Less is more

Reduce to the Max 5 (4)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Immer mehr komme ich zu der Erkenntnis, dass weniger oftmals mehr ist. So habe ich in den letzten Wochen so einige Websites auf das Nötigste reduziert und damit nicht nur für mich einiges an Zeit freigeschaufelt.

Mein jüngstes Projekt ist dabei ein eigener Microblog [kurz darauf habe ich ihn hier auf Kümmerles Weblog umgezogen], den ich vorerst nur mal so als eine Art Test laufen lasse, nur um festzustellen, mit wie wenig Aufwand man einen Blog betreiben kann. Auch interessiert es mich, wie lange ich widerstehen kann, bevor ich das eine oder andere Gadget doch noch einfüge; das Ziel ist dabei aber eindeutig, nur das zwingend Notwendige soll hinzugefügt werden.

Die ersten Beobachter unken zwar schon, dass das dann gar kein Blog sei; so lange ich es aber selbst für ein solches halte, dürfte es vorerst einmal reichen. Ich nenne das Projekt deswegen auch Micro-Blog und poste weiterhin längere und ausführlichere Beiträge hier in meinem Weblog.

Als weitere Folge meines neusten Steckenpferds wird nun auch mein Weblog hier entschlackt, die meisten Bilder sind schon einmal weg und nach und nach werden auch so einige Seiten und vielleicht auch einzelne Beiträge der Reduzierung zum Opfer fallen.

Und wenn das dann alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, versuche ich noch die Blogs untereinander mit dem Zettelstore und dem Schreibprogramm Ulysses zu verknüpfen.

Nachtrag: im Dezember 2021 habe ich dann wieder damit angefangen, die Beiträge erneut mit Fotos zu versehen. Denn ich musste feststellen, dass Beiträge mit Bildern mehr Leser erhalten als ohne.

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“

Antoine de Saint-Exupéry, Terre des Hommes (1939: 60, III: L’Avion)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

14.4.02021 4.3 (4)

Online-Meeting

Heute ein sehr erfreuliches Online-Meeting mit dem Schöpfer des Zettelstores, dessen jüngstes Projekt ich seit ein paar Wochen im Test habe. Ich kann seinen Zettelstore rundum empfehlen und hatte entsprechend auch schon einmal darüber einen eigenen Blog-Beitrag geschrieben. 

Weblog

Motiviert von der Einfachheit dieses sehr nützlichen Tools habe ich angefangen Kümmerles Weblog ebenfalls zu entschlacken und auf die wesentlichen Dinge zu reduzieren; da dieses Weblog seit gut 15 Jahren aktiv ist, wird dies sicherlich noch eine Weile dauern.

RSS

Ein weiteres Thema waren die RSS Feed, wobei ich immer mehr davon ausgehe, dass es wohl den notwendigen Aufwand nicht lohnen wird. 


Mann beim Ausfüllen eines Formulars

Ideen und Notizen 4.8 (5)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Jeder der lesen und schreiben kann, kennt sie: die Notiz- und Tagebücher. Die etwas Älteren unter uns auch noch Poesiealben und sonstige nette bunte Büchlein, in denen man seine Ideen, Gedanken und vieles mehr festhält.

Wer allerdings seine Ideen und Gedanken etwas besser strukturieren wollte, kam kaum um Karteikarten oder Zettel herum, welche man dann am besten in Kartons oder Kästen sammelte. Manche fingen sogar an, diese mit Schlagworten und weiteren Hilfsmitteln zu kennzeichnen und weiter untereinander zu verknüpfen.

So war es auch nicht verwunderlich, dass man mit dem Aufkommen der ersten Personal Computer anfing, seine bewährten analogen Hilfsmittel in die Computerwelt zu übertragen. Anfang der 1990er-Jahre hatten sich dann verschiedene kleine Computerprogramme etabliert, die sehr einfach, voll funktionsfähig und auch voll umfänglich alle Aufgabe von Karteikästen bravourös meisterten — zumindest in den Augen der Nutzer.

Aber schon damals fingen Software-Firmen und Entwickler an, datenbankgestützte eierlegende Wollmilchsäue auf den Markt zu werfen, die hunderttausende von Schriftarten, Schriftzeichen, unendliche Farbeinstellungsmöglichkeiten und weitere unnötige Gadgets boten. Das einzige was dabei ins Hintertreffen geriet war, dass man als Nutzer die eigentlichen Funktionen kaum noch wiederfand und der ursprüngliche Sinn und Zweck von Zettelkästen in Vergessenheit geriet. Dafür konnte man das, meist ganz zufällig, auf dem Bildschirm Erscheinende möglichst bunt ausdrucken sowie bei Bedarf fast immer auch in, für andere kaum lesbare, Formate transformieren, auf Datenspeichern weitergeben oder gar via Datenleitung versenden.

Da auch die E-Mail-Programme immer umfangreicher und monströser wurden, fingen viele Nutzer an, sämtliche Aufgaben — auch die der Zettelkästen — mit diesen E-Mail-Programmen zu bewältigen.

So ist es heute sehr erfreulich, dass sich viele Entwickler und auch potentielle Nutzer wieder Gedanken darüber machen, wie man möglichst einfach, verständlich, vielleicht auch sicher und langfristig aufzubewahrend, die Funktionen der alten Zettelkästen nachbilden kann. Mein ganz persönlicher Tipp an alle, die sich dieser Aufgabe widmen, ist wie folgt:

  • KISS — keep it simple and stupid.
  • Wenn das Ganze nicht auf einen Datenträger mit 2 MB passt, ist es weiter verbesserungswürdig und
  • alle Daten sollten auch zukünftig lesbar sein.

Deshalb freut es mich auch ganz besonders, dass sich Detlef Stern dieser Herausforderung gestellt hat. Noch mehr, dass er bereits mit einem sehr gelungenen „Tester“ aufwarten kann.

Selbstverständlich hat Detlef Stern dafür auch schon eine eigene Website: https://zettelstore.de. Und hier entsteht gerade das entsprechende Handbuch, welches selbst ein Beispiel für einen Zettelstore ist.

Sein Zettelstore hat je nach Rechner und Betriebssystem ca. 8 – 11 MB und ist somit etwas größer als meine ursprüngliche Erwartung — dennoch müssten die meisten Nutzer damit leben können.

Zudem ist der Zettelstore nicht „Cloud basiert“, was zwar weniger komfortabel, aber dafür nachhaltiger sein dürfte.

Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen die weiteren, mir inzwischen bekannten Projekte nicht vorenthalten:

Diese Aufstellung wurde übrigens mit Hilfe von Detlef Stern und dessen Zettelstore erstellt.

Bei der Entscheidung für einen digitalen „Zettelkasten“ sollten Sie sich von zwei Dingen leiten lassen:

  1. Ist das Ganze für Sie einfach genug und
  2. glauben Sie, dass die Software auch in Zukunft noch verfügbar sein wird?

Ich werde mich wohl für Detlef Sterns Zettelstore entscheiden und dabei die Vorzüge des „kurzen Weges“ nutzen, wobei das in der heutigen Zeit von überall aus der Fall sein müsste.

Don’t worry about people stealing an idea. If it’s original, you will have to ram it down their throats.

Howard H. Aiken, „Portraits In Silicon“ by Robert Slater (1992: 88)