Parkhotel

23.9.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Parkhotel | © Gerolf Mosemann

Vorlesung

Nach einem Käffchen ohne Käffchen mit Detlef Stern gab es heute meine erste Vorlesung in diesem Semester. Ganz dem Thema geschuldet, ein Kick-off-Meeting. 13 weitere Vorlesungen werden folgen und dann können die Studenten in einer Klausur nachweisen, ob und wie gut sie mich verstanden haben.

Da das Thema und die Inhalte bekannt sind, könnte man sich das Ganze auch durch Selbststudium aneignen, läuft dabei aber Gefahr, nicht zu wissen, was ich eigentlich möchte oder gar worin meine Schwerpunkte bei der Wissensvermittlung liegen. Und auch hier ganz dem Thema geschuldet, wäre es vielleicht gar keine schlechte Idee, sich einmal die Mühe zu machen und zu lauschen, was ich zum Thema so alles beitragen kann.

Meine bisherige Erfahrung zeigt mir, dass es zwei wesentliche Gründe für das Nichtbestehen der Klausur gibt: erstens Faulheit und zweitens mangelndes Leseverstehen.

Nach der Vorlesung belohnte ich mich noch mit einer kleinen Auszeit im Stadtbad; völlig entspannt im Außenbecken die Vorlesung nachbereiten.

Vermischtes

Sehr erfreulich, dass Gerolf Mosemann die 9. Hertensteiner Gespräche fotografisch dokumentierte.

Heute wurde mir zudem ein Artikel der Heilbronner Stimme über die 9. Hertensteiner Gespräche vorgelegt; folglich waren nicht alle Stimme-Mitarbeiter mit dem Weindorf beschäftigt.

Jean Marsia meint, dass Friedrich Merz ein guter Kanzler sei, weil er die notwendigen Militärausgaben Deutschlands auf europäische Firmen umlenkt. Ich hätte während der Hertensteiner Gespräche doch wieder über Rüstungspolitik vortragen sollen — wird wohl nun im Heilbronner Rahmen nachgeholt werden.

Kurzfristig haben wir nun am Freitag noch einen Kegelabend eingeschoben, Franz Schirm hat dazu schon die üblichen Verdächtigen informiert.

Dafür läuft es im Vorfeld des kommenden Bundeskongresses der EUROPA-UNION etwas unrund. Wir treffen uns dieses Mal alle in Chemnitz. Eine Stadt in der ich gerne lebte, bis ich die vielen Totalitaristen dort einfach nicht mehr ertragen konnte und zudem meine Familie vor deren Repressalien schützen musste.

Kaum noch zu ertragen die Zudröhnung mit AfD-Werbung auf sämtlichen Kanälen; Wladimir Putin und systemrelevante Deutsche legen sich so richtig ins Zeug, um unsere Demokratie völlig aus den Angeln zu hebeln. Was diese meist wehrdienstbefreiten „Passdeutschen“ dazu motiviert unser Land zu zerstören, kann ich bei bestem Willen nicht nachvollziehen. Wenigstens sind sie mit ihrem Parteinahmen ehrlich: eine Alternative für Deutschland.

Zu früh

Auch wenn sich aller Orten jetzt — hier der Artikel in der New York Times — erst einmal Erleichterung breitmacht und die entsprechende Zeichnung von Guido Kühn wieder eine Wucht ist, sollten wir abwarten, ob Jimmy Kimmel künftig noch die gewohnte Aussagekraft hat. Könnte durchaus auch sein, dass man ihn nur noch „kastriert“ am Leben erhält und dann hätte Donald Trump wieder einmal auf ganzer Linie gesiegt.

Was mich alten Herren noch an die vielen „Birnenbilder“ erinnert, die letztendlich dem damaligen Adressaten eigentlich nur zu Weltruhm verholfen haben.

Zum guten Schluss

[Auf Bluesky verschwinden die Posts schneller als jemals auf Twitter] — das zum Thema Social Media.

Der Untertitel des Bildes auf Bluesky: “Darling, be a dear and DO click on the floor lamp.”


Be happy

19.9.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Schnappschuss | © Bettina Kümmerle

Wat mutt, dat mutt

Warum sich die Finger wund schreiben, wenn es auch ein Bild tut! Ok, das gilt leider nur für all jene, die so begabt sind wie Guido Kühn.

Nun aber geht es für mich zu den 9. Hertensteiner Gesprächen, wo ich viele nette, interessierte und kompetente Mitbürger treffen darf. Wäre sicherlich schön gewesen, wenn der eine oder andere Blogger ebenfalls den Weg nach Heilbronn gefunden hätte.

Hertenstein

Heute verlege ich meinen Arbeitsplatz ins Hotel, könnte schlimmer sein. Der Grund dafür ist einfach, ich möchte mir ein paar Wege ersparen, was zwar nicht gesundheitsförderlich ist, aber das Ganze doch etwas entspannter macht.

Aktuell verschaffe ich mir einen Überblick über die diesjährigen ca. 100 Gesprächsteilnehmer, die sicherlich alle eine extra Erwähnung verdienen, aber rein zeitlich nicht von mir extra begrüßt werden können. Und so stehen für mich wieder einige Fettnäpfchen bereit, in die ich sicherlich auch treten werde — dafür hatte ich schon immer ein sehr gutes Gespür.

Das Schöne gerade an den Hertensteiner Gesprächen und mein Blick auf die Teilnehmerliste bestätigt dies auch, ist, dass die Teilnehmer solche Fehltritte völlig entspannt nehmen und mir zudem ausreichend Gelegenheit geben werden, das eine oder andere Missgeschick nachzusteuern. Was aber nicht bedeutet, dass ich es einfach unterlasse, den Gordischen Knoten einer reibungslosen Begrüßung auflösen zu wollen.

Besonders freue ich mich schon jetzt auf ein paar Teilnehmer, welche ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe, die nun gerade für diese Gespräche nach Heilbronn kommen. Ich hoffe, sie können sich dieses Wochenende zudem einen möglichst guten Eindruck von unserer Stadt machen.

Manche Hertensteiner sind bereits in der Stadt und gucken, was sich seit dem letzten Jahr so alles bei uns verändert hat. Gerade für die Norddeutschen hat Heilbronn weiterhin fast etwas Mediterranes — das Wetter am Wochenende wird es auch wieder bestätigen.

Die lokale und regionale Presse habe ich wie die Jahre zuvor auch auf unsere Gespräche aufmerksam gemacht. Da ich bisher keine Antwort erhielt, gehe ich einmal davon aus, dass deren Journalisten noch nicht durch alle gut 400 Weine durch sind, die das diesjährige Weindorf zu bieten hat.

Vermischtes

Heute Morgen ein völlig entspanntes Käffchen mit Detlef Stern. Beide sind wir davon überzeugt, dass keine Stadt so gut entschleunigt wie Heilbronn. Und wenn dann doch einmal ein Stadtbus ausfällt, ist das sowieso kein Problem. Dann laufen die Fahrgäste, die gut 200 Meter einfach einmal zu Fuß.

Wunderbar wird es mit der Seilbahn werden, denn wenn man die mit dem Deutschlandticket verbindet, kann man den gesamten Tag über Heilbronn hinweg schweben. Und wenn man das Ganze noch mit Kaffee- und Weingondeln verbindet, sicherlich der Renner.

Interessant ein Interview von Simon Strauss mit Joseph Stiglitz in der FAZ (17.9.2025), wobei mir der Nobelpreisträger etwas zu blauäugig erscheint: 1. eine Diktatur bekommt man nicht mehr durch Wahlen weg und 2. formiert sich der interne Widerstand immer viel zu spät. Wir Deutschen müssten ein Lied davon singen können.

Und auch die Steigbügelhalter einer Diktatur hatten am Anfang sicherlich noch andere Absichten, auch bei der GOP und der heutigen Union. Gepaart mit der Hybris, selbst so gut zu sein, dass man alle Totalitaristen locker in die Tasche stecken kann, geht das absolut und immer nach hinten los. Gucken wir nur einmal die Aussage Friedrich Merz’ an, der die AfD halbieren wollte — völlige Selbstüberschätzung mit jahrzehntelanger Inkompetenz verbunden, mögen zwar in Parteien das Nonplusultra sein, man darf diese Typen dann aber nicht auf das eigene Land loslassen!

„Nochmals: Es ist eine klare und unmissverständliche Benennung der AfD als rechtsextreme Partei notwendig – Verharmlosungen helfen niemandem und schwächen nur unsere demokratischen Werte. Deutschland steht an einem Scheideweg, und eines ist klar: Ignorieren oder Wegschauen ist keine Option mehr. Gemeinsam müssen wir für eine demokratische, freie Gesellschaft eintreten – digital und analog, laut und entschlossen.“

Stefan Pfeiffer (19.9.2025)

Als Soldat gucke ich weiterhin darauf, was so alles in und mit der Bundeswehr geschieht. Aktuell spart der angebliche „Superminister“ noch mehr an der Ausbildung und dem Training unserer Soldaten, was man bei uns so macht, wenn ein Krieg vor der Tür steht. Schon verständlich, da die Bundeswehr inzwischen nicht nur unsere Industrie und verwahrloste Gemeinden, sondern auch noch unser Sozialsystem retten muss.

Da das aber selbst die Rekruten und ganz besonders deren Familien mitbekommen, muss man sich über die Werbung für unsere Bundeswehr keine Gedanken mehr machen! In Deutschland verheizt man seine Soldaten bereits vor einem Krieg!


Radweg

17.9.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Radweg

The Holdovers

Gestern gab es bei uns noch großes Kino. Alexander Payne brachte diesen Film bereits 2023 in die Kinos. Wir hatten erst jetzt die Gelegenheit, diesen einmal anzuschauen. Eigentlich ein Weihnachtsfilm, aber da es inzwischen bei uns schon überall Weihnachtsgebäck und sonstiges Gedöns zu kaufen gibt, dann doch ganz passend.

Die Handlung spielt in Neuengland um die Jahreswende 1970 herum und ist dabei so aktuell wie schon lange nicht mehr. Paul Giamatti überzeugt als Lehrer Paul Hunham auf ganzer Linie. Dominic Sessa als Schüler und Da’Vine Joy Randolph als Köchin mehr als überaus passend für diese Rollen. Während mir Paul Giamatti bereits in „The Truman Show“ (1998) gefiel, kannte ich die beiden anderen Schauspieler noch nicht.

Mehr zum Film möchte ich nicht sagen, außer, dass sich diese 133 Minuten auf alle Fälle lohnen.

Gas & Öl

Wie wir es heute wieder einmal selbst aus der Tagesschau erfahren können, kommt unser Öl und Gas weiterhin aus Russland. Selbst der Angriffskrieg Russlands auf die freie Welt hält unsere systemrelevanten Personen nicht davon ab, um weiterhin gute Geschäfte mit Massenmördern zu machen. Da wo der Rubel rollt, da möchte man nicht allzu kleinlich sein.

Und so sind unsere Politiker dazu verdonnert, uns Bürgern beständig zu erklären, dass man dies nun ändern möchte, zeitgleich aber alles zu unternehmen, dass es weiterhin so bleibt. Noch besser, man baut wie verrückt Gaskraftwerke und fährt die erneuerbaren Energien zurück wo man es kann.

Selbstverständlich könnten unsere Politiker auch anders, dann aber müssen diese auf den einen oder anderen Nebenverdienst verzichten und laufen dazu noch Gefahr, dass unsere systemrelevanten Personen ganz offiziell und auf allen Kanälen für die AfD Werbung machen, die schon immer ganz schamlos mit ihrer eigenen Käuflichkeit wirbt.

Dabei hätten es unsere Politiker eigentlich wissen müssen, dass wenn man sich von Diktatoren und Kriminellen einladen lässt, man diesen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist — selbst als Bundespräsident, Kanzler oder US-Präsident.

Vermischtes

Obiges Foto habe ich wohl von Deutschlands kürzestem Radweg geschossen. Die Erklärung dafür dürfte sehr einfach sein, entweder mussten dringend noch EU-Subventionen verbraten werden oder man benötigte noch vier Meter Radweg, um eine weitere unnötige Stelle im Rathaus rechtfertigen zu können.

Ich bin zwar kein Stadtplaner, gehe aber davon aus, wenn man diese paar Meter wenigstens schottern würde, unserer Natur und der Stadt mehr geholfen wäre.

Da hat sich Thomas Heiligenmann jüngst bei de Ingenieuren so viel Mühe gemacht, um für die Hertensteiner Gespräche zu werben. Leider bisher erfolglos, sind aber auch noch ein paar Tage hin.

Seit Kurzem habe ich auf meinem meistgenutzten MacBook das neue Betriebssystem, was man nicht so alles macht, wenn man seine Vorlesung vorbereitet. Und auch das Mobiltelefon läuft mit der aktuellen Software. Jetzt soll ich mit dem MacBook telefonieren können, etwa so wie früher mit Skype.

Mir gefällt das neue Facelift und so werde ich wohl demnächst alle Geräte, die man noch updaten kann, aktualisieren.

Gestern habe ich mit Leonhard Reinwald noch die letzte Absprache für die 9. Hertensteiner Gespräche getroffen, aber auch mit großem Bedauern feststellen müssen, dass der eine oder andere gern gesehene Teilnehmer dieses Jahr ausfallen wird. Mit 103 Anmeldungen haben wir dennoch den höchsten Anmeldestand seit Beginn der Gespräche.

Für manche beginnen die Hertensteiner Gespräche bereits am Freitag, so wie am Anfang der Gesprächsreihe und enden dann auch erst am Sonntagmorgen — der harte Kern sozusagen, oder wie wir uns gerne nennen, die Hertensteiner.

Ich gönne mir als Einstieg am Freitagmorgen noch ein Käffchen mit Detlef Stern, zum Warmlaufen sozusagen. Und so wie es aktuell aussieht, werde ich mich danach an ein E-Book zu den Gesprächen machen.

Ein klein wenig enttäuscht bin ich von einem ehemaligen Abgeordneten und wie ich glaubte langjährigem Freund, wobei ich es hätte besser wissen müssen: in Parteien gibt es keine Freundschaften.

Aber nicht deswegen, sondern kaum ist er nicht mehr in Amt und Würden, hat er kein Interesse mehr an den Gesprächen. Dass dies auch anders geht, erlebe ich gleich bei mehreren ehemaligen Abgeordneten der CDU.

Der Böllinger Bach soll auf Heilbronner Gemarkung wieder zu einem solchen werden. Dazu bedurfte es zwei Dinge, erstens zahlt dies das Land, der Bund und Europa und zweitens hübschst es dann eine Investition der Schwarz-Stiftung auf. Letzteres wohl der wahre Anlass, warum man sich bei uns dem Naturschutz verpflichtet fühlt. So wie es aktuell aussieht, versteht man darunter einen riesigen Radweg mit einer noch größeren Brücke.

Vor längerem hatte ich einmal angemerkt, dass bei uns die Radfahrer schwerpunktmäßig bei besserem Wetter unterwegs sind und dann gerne mit Motorunterstützung. Man hat mir sogleich widersprochen. Nun habe ich mir das gut zwei Jahre lang nochmals angeschaut und bleibe bei meiner Meinung.

Was aber dereinst sein kann ist, dass sobald es ein funktionierendes Radwegenetz in Heilbronn geben, dieses dann die entsprechenden Radfahrer erzeugen wird. Mich würde es dabei sehr freuen, wenn man bei uns im Flachland (Unterland) dabei wieder mehr auf die eigene Muskelkraft setzt. Ich erinnere mich noch ganz gut, hat man als Kind kaum dreimal kräftig in die Pedale getreten, war man schon aus der Stadt heraus — das Fahrrad benötigten wir eigentlich nur, wenn wir ins Umland gelangen wollten.

Seit wir nun Großstadt sind, sieht das natürlich ein wenig anders aus. Da haben sich die Distanzen wohl entsprechend mit angepasst. Obwohl, auch ich spaziere nicht mehr einmal einfach so nach Flein, Nordheim oder Weinsberg und wieder zurück.

Als junge Soldaten hatten wir noch ganz andere Größenvorstellungen, da fing eine Stadt erst so richtig an, wenn man in deren Gemarkung einen Marathon absolvieren konnte.

Jetzt aber im Alter fährt man bei uns von der Sülmerstraße aufs Weindorf mit dem E-Bike. Gäbe es ausreichend Parkplätze vor Ort, würde man auch sein SUV nehmen, das sieht einfach noch besser aus.