Möwen im Flug

Gedanke 5 (2)

Beitragsfoto: Pixabay

Im Jahr 2013 schrieb ein uns heute noch allseits bekannter Edward Snowden, dass er nicht in einer Welt leben möchte, in der alles, was er sagt, alles, was er tut, aufgezeichnet wird. Das wäre nichts, was er bereit wäre zu unterstützen. Das ist nichts, unter dem er zu leben bereit wäre. Im Guardian hat er dies wie folgt ausgedrückt:

„I do not want to live in a world where everything I do and say is recorded. That is not something I am willing to support or live under.“

Edward Snowden,  The Guardian, 9. Juni 2013

Ein Idealist fürwahr, der zudem für seine Ideale mehr bezahlen muss als jeder Depp der, hoffentlich nur im Unverstand, andere Menschen vor den Zug schmeisst oder mit dem Auto überfährt.

Schlimm dabei ist nicht nur unsere eigene Bewertung vermeintlicher Straftaten, sondern vor allem anderen, wie wir mit unseren Grundrechten umgehen.

Das Recht auf Leben oder mehr noch das Recht auf freie Entfaltung des eigenen Ichs opfern wir ohne jegliches Bedenken der Bequemlichkeit.

Alexa, Cortana, Siri oder wie auch immer sie heißen mögen, sind ganz offensichtlich unsere „glorreiche“ Zukunft, von den staatlichen oder gar völlig kriminellen Varianten einmal abgesehen.

Kurzum und ganz schnell auf den Punkt gebracht: Sind wir wirklich dazu bereit, ein freies, vielleicht auch kurzes, aber immerhin selbstbestimmtes Leben einer in Aussicht gestellten möglichst langandauernden Knechtschaft zu opfern?

Wie wir mit den Snowdens unserer Welt umgehen ist die Antwort.

Joe Rogan Experience featuring Edward Snowden

„You are going Uruguay, and I’m going my way.“

Groucho Marx als Captain Jeffrey Spaulding in Animal Crackers (1930)

The Simpsons T-Shirt

30 Jahre Simpsons 5 (3)

Beitragsfoto: T-Shirt mit den Simpsons

Am 17. Dezember 1989 strahlte (21st Century) Fox die erste Folge der „Simpsons“ aus. 

Unsere Jungs, beide Mitte der 1990er-Jahre geboren, haben wir die Folgen von Simpsons immer wieder gerne anschauen lassen; sie wuchsen regelrecht damit auf.

2007 pilgerte die gesamte Familie in den Film The Simpsons Movie und wir genossen den Abend allesamt.

Matt Groening schuf über die vergangenen drei Jahrzehnte hinweg ein kleines Universum an Durchschnittsamerikanern, mit dessen Population, zumindest mit einigen daraus, sich eigentlich alle Menschen, egal welcher Herkunft oder Orientation, noch heute anfreunden können.

Inzwischen dürften es weit über 600 ausgestrahlte Folgen sein, und wer nicht bei den Simpsons zu Gast war, spielt zumindest in den USA keine größere Rolle.

Seit November 2019 werden die Simpsons nun auch auf dem Streaming-Dienst Disney+ ausgestrahlt; schon vor Längerem hatte der Disney Konzern den Sender Fox aufgekauft und sorgt nunmehr dafür, dass die Simpsons ihren Zuschauern an ganz neue Orte folgen.

Ich greife wiederum gerne auf die alten DVD zurück und freue mich immer wieder über die Erkenntnisse dieser gelben Menschen aus Springfield.

Zum Beispiel von Bürgermeister Quimby, der wirklich kein Freund der Prohibition ist.

„You can’t seriously want to ban alcohol. It tastes great, makes women appear more attractive, and makes a person virtually invulnerable to criticism.“

Mayor Quimby

Keiner aus dem Simpson-Universum hat aber jemals den Alkoholkonsum so schön kommentiert wie das Familienoberhaupt Homer Simpson selbst.

„To alcohol! The cause of … and solution to … all of life’s problems.“

Homer Simpson
Homer Simpson

„Ok, class, today we’ll be sitting quietly with the lights off, because teacher has a hangover.“

Edna Krabappel

„Call me“

Anonyme Anrufer 5 (2)

Beitragsfoto: „Call me“ | © Tumisu auf Pixabay

Bis heute ist mir noch nicht so ganz klar, warum es Menschen gibt, die mit unterdrückten Telefonnummern bei ihren Mitbürgern anrufen.

Wenn es sich dabei um Mitarbeiter von Firmen oder Behörden handelt, kann man es vielleicht sogar noch verstehen, wenn man davon ausgeht, dass ihre Arbeitgeber nur begrenzte Ressourcen für den Kundenservice zur Verfügung stellen möchten oder über sehr veraltete Kommunikationsstrukturen verfügen.

Bei Privatanrufen fällt mir auf die Schnelle keine Begründung ein. Ganz im Gegenteil, wenn der Anrufer sich mit mir privat unterhalten, mir aber seine eigene Telefonnummer dabei nicht mitteilen möchte, könnte man doch vermuten, dass er wohl ein ganz besonderes Verständnis von Kommunikation hat.

Oftmals sind es aber die ganz besonderen Menschen, die das Miteinander so interessant und lebenswert machen. Und ich möchte mich deswegen nicht beschweren!

Sehr schräg wird es aber dann, wenn diese anonymen Anrufer bei erfolglosem Anruf keine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und sich später auch noch darüber beklagen, dass man sie nicht zurückgerufen hat.

Liebe anonyme Anrufer, es gibt mehr von Euch als ihr Euch vielleicht sogar vorstellen könnt, und ich kann, selbst bei bestem Willen, nicht wirklich alle von Euch zurückrufen.

„Call me like you didn’t last time.“

Emily Blunt als Elise Sellas in The Adjustment Bureau (2011)