Volksvertreter

Ein Volksvertreter ist ein Mensch, der sich für andere Menschen über die aktuellen Probleme und ganz besonders über die zukünftigen Herausforderungen informiert, nach entsprechenden und tragfähigen Lösungen sucht und mit dazu beiträgt, dass die bestmöglichen Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden.

Volksvertreter findet man auch in Diktaturen oder anderen totalitären Gesellschaftsmodellen; diese werden aber meist nicht nach demokratischen Regeln gewählt und sie entscheiden auch nicht, sondern sind alleine Claqueure für die Maßnahmen der jeweiligen Machthaber.

In repräsentativen Demokratien, wo nicht jeder Bürger selbst über alles abstimmen muss, sondern diese für jede Gesellschaft notwenige Informations-, Entscheidungs- und Begründungsarbeit anderen Mitbürgern überlassen darf, bietet es sich an, dass man zumindest sehr erfahrene, aber auf jeden Fall möglichst intelligente und ehrbare Mitbürger als Repräsentanten des Bürgerwillens auswählt.

Da die einzige Kriterien für einen Volksvertreter das Gewähltwerden, ob direkt oder auf Liste, manchmal auch nur das „Nachrücken“ sind, tragen die Parteien und Wählergruppen eine große Verantwortung in der Auswahl der entsprechenden Kandidaten.

Als Bürger sollte man dabei den Anspruch erheben dürfen, vor allem, weil es sich dabei inzwischen um Bestverdiener-Dienstposten und keinen Bürgerdienst ehrenamtlicher Mitbürger mehr handelt, dass die, für die Kandidatenaufstellung, Verantwortlichen zumindest halbwegs geeignete Kandidaten aufstellen.

Was auf jeden Fall nicht geht ist, dass Täuscher, Betrüger, Kriminelle oder völlig un(aus)gebildete Parteimitglieder, denen zudem jegliche (Lebens)Erfahrung fehlt, auf den Listen auftauchen, denn diese werden nach ihrer Wahl, einzig in den Lebensläufen zu anständigen und leistungsfähigen Menschen.

Zudem werden diese niemals in der Lage sein, ihre oben beschriebene Aufgabe nur halbwegs zu erledigen, was letztendlich dazu führt, dass sie, wenn sie selbst nicht korrupt werden, nur als Claqueure für Regierungsentscheidungen dienen und damit jede Demokratie begraben.

Da dies sehr viele Mitbürger immer öfters mitverfolgen müssen, und dazu noch notwendige Entscheidungen zu spät, wenn überhaupt kommen, muss man sich nicht wundern, dass immer mehr Mitbürger auf ihr Wahlrecht verzichten, gar an totalitären Regimen Gefallen finden, oder ihr Heil bei den Querdenkern suchen.

Jede Demokratie stirbt von innen heraus und wir können dies gerade sehr gut miterleben.

„The ship of Democracy, which has weathered all storms, may sink through the mutiny of those aboard.“

Grover Cleveland (15. Februar 1894)

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