11.4.02022

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

Bundeswehr

Nachdem nun sichergestellt war, dass die US-Amerikaner mehr kampfbereite Truppen zum Schutz Europas verlegt haben als die Bundeswehr jemals in der Lage sein wird selbst zu stellen und die US-Amerikaner zur Rettung der europäischen Demokratien zudem richtig viel eigene Steuergelder aufwenden, haben unsere Parteien stillschweigend die Zeitenwende wieder abgesagt.

Jetzt dürfen auch die „Russlandversteher“ in Regierung und Bundestag wieder ganz offen an der Abschaffung unserer Demokratie weiterarbeiten, jene Politiker, die uns fast in den Abgrund gestürzt haben, erhalten nunmehr gut dotierte Auskommen auf Lebenszeit, und man macht sich insgesamt wieder daran, sämtliche Nachbarn zu belehren, wie man alles richtig macht.

Apropos Bundeswehr. Die Soldaten werden jetzt halbwegs mit zeitgemäßen Uniformen ausgestattet, wobei diese Ausrüstung weiterhin schwerpunktmäßig für truppenbesuchende Politiker und Journalisten bereitgehalten wird. Durchsetzungsstarke Politiker dürfen demnächst auch wieder das eine oder andere unnötige Rüstungsprojekt einweihen, das ihrer eigenen Klientel zum Geldverdienen verhilft.

Übrigens, die ominösen 100 Milliarden Euro Sondervermögen werden auf die Jahrzehnte hinweg gestreckt und dürfen — dabei sind sich alle Parteien im Bundestag einig — für alles ausgegeben werden, nur nicht für Dinge, die der Bundeswehr helfen würden.

Dass die Einhaltung der „2%“ auch weiterhin nicht beabsichtig ist und zudem die Soldaten der Bundeswehr weiterhin schwerpunktmäßig zur Verfügung stehen, um z.B. überforderten Verwaltungsbeamten zu helfen oder Straßen zu fegen, muss ich schon gar nicht mehr erwähnen.

Und wir machen allesamt mit, denn es gibt nun Bezingeld und Heizungsgeld für alle sowie für die systemrelevanten Menschen unter uns Milliarden Euro Steuergelder an Zuschüssen, damit sie ihre eigene Relevanz so richtig zur Schau stellen können.

Spannende Woche

Detlef Stern schreibt seit Kurzem unter der Überschrift „lange Woche“ über die Erlebnisse seines Professorendaseins; auch für Nicht-Akademiker eine immer wieder informative Angelegenheit.

Ich schaue heute mit viel Zuversicht auf eine spannende Woche und bin mir dabei sicher, dass die Florenzfahrt für viele Dinge, die sicherlich diese Woche wieder einmal geschehen werden, entschädigt. Derzeit ist es überhaupt nicht mehr schön, der „großen Politik“ bei der Arbeit zuzusehen, und immer mehr Mitbürger vermuten so langsam, dass unsere Volksvertreter aus unserem Land fast schon eine Bananenrepublik gemacht haben.

Ich weiß, es sind nicht alle, und sehr viele versuchen tatsächlich auch, unser Land wieder aus dieser großen Misere zu retten, in die uns die Grokos, eine nach der anderen, allesamt gebracht haben. Letztendlich zählt aber das Ergebnis und dieses sieht zurzeit sehr miserabel aus.

Und „wir haben uns geirrt oder getäuscht“ ist als Entschuldigung nicht ausreichend. Wenn unsere Politiker unsere Demokratie noch retten wollen, dann müssen langsam aber sicher „Köpfe rollen“ — möglichst jene von unseren, für die Misere auch verantwortlichen, Politikern.

Ein paar Jahre Knast für den letzten Verkehrsminister Andreas Scheuer wären schon einmal ein guter Anfang.


Meinungsbeitrag des Tages

Christoph von Marschall analsiert im Tagesspiegel (10.04.2022: 13:31 Uhr) die „Zeitenwende“ für die Bundeswehr unter der Überschrift „Scholz hat seine Zusagen schon wieder einkassiert“.

Geburtstag des Tages

Sergei Prokofjew

2 thoughts on “11.4.02022

  1. Scheuer: Es ist mir absolut unverständlich, wie dieser bayrische Hallodri eine halbe Milliarde Steuergelder verdummbeutelt hat und dann „einfach so“ aus dieser Nummer rausgekommen ist …

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