Samurai-Rüstung

Miyamoto Musashi 5 (5)

Beitragsfoto: Samurai-Rüstung | © WikiImages auf Pixabay

Miyamoto Musashi war ein exzellenter japanischer Soldat und dazu noch ein Ausnahmestratege. Er lebte in Japan von 1584 bis 1645. Sein Buch „Go Rin No Sho“, besser als das Buch der fünf Ringe bekannt, welches er 1645 niederschrieb, gehört noch heute zu den militärischen Meisterwerken und ist für jeden Soldaten ein Must-Read.

Die erste Schwierigkeit dabei ist, dass man eigentlich der japanischen Sprache mächtig sein müsste, um es auch wirklich nachvollziehen zu können, und selbst dann erschließen sich dem Leser seine Lehren auch nur, wenn dieser sich dazu noch zumindest im Stockfechten übt.

Denn wie meist üblich und bei Kochbüchern auch exemplarisch nachvollziehbar, setzen Fachbücher die eine oder andere Grundkenntnis bereits voraus. Auch ersparen sie einem nicht, die jeweiligen Rezepte immer wieder auszuprobieren, um letztendlich zu einem passablen Ergebnis zu kommen. Und dies ist auch bei Musashis Buch genau der Fall.

Ich habe mich selbst jahrelang mit diesem Buch auseinandergesetzt und bedauere heute sehr, dass ich mich nie dazu durchringen konnte, zuerst einmal die japanische Sprache zu erlernen. So blieben mir nur die diversen Übersetzungen, wobei für mich keine einzige letztendlich auch befriedigend war.

So habe ich vor Jahren schon für mich eine mir bereits vorliegende Übersetzung ins Englische modifiziert und mich dann immer wieder an dieser versucht, um Musashis Strategie besser verstehen zu können. Miyamoto Musashi selbst gibt dabei diesen Ratschlag:

This is the way for men who want to learn my strategy:

1. Do not think dishonestly.

2. The Way is in training.

3. Become acquainted with every art.

4. Know the ways of all professions.

5. Distinguish between gain and loss in worldly matters.

6. Develop intuitive judgment and understanding for everything.

7. Perceive those things which cannot be seen.

8. Pay attention even to trifles.

9. Do nothing which is of no use.  

Miyamoto Musashi, The Book of Five Rings

Die für jeden Soldaten aber wichtigste und absolut grundsätzliche Aussage Musashis ist die nun folgende:

Generally speaking, the Way of the warrior is resolute acceptance of death.

Miyamoto Musashi, The Book of Five Rings

Wer sich weiter mit Miyamoto Musashi auseinandersetzen möchte, der kann gerne hier auf den von mir angepassten Text zurückgreifen. Bitte beachten Sie aber dabei, dass es auch heute noch vorkommen kann, dass ich diesen weiter verändere.

Und sollten Sie selbst eine gute Übersetzung des Buches kennen, dann lassen Sie mich dies bitte wissen.

„Of course the void is nothingness. By knowing things that exist, you can know that which does not exist. That is the void.“

Miyamoto Musashi, The Book of Five Rings

Römisches Parlament

Europatag 2007 5 (5)

Beitragsfoto: Parlamentsgebäude in Rom | © Pixabay

Die europäische Erfolgsgeschichte geht weiter. Am 25. März, während der deutschen Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007, konnten wir Europäer fünfzig Jahre Römische Verträge feiern; dies bedeutet für uns hier in Deutschland an erster Stelle über sechzig Jahre Frieden und seit über siebzehn Jahren für alle Deutschen auch in Freiheit.

Frieden und Freiheit sind damit schon lange für uns Europäer Selbstverständlichkeiten geworden; man könnte fast meinen, dass wir inzwischen das Haar in der Suppe suchen ohne uns vielfach noch bewusst zu sein, dass die Suppe vor allem satt macht, ganz zu schweigen davon, dass sie durchaus auch gut schmecken kann.

Deshalb möchte ich Sie gerne auf einige weitere Vorteile aufmerksam machen, die uns Europa schon jetzt gebracht hat. Ein Wirtschaftsraum ohne Grenzen und Zölle mit fast 500 Millionen Unionsbürgern, eine gemeinsame Währung für gut 300 Millionen Menschen, eine Vereinheitlichung von technischen Lösungen im Bereich des Personen-, Waren- und Geldverkehres, der Telekommunikation und des Rechtswesens, die Sicherstellung der Energie- und Nahrungsversorgung. Darüber hinaus gibt es viele weitere positive Errungenschaften, die mit der europäischen Einigung zu verbinden sind. Auch werden sich mit Sicherheit im Zuge der weiteren Entwicklung der Europäischen Union neue, zusätzliche Vorteile für uns alle ergeben.

Für uns in Heilbronn bedeutet dies, dass sich die Stadt Heilbronn bereits schon jetzt zu einer weltoffenen, europäischen Großstadt entwickelt hat, die Heimat für Menschen aus fast allen Herkunftsländern unseres Planeten geworden ist. Die Mehrheit davon nennt sich schon jetzt nicht mehr Ausländer, sondern zumindest Unionsbürger und identifiziert sich zunehmend mit ihrer Wahlheimat. Dies konnten wir während der letzten Fußballweltmeisterschaft eindeutig feststellen. Auch bringen sich unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund immer aktiver in die Heilbronner Gesellschaft ein, unter anderem auch bei der EUROPA-UNION Deutschland (EUD).

Zu den Veranstaltungen und Aktivitäten des Kreisverbandes Heilbronn der EUD möchte ich Sie alle recht herzlich willkommen heißen und zum Mitmachen einladen. Neben unseren regelmäßigen Europa-Stammtischen, Vortragsveranstaltungen und Fahrten zu den europäischen Institutionen, möchten wir auch durch Straßenaktionen und vor allem durch unseren, in Heilbronn schon zur Tradition gewordenen Treffpunkt Europa dazu beitragen, dass Europa auch im kleinen Rahmen weiter zusammenwächst und damit die Fundamente einer erfolgreichen Europäischen Union gestärkt werden.

Deshalb möchten wir Europäer am Samstag, 12. Mai 2007 beweisen, dass die „europäische Suppe“, nicht nur satt macht, sondern darüber hinaus in all ihren Variationen hervorragend schmeckt. Überzeugen Sie sich bitte selbst!

„I myself subscribe more to the European philosophy of life, my priorities leaning towards wine, women and, well that’s about it.“

Jude Law als Alfie in Alfie (2004) 

Schlacht bei Arras

Schlacht bei Arras 5 (5)

Beitragsfoto: britischer Reservegraben während der Schlacht bei Arras | © Tilloy (10. April 1917)

Robert Frosts Gedichte gehören meines Erachtens mit zu den besten der Dichtkunst. Das hier folgende Gedicht wurde 1915 verfasst und soll an gemeinsame Spaziergänge mit dem Dichterkollegen Edward Thomas erinnern, wobei Frost sich wohl auch auf dessen Gedicht „Roads“ bezieht, welches aber erst 1916 veröffentlicht wurde.

Auch wenn Frost beabsichtigte, sich über die gemeinsamen Spaziergänge mit Thomas „lustig zu machen“, so wurde das Gedicht von Anfang an sowohl von den Lesern als auch von Thomas selbst als sehr ernst gemeint aufgefasst und zudem sehr schnell in Zusammenhang mit den aktuellen politischen Ereignissen gebracht. Thomas entschied sich für den Wehrdienst und fiel 1917 bei Arras in Frankreich.

The road not taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim
Because it was grassy and wanted wear,
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I marked the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I,
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Robert Frost

Zwei Dinge folgere ich daraus: erstens man darf die Wirkung von Gedichten nie unterschätzen und zweitens bekommt jedes Gedicht abhängig vom jeweiligen Leser ein Eigenleben.

„If you come to a fork in the road, take it.“

Yogi Berra, The New York Times (23. September 2015)