Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

31.1.02022

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Marsupilami

Wahrscheinlich nur uns etwas Älteren ein Begriff, und bei uns wohl eher unter dem Namen Kokomiko bekannt. Zur Erinnerung, wer in den 1960er und 1970er Jahren Fix und Foxi Hefte in die Hand bekam, der erinnert sich bestimmt auch noch an diese Art von Tiger mit einem überlangen Schwanz — das war Marsupilami.

Sein erstes Erscheinen liegt nunmehr 70 Jahre zurück, als sein Schöpfer, André Franquin, am 31. Januar 1952 dieses Tier zum ersten Mal in der Comic-Serie „Spirou und Fantasio“ auftreten ließ.

Marsupilami war damals so bekannt, dass er auch einen eigenen Auftritt bei Asterix bekam. Und wenn ich mich noch richtig erinnere, dann hatte ich damals sogar eine Marsupilami-Figur mit einem sehr biegsamen Schwanz.

Heute, zu seinem 70. Geburtstag, dürfte Marsupilami kaum noch bekannt sein. Gerne nehme ich Ihre entsprechenden Kommentare entgegen.

Schreikrampf

Offensichtlich haben Gemeinderat und Stadtverwaltung noch nicht alle Bürger so abgestumpft wie mich. Und so war es wohl auch zu erwarten, dass sich weitere Bürger über diese Heilbronner Zustände öffentlich äußern, so wie heute Helmut Epp in der Heilbronner Stimme:

„… Heilbronn ein Einkaufsparadies für Frauen ist. Das würde ich auch behaupten, wenn ich der Stadtinitiative [ein Heilbronner Verein] 100 000 Euro zugesprochen hätte, um die Stadt ‚attraktiver‘ zu machen.“

Helmut Epp (Heilbronner Stimme, 31.1.2022: 29)

Ich hatte diesbezüglich bereits das etwas verwunderliche Frauenbild unseres OB angesprochen, er wird aber sicherlich die Heilbronnerinnen besser kennen als ich. Und jetzt bekomme ich das Bild „billige Fingernägel und noch billigere Klamotten“ nicht mehr aus meinem Kopf. Dazu zitiere ich nochmals Helmut Epp: „Meine Frau hat nach der Lektüre des Artikels einen Schrei- und Weinkrampf bekommen.“ Damit sind es mit meiner besseren Hälfte bereits zwei Heilbronnerinnen, die sich vom OB nicht zu reinen „Shopping-Maschinen“ reduzieren lassen.

Auch, dass gerade sehr viele Stadträte voll und ganz hinter dem OB stehen, lässt sich gut nachvollziehen, erhalten gerade deren Vereine und Steckenpferde größere Summen unserer Steuergelder zugesprochen; und auch hierbei gilt das altbekannte Sprichwort: „Wessen Brot ich ess, dess Lied ich sing.“ Und so trifft es sich ganz gut, dass der OB zudem für das „nur weiter so“ — auch bei der Ver- und Aufteilung von Aufsichtsratsmandaten und Ausschusssitzen im Gemeinderat — steht.

Und diese „Heilbronner Melange“ wird, gemäß den Aussagen doch so einiger Gemeinderäte, von Dieter Schwarz gerade und genau so gewollt. Bis heute kann und will ich mir dabei nicht vorstellen, dass sich ein erfolgreicher Unternehmer in solche Tiefen begibt oder gar darin selber verstrickt.

Eine Erklärung dafür könnte der James Bond Film „Diamonds Are Forever“ (1971) liefern, denn dort wird der zurückgezogen lebende Milliardär Willard Whyte dazu benutzt, um die Ziele des „ewigen“ Schurken Ernst Stavro Blofeld zu erreichen.


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