29.4.02021

Nach dem heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Umweltschutz, und den dazu getätigten Stellungnahmen der dafür verantwortlichen Politiker, scheinen doch ein paar Politiker verstanden haben zu wollen, dass man Probleme nicht dadurch löst, diese dauernd ins kommende Jahrhundert zu verschleppen — zumindest behaupten sie es jetzt in allen Talkshows und Nachrichtensendungen rauf und runter.

Wenn wir die Umwelt und unsere Demokratie tatsächlich retten wollen, dann benötigen wir dringend Mindestvoraussetzungen für Berufspolitiker und deren Bereitschaft, Maßnahmen ergreifen sowie auch dafür die Verantwortung übernehmen zu wollen.

Die Paula-Fuchs-Allee war nicht nur als notwendige Erschließungsstraße für den Neckarbogen gedacht, sondern auch als Entlastungsstraße der bereits mehr als geplagten Innenstadt. Diese jetzt nicht, wie vorgesehen, zu bauen, wird die Utopie des autoarmen Stadtteils nicht retten, da auch Besserverdienende gerne noch mit dem Auto unterwegs sind, zumindest aber liebend gerne eins sehr repräsentativ vor dem Haus stehen haben. Hinzu kommt, dass man damit den unschönen Brückenparkplatz manifestiert und die Innenstadt weiter unnötig verkehrsmäßig belastet.

Und darauf zu hoffen, dass dann, vor lauter Verzweiflung über seinen Gemeinderat, Dieter Schwarz die neue Hafenstraße, an den Experimentaparkhäusern vorbei, finanziert, ist unlauter. Diese Maßnahme wäre eher eine spätere und notwendige Ergänzung für die Paula-Fuchs-Allee, da der Neckarbogen zumindest mittelfristig die Heimat von gut 5000 Autos werden, und eine „Innenstadtlage“ immer auch weiteren Durchgangsverkehr generieren wird.

Deswegen sollten so manche Politiker ihre Träume von einem Innenstadtviertel für „grüne“ Besserverdienende so langsam aber sicher beerdigen und dafür sorgen, dass eine Großstadt ein stimmiges Gesamtkonzept für alle Verkehre bekommt.

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