Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

29.10.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Kommission

Dass das Europäische Parlament die Kommission nun wegen Untätigkeit verklagt, wundert keinen informierten Bürger, denn die aktuelle Kommission wurde von den Staats- und Regierungschefs der EU Mitgliedstaaten extra und genau hierzu eingesetzt. Und damit es auch wirklich jeder versteht, hat man Ursula von der Leyen, die zuvor bereits zwei nationale Ministerien und eine Regierung schwer schädigte, an uns Unionsbürgern vorbei inthronisiert.

Auch dass das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, der am Mittwoch Polen zur Zahlung eines Zwangsgeldes verurteilt hat, ohne Folgen bleiben wird, erstaunt keinen mehr.

Letztendlich werden sich die Staats- und Regierungschefs einigen und jedem Bürger klarmachen, dass der Europäische Gerichtshof wie auch das Europäische Parlament völlig überkommene Institutionen sind und zum Wohle aller Unionsbürger wieder in ihre Schranken verwiesen werden müssen.

Wohin die Reise dann geht, wissen wir alle! Dass wir Bürger dies mit uns erneut machen lassen, erstaunt uns etwas Älteren dann aber doch ein wenig. Und hinterher sagen dann wieder alle unisono, „wir haben von überhaupt nichts gewusst und wurden allesamt gezwungen“.

Inzidenz

Es bleibt mir nicht erspart nochmals etwas über Inzidenzen zu schreiben (Heilbronn hat aktuell eine Inzidenz von über 238!). Da die Politik und unsere Verwaltungen die Sache nicht in den Griff bekamen, wurden die Inzidenzen als Maßstab außer Kraft gesetzt und durch ein neues Konstrukt — Krankenbettenbelegungen — ersetzt.

Da nun auch hier erste unpopuläre Maßnahmen nötig wurden, hat sich der entsprechende Minister erneut dazu entschieden, nochmals nachrechnen zu lassen, um diese nun doch nicht ergreifen zu müssen.

Was allerdings die Pandemie nicht davon abhält, weiter ihr Unwesen zu treiben. Das Robert-Koch-Institut spricht aktuell von einer Inzidenz für Deutschland von 139, 2. Da haben wir Deutschen noch viel Luft nach oben, um halbwegs Heilbronner Ergebnisse zu erreichen.

Aber schon bei dieser Entwicklung (unter 140!) warnt das Robert-Koch-Institut, dass wir erneut unvorbereitet in den Winter gehen und vor einem wachsenden Risiko von Ansteckungen. „Bei den gegenwärtigen Sieben-Tage-Inzidenzen besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte“, heißt es im jüngsten Wochenbericht von Donnerstagabend. 

So steigt in Heilbronn die Chance für etwas ältere und nicht so gesunde Heilbronner, dass sie das kommende Frühjahr nicht mehr erleben werden, unverhältnismäßig an — die damals von den Nazis so gerne beworbene „natürliche Selektion“ findet bei uns wohl immer noch sehr viele Anhänger.

Mobilitätspakt

Wieder einmal ein schönes Beispiel, was Gesetze, Verträge oder gar ein Pakt bei uns eigentlich noch bedeuten, nämlich überhaupt nichts mehr. Jetzt, da es nach 20 Jahren Planung und verschwendeter Steuergelder auch in Neckarsulm offen zutage trat, bemühen sich alle Seiten um eine halbwegs ehrlich gemeinte Schadensbegrenzung.

Dabei hätte man doch schön und gut, so wie die anderen auch, weitere 80 Jahre planen können, ohne dass dies irgendwelche Auswirkungen auf den beschlossenen Mobilitätspakt gehabt hätte. Da haben die Neckarsulmer wohl viel zu schnell die Nerven verloren.

Website des Tages

Deutsche Digitale Bibliothek

Die Deutsche Digitale Bibliothek vernetzt die digitalen Bestände von Kultur- und Wissenseinrichtungen in Deutschland und macht sie zentral zugänglich. Sie bietet allen Menschen über das Internet freien Zugang zu digitalisierten Museumsobjekten, Büchern, Musikstücken, Denkmälern, Filmen, Urkunden und vielen anderen kulturellen Schätzen.“ 

Die Deutsche Digitale Bibliothek startete gestern das Deutsche Zeitungsportal mit zentralem Zugang zu historischen Zeitungen von 1671 bis 1950.

Geburtstag des Tages

Bill Mauldin


Hasen

26.10.02021 5 (2)

Hasen | © Pixabay

Krematorium

Die Sanierung unseres Krematoriums — auch wenn diese etwas teurer werden wird — ist eine notwendige und längst überfällige Angelegenheit. So ist die jüngste entsprechende Entscheidung des Gemeinderats nur zu begrüßen. Der städtische Bauausschuss hat gem. eines Artikels der Heilbronner Stimme (26.10.2021: 25) erst kürzlich der überfälligen Sanierung der Technik in Höhe von 1,75 Millionen Euro zugestimmt.

Und dass sich damit letztendlich auch noch Geld erwirtschaften lässt, ist für den städtischen Haushalt eine gute Sache; wir können doch nicht immer nur vom drauflegen leben.

Krematorium Heilbronn (2018)

Klingenäcker

Nicht erst seit den 1970er-Jahren stehen die Klingenäcker bei den Sontheimern als Baugebiet hoch im Kurs. Dass nach all den Jahrzehnten so langsam aber etwas Schwung in diese Angelegenheit kommt, lässt hoffen. So werden die Enkel oder Urenkel der ersten bauwilligen Einheimischen wohl doch noch zum Zuge kommen — wenn die Stadtverwaltung nicht wieder einmal etwas vergessen hat.

Die Idee allerdings, dass man uns Steuerzahler hierbei in die Pflicht nimmt — als Entschädigung für die Bauwilligen sozusagen — halte ich dennoch für falsch.

Nachtrag:

Johanna hat mich auf diesen Artikel in SWR Aktuell (28.10.2021) aufmerksam gemacht: Baubeginn verzögert sich seit 40 Jahren: Starke Kritik an der Stadt Heilbronn

Westbalkan

Ohne Frage zählen die Länder des Westbalkans zu Europa, ob sie aber zur Europäischen Union gehören, darf zumindest derzeit in Frage gestellt werden. Und so wie sich diese Länder, trotz massiver finanzieller und organisatorischer Hilfen der EU, entwicklen, werden sie auch zukünftig wohl kaum Teil der EU werden können — zumindest dann nicht, wenn sich die EU an die eigenen Verträge hält sowie sich an unseren europäischen Werten orientiert.

Was geschieht, wenn sich unsere verantwortlichen Politiker weder um unsere Werte noch um unsere eigenen Verträge scheren, sieht man derzeit ganz gut an den ehemaligen sowjetischen Satelliten. Diese drohen bereits offen mit Krieg, wenn die europäischen Steuerzahler ihnen nicht, wie bisher, die Milliarden ohne jegliche Gegenleistung zukommen lassen.

„Wenn sie den Dritten Weltkrieg beginnen, werden wir unsere Rechte mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.“

Mateusz Morawiecki, polnischer Regierungschef und selbsternanntes „Opfer“

Deshalb müssen wir nicht nur für den Westbalkan, sondern auch für die Unrechtsstaaten innerhalb der EU dringend eine Lösung finden, wenn wir nicht alle Errungenschaften, darunter auch unseren Wohlstand, der letzten Jahrzehnte wieder verlieren möchten.

Unsere Parlamente, besonders aber das Europäische Parlament, sind gefragt, endlich Lösungen zu präsentieren. Entweder schaffen sie es, dass der ehemalige Ostblock — mit Ausnahme der Balten — die EU schnellstmöglich wieder verlässt, oder aber — meine präferierte Lösung — unser Kerneuropa entwickelt sich weiter zu einem Bundesstaat, und der Rest bleibt in einer Art EU-Wirtschaftszone aber ohne größere Transferzahlungen und Institutionen zurück.

Wir erinnern uns: die EU ist eine demokratische Wertegemeinschaft und kein Sammelbecken von Menschenschindern und Kriegstreibern!

Geburtstag des Tages

Helmuth von Moltke


Boeing B747-8

Lufthansa 5 (5)

Beitragsfoto: Boeing 747-8 | © Lufthansa

Wer kennt sie nicht, die anfangs gelben und inzwischen blauen Vögel, die sehr viele Passagierflugzeuge zieren. Für mich waren sie immer der Inbegriff der freien Welt und der ungeahnten Möglichkeiten.

Vielleicht auch deshalb, weil ich bereits 1964 die erste Lufthansa-Maschine „boarden“ durfte, wie man das inzwischen so nennt. Und über all die Jahrzehnte hinweg, war für mich der Begriff Lufthansa mit Qualität, gutem Service und ganz besonders und für mich sehr wichtig, mit einem zuverlässigen Transportmittel verknüpft.

So war es für mich auch ganz folgerichtig, als auch bei uns in Deutschland Aktien als zukunftssichere Anlage beworben wurden, dass ich in Lufthansa-Aktien „investierte“ — zugegebener Maßen von Anfang an ohne Billigung und zum Leidwesen meiner besseren Hälfte, die ein Profi in Geldangelegenheiten ist.

Und wenn ich diesbezüglich die letzten Jahrzehnte so zurückblicke, muss ich mir wohl eingestehen, dass man sein Geld wohl kaum schöner, noch eleganter zum Fenster hinauswerfen kann, als mit Lufthansa-Aktien. Meine bessere Hälfte hat sich inzwischen mit meinem Lufthansa-Fimmel abgefunden und rechnet mir, wenn es wieder einmal um entsprechende Aktien geht, vor, dass ich besser in Urlaubsflüge investieren solle, da die Prämienmeilen eindeutig die bessere Dividende ergeben.

Dennoch war die Lufthansa-Welt für mich in Ordnung und, auch wenn es immer mehr Alternativen auf den Markt kamen, die ebenfalls Passagiere von A nach B transportieren konnten — manche davon haben es sich sogar zum Ziel gesetzt, Lufthansa als den Masstab bei Flugreisen zu ersetzen. Ob es ihnen gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich in dieser Angelegenheit bis heute voreingenommen bin.

So war es für mich auch selbstverständlich, dass ich, als das Reisen in die USA wieder möglich wurde, für meine bessere Hälfte und mich einen Flug von Frankfurt nach Los Angeles — wie üblich und bewährt — online bei der Lufthansa buchte.

So schön, so gut. Jetzt ist es aber geschehen, dass ich plötzlich erkrankte, und wir alle unsere Pläne vorerst über den Haufen werfen müssen.

Und jetzt geschah das für mich völlig Unvorstellbare! Und dies ist der Anlass für diesen Blog-Beitrag.

Am Montag wollte meine bessere Hälfte die Flüge umbuchen, was auch möglich ist, da wir für diesen Lufthansa-Service extra zahlen.

Faktum 1:

Es gibt zwar Lufthansa-Telefonnummern, diese sind aber reine Todesschleifen! Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, kann sich gerne versuchen. Es gibt keinen Menschen bei der Lufthansa, der jemals das Telefon ergreifen und Ihren Anruf entgegennehmen wird.

Lufthansa-Servicetelefone:
+49 6986799799
+49 6986799699

Faktum 2:

Die Lufthansa-Website hat, wenn man sie tatsächlich nutzen möchte, die Qualität ähnlich der eines Gebrauchtwagenhändlers aus Berlin-Marzahn. Zwar konnte ich über mein Lufthansa-Konto die Flüge buchen, muss jetzt aber feststellen, dass diese nur auf dem entsprechenden Konto meiner besseren Hälfte verbucht sind. Interessanter Weise sind die Buchungen auf meiner Lufthansa-App zu finden.

Wer jetzt aber meint, das sei hinreichend und man könnte seine Flüge mithilfe der Lufthansa-Website oder des Lufthansa-Apps umbuchen, der hat sich gewaltig geirrt.

Sie können unzählige Kontaktformulare ausfüllen, aber keines davon führt Sie irgendwohin. Und wenn Sie endlich zum Hinweis „Umbuchung“ gelangen, führt das Anklicken dazu, dass Sie zum Start auf der Website zurückgeführt werden — geduldige Menschen wie ich, können sich so tagelang selber beschäftigen.

Faktum 3:

Wer Chatbots von etwas größeren Firmen kennt sowie ab und zu Cortana, Alexa oder Siri nutzt, der sollte sich vor Lufthansas „Elisa“ in Acht nehmen. Denn im Gegensatz zu zeitgemäßen Chatbots führt diese den Nutzer ebenfalls nur in Endlosschleifen, zumindest, wenn diese die Absicht haben, einen Flug umbuchen zu wollen.

Und wer jetzt glaubt, ich hätte meine Bemühungen um Elisa zu früh abgebrochen, dem kann ich versichern, dass diese mir inzwischen Avancen macht.

Faktum 4:

Auf der Lufthansa-Website werden zwar Beschwerde- oder Schlichtungsmöglichkeiten angeboten, wer aber in diese Tiefen schlecht — oder gar absichtlich so — designter oder programmierter Websites eintauchen möchte, sei gewarnt, denn gesundheitliche Schädigungen können hierbei nicht ausgeschlossen werden!

Bisheriges Ergebnis:

Wir konnten die Flüge trotz aller Bemühungen (!) nicht umbuchen. Ich habe jetzt den Sachverhalt und mein Anliegen an eine, auf der Lufthansa-Website gefundene, Lufthansa-E-Mail-Adresse geschickt und das Ganze ergänzend per Einschreiben mit Rückschein an eine andere Post-Adresse der Lufthansa in Frankfurt am Main.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob es einen Menschen bei Lufthansa geben wird, der zumindest den Rückschein unterschreibt — würde mich nicht wundern, wenn das die Aufgabe der Putzfrau ist.

Ich bleibe weiter dran … und werde diesen Blog-Beitrag auch weiter aktualisieren …


Faktum 5:

Die Lufthansa weiß noch, was E-Mail ist. Leider aber auch, dass man eine automatische Antwort generieren kann. Und das „Lustige“ daran ist, dass sie einen erneut in eine Todesschleife schicken — aber wer weiß, vielleicht sind tote Kunden als Leichen gewinnbringender zu transportieren.

Sehr geehrte Lufthansa-Kundin, sehr geehrter Lufthansa-Kunde, Vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir, aufgrund der aktuellen Situation, nicht umgehend auf Ihre Nachricht antworten können.

Angesichts der außerordentlich hohen Menge an Anfragen und damit wir die drängendsten zügig beantworten können, bitten wir Sie freundlich, die Dringlichkeit Ihrer Anfrage zu betrachten und uns gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zu kontaktieren.
Sie können aktuelle Informationen und nützliche Antworten auf häufig gestellte Fragen hier finden https://www.lufthansa.com/de/de/reisen-und-corona
Mit freundlichen Grüßen
Lufthansa Internet Service Center 

E-Mail-Rückantwort (08.10.2021 10:13 (COM-2076847))

Meine E-Mail scheint doch einen Mitarbeiter erreicht zu haben.

Sehr geehrter Herr Kümmerle, damit Ihr Anliegen in den richtigen Händen ist und direkt bearbeitet werden kann, haben wir es an unser Serviceteam für Reservierungen und Flugbuchungen weitergegeben, das Ihnen Unterstützung anbieten wird.

Falls Sie in der Zwischenzeit Rückfragen zu zukünftigen Flugreisen haben, rufen Sie bitte unser Lufthansa Service Center unter der Telefonnummer +49 69 86 799 799 an. Weitere weltweite Telefonnummern finden Sie online, auf der Lufthansa Internetseite http://www.lufthansa.com/de/de/Hilfe-und-Kontakt unter „Kontaktmöglichkeiten“.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. (Absender)

E-Mail-Rückantwort (08.10.2021 15:28 (FB ID 35208835))

Es ist Sonntagnachmittag, 10. Oktober 2021, 16.54 Uhr, und Lufthansa antwortet:

Guten Tag Heinrich Kümmerle, vielen Dank für Ihre E-Mail.

Zunächst möchten wir in aller Form unser Bedauern darüber ausdrücken, dass die Bearbeitung Ihrer Anfrage aufgrund des sehr hohen Aufkommens an E-Mails nicht früher möglich war.

Wir haben den beschriebenen Sachverhalt überprüft. Aufgrund einer Eintragung in der Buchung war nicht möglich diese Online umzubuchen. Wir haben dies korrigiert. Sie können nun den Flug umbuchen.

Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen gern unter +49 (0) 69 86 799 699, montags bis freitags von 07.30 Uhr bis 22.00 Uhr und am Wochenende von 10.30 Uhr bis 19.00 Uhr zur Verfügung. Rufnummern außerhalb Deutschlands finden Sie auf unserer Homepage unter > Menü > Hilfe > Hilfe zu lufthansa.com und zur mobilen App.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass weitergehende Fragen zu Ihrer Buchung bzw. Umbuchungsanfragen aufgrund der Komplexität des Sachverhaltes nicht per E-Mail bearbeitet werden können. Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, sich bezüglich Ihrer Anfrage direkt an unser Lufthansa Service Center unter der Nummer +49 (0) 69 86 799 799 zu wenden, das Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Rufnummern außerhalb Deutschlands finden Sie auf unserer Homepage unter > Menü > Hilfe und Kontakt > Fragen zu Ihrer bevorstehenden Reise. 

Derzeit verzeichnen wir in unseren Lufthansa Service-Centern eine hohe Anzahl von Kundenkontakten, was zu längeren Wartezeiten führen kann. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld. Unsere Mitarbeiter sind bemüht Ihre Anfragen so schnell wie möglich zu bearbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Lufthansa Internet Service Center
(Unterschrift)

E-Mail-Rückantwort (Buchungsdetails | Abflug: 28 Oktober 2021 | FRA-LAX (COM-2076847))

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie das Umbuchen heute Abend funktioniert …


Seit einer halben Stunde versuche ich nun auf der Lufthansa-Website in meinem Konto die gebuchten Flüge zu finden. Leider sind sie dort immer noch nicht vorhanden.

Jetzt versucht es meine bessere Hälfte nochmals mit ihrem Konto … und … es klappt, sie kann uns umbuchen!

Was für eine schwere Geburt! Der Tag ist jetzt aber erst einmal gerettet.

Zwei Fragen bleiben

Wird es der Lufthansa gelingen

  1. mein Konto wieder so hinzubekommen, dass ich gebuchte Flüge dort auch finde und zudem bei Bedarf umbuchen kann?
  2. allen ihren Kunden wieder einen halbwegs funktionierenden Kundenservice anzubieten?

Bleibt zu hoffen, dass die fliegenden Teile von Lufthansa über die Pandemie hinweg ihre altbewährte Form erhalten haben, und die unterstützenden Teile sich wieder etwas aufrappeln können.

Denn auch als Fluggesellschaft funktioniert das Ganze nur, wenn alle Abteilungen harmonisch ineinandergreifen und damit dem Kunden ein funktionierendes, tragfähiges und auch überzeugendes Gesamtpaket anbieten.

Dann könnte es vielleicht sogar mit den Aktien wieder etwas werden — Win-Win für alle sozusagen.


Nachtrag am 13. Oktober 2021

Der Vollständigkeit halber muss ich noch erwähnen, dass heute die Rückantwort des Einschreibens im Briefkasten lag. Am Freitag verschickt, kam es am Dienstag zur Unterschrift. — Spricht nicht gerade für die Deutsche Post; eine andere Baustelle, die ich jetzt nicht eröffnen möchte.


Nachtrag am 28. Dezember 2021

Völlig überraschend erreichte mich heute die folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr Kümmerle,

damit Ihr Anliegen in den richtigen Händen ist und direkt bearbeitet werden kann, haben wir es erneut an unser Serviceteam für Reservierungen und Flugbuchungen weitergegeben, das Ihnen Unterstützung anbieten wird.

Falls Sie in der Zwischenzeit Rückfragen zu zukünftigen Flugreisen haben, rufen Sie bitte unser Lufthansa Service Center unter der Telefonnummer +49 69 86 799 799 an. Weitere weltweite Telefonnummern finden Sie online, auf der Lufthansa Internetseite http://www.lufthansa.com/de/de/Hilfe-und-Kontakt unter „Kontaktmöglichkeiten“.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. M… G…

E-Mail (Lufthansa Customer Relations | Ihr Feedback an Lufthansa, FB ID 35208835)

„When a business is bought, it is bought for its potential — for its future, not its past.“

Russell L. Ackoff, Re-Creating the Corporation (1999: 133)