Beitragsfoto: Donald Trump | © M. H. from Pixabay
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Trump-Connection
Wer im ZDF heute nicht die 45 Minuten „Die Trump-Connection – Das Geschäft mit der Macht“ gesehen hat, der sollte dies nachholen.
Es soll hinterher keiner sagen, er hätte nichts gewusst! Nun bin ich gespannt darauf, ob wir auch einmal eine solche Reportage über einen bundesdeutschen Politiker sehen können — das wäre wohl das Ende des ÖRR.
„Donald Trump macht in seiner zweiten Amtszeit die Politik zur Bühne für seine Deals. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Staatsführung und persönlichen Interessen.
Tristan Söhngen zeigt, wie die Mechanismen ineinandergreifen, und spricht mit Insidern. Zum historischen und politischen Einordnen der Ereignisse kommen neben renommierten Personen aus dem Journalismus und Analysten aus den USA und Deutschland auch Trump-Supporter zu Wort.
So auch Mike Johnson, der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, der davon überzeugt ist, dass nichts mit unrechten Dingen zugeht: „Unter Biden ist das alles in den Hinterzimmern passiert. Die ganze Biden-Familie war damit beschäftigt, alle auf die Lohnliste zu kriegen. Was Präsident Trump auch immer tut, läuft offen und transparent ab. Sie versuchen nichts zu verbergen.““
Vermischtes
Wenn man wissen möchte, wie man ein erfolgreiches Unternehmen mit Schwung an die Wand fährt, dann kann man sich aktuell Porsche angucken.
Heute auch erfreulich, meine erste Vorlesung im Semester. Der Raum war gut ausgelastet. Wären jene Studenten mit dabei gewesen, die jüngst nachgewiesen haben, dass sie es nicht können, wäre es mehr als eng geworden. Und so hat alles seine Vor- und Nachteile.
Noch lange gibt es keinen Mangel an Öl und Gas und schon sind die Preise durch die Decke. Was geschieht dann erst, wenn es tatsächlich zu einer Knappheit kommen sollte? Manche Unternehmen muss man regulieren. Wir machen genau das Gegenteil, denn wir lassen ihnen ihre Gewinne möglichst ohne Steuern zu zahlen und schütten sie dafür noch mit Transferzahlungen zu, wo es nur geht. Zumindest ist dies die Wirtschaftskompetenz der Bundesregierung, für die nun Katherina Reiche „verantwortlich“ zeichnet. Der sogenannte Trickle-Down-Effekt endet bei uns leider bereits auf der Bundesministerebene.
Nun gibt es auch einen Europäischen Verdienstorden. Dieser wird irgendwie vom Europäischen Parlament in aktuell drei Stufen verliehen: Angela Merkel, Lech Walesa und Wolodymyr Selenskyj sind erstklassig. Menschen wie Jean-Claude Trichet zweitklassig und die sonstigen üblichen Verdächtigen werden mit der dritten Klasse abgespeist — was irgendwie schon zu einem demokratischen Parlament passt, denn auch dort etabliert sich die Klassengesellschaft immer mehr. Den Europäischen Verdienstorden mit Brillanten gibt es allerdings nur für Blaublüter, Scheichs und Massenmörder — da lassen sich unsere Volksvertreter wirklich nicht lumpen.
Und auch Ursula von der Leyen will wieder mehr Publicity: Atomreaktoren für die Hosentaschen sind nun ihr neustes Gadget. 200 Millionen Euro sind wir dafür schon einmal los. Wer diese Berufstochter kennt, der weiß mehr passiert dann aber auch nicht. Sie steht weiterhin nur für bloße Ankündigungen, Milliardenverluste und Föhnfrisuren.
Last but not least hier mein Nachklapp zum Weltfrauentag. Amisha Padnani zeigt in der New York Times Frauen, die sie aus entsprechenden Nachrufen zusammengestellt hat.
Hanser
Eigentlich wollte ich eine kleine Blog-Pause (kleiner Insider) einlegen und schon kommt da eine positive Meldung um die Ecke, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann. Denn eigentlich hatte ich Verlage für mich bereits als völlig überflüssig abgeschrieben und schon zeigt ein Verlag Arsch in der Hose.
Was durchaus daran liegen könnte, dass der Carl Hanser Verlag, der 1928 in München von Carl Hanser gegründet wurde, weiterhin in Familienbesitz ist. Und Arschkriecherei können sich Mittelständler nicht wirklich lange leisten — im Gegensatz zu Konzernen, wo das mit zum internen Gefüge gehört.
Wolfram Weimer, offiziell ein parteiloser Minister, wobei ich hier noch auf sein Outing warte und der außer einer rechten Gesinnung und schlechten Gedichten nicht viel weiter vorzuweisen hat, sagte jüngst ihn seiner Funktion als Bundesminister die Preisverleihung beim Deutschen Buchhandlungspreis ab.
Hanser lädt nun alle 118 ursprünglich nominierten Buchhandlungen zu einer Party in Leipzig ein. Chapeau! Wenn es dort kostenlos Schampus und Austern gibt, dann ist der Bundesminister sicherlich wieder mit dabei.
Vielleicht gibt es für Verlage doch noch eine Existenzberechtigung.




