Technik

31.10.02024 5 (9)

Beitragsfoto: Technik | © Foto von Pixabay auf Pexels

Rundschreiben

Einmal im Monat gibt es das Rundschreiben der EUROPA-UNION. Und so habe ich heute das aktuelle Rundschreiben an 256 Empfänger versandt. Und auch dort werbe ich für das Volksbegehren zur Verkleinerung des Landtages.

Ob diese Rundschreiben die Leser auch erreichen, kann ich bis heute nicht mit Gewissheit sagen. Manchmal erhalte ich vereinzeltes Feedback, meist aber nur die Information darüber, wer aus dem Verteiler genommen wurde oder sich daraus abgemeldet hat.

Auf alle Fälle aber stellen diese Rundschreiben sicher, dass jeder, der sich über die Termine der EUROPA-UNION informieren möchte, dies auch kann.

Vermischtes

Nach einigen Jahren Abstinenz nutze ich wieder einmal ein iPad. Zwar gibt es noch ein iPad Mini im Haus, das auch immer wieder für alles Mögliche genutzt wird, aber es ist schon länger nicht mehr so ganz mit den anderen Apple-Produkten kompatibel, nimmt dafür aber kaum Platz weg.

Nun schaue ich mir eine etwas größere Version genauer an, welche größenmäßig an die ersten iPads herankommen dürfte. Mein Ziel dabei ist es, meine Handschrift wieder etwas aufzuhübschen und zudem ein verlässliches Notizheft an der Hand zu bekommen. Wenn alles klappt, werden die erstellten Notizen später in Zettel für den Zettelkasten umgewandelt.

Etwas verwirrend die Information von Apple, dass ich ältere Geräte aus meinem Netzwerk nehmen muss, um einige neuere Features von Apple nutzen zu können; nicht nur mein iPad Mini soll stillgelegt werden, auch etwas größere Geräte möchte Apple nicht mehr genutzt sehen. Ob das gerade in der heutigen Zeit eine gute Firmen-Policy ist, wird sich sicherlich noch zeigen müssen.

Und so ganz nebenbei beschäftigten sich meine besser Hälfte und ich mit unseren alten Mokka-Kochern, die neue Dichtungsringe benötigen. Als erste Folge davon haben wir nun einen neuen Kocher von Bialetti in Gebrauch. Dabei stellten wir beim Maurer fest, dass unser wohl ältester Kocher trotz gleichen Aussehens nicht von dieser Firma ist, welche bereits seit 1933 diese Kocher herstellt, auf alle Fälle passte kein einziger Dichtungsring. Und so werde ich später einmal gucken, welche Firmen alles solche Kocher hergestellt haben; bis auf einen neueren dürften alle unsere Kocher aber aus Italien kommen.

Und wer sich selber einmal am Mokka probieren möchte, gleich ein Tipp von mir. Im Gegensatz zum Espresso wird der Kaffee nicht vorab verdichtet und man kocht den Mokka am besten bei kleiner Flamme auf. Zudem sollte man den Wassertank nicht über das dortige Ventil füllen, denn das soll den Mokka etwas verwässern.

Entschleunigung

Ohne Social Media lebt es sich ganz gut. Auch wenn ich ab und zu doch noch etwas neugierig werde, wenn jemand über unzählige Klicks und Likes erzählt. Gestern gab es dann einen kleinen Lackmustest, denn wer mich erreichen wollte, der konnte dies auch ohne die Nutzung von Sozialen Medien. Über eine Karte habe ich mich dabei besonders gefreut, traf meine Stimmungslage voll und ganz.

Leider aber leben weiterhin viel zu viele Mitmenschen fast nur noch in den Social Media, manche sollen damit tatsächlich Geld verdienen können und manch andere ergaunern sich darüber sogar politische Ämter. Jüngst ging ein Clip „viral“, welcher Puerto-Ricaner zeigt, die Donald Trump ein Ständchen darbieten. Davon begeistert, ließ er sich sogleich auch noch als Müllmann feiern. Seine Wahlkampftaktik ist dabei unschlagbar: „Schlage deine Wähler, erniedrige, betrüge und vergewaltige sie, so werden sie dich immer lieben, wenn nicht sogar anbeten“. — Aber selbst das ist von ihm geklaut, denn diese bewährte Taktik stammt aus dem Rotlichtmilieu.

Inzwischen erniedrigt Donald Trump die gesamten Vereinigten Staaten und die US-Amerikaner werden für ihn die Wahlurnen stürmen. Ach, wie hoffe ich, dass ich mich irre!

„Peace will not come until we have mastered both sex and war.“

DAve Grossmann, On Killing (2009 [1995])

Allee

23.8.02024 5 (8)

Beitragsfoto: Allee

Wochenende

Erfreulich das Käffchen mit Detlef Stern heute Morgen. Es ging um Zettelkästen, Künstliche Intelligenz und weitere Themen, die uns beide interessieren. Was mich daran erinnert, dass ich noch mein Seminar vorbereiten muss. Auch bei meiner Vorlesung sollten einmal die Folien zumindest etwas aufgehübscht werden; als Student schmunzelte ich noch darüber, dass man so manchen Overheadfolien der Professoren ihr Alter ansehen konnte. Heute bei der Vorbereitung von Vorlesungen erwische ich mich immer öfters dabei, dass ich die alten Folien weiterhin für ganz gelungen halte bzw. als für die Situation ausreichend wiederverwende.

Da ich eigentlich kein Freund von Folien und schon gar nicht von Powerpoint bin, wäre der folgerichtige Schritt, dass ich ganz auf solche Dinge verzichte. Beruflich und bei der Vereinsarbeit nutze ich schon sehr lange keine solchen Hilfsmittel mehr. Am liebsten stelle ich die Bilder im Kopf der Zuhörer oder arbeite gleich mit diesen am „lebenden Objekt“. Für Detlef Stern wäre dies wohl agiles Studieren.

Und so stellt sich mir tatsächlich die Frage, ob ich dann nicht gleich meine Vorlesungen insgesamt auf ein neues Level bringe. Da ich aber nicht sagen kann, wie dies von den betroffenen Studenten aufgenommen würde, verhalte ich mich ganz automatisch so wie meine eigenen damaligen Professoren. Vieles besteht auch heute noch meist aus Nachahmung — bewusst oder unbewusst.

Vermischtes

Sobald man anderer Meinung als die Gaffenberg-Mafia ist, hat man in Heilbronn einen schweren Stand. Das musste nun auch eine Security-Firma feststellen. Diese war eigentlich nur als private OB-Show und zur üblichen Verschwendung von Steuergeldern angeheuert worden, machte aber den Fehler, sich dabei falsch über unsere Stadt zu äußern — den Job ist sie nun los.

Nun dürfen sich wieder ein paar CDU-Stadträte über die unzähligen Messerstecher in der Innenstadt aufregen und damit ihr einfacher gestricktes Klientel bedienen. Was sie dem SPD-OB im Gegenzug zugebilligt haben, werden wir so schnell nicht erfahren.

Erfreulich heute beim Spaziergang, wie schnell die Stadtverwaltung reagieren kann, wenn nur die richtigen Heilbronner einen Wunsch haben. Zum ersten Mal konnte ich die Allee als Parkplatz erleben und am helllichten Tag hoch und runter spazieren. Wobei damit so ganz nebenbei der Beweis angetreten wurde, dass man die Kernstadt insgesamt zur Fußgängerzone ausbauen und die Allee verkehrsberuhigen kann.

Auch der Kiliansplatz war sehr schnell von allen Auflagen befreit und kein Mensch kümmerte sich mehr um Flucht- und Rettungswege oder falsch gestellte Stände, Bühnen oder Buden. Über dreißig Jahre lang habe ich mich selbst diesbezüglich mit städtischen Mitarbeitern herumgestritten und dabei immer den kürzeren gezogen. In Heilbronn sind manche halt schon immer gleicher als andere — ich tippe einmal auf die Hasenmahlgesellschaft.

Dafür konnte ich heute den einen oder anderen Angestellten der Stadt belächeln, die im Lidl-Shirt durch die Stadt stolzierten; dabei verdienen die städtischen Mitarbeiter eigentlich gar nicht so schlecht.

Aktuell fragen sich viele Bürger, warum in den neuen Bundesländern so viele antidemokratisch wählen. Ein Grund könnte sein, dass nach der Wende nicht nur viele Raubritter in den Osten wechselten, sondern noch mehr Verwaltungsbeamte und Politiker, die bei uns keiner mehr haben wollte. Und diese haben den Osten in den letzten gut drei Jahrzehnten gesellschaftlich und politisch einfach abgewirtschaftet. Als ich vor gut zwanzig Jahren selbst in Sachsen lebte, hörte ich zwar die Signale meiner dortigen Mitbürger, habe sie aber — da viel zu blauäugig — nicht verstanden!

Und wenn wir in Heilbronn so weitermachen, dann zerstören wir auch noch unsere eigene Stadt: Demokratie ist einfach kein Selbstbedienungsladen für Volksvertreter und deren Vettern und Parlamente sind kein Tummelplatz für Tunichtgute!

Letzter Tag

Highlight des Tages ohne Wenn und Aber ist die Rede von Kamala Harris. Sie hätte es verdient gehabt, dass ein paar mehr gewichtige Showbiz-Promis zur Convention kommen. Die hatten wohl Sorge, dass ihre Einkommen künftig geringer ausfallen werden, wenn sie sich für Demokratie und die Zukunft der USA aussprechen.

Erfreulich, dass gleich mehrere US-Republikaner auf der Democrat National Convention sprachen, einen möchte ich dabei etwas hervorheben, denn Adam Kinzinger war bereits Thema hier im Blog. Ist es schon schwer, vor vielen Menschen zu sprechen, so ist es sicherlich schwieriger, vor sehr vielen Mitgliedern der gegnerischen Partei zu sprechen. Ich finde, dass Adam Kinzinger einen guten Job gemacht hat.

So viel Größe ist bei unseren eigenen Politikern wohl kaum zu finden. Ich hoffe nun darauf, dass die Republikaner die richtigen Politiker in ihren Reihen berücksichtigen werden, sobald sie von der Krankheit Donald Trump geheilt sind. Es wäre sicherlich sehr bedauerlich, wenn die GOP an Verbrechern wie Trump in Gänze zugrunde geht!

„I’ll never be ashamed to quote a bad writer with a good saying.“

Seneca, On Tranquility of Mind, 11.8

Aufmacherbild

5.2.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Aufmacherbild | © Gerd Altmann from Pixabay

RSS

Dieser Beitrag ist den RSS-Readern geschuldet, die meine Beiträge, wenn abonniert, in deren Erstfassung aufgreifen und an meine Leser weiterleiten. Dank der Intervention von Detlef Stern werden jetzt sämtliche Beitragsinhalte an die Reader übergeben und nicht nur die jeweilige Überschrift. Sein Argument, dass manche Leser gerne nur den nackten Inhalt haben möchten, hat mich überzeugt. Auch ich lese die meisten Texte über RSS, da dies dort ohne jegliche Ablenkung und zudem auch viel schneller erfolgen kann.

Manche Blogger beklagen sich darüber, dass dann zu wenige Leser noch auf die jeweiligen Blogs kommen, ebenfalls ein gutes Argument. Aber so lange man sein Blog nicht monetarisieren möchte, dürfte es eher auf die Anzahl der erreichten Leser ankommen und nicht auf die Anzahl der Seitenzugriffe. Aufgrund der erfolgten Umstellung haben auch meine Zugriffszahlen nachgelassen, was bestätigen könnte, dass doch so einige Leser per RSS auf meine Beiträge zugreifen.

Was mich nun wieder einmal überlegen lässt, ob ich dann nicht doch das CMS weiter entschlacken oder gar in Gänze auf den Zettelkasten wechseln könnte. Dann aber muss ich wieder einmal an den bewährten Hinweis „never change a running system“ denken und auch daran, dass nicht nur mir mein bestehendes Blog-Layout weiterhin gefällt.

Und wie ich es in Gesprächen am Wochenende erfahren durfte, sind für sehr viele Menschen (gute) Bilder wichtiger als Inhalte; dies konnte ich bereits mehrfach im Blog feststellen, sobald ich die Aufmacherbilder wegließ, denn dann sanken die Zugriffszahlen merklich.

Jetzt benötige ich noch ein möglichst passendes Aufmacherbild und dann könnte dieser Beitrag freigeschaltet werden — dies mit dem Vorteil, dass bereits alle heutigen Beiträge vorhanden sind und kein Leser später nachzugucken braucht, ob ich nicht doch noch etwas hinzugefügt habe. Aber wer weiß, der Tag ist noch jung, und ich habe heute so einiges vor.

Wochenstart

Der Start in die Woche war dann schon etwas gelungener, er begann mit einem Tänzchen in der Tanzschule Brenner, und dies, nachdem wir ein paar Flyer zum Europa-Ball in die Briefkästen der Parteien und weiteren Tanzschulen geworfen hatten.

Der Montagmorgen begann mit der üblichen Fahrt durch den nördlichen Teil des Landkreises, wobei ich dieses Mal einen Praktikanten mit an Bord hatte. Dieser war im selben Alter wie die von mir mitbetreuten Schüler und der unausweichliche Vergleich war wie ein Offenbarungseid: nicht nur viel zu viele Eltern versagen katastrophal, sondern ganz besonders unser Sozial- und Bildungssystem, denn dessen propagierte Gleichmacherei spaltet unsere Gesellschaft erst recht in Gewinner und Versager — einzig und alleine dessen Befürworter profitieren dabei von diesem System, denn sie schaffen es, ihre eigenen Kinder ohne jegliche Leistung in die besten Positionen zu hieven; was übrigens weder christlich noch sozial ist!

Zudem zeichnet sich ein Schwerpunktwechsel bei meinen eigenen Projekten ab. Die Vorbereitungen zum Europa-Ball sind fast abgeschlossen, die für die Gemeinderatswahl bis zum Ende der Woche und die Planungsphasen für die beiden weiteren Projekte sind nun im vollen Gange.

Man könnte dabei auch von Meilensteinen sprechen, was ich demnächst einigen Zuhörern noch etwas genauer erklären werden kann. Das Gute für mich dabei ist, dass Studenten heutzutage mit zu den besseren Zuhörern gehören, denn diese möchten zumindest die Prüfung bestehen und mancher sogar dabei noch etwas fürs Leben lernen.

Was mich wiederum an meinen eigenen Forschungsschwerpunkt erinnert, der mich inzwischen seit meinem eigenen Studienbeginn wie ein roter Faden begleitet: „Lernen en passant“, eine wohl zeitgemäßere Version des Nürnberger Trichters und bitte nicht mit der vermeintlichen schwarzen Pädagogik zu verwechseln.

Wochenende

Das Wochenende war mit guten und mit ernüchternden Gesprächen durchmischt. Interessant ist es dabei zu beobachten, wie vor allem die jüngeren Mitbürger Pöstchen in erster Linie dazu nutzen, um ihren eigenen Lebenslauf aufzupeppen. Sehr ernüchternd dann noch festzustellen, dass, wenn diese Mitbürger völlig auf ihrem Posten versagen und einen Verband fast zugrunde richten, dies für die eigene Partei überhaupt kein Hindernis darstellt, um diesen Versagern Tür und Tor zu öffnen — bald sitzt so ein Exemplar auch noch in einem Parlament und kann sich dann dort voll und ganz austoben, Mitarbeiter mobben und Bürger nach Strich und Faden belügen und betrügen.

Den Parteien — es sind ganz aktuell in meinem Umfeld zwei — scheint dies völlig egal zu sein — Hauptsache, ihre Kandidaten haben die Haare schön. Und diese Parteien scheinen Recht zu behalten, denn wie ich es in weiteren Gesprächen erfahren durfte, suchen sich die Bürger ihre Volksvertreter schwerpunktmäßig nach Aussehen und vorgegebenem — gerne auch vorgetäuschten — Lebenslauf aus. Überzeugungen, Inhalte oder erbrachte Leistungen interessieren hingegen kaum einen Wähler; es sei denn, der Kandidat gibt gerade einmal vor, genau die Überzeugung des Wählers zu haben.

Deshalb schaffen es Berufspolitiker auch, in ein und derselben Veranstaltung innerhalb von weniger als fünf Minuten beide gegenteilige Meinungen im Saal selbst zu haben und zu vertreten. Den Bürger stört das nicht, da „sein“ Politiker doch genau derselben Meinung ist und überhört dabei völlig, dass dieser Politiker auch genau der Meinung von dem Herren nebenan ist, dessen Meinung der besagte Bürger auf Teufel komm raus nie und nimmer akzeptieren kann! Solch eine Diskussionsveranstaltung durfte ich vor ein paar Jahren selbst im Ratskeller miterleben, wobei alle Anwesenden damals hellauf begeistert waren — ich hätte an diesem Abend eine Super-GroKo gründen sollen!

Diesen Sonntag fuhr ich nun extra nach Stuttgart, um als Vortragender vor einem erlauchten Kreis einen Sachverhalt näher erklären zu dürfen — man wollte sich ganz offiziell eine Expertenmeinung einholen. So schön, so gut. Außer mir hat es dann niemanden interessiert, man benötigte nur den Anschein, aber nicht den Inhalt. Da das Ganze noch in einer Lokalität stattfand, wo man die Qualität des Essens am Überhang des Tellers bewertet, kann ich dies als kompletten Fehlschlag abhaken.

Wenn wir in Deutschland tatsächlich etwas ändern wollen, dann müssen wir allesamt erst einmal bei uns etwas ändern: genauer zuhören, mehr lesen, hinterfragen, nachhaken und nicht immer nur den bequemsten Weg wählen — auch dann nicht, wenn man wieder einmal nur für die Katz unterwegs war!

Website

Meine Empfehlung für sämtliche Spinner dieser Welt und den baden-württembergischen Gesundheitsminister mit seinem grünen Markenkern.

Homöopa Tea