6.11.02021
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Klingenäcker

Heute konnte ich in der Heilbronner Stimme einen entsprechenden Leserbrief von Karlheinz Kimmerle lesen, der eine ganz andere, als mir bisher bekannte, Sichtweise darlegt.

Auf jeden Fall, und dies hatte ich bereits auch so geschrieben, ist die Idee, uns Steuerzahler für die notwendigen Kosten der archäologischen Grabungen auf dem Baugebiet Klingenäcker zu beteiligen, eine sehr abwegige! Es freut mich sehr, dass dies auch Kimmerle so sieht.

Völlig neu für mich ist aber diese Aussage:

Dieses „ungeeignetste Baugebiet der Welt“ musste ja gegen jeglichen Sachverstand unbedingt durchgesetzt werden. Da mussten viele alte Gärten gerodet und mehr als hundert hochstämmige Obstbäume gefällt werden. Das so verschwindende Jagdgebiet für Greifvögel musste durch Baumpflanzungen auf umliegenden Äckern teuer „ersetzt“ werden – als könne man alte Bäume einfach mal so ersetzen.

Karlheinz Kimmerle, Heilbronner Stimme (06.11.2021: 36)

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob sich jemand findet, der, zumindest für mich, Licht ins Dunkel bringen kann.

Taxifahrer

Inzwischen fehlt es den Briten sogar an etwa 160 000 Taxifahrern, und so dämmert es inzwischen vielen, dass die eigene Abschottung nicht zu den besten Ideen gehört, die man unbedingt umsetzen sollte.

Aber auch aus einer solchen Situation kann man versuchen, das beste daraus zu machen. Und so wird das Vereinigte Königreich notgedrungen wohl einen schmerzhaften Wandel hin zu einem tragfähigeren Gesellschaftsmodell durchleben.

Dass dieser Wandel auf den Schultern und auf Kosten der Schwächeren ausgetragen wird, überrascht nicht, denn war es wirklich schon einmal anders?

Die Briten werden jetzt gezwungen nicht nur über antiquierte Vorstellungen, was Arbeit eigentlich ist, nachzudenken, sondern, sie müssen diese nun auch ad acta legen und ganz neue Konzepte entwickeln und in Kraft setzen. Und dies wird zu einer gewaltigen gesamtwirtschaftlichen Veränderung führen. In den Augen der Brexiteers eine folgerichtige und intendierte Entwicklung, die das Vereinigte Königreich weiterbringen wird — eine zweite Industrielle Revolution sozusagen.

Ob diese Entwicklung auch dem Großteil der britischen Bevölkerung nutzen wird, muss sich dabei noch herausstellen. Daran müssen sich die Brexiteers letztendlich messen lassen.

Ich hätte mir gewünscht, dass man diesen durchaus notwendigen gesellschaftlichen Wandel gemeinsam europäisch und dabei auch sozial abgefedert angegangen wäre.

So bleibt uns „Kontinentaleuropäern“ — weil das Aussitzen inzwischen unsere erste und edelste Eigenschaft ist — nur abzuwarten, ob die Briten Erfolg haben werden. Sollte dies der Fall sein, werden sie damit nicht nur Europa aus den Angeln heben.

„Bündnis für Heilbronn“

Nach acht Jahren Amt als OB, eines im Gemeinderat und der Stadtverwaltung alt gewordenen Parteipolitikers, welcher angeblich „einer von uns“ ist, wobei das „uns“ auf einen sehr, sehr engen und teilweise sehr finanzkräftigen Klüngel begrenzt bleibt, muss die Angst im Gemeinderat und in Teilen der Stadtverwaltung vor Veränderung inzwischen so groß sein, dass man nun wirklich alles versucht, um seine Wiederwahl zu garantieren, und darüber hinaus bereits an einer internen Nachfolge arbeitet.

Dies erstaunt, da man nicht nur in Großstädten absichtlich nach beständiger Veränderung sucht, um gerade und nachhaltig zu verhindern, dass uralte Seilschaften am Bürgerwillen vorbei arbeiten und sich Strukturen in der Verwaltung festsetzen, die einer offenen Gesellschaft sehr schaden.

Dies lässt auch darüber nachdenken, wie viele Leichen wohl in den Kellern der betroffenen Personen liegen müssen, dass man alles in Kauf nimmt, nur um sich von ja keinem Experten von außerhalb in die Karten schauen lassen zu müssen.

So verwundert es auch keinen mehr, dass der Blitz — wieder eines noch vom Vorgänger des amtierenden OB initiiertes und durchaus auch gutes Projekt — erst kurz vor der OB-Wahl eingeweiht werden wird.

Dieser OB-Wahlkampf nimmt so langsam ungarische, wenn nicht gar westbalkanesische Züge an! Die Initiatoren dieses OB-Bündnisses sprechen deshalb auch und dies ganz zurecht „von einem Bündnis, das es in dieser Breite in einer baden-württembergischen Großstadt noch nie gab.“

Demokratie geht übrigens etwas anders, denn diese lebt gerade von Alternativen! Aber wer weiß, vielleicht wird Heilbronn demnächst sogar die erste europäische Großstadt mit einer Einheitspartei.


Geburtstag des Tages

Feng Yuxiang

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