Weihnachten

Festtagsgrüße 4.8 (4)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Und hier finden Sie auch gleich ein paar Anregungen und Hinweise für die kommenden Tage.

„What I don’t like about office Christmas parties is looking for a job the next day.“

Phyllis Diller

„Christmas is doing a little something extra for someone.“

Charles M. Schulz

„It’s Christmas Eve! It’s the one night of the year when we all act a little nicer, we smile a little easier, we cheer a little more. For a couple of hours out of the whole year, we are the people that we always hoped we would be.“

Bill Murray als Francis Xavier „Frank“ Cross in Scrooged (1988)

„Happy, happy Christmas, that can win us back to the delusions of our childish days; that can recall to the old man the pleasures of his youth; that can transport the sailor and the traveller, thousands of miles away, back to his own fire-side and his quiet home!“

Charles Dickens, The Pickwick Papers (1836)

„Give us the knowledge that we may continue to pray with understanding hearts. And show us what each one of us can do to set forward the coming of the day of universal peace.“

Frank Borman, Gebet aus der Apollo 8 am 25. Dezember 1968

Und hier finden Sie einen anonymen Hinweis aus dem World Wide Web, den ich erstmals zum Advent 2010 auf einer Website geteilt habe:

X-mas Planning

Also Kinder, ich bin jetzt im Urlaub. Aller Voraussicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.

Status:
Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!

Da X-mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen. Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) fand bereits am 27. November statt. Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. 

Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als brandname global zu implementieren. 

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. 

Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden. Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben. 

Ein Bündel von incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln. Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. 

Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich. 

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating

Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

Es lautet: “Let’s keep the candles burning” und ersetzt das bisherige “Frohe Weihnachten”.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

In diesem Sinne: Schönen Advent

Anon

„I like you too much not to say it. You’ve got everything except one thing – madness. A man needs a little madness, or else he never dares cut the rope and be free.“

Anthony Quinn als Alexis Zorba in Zorba the Greek (1964)

Sandstrand

Zeitalter der Beliebigkeit 5 (3)

Beitragsfoto: Sandstrand | © Pixabay

Spätestens seit bei uns Träger von in Deutschland erhaltener akademischer Titel seitenweise Sokrates zitieren, bin ich zur Überzeugung gelangt, dass wir nunmehr ein gesamtgesellschaftliches Problem haben. Seit langem bin ich mir zudem bewusst, dass es zwar immer noch zur „bürgerlichen Pflicht“ gehört, auf deutsche Bildung und Errungenschaften stolz zu sein, kaum einer aber noch selber den Versuch unternimmt, z. B. ein Buch von Goethe, Schiller oder Humboldt zu lesen. Vom Versuch, die allgemeine oder spezielle Relativitätstheorie sowie andere maßgebliche Errungenschaften unserer Zeit zu verstehen, ganz zu schweigen.

Wenigstens auf unsere gemeinsamen Werte, Überzeugungen und Rechtsauffassungen können wir noch bauen. Das Problem hierbei ist, dass auch auf diesem Gebiet die Unkenntnis überhand zu nehmen scheint. Sicherlich aber ist die Bereitschaft auf einen Tiefpunkt gesunken, diese Ideen und Übereinkünfte für sich selber in Anspruch zu nehmen und auch umzusetzen.

Als Folge davon können wir beobachten, wie wir uns zwar traditionsgemäß weiterhin in Parteien, Verbänden und Vereinen versammeln ohne aber, beim Eintritt in eine solche Gemeinschaft, das „Kleingedruckte“ gelesen oder gar verstanden zu haben. Es ist keine Seltenheit mehr, dass selbst Vorstände und Präsidenten die vertretenen Grundsätze und Programmatiken nicht mehr kennen oder schlimmer noch, eigentlich vollumfänglich ablehnen. Das Ganze wird dann dadurch noch überboten, indem diese Personen sich weigern, beim Feststellen dieser Diskrepanz, persönliche Konsequenzen zu ziehen und darüber hinaus oftmals sogar fordern, dass sich der betreffende Verband oder die anderen Mitglieder anzupassen hätten – ein m. E. völlig verqueres Verständnis der Forderung „Marsch durch die Instanzen“.

Ein weiteres Indiz für diese Beliebigkeit ist, dass es nunmehr gesellschaftlich chic ist, sich gleich in mehreren, inhaltlich gänzlich widersprechenden Gemeinschaften zu engagieren. Denn dies ist in einer Zeit, in der man weder die Grundlagen von Gemeinschaften kennen möchte, noch dazu bereit ist, diese Grundlagen auch als Maßstab für das eigene Handeln zu nehmen, keine Schwierigkeit mehr und wird den so Handelnden sogar noch als geistige Flexibilität hoch angerechnet.

Der Höhepunkt ist es aber, dass solche der Beliebigkeit fröhnenden Menschen bei anderen gerne fehlende oder unserer Gesellschaft völlig konträren Werte erkennen wollen und diesen deshalb die Zugehörigkeit in unsere Gemeinschaft verweigern möchten.

„Schluß mit lustig“ hatte Peter Hahne bereits 2004 vergeblich gefordert.

Wenn wir tatsächlich noch dem Zeitalter der Beliebigkeit entfliehen möchten, dann müssen wir als Betroffene selber tätig werden und erstmals bei uns persönlich anfangen. Nach dem Motto „mehr Sein als Schein“, müssen wir unserer tatsächlichen eigenen Leistungsfähigkeit gewahr werden, dies dann auch akzeptieren – wahrscheinlich die größe Schwierigkeit bei diesem Unterfangen – und letztendlich versuchen, das Beste aus unseren eigenen Möglichkeiten zu machen.

Sobald wir diesen Schritt zu gehen bereit sind, werden wir uns und unsere Umwelt mit anderen Augen sehen. Und dann ist auch endlich „Schluß mit lustig“! 

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“

Heinrich Heine, Nachtgedanken (1844)

Klassenzimmer

Schule & Bildung 5 (5)

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Um unser Bildungssystem steht es nicht zum Besten! Wer etwas anderes behauptet, dem muss man vorwerfen, zumindest diese Misere weiter zu unterstützen, wenn nicht gar voranzutreiben. Was müssen wir tun, um unsere Schulen und unser Bildungsystem insgesamt zukunftsfähig zu machen?

Ich bin der Überzeugung, dass wir dabei das Rad nicht neu erfinden, sondern nur die Vorteile bereits vorhandener Modelle wieder akzeptieren und auch in den richtigen Rahmen setzen müssen.

Fangen wir am Anfang der Kette an. Bei Kindergärten, Kindertagesstätten und Sonderschulen; wer sich an letzterem Begriff stört, kann alternative Begriffe vorschlagen, die Notwendigkeit von Sonderschulen wird er damit aber nicht wegreden können. Je nach persönlichem Bedarf, beginnt jedes Kind seine schulische Bildung und Ausbildung an einem dieser Orte. Da es immer Menschen mit größeren geistigen oder körperlichen Einschränkungen geben wird, muss man sich Gedanken machen, wie man diese am Besten in die Gesellschaft einbindet – gemäß dem dafür heute benutzen Begriff: inkludiert. Zum einen aus finanziellen Gründen und zum anderen wegen des immer bestehenden Mangels an qualifizierten Betreuern und Lehrern, kann nicht jeder Kindergarten und auch nicht jede Kindertagesstätte die Inklusion von Menschen mit größeren Einschränkungen sicherstellen. Deswegen müssen wir entsprechende Einrichtungen vorhalten und können diese zudem auch zum Vorteil der Betroffenen ausrichten.

Sobald ein Kind den Abholpunkt „Einschulung“ erreicht, welcher aufgrund der heutigen Mobilität in unserer Gesellschaft zumindest auf Bundesebene einheitlich und klar definiert werden muss, kommt es in die Grundschule. Kinder, denen es an dafür notwendiger Reife, Auffassungsgabe oder Sprachkenntnissen mangelt, werden an Sonderschulen weiter gefördert und im Idealfall später in das reguläre Schulsystem eingegliedert. Da es aus oben bereits erwähnten Gründen nicht machbar ist, jede Grundschule inklusionsfähig zu machen, muss es Grundschulen Plus geben, die auch Kindern mit größeren körperlichen Einschränkungen voll und ganz gerecht werden können. Das Ziel der Grundschulen ist weiterhin, allen Schülern ein Grundwissen zu vermitteln und, böse, wer Schlimmes dabei denkt, die Schüler auf die weiterführenden Schulen zu verteilen. Diese „Einteilung“ muss zwingend wieder in die Verantwortung der dafür auch vorgesehenen Lehrkräfte und Betreuer zurückgegeben werden!

Nach dem Durchlaufen der Grundschule kommen die Schüler entweder auf eine Hauptschule, eine Mittel- bzw. Realschule oder auf ein Gymnasium. Die jeweils dafür notwendigen Abholpunkte müssen, wie oben bereits erwähnt, mindestens auf Bundesebene einheitlich sein. Und auch die jeweiligen Erziehungs-, Ausbildungs- und Bildungsziele müssen bundeseinheitlich festgelegt werden. Um die Inklusion aller Schülern mit größeren körperlichen Einschränkungen sicherzustellen, kann es notwendig sein, dass auch hier Plus-Schulen eingerichtet und vorgehalten werden. Zusätzlich müssen für Schüler, für die bereits der Abschluss der Grundschule ein Erfolg ist oder für Schüler, für die ein Verbleib im Schulsystem reine Zeitverschwendung wäre, Sonderschulen vorhanden sein, um letztere schnellstmöglich auf eine Universität zu bringen oder erstere bestens auf einen möglichen Verbleib in entsprechenden Folgeeinrichtungen vorzubereiten.

Nach dem Abschluss der Hauptschule sollte für alle Absolventen eine Lehre und die entsprechende Berufsschule verpflichtend sein. Realschulabsolventen müssten zwischen Lehre & Berufsschule, Lehre & Hochschule oder den Besuch einer Hochschule wählen; diese Entscheidung sollte unbedingt vom jeweiligen „Klassenlehrer“ unterstützt werden. Für Abiturienten wäre der Besuch einer Hochschule oder Universität nur folgerichtig und abhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit.

Auch an unseren Universitäten, den originären Einrichtungen für höhere Bildung, müssen Änderungen erfolgen. Die speziellen Ausbildungsbedürfnisse von Industrie, Wirtschaft und Handel können bestens durch entsprechende und auch diesbezüglich geförderte Hochschulen abgedeckt werden. Damit könnten sich Universitäten wieder verstärkt wissenschaftlichen Erkenntnissen widmen, ihren Lehrkräften zudem das Erreichen einer universitären Lehrbefähigung besser ermöglichen und damit insgesamt das Bildungsniveau erhöhen, was für die Weiterentwicklung jeder Gesellschaft sehr förderlich ist.

„Education is our only political safety. Outside of this ark all is deluge.“

Horace Mann, The New Era, Vol. III, No. 10 (Oktober 1873: 368)