Grenzübergang nach Österreich

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Beitragsfoto: Grenzübergang nach Österreich | © Reinhard Thrainer auf Pixabay

Sobald ein gescheiteter Politiker nicht mehr weiterweiß, kommen Grenzkontrollen ins Spiel — die Einzäunung des eigenes Klientels als Allheilmittel, wie jüngst à la DDR. Zum einen soll es Fachkompetenz, Initiative und sich kümmern vortäuschen und zum anderen uralte Reflexe bedienen: die anderen sind Schuld.

Menschen und schon gar nicht Viren kann man durch Ab- und Ausgrenzung daran hindern, sich über die gesamte Welt hinweg auszubreiten. Gerade in jenen Zeiten, in denen sich Menschen kaum aus dem eigenen Dorf oder ihrer Stadt wegbewegen konnten, wütete allerorten die Pest.

Und zum Ende des Ersten Weltkriegs, wo die Nationen allesamt auf ihre Staatsgebiete konzentriert waren, wütete die spanische Grippe.

So wird man auch heute weder Viren noch Menschen daran hindern können, sich auszubreiten. Deswegen ist es müßig, immer wieder neue Grenzkontrollen oder gar -schließungen zu initiieren.

Besser wäre, einmal zu akzeptieren, dass Grenzkontrollen und -schließungen nur knappe Ressourcen vergeuden und endlich damit anzufangen, andere Lösungsmöglichkeiten verstärkt in Erwägung zu ziehen.

Neben einer intensiveren Aufklärung von unmündigeren Bevölkerungsteilen, einschließlich zeitnahem und unmittelbaren Sanktionieren von entsprechendem Fehlverhalten, könnte auch das bestehende Monitoring ausgebaut und professionalisiert werden. Letztendlich muss man zudem darüber nachdenken, erkrankte Menschen und medizinisches Personal über Grenzen hinweg zu verteilen, um Ausbreitungsschwerpunkten besser und schneller begegnen zu können.

In keiner Pandemie gelang es Menschen, egal wie privilegiert sie auch waren, sich einzuigeln und das Ende einer Pandemie abzuwarten. Sollten Sie es dennoch selbst versuchen wollen, dann empfehle ich Ihnen die Lektüre Edgar Allan Poes „The Masque of the Red Death“ aus dem Jahr 1842 mit in Ihre Selbstisolation zu nehmen; und auch Giovanni Boccaccio hat bereits Mitte des 14. Jahrhunderts in seinem Werk „Dekameron“ entsprechende Schlussfolgerungen gezogen.

„People are more inclined to believe in bad intentions than in good ones.“

Giovanni Boccaccio, The Decameron (c. 1350, 3. Tag, 6. Geschichte)

Impfstoffe gegen COVID-19

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Beitragsfoto: Impfstoffe gegen COVID-19 |  © Johaehn auf Pixabay

In aller Kürze: getriggert durch eine entsprechende Anfrage.

Dass die Europäische Union zu wenig Impfdosen in der COVID-19 Pandemie bestellt habe und es deshalb kaum Impfstoff für die Unionsbürger gäbe, greift viel zu kurz. Auch muss muss man dabei berücksichtigen, dass es zu Beginn der aktuellen Pandemie überhaupt keinen Impfstoff gab.

Ein Erfolg ist es bereits, dass man in so kurzer Zeit Impfstoffe entwickeln konnte — dies ist nur durch internationale Zusammenarbeit und eine immense finanzielle Unterstützung seitens vieler Länder, auch aus der EU gelungen.

Nun aus dem Stand heraus, ausreichend Impfstoff zur Verfügung zu stellen, der mehr als sieben Milliarden Menschen, darunter auch 500 Millionen Unionsbürger, inklusive 80 Millionen Deutsche, versorgt, ist eine noch nie dagewesene Mammutaufgabe!

Auch das Impfen selbst, führt uns an Grenzen: wenn in der EU jeden Tag eine Million Menschen geimpft werden, dauert es alleine mindestens 500 Tage bis alle „durchgeimpft“ sind.

Deshalb war es von Anfang an auch selbstverständlich, dass es auf allen Ebenen eine Impfpriorisierung geben muss — die Impfreihenfolge wird dabei von der Politik bestimmt:

„Wir zuerst“ ist der falsche Ansatz!


Der Rote Corsar

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Als ich mit einem Bekannten jüngst wieder einmal auf Comics zu sprechen kam — er ist übrigens noch heute ein Donaldist — habe ich sogleich mal etwas gegooglet, was besonders einfach ist, wenn man seine Gespräche übers Internet führt, und bin dabei auf die Comic-Reihe „der rote Korsar“ gestoßen, welche zwischen 1959 und 2004 erschienen ist, und im Original „Barbe-Rouge“ heißt. Das wiederum brachte mir die Romanreihe „der Rote Corsar“ in Erinnerung, welche mein Vater als auch ich in unserer Jugend gelesen haben. Diese Romanreihe wurde von Hans Kilian verfasst und erschien 1951 und 1952 in zwei Teilen mit insgesamt 40 Heften.

Da ich in meiner Jugend nur noch den ersten Teil, welcher aus 25 Heften besteht, vorfand, ist mir bis heute das Romanende völlig unbekannt.

Die Geschichte um den Roten Corsaren beginnt etwa um 1677 und beruht im wesentlichen auf der Schilderung der Schiffe und des Lebens verschiedener Piratenbanden. Dabei wurde von Kilian auf Geschichten und Erzählungen alter Bücher zurückgegriffen, was dem Ganzen einen historischen Touch verleiht.

Zwei junge Deutsche, Hans und Michel, sind die Protagonisten der Romanreihe, die sich aus den Fängen von Piraten befreien und mit einem eigenen Schiff den Kampf gegen die Piraterie aufnehmen.

Zumindest die ersten Hefte sind noch heute sehr lesenswert und jene, die den zweiten Teil gelesen haben, finden auch diesen sehr spannend und das Ende sogar gelungen.

Um Sie noch ein wenig neugieriger zu machen, führe ich hier die Titel der ersten 25 Bände auf:

  • Schach dem Piraten
  • Der große Gegenspieler
  • Handstreich auf Carnac
  • Die Insel des Blutigen Piet
  • >>Hoker di Bull<< greift ein
  • In den Klauen der Barbaresken
  • Ein harter Kampf
  • Keine Gnade für Brown
  • Tod in den Rahen
  • Die Zitadelle
  • Der Hinterhalt
  • Der Unsichtbare
  • Der Schiffsjunge
  • Meuterei
  • Das Geheimnis der schwarzen Truhe
  • Feuer im Schiff
  • Das Fest in Bantam
  • Die Flaschenpost
  • Das Rabenschloß
  • Die Dschunke Wei-pung-lii
  • Der Buddha von Kamakura
  • Im Banne des schwarzen Drachen
  • „Der blinde Passagier“
  • „Der falsche Scheich“
  • „Bis zur Entscheidung“

Jeder Band ist mit einem bunten Titelbild versehen und hat weitere schwarz-weiß Zeichnungen aufzuweisen. Als Zugabe gibt es noch das Wörterbuch der Seemannsprache und eine Anleitung zum Bau eines seetüchtigen Models des Roten Corsaren, sowie die „Hein und Bloody Jack“ Comics am Ende von manchen Bänden.

Nach weiterem Googlen habe ich auch die Titel der letzten Bände des 2. Teils gefunden, welche ebenfalls spannende Geschichten versprechen:

  • Die schwarze Tulpe*
  • Im Reich des Markuslöwen*
  • Der Piratenschatz von Panama*
  • Die Pfahlbaumänner*
  • Der Ring des Stuarts*
  • Kinderraub in Rotterdam*
  • Der letzte Inka
  • Das Geheimnis des Sees
  • Der Schwarze Nicol
  • Afrikanische Abenteuer
  • Tod im Dschungel*
  • Der Edelstein-Fluß*
  • Die Galeeren-Sklaven*
  • Kampf um Ceuta
  • Der Henker von Malta*

Alle 40 Bände kosteten bei Erscheinen je 40 Pfennig, etwa 20 Cent. Ich überlege gerade, ob ich mich daran machen soll, die Bände des 2. Teils zu suchen, um endlich auch selbst zu erfahren, wie diese Romanreihe überhaupt endet. Auf jeden Fall wäre es spannend herauszufinden, ob man noch heute diese Bände zusammenbekommt — was zudem ein guter Zeitvertreib in diesen COVID-19 Zeiten sein kann.

„When a pirate grows rich enough, they make him a prince.“

George R. R. Martin, A Clash of Kings (1999: 152)