16.1.02026

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Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

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Bittsteller

Letztes Jahr wurden wir sehr massiv gebeten, für eine ganz bestimmte lokale an Politik interessierte Gruppe eine Straßburgfahrt anzubieten. Nun nachdem wir diese organisiert haben, stellt sich so langsam aber sicher heraus, dass diese Gruppe überhaupt kein Interesse an solch einer Fahrt hat.

Heute sagten die Bittsteller die Reise ab, nachdem die eigentliche Arbeit getan war und sie nun selber etwas hätten tun müssen.

Ganz passend dazu die Forderung von Sven Schulze, dass Sozialhilfeempfänger in Deutschland zu einem sozialen Dienst verpflichtet werden können. Dabei wissen wir doch alle, dass diese Menschen sich gerade deswegen in einer Notlage befinden, weil sie sich weder freiwillig noch gezwungen auch nur für irgend etwas eignen, nicht einmal für eine Verwendung in der Politik.

Preise

Dass Preise und Auszeichnungen, egal welcher Art auch immer, keine echte Bedeutung mehr haben, wissen wir mündigen Bürger schon etwas länger. Seit COVID-19 dürften dies auch manche Politiker mitbekommen haben und begannen damit, diese durch einfaches Klatschen zu ersetzen.

Die Hamburger waren unter uns Deutschen dabei schon etwas schneller, was wohl noch aus jenen Zeiten stammt, als sich die Hamburger ohne Transferzahlungen und Almosen durch die Welt bewegten. Heute dürfte sich die Hanseatische Ablehnung eigentlich erübrigt haben und wird wohl nur noch dann zelebriert, wenn es sich um nichts sagende Auszeichnungen und Preise handelt — eine gewisse Bauernschläue blieb den Hamburgern wohl doch noch erhalten.

Seit spätestens heute wissen wir es nun aber alle, dass Preise und Auszeichnungen wirklich nichts mehr wert sind; María Corina Machado übergab Donald Trump ihre Friedensnobelpreismedaille. Manche Blogger und Journalisten spekulieren nun darüber, seit wann auch ein Nobelpreis nichts mehr wert ist: seit Henry Kissinger oder doch eher seit Jassir Arafat.

Vielleicht liegt dies aber nicht daran, wer die Preise und Auszeichnungen erhält, sondern einfach nur daran, wer diese vergibt? Wer sich z. B. von einem Gianni Infantino auszeichnen lässt, der hat selbst keinen einzigen Millimeter mehr an eigener Würde, wenn er überhaupt jemals so etwas wie eine positive Charaktereigenschaft besessen hat.

Ich selbst kam immer ganz gut damit zurecht, wenn ich mir im Vorfeld überlegte, wer hinter einer Auszeichnung oder einem Preis steht.

Vermischtes

Ein sehr angenehmes Gespräch heute Morgen mit Detlef Stern ließ uns eine ganze Bandbreite an Themen abarbeiten. Und so ganz nebenbei konnte ich nun meine Fediverse-Partizipation neu gestalten.

Mit Yoyod habe ich nun ein Tool gefunden, das meine Ansprüche sehr gut abdeckt und dabei verspricht, mir den ganzen Social Media Müll vom Leib zu halten. Und auch für Daft habe ich inzwischen eine Verwendung gefunden, denn dort kann man nun sehr leicht meinen neusten Blog-Aktivitäten folgen.

Insgesamt habe ich mich damit privat vom Push-Prinzip verabschiedet. Der geneigte Leser muss nun selber das Pull-Prinzip anwenden, händisch, per RSS oder über das Fediverse, um meine Meinungen über Gott und die Welt erfahren zu können.

Wer diese dann selbst kommentieren möchte, kann dies gerne machen. Um aber sicherzustellen, dass ich diese Kommentare auch selbst zur Kenntnis nehme, gibt es die Möglichkeit, diese entweder als Kommentar oder als Gästebucheintrag auf meinem Weblog zu veröffentlichen.

Alternativ kann man auch das persönliche Gespräch suchen. Alle anderen Möglichkeiten, wie z. B. die gute alte E-Mail, ein Brief per Post oder Einträge auf den eigenen Blogs bzw. in den Social Media, können mich erreichen, müssen dies aber nicht.

Bereits gestern Abend gab es weitere sehr nette Gespräche beim Tanzbeinschwingen, wobei es nicht so ganz einfach ist, um für den kommenden Europa-Ball Werbung zu machen. Dabei sind Amateurtänzer doch die dafür am besten geeignete Zielgruppe.

Wahrscheinlich ist Heilbronn insgesamt zu klein und zu uninteressiert, um dort noch einen ausgewachsenen Tanzball veranstalten zu können. Ein Merkmal von Großstädten ist es, dass es dort noch Bälle gibt und damit eine Bürgerschaft, die solche kulturellen Zusammenkünfte nicht nur estimiert, sondern auch selbst wahrnimmt.

Unsere Gesellschaft befindet sich insgesamt auf einem Sinkflug, was durchaus mit einer zunehmenden Unbildung zutun haben könnte.

Heute Mittag werde ich noch bei der Hausaufgabenbetreuung verbringen. Meine Ansprüche hierfür sind inzwischen so tief gelegt, dass ich eigentlich nur noch positiv überrascht werden kann.

So ganz plötzlich und völlig aus dem Kontext heraus erinnere ich mich an einen alten Soldatenspruch: „Der taugt nicht einmal als Kanonenfutter.“


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