfreulich ist, wie die Medien und viel zu viele Bürger mit der Notwendigkeit umgehen, dass die Bundeswehr zu üben beginnen muss. Kaum fliegt einmal ein eigenes Flugzeug oder es fährt ein eigener Panzer, was man als Bürger eigentlich mit Jubelstürmen begrüßen müsste, schreien alle Zeter und Mordio!

Wahrscheinlich jubeln alle erst, wenn russische Panzer durch unsere Straßen rollen. Auf alle Fälle aber bereitet sich die vermeintliche Friedensbewegung erneut darauf vor, um unseren Soldaten zumindest die Bremsschläuche an den Autos durchzuschneiden und die Reifenventile zu sabotieren.

Um mit etwas Netterem zu enden, gibt es hier noch einen Hinweis auf die jüngste Show von Prada. Den entsprechenden Beitrag von Vanessa Friedman gibt es für meine Leser hier kostenfrei. Die gezeigten Klamotten sind so schräg, dass mir manche davon sogar gefallen.

Käffchen

Gestern gab es bereits das inzwischen traditionelle Käffchen mit Detlef Stern. Heute überraschend ein weiteres mit Walter, wobei ich mit Walter zuletzt vor gut 35 Jahren zusammensaß — spannend dabei, der Kaffee war damals bereits derselbe.

Bei beiden Gesprächen konnte ich davon ausgehen, dass meine Gesprächspartner wissen, worüber sie sprechen. Was für mich die Gespräche erst so richtig interessant macht. Ich müsste mal nachschauen, wie man Gespräche nennt, wenn keiner der Gesprächspartner vom gewählten Thema eine Ahnung hat. Wahrscheinlich gab es so etwas noch nicht, als unsere Sprache entstanden ist.

Auf alle Fälle aber wunderten sich Detlef und ich gestern erneut darüber, dass die große Mehrheit der Wirtschaftsinformatikstudenten über keine eigene Website verfügt. Wobei, es soll heute sogar Informatikprofessoren geben, die nicht selber programmieren. Was mich auch nicht mehr wundert, da es schon längst Blogger gibt, die nicht mehr selber bloggen. Und schon gar nicht mehr, dass immer weniger Menschen noch selber denken.

Ein weiteres Thema war die „Bloggeria“ und der Umgang untereinander. Im Nachklapp überlegte ich mir, ob ein Weblog überhaupt das Push-Prinzip anwenden soll oder gar darf. Dies sollte eher den Social Media überlassen bleiben, die damit das WWW zulärmen. Ein Blog sollte sich dadurch auszeichnen, dass für dieses wieder das Pull-Prinzip gilt. Ich versuche dies nun zu befolgen und nehme dabei gerne in Kauf, dass mein Blog Leser verliert.

Ich schreibe mein Blog zu allererst für mich, dann für jene, mit denen ich über mein Blog kommuniziere und zum Schluss auch für jene, die sich die Mühe machen, um hier im Blog nachzuschauen, ob es wieder etwas Neues gibt. Wenn diese beiden Gruppen sich zudem die Mühe machen und mit technischen Hilfsmitteln auf mein Blog zugreifen — Bitteschön! Wer kann, der kann.

Am liebsten sind mir aber jene Leser, die sich (wieder) einmal fragen, ob und was ich heute so geschrieben habe und dann selber hier im Blog nachschauen. Und wenn diese dann sogar auf mein von mir selbst geschriebenes reagieren, ja dann ist für mich meine kleine Bloggerwelt völlig in Ordnung!

Und solche Ansammlungen von kleinen und kleinsten Bloggerwelten, die machen unsere Welt auf alle Fälle besser. Und so sollte jeder kommunizierende und denkende Mensch, wenn er nicht selber bereits über ein eigenes Blog verfügt, zumindest eine eigene Blogroll haben, wo er nachschauen kann, wenn er wieder einmal daran denkt, was könnte z. B. der Detlef oder der Heinrich denn so alles geschrieben haben.

Rundschreiben

Heute ist es wieder so weit und ich muss das monatliche Rundschreiben versenden. Dank Donald Trump, der wirklich alles tut, um von seiner Vorliebe für möglichst junge Mädchen, ob verwandt oder auch nicht abzulenken, habe ich heute einen sehr aktuellen Aufmacher.

Auch wenn Militärs seit Jahren wissen, wann größere Militärschläge stattfinden, werden wir Normalbürger immer wieder davon überrascht — zumindest jene, die keine Nachrichten auswerten können. Lustig dabei nur, dass manche Politiker damit hausieren gehen, wie sie bereits vorab von externer Seite informiert wurden. Dafür gibt es drei Gründe: erstens, sie wollen wieder einmal in der Zeitung stehen, zweitens sie sind nicht in der Lage, um auf ihre hausinternen Experten zu hören oder sie haben ihre Exekutive so weit heruntergewirtschaftet, dass sie aus reinem Mitleid von ihren Kollegen vorab informiert werden.

Jetzt, da es wieder einmal zu einer militärischen Auseinandersetzung — übrigens einer von sehr vielen — gekommen ist, versuche ich die Auswertungen und Kommentare unsere Militär- und Sicherheitsexperten geflissentlich zu überhören, was alleine meinem Seelenheil geschuldet ist. Die meisten unserer Experten sind wie Informatikprofessoren, die selber keinen Computer einschalten können oder gar wie ein mit gut 150 Kilogramm Fett gefüllter Trainingsanzug, der auf der Couch sitzend die Sportschau kommentiert.

Was mich nun fragen lässt, wann ist man bei uns eigentlich ein Experte oder gar ein Fachmann?

Für Militärexperten dürfte weiterhin gelten, dass diese zumindest einen Zug unfallfrei über eine Pläne führen können müssen. Wahrscheinlich langt bei uns aber bereits ein Besinnungsaufsatz über einen Hollywoodfilm mit John Wayne, um selbst an den höchsten Stellen Gehör zu finden. Was auch erklären könnte, dass wir immer wieder darüber überrascht sind, wenn es irgendwo auf der Welt zu Konflikten kommt. Mindestens so überrascht wie die Studenten in meinen Klausuren, die weder an den Vorlesungen teilgenommen noch sich eins der Grundlagenbücher ausgeliehen haben und nun eine Fünf als Quittung erhalten.

Man sollte auf seinem ureigenen Fachgebiet doch schon einmal etwas nachweislich geleistet haben, um sich selber als Fachmann zu sehen. Nur darüber zu sprechen oder zu schreiben ist einfach viel zu wenig!


Blogger

15.2.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Vermischtes

Gestern gab es einen kleinen Spaziergang beim Wartberg zusammen mit Mitgliedern der EUROPA-UNION und an Europa Interessierten. Und zur Abrundung noch ein Abendessen in sehr angenehmer Runde.

Heute wird es dann ein wenig anstrengender. Meine bessere Hälfte und ich gönnen uns die Meistersinger von Nürnberg und das in der Staatsoper Stuttgart. Die Uraufführung fand 1868 in München statt. Und so sind wir beide ab 16.00 Uhr gespannt darauf, warum das, was war, vielleicht auch das ist, was wird.

Aktuell sinniere ich allerdings noch mit Detlef Stern darüber, was Studenten so alles machen, um nicht selbst studieren zu müssen. Der Grund dafür dürfte einfach sein, denn heute lässt man auch Menschen studieren, die vorab in der Schule nachgewiesen haben, dass sie nicht lernen können und noch schlimmer, dies auch nicht lernen wollen.

Bloggerei

Ich lese gerne andere Blogs und bin auch immer wieder versucht, an Webringen und sonstigem Gedöns teilzunehmen. Dann aber erlebe ich dort immer wieder eine sich selbst erhaltende „Bloggergemeinschaft“, die sich vornehmlich um die eigene Reichweite bemüht. Was für viele Blogger sicherlich nicht störend ist, ganz im Gegenteil, mich hingegen aber eher abschreckt. Mich erinnert dies gerne an das heutige Linkedin, wo man sich gerne selber lobt und loben lässt.

Und sobald ich in meinem Blog signalisiere, dass ich keine Klickgemeinschaften oder gar mit KI aufgepeppte Inhalte mag, echauffieren sich erneut ein paar Blogger darüber und machen mich so zum Bestandteil ihres eigenen Spiels. Deshalb habe ich wieder einmal einen Webring verlassen.

Wahrscheinlich sind die jeweiligen Blogrolls der Weblogs doch das geeignetere Mittel, um Blogs miteinander zu verknüpfen.

Belle Fille

Gestern musste es wieder einmal ein Film sein. Méliane Marcaggi führte Regie in einem leicht zugänglichen Film um eine Ehefrau. Ein One-Night-Stand mit einem Korsen und dies noch auf Korsika führt zu den üblich zu erwartenden Verwicklungen. Auch das Ende des Films ist absehbar.

Alexandra Lamy (Louise Blancard) spielen als Ehefrau und Miou-Miou (Andréa Lucciani) als vermeintliche Schwiegermutter ihre Rollen ganz gut. Der Rest der Besetzung ebenfalls nicht schlecht.

Alles in allem ein vergnüglicher Film aus 2020, der nett mit den allseits bekannten Klischees spielt.

Und da ich schon einmal dabei war, gab ich mir dann doch noch einen weiteren Film. „Incident at Victoria Falls“ (1992) mit Christopher Lee. Dieser Schauspieler hat in seiner Karriere unzählige Filme gedreht, manche Meisterwerke sind dabei. Dieser Film gehört nun sicherlich nicht mit dazu.

Bill Corcoran führte Regie und es machte diesen gefühlt gut dreistündigen Film auch nicht besser, indem man mit Patrick Macnee einen weiteren Altschauspieler an Lees Seite stellte.

Auf alle Fälle hätte man diesen Film auch auf 90 Minuten reduzieren können. Mein Fazit: es lohnt sich nur diesen Film anzuschauen, wenn man eine schlaflose Nacht überbrücken muss. Ich nahm es als Sitzfleischtraining für die heutige Aufführung — alles muss vorbereitet werden, auch der Besuch einer Opernaufführung.


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