Kalifornische Glocken

Schillers Glocke 4.7 (7)

Beitragsfoto: Glocken in einer kalifornischen Mission (2013)

In Erinnerung an meine beiden Großmütter Luise und Käthe, die, obwohl sie an entgegengesetzten Ecken des damaligen Deutschen Reichs, nämlich Heilbronn und Königsberg, großgeworden sind, beide dieses Gedicht von Friedrich Schiller in der Schule noch auswendig lernen mussten.

Friedrich Schiller in Marbach am Neckar, also gleich hier um die Ecke, geboren, ist bis zum heutigen Tage ein bedeutender deutscher Dichter, obwohl er seine Muttersprache nie ganz verleugnen konnte. Das Schöne daran ist, dass Menschen diese Sprachrelikte selbst in seinen besten Werken finden können.

Warum aber gerade „die Glocke“ den Schülern zum Auswendiglernen aufgetragen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis und auch meinem Verständnis.

Schiller war, wie wohl zu dieser Zeit noch ganz üblich, ein Europäer, der in seinem Leben die folgenden Staatsbürgerschaften besaß: die Württembergische, die von Sachsen-Weimar und die französische. Was übrigens uns Deutsche bis heute nicht daran hindert, ihn neben Johann Wolfgang von Goethe auf den Thron der größten deutschen Dichterfürsten zu heben und ihn wie Goethe auch zu einem von Schiller zu machen.

Das nun folgende Gedicht wurde von Schiller 1799 veröffentlicht und gehörte lange Zeit zum Kanon der deutschen Literatur. Die erste Strophe lautet auf Deutsch: „Die Lebenden ruf’ ich. Die Toten beklag’ ich. Die Blitze brech’ ich.“

Das Lied von der Glocke

Vivos voco. Mortuos plango. Fulgura frango.

Fest gemauert in der Erden
Steht die Form, aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben;
Doch der Segen kommt von oben.
Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort,
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.
So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt,
Den schlechten Mann muß man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt.
Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.

Nehmet Holz vom Fichtenstamme,
Doch recht trocken laßt es sein,
Daß die eingepresste Flamme
Schlage zu dem Schwalch hinein;
Kocht des Kupfers Brei,
Schnell das Zinn herbei,
Daß die zähe Glockenspeise
Fließe nach der rechten Weise.

Was in des Dammes tiefer Grube
Die Hand mit Feuers Hilfe baut,
Hoch auf des Turmes Glockenstube,
Da wird es von uns zeugen laut.
Noch dauern wird’s in späten Tagen
Und rühren vieler Menschen Ohr,
Und wird mit dem Betrübten klagen
Und stimmen zu der Andacht Chor.
Was unten tief dem Erdensohne
Das wechselnde Verhängnis bringt,
Das schlägt an die metallne Krone,
Die es erbaulich weiter klingt.

Weiße Blasen seh’ ich springen;
Wohl, die Massen sind im Fluß.
Laßt’s mit Aschensalz durchdringen,
Das befördert schnell den Guß.
Auch vom Schaume rein
Muß die Mischung sein,
Daß vom reinlichen Metalle
Rein und voll die Stimme schalle.
Denn mit der Freude Feierklange
Begrüßt sie das geliebte Kind
Auf sein Leben ersten Gange,
Den es in Schlafes Arm beginnt!
Ihm ruhen noch im Zeitenschoße
Die schwarzen und die heitern Lose;
Der Mutterliebe zarte Sorgen
Bewachen seinen gold’nen Morgen.-
Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.
Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe,
Er stürmt in’s Leben wild hinaus,
Durchmißt die Welt am Wanderstabe,
Fremd kehrt er heim in’s Vaterhaus.
Und herrlich in der Jugend Prangen,
Wie ein Gebild aus Himmelshöh’n,
Mit züchtigen, verschämten Wangen,
Sieht er die Jungfrau vor sich steh’n.
Da faßt ein namenloses Sehnen
Des Jünglings Herz, er irrt allein,
Aus seinen Augen brechen Tränen,
Er flieht der Brüder wilden Reih’n.
Errötend folgt er ihren Spuren
Und ist von ihrem Gruß beglückt,
Das Schönste sucht er auf den Fluren,
Womit er seine Liebe schmückt.
O zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
Der ersten Liebe gold’ne Zeit!
Das Auge sieht den Himmel offen,
Es schwelgt das Herz in Seligkeit.
O daß sie ewig grünen bliebe,
Die schöne Zeit der jungen Liebe!

Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
Dieses Stäbchen tauch’ ich ein,
Sehn wir’s überglast erscheinen,
Wird’s zum Gusse zeitig sein.
Jetzt, Gesellen, frisch!
Prüft mir das Gemisch,
Ob das Spröde mit dem Weichen
Sich vereint zum guten Zeichen.

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich mit Mildes paarten,
Da gibt er einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet:
Der Wahn ist kurz, die Reu’ ist lang!
Lieblich in der Bräute Locken
Spielt der jungfräuliche Kranz,
Wenn die hellen Kirchenglocken
Laden zu des Festes Glanz.
Ach! Des Lebens schönste Feier
Endigt auch den Lebens-Mai:
Mit dem Gürtel, mit dem Schleier
Reißt der schöne Wahn entzwei.
Die Leidenschaft flieht,
Die Liebe muß bleiben:
Die Blume verblüht,
Die Frucht muß treiben.
Der Mann muß hinaus
In’s feindliche Leben,
Muß wirken und streben,
Und pflanzen und schaffen,
Erlisten, erraffen,
Muß wetten und wagen,
Das Glück zu erjagen.
Da strömet herbei die unendliche Gabe,
Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,
Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.
Und drinnen waltet
Die züchtige Hausfrau,
Die Mutter der Kinder,
Und herrschet weise
Im häuslichen Kreise,
Und lehret die Mädchen,
Und wehret den Knaben,
Und reget ohn’ Ende
Die fleißigen Hände,
Und mehrt den Gewinn
Mit ordnendem Sinn,
Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,
Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,
Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein
Die schimmernde Wolle, den schneeigen Lein,
Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,
Und ruhet nimmer.
Und der Vater mit frohem Blick,
Von des Hauses weitschauendem Giebel
Überzählet sein blühend Glück,
Siehet der Pfosten ragende Bäume
Und der Scheunen gefüllte Räume
Und die Speicher, vom Segen gebogen,
Und des Kornes bewegte Wogen,
Rühmt sich mit stolzem Mund:
Fest, wie der Erde Grund,
Gegen des Unglücks Macht
Steht mir des Hauses Pracht!
Doch mit des Geschickes Mächten
Ist kein ew’ger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell.

Wohl! nun kann der Guß beginnen!
Schön gezacket ist der Bruch,
Doch bevor wir’s lassen rinnen,
Betet einen frommen Spruch!
Stoßt den Zapfen aus!
Gott bewahr’ das Haus!
Rauchend in des Henkels bogen
Schießt’s mit feuerbraunen Wogen.
Wohltätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
Und was er bildet, was er schafft,
Das dankt er dieser Himmelskraft,
Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
Wenn sie der Fessel sich entrafft,
Einhertritt auf der eignen Spur,
Die freie Tochter der Natur.
Wehe, wenn sie losgelassen,
Wachsend ohne Widerstand
Durch die volkbelebten Gassen
Wälzt den ungeheuren Brand!
Denn die Elemente hassen
Das Gebild der Menschenhand.
Aus der Wolke
Quillt der Segen,
Strömt der Regen;
Aus der Wolke, ohne Wahl,
Zuckt der Strahl!
Hört ihr’s wimmern hoch vom Turm?
Das ist Sturm!
Rot wie Blut
Ist der Himmel;
Das ist nicht des Tages Glut!
Welch Getümmel
Straßen auf!
Dampf wallt auf!
Flackernd steigt die Feuersäule,
Durch der Straßen lange Zeile
Wächst es fort mit Windeseile;
Kochend wie aus Ofens Rachen
Glühn die Lüfte, Balken krachen,
Pfosten stürzen, Fenster klirren,
Kinder jammern, Mütter irren,
Tiere wimmern
Unter Trümmern;
Alles rennet, rettet, flüchtet,
Taghell ist die Nacht gelichtet;
Durch der Hände lange Kette
Um die Wette
Fliegt der Eimer; hoch im Bogen
Spritzen Quellen Wasserwogen.
Heulend kommt der Sturm geflogen,
Der die Flamme brausend sucht,
Prasselnd in die dürre Frucht
Fällt sie, in des Speichers Räume,
In der Sparren dürre Bäume,
Und als wollte sie im Wehen
Mit sich fort der Erde Wucht
Reißen in gewalt’ger Flucht,
Wächst in des Himmels Höhen
Riesengroß!
Hoffnungslos
Weicht der Mensch der Götterstärke;
Müßig sieht er seine Werke
Und bewundernd untergehn.

Leergebrannt
Ist die Stätte,
Wilder Stürme rauhes Bette.
In den öden Fensterhöhlen
Wohnt das Grauen,
Und des Himmels Wolken schauen
Hoch hinein.
Einen Blick
Nach dem Grabe
Seiner Habe
Sendet noch der Mensch zurück –
Greift fröhlich dann zum Wanderstabe;
Was Feuers Wut ihm auch geraubt,
Ein süßer Trost ist ihm geblieben:
Er zählt die Häupter seiner Lieben,
Und sieh! Ihm fehlt kein teures Haupt.

In die Erd’ ist’s aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt;
Wird’s auch schön zu Tage kommen,
Daß es Fleiß und Kunst vergilt?
Wenn der Guß mißlang?
Wenn die Form zersprang?
Ach! Vielleicht, indem wir hoffen,
Hat uns Unheil schon getroffen.

Dem dunkeln Schoß der heil’gen Erde
Vertrauen wir der Hände Tat,
Vertraut der Sämann seine Saat
Und hofft, daß sie entkeimen werde
Zum Segen nach des Himmels Rat.
Noch köstlicheren Samen bergen
Wir trauernd in der Erde Schoß
Und hoffen, daß er aus den Särgen
Erblühen soll zu schönerm Los.

Von dem Dome,
Schwer und bang,
Tönt die Glocke
Grabgesang.
Ernst begleiten ihre Trauerschläge
Einen Wandrer auf dem letzten Wege.

Ach! die Gattin ist’s, die teure,
Ach! es ist die treue Mutter,
Die der schwarze Fürst der Schatten
Wegführt aus dem Arm des Gatten,
Aus der zarten Kinder Schar,
Die sie blühend ihm gebar,
Die sie an der treuen Brust
Wachsen sah mit Mutterlust –
Ach! des Hauses zarte Bande
Sind gelöst auf immerdar;
Denn sie wohnt im Schattenlande,
Die des Hauses Mutter war;
Denn es fehlt ihr treues Walten,
Ihre Sorge wacht nicht mehr;
An verwaister Stätte schalten
Wird die Fremde liebeleer.

Bis die Glocke sich verkühlet,
Laßt die strenge Arbeit ruhn.
Wie im Laub der Vogel spielet,
Mag sich jeder gütlich tun.
Winkt der Sterne Licht,
Ledig aller Pflicht
Hört der Bursch die Vesper schlagen!
Meister muß sich immer plagen.

Munter fördert seine Schritte
Fern im wilden Forst der Wandrer
Nach der lieben Heimathütte.
Blöckend ziehen heim die Schafe,
Und der Rinder
Breitgestirnte, glatte Scharen
Kommen brüllend,
Die gewohnten Ställe füllend.
Schwer herein schwankt der Wagen
Kornbeladen;
Bunt vor Farben,
Auf den Garben
Liegt der Kranz,
Und das junge Volk der Schnitter
Fliegt zum Tanz.
Markt und Straßen werden stiller;
Um des Lichts gesell’ge Flamme
Sammeln sich die Hausbewohner,
Und das Stadttor schließt sich knarrend.
Schwarz bedecket
Sich die Erde,
Doch den sichern Bürger schrecket
Nicht die Nacht,
Die den Bösen gräßlich wecket;
Denn das Auge des Gesetzes wacht.
Heil’ge Ordnung, segensreiche
Himmelstochter, die das Gleiche
Frei und leicht und freudig bindet,
Die der Städte Bau gegründet,
Die herein von den Gefilden
Rief den ungesell’gen Wilden,
Eintrat in der Menschen Hütten,
Sie gewöhnt zu sanften Sitten,
Und das teuerste der Bande
Wob, den Trieb zum Vaterlande!

Tausend fleiß’ge Hände regen,
Helfen sich im muntern Bund,
Und im feurigen Bewegen
Werden alle Kräfte kund.
Meister rührt sich und Geselle
In der Freiheit heil’gem Schutz,
Jeder freut sich seiner Stelle,
Bietet dem Verächter Trutz.
Arbeit ist des Bürgers Zierde,
Segen ist der Mühe Preis:
Ehrt den König seine Würde,
Ehret uns der Hände Fleiß.

Holder Friede,
Süße Eintracht,
Weilet, weilet
Freundlich über dieser Stadt!
Möge nie der Tag erscheinen,
Wo des rauhen Krieges Horden
Dieses stille Tal durchtoben,
Wo der Himmel,
Den des Abends sanfte Röte
Lieblich malt,
Von der Dörfer, von der Städte
Wildem Brande schrecklich strahlt!

Nun zerbrecht mir das Gebäude,
Seine Absicht hat’s erfüllt,
Das sich Herz und Auge weide
An dem wohlgelung’nen Bild.
Schwingt den Hammer, schwingt,
Bis der Mantel springt!
Wenn die Glock’ soll auferstehen,
Muß die Form in Stücke gehen.
Der Meister kann die Form zerbrechen
Mit weiser Hand, zur rechten Zeit;
Doch wehe, wenn in Flammenbächen
Das glüh’nde Erz sich selbst befreit!
Blindwütend mit des Donners Krachen
Zersprengt es das geborst’ne Haus,
Und wie aus offnen Höllenrachen
Speit es Verderben zündend aus.
Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
Da kann sich kein Gebild gestalten;
Wenn sich die Völker selbst befrei’n,
Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.
Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocke Strängen
Der Aufruhr, daß sie heulend schallt,
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.
Freiheit und Gleichheit! Hört man schallen;
Der ruhige Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher.
Da werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz;
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu;
Der Gute räumt den Platz beim Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist’s den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn;
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leih’n!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt’ und Länder ein.
Freude hat mir Gott gegeben!
Gehet! Wie ein goldner Stern
Aus der Hülse, blank und eben,
Schält sich der metall’ne Kern.
Von dem Helm zum Kranz
Spielt’s wie Sonnenglanz.
Auch des Wappens nette Schilder
Loben den erfahrnen Bilder.

Herein! Herein!
Gesellen alle, schließt den Reihen,
Daß wir die Glocke tausend weihen.
Concordia soll ihr Name sein.
Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine,
Versammle sie die liebende Gemeinde.

Und dies sei fortan ihr Beruf,
Wozu der Meister sie erschuf:
Hoch über’m niedern Erdenleben
Soll sie im blauen Himmelszelt,
Die Nachbarin des Donners, schweben
Und grenzen an die Sternenwelt,
Soll eine Stimme sein von oben,
Wie der Gestirne helle Schar,
Die ihren Schöpfer wandelnd loben
Und führen das bekränzte Jahr.
Nur ewig und ernsten Dingen
Sei ihr metallner Mund geweiht,
Und stündlich mit den schnellen Schwingen
Berühr’ im Fluge sie die Zeit.
Dem Schicksal leihe sie die Zunge;
Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,
Begleit sie mit ihrem Schwunge
Des Lebens wechselvolles Spiel.
Und wie der Klang im Ohr vergehet,
Der mächtig tönend ihr entschallt,
So lehre sie, daß Nichts bestehet,
Daß alles Irdische verhallt.

Jetzo mit der Kraft des Stranges
Wiegt die Glock’ mir aus der Gruft,
Daß sie in das Reich des Klanges
Steige, in die Himmelsluft!
Ziehet, ziehet, hebt!
Sie bewegt sich, schwebt!
Freude dieser Stadt bedeute,
Friede sei ihr erst Geläute.

Friedrich Schiller, 1799

Dass es auch kürzer geht, zeigt Friedrich Schiller im folgenden Gedicht:

Unsterblichkeit

Vor dem Tod erschrickst du! Du wünschest unsterblich zu leben?

Leb’ im Ganzen! Wenn du lange dahin bist, es bleibt.

Friedrich Schiller

„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“

Friedrich Schiller, Wallensteins Lager /Die Piccolomini (1798-1799)

Stoppuhren

Über die Zeit 4.7 (27)

Beitragsfoto: Stoppuhren | © Pixabay

Die Zeit eigentlich gerade das Thema, welches jedem nicht nur die eigene Vergänglichkeit vor Augen führen müsste, sondern uns Menschen schon alleine wegen seiner Knappheit am meisten beschäftigen sollte, aber nicht damit, wie man sie am besten totschlägt, sondern wie man sie optimal für sich selber nutzt.

Zum Einstieg zitiere ich gleich ein uraltes Sprichwort.

Nicht der Fluss fließt, sondern das Wasser. Nicht die Zeit vergeht, sondern wir.

Chinesisches Sprichwort

Vor allem beruflich musste ich mich mit dem Thema „Zeit“ oft und auch ganz existenziell auseinandersetzen, gehört die Zeit doch zu einem der wesentlichen Kriterien meines Berufes und letztendlich auch zu dem alles entscheidenden.

Erstaunlicherweise hat sich diese jahrtausendealte Erkenntnis allgemein nicht durchsetzen können, und Zeitverschwendung schlägt sogar noch den gleichermaßen hemmungs- wie sinnlosen Verbrauch unserer Natur und Umwelt.

Als Einstieg in eine kleine Sammlung zum Thema passender Gedichte, die Sie nicht nur erfreuen, sondern zudem auch zum weiteren Grübeln anregen sollen, stelle ich ein Gedicht von Gottfried Keller, der das Ganze bereits 1849 in der nachstehenden frühen Fassung seines Gedichtes sehr gelungen ausgedrückt hat.

Die Zeit geht nicht

Die Zeit geht nicht, sie stehet still
Wir ziehen durch sie hin;
Sie ist eine Karavanserai,
Wir sind die Pilger drin.

Ein Etwas, form- und farbenlos,
Das nur Gestalt gewinnt,
Wo ihr drin auf und nieder taucht,
Bis wieder ihr zerrinnt.

Es blitzt ein Tropfen Morgentau
Im Strahl des Sonnenlichts –
Ein Tag kann eine Perle sein
Und hundert Jahre – Nichts!

Es ist ein weißes Pergament
Die Zeit und Jeder schreibt
Mit seinem besten Blut darauf
Bis ihn der Strom vertreibt.

An dich, du wunderbare Welt,
Du Schönheit ohne End’!
Schreib’ ich ‘nen kurzen Liebesbrief
Auf dieses Pergament.

Froh bin ich, daß ich aufgetaucht
In deinem runden Kranz;
Zum Dank trüb’ ich die Quelle nicht
Und lobe deinen Glanz!


Mascha Kaléko brachte es in die folgenden Worte.

Die Zeit steht still

Die Zeit steht still. Wir sind es, die vergehen. 
Und doch, wenn wir im Zug vorüberwehen, 
scheint Haus und Feld und Herden, die da grasen, 
wie ein Phantom an uns vorbeizurasen. 
Da winkt uns wer und schwindet wie im Traum, 
mit Haus und Feld, Laternenpfahl und Baum. 

So weht wohl auch die Landschaft unsres Lebens 
an uns vorbei zu einem andern Stern 
und ist im Nahekommen uns schon fern. 
Sie anzuhalten suchen wir vergebens 
und wissen wohl, dies alles ist nur Trug. 

Die Landschaft bleibt, indessen unser Zug 
zurücklegt die ihm zugemessnen Meilen. 

Die Zeit steht still. Wir sind es, die enteilen. 


Erich Kästner bündelte es kurz und knapp wie folgt zusammen.

Die zwei Gebote

Liebe das Leben, und denk an den Tod!
Tritt, wenn die Stunde da ist, stolz beiseite.
Einmal leben zu müssen,
heißt unser erstes Gebot.
Nur einmal leben zu dürfen,
lautet das zweite.


Ludwig Uhland blieb bei diesem Thema genauso tiefgründig wie fast immer.

In ein Stammbuch

Die Zeit, in ihrem Fluge, streift nicht bloß
Des Feldes Blumen und des Waldes Schmuck,
Den Glanz der Jugend und die frische Kraft:
Ihr schlimmster Raub trifft die Gedankenwelt.
Was schön und edel, reich und göttlich war
Und jeder Arbeit, jeden Opfers wert,
Das zeigt sie uns so farblos, hohl und klein,
So nichtig, daß wir selbst vernichtet sind.
Und dennoch wohl uns, wenn die Asche treu
Den Funken hegt, wenn das getäuschte Herz
Nicht müde wird, von neuem zu erglühn!
Das Ächte doch ist eben diese Glut,
Das Bild ist höher, als sein Gegenstand,
Der Schein mehr Wesen, als die Wirklichkeit.
Wer nur die Wahrheit sieht, hat ausgelebt;
Das Leben gleicht der Bühne: dort wie hier
Muß, wann die Täuschung weicht, der Vorhang fallen.


Eugen Roth ist mit uns dabei etwas nachsichtiger.

Lebensleiter

Wir sehen es mit viel Verdruss,
was alles man erleben muss;
und doch ist jeder darauf scharf,
daß er noch viel erleben darf.

Wir alle steigen ziemlich heiter
empor auf unserer Lebensleiter:
Das Gute, das wir gern genossen,
das sind der Leiter feste Sprossen.
Das Schlechte – wir bemerkens kaum –
ist nichts als leerer Zwischenraum.


Ernest Christopher Dowson fasste seine Erkenntnis 1896 in folgende Worte und griff dabei auf den alten Horaz zurück.

Vitae summa brevis spem nos vetat incohare longam

The brief sum of life forbids us the hope of enduring long. (Horace)

They are not long, the weeping and the laughter,
Love and desire and hate:
I think they have no portion in us after
We pass the gate.

They are not long,
The days of wine and roses:
Out of a misty dream
Our path emerges for a while, then closes
Within a dream.


Zuvor war bereits Edgar Allan Poe das folgende wunderbare Gedicht gelungen.

A dream within a dream

Take this kiss upon the brow!
And, in parting from you now,
Thus much let me avow –
You are not wrong, who deem
That my days have been a dream;
Yet if hope has flown away
In a night, or in a day,
In a vision, or in none,
Is it therefore the less gone?
All that we see or seem
Is but a dream within a dream.

I stand amid the roar
Of a surf-tormented shore,
And I hold within my hand
Grains of the golden sand –
How few! yet how they creep
Through my fingers to the deep,
While I weep – while I weep!
O God! can I not grasp
Them with a tighter clasp?
O God! can I not save
One from the pitiless wave?
Is all that we see or seem
But a dream within a dream?

Tales of Mystery and Imagination by Edgar Allan Poe (Narration Orson Welles)

Johann Gottfried Herder formulierte es dann wie folgt:

Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
auf Erden hier.
Wie Schatten wir auf Wolken schweben
und schwinden wir.
Und messen unsere trägen Tritte
nach Raum und Zeit.
Und sind und wissens’ nicht
in der Mitte der Ewigkeit.


Zuvor hatte sich schon Andreas Gryphius so seine Gedanken gemacht.

Es ist alles eitel

Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein:
Wo jetzt noch Städte stehn, wird eine Wiesen sein,
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden.

Was jetzt noch prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch’ und Bein,
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Taten Ruhm muss wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?
Ach! Was ist alles dies, was wir für köstlich achten,

Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblum’, die man nicht wieder find’t.
Noch will, was ewig ist, kein einzig Mensch betrachten!


Joachim Ringelnatz fand für das Thema die folgenden Worte.

Auf ein Grab

Ein Wind, gütig fächelnd,
Läßt Blätter und Tränen verwehn.
Empfange einst lächelnd,
Die weinend dir nachgesehn.

Gewesen, nicht vergessen;
Erinnert, doch verziehn.

Was uns Besitztum schien,
Hat keins von uns besessen,
War höchstens nur geliehn.


Eugen Roth sieht den gesamten Sachverhalt wiederum etwas gelassener und dazu noch mit der notwendigen Prise Humor. Dieses Gedicht ist dem Band „Sämtliche Menschen“ entnommen, den ich gerne allen zum weiteren Lesen ans Herz lege.

Am Tisch des Lebens

Ein Mensch tät sich noch gerne gütlich,
Doch wirds am Tische ungemütlich:
Auf seinen Eßplatz wartet schon
Die nächste Generation,
Mit großem Löffel, spitzer Gabel,
Das Messer wetzend wie den Schnabel.
Der Mensch, der – was noch unvergessen! –
Manch zähes Zeug hineingefressen
Und der es oft schon satt gehabt,
Hätt zwar grad jetzt sich gern gelabt,
Wo es vorübergehend besser –
Doch schaut er sich die neuen Esser
Nicht ohne tiefe Rührung an:
Er sieht den holden Jugendwahn,
Der zu verspeisen sich getraut,
Was er, als Greis, nicht mehr verdaut,
Freiwillig rückt er sich ans Eck
Und trinkt sein letztes Schöpplein weg.
“Denn”, sagt er sich bescheiden klug:
“Viel oder wenig war – genug!
Auch diesen wird nicht ungemischt
Des Lebens Freude aufgetischt.
Geb Gott nicht allzu große Brocken –
Laß munter sie beisammenhocken,
Bis auf den Platz die nächsten kommen,
Den ich auch – zeitweis – eingenommen.
Gespeist – gezahlt: nun bin ich quitt
Und wünsche Guten Appetit!”


Ronald Stuart Thomas brachte es am Ende wie folgt auf den Punkt:

I think that maybe
I will be a little surer
of being a little nearer.
That’s all. Eternity
is in the understanding
that that little is more than enough.


Und zum Schluss zitiere ich noch John Wilkes, aus dem 18. Jahrhundert wohlgemerkt, versehen mit einem Hinweis von Friedrich Rückert.

Life

Life can little more supply,
Than a few good Fucks, and then we die.

Nie stille steht die Zeit …

Nie stille steht die Zeit,
der Augenblick entschwebt,
und den Du nicht genutzt,
den hast Du nicht gelebt.

„Time is the most valuable thing a man could spend.“

Theophrastus, zitiert nach Diogenes Laërtius, Lives and Opinions of Eminent Philosophers (1915: 186)

Street sign with quote

Zitate unbekannter Autoren 5 (18)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Über die Jahre hinweg sind mir immer wieder Zitate zu Ohren gekommen, die ich oftmals auch bereits zu kennen glaubte und mir zudem dabei sicher war, auch den dazugehören Autoren benennen zu können.

Sehr oft war es dann aber der Fall, dass zumindest mir der tatsächliche Autor bis heute verborgen blieb. Die Zitate gefielen mir dennoch und blieben mir weiterhin in Erinnerung, sodass ich einige davon in diesem Beitrag zusammenfasse.

  1. Die Welt gehört dem, der sie genießt.
  2. Stop making stupid people famous.
  3. The best fertilizer is the gardener’s shadow.
  4. Quand la vie vous donne un citron, demandez du sel et la tequila.
  5. If it’s stupid but it works, it isn’t stupid.
  6. Silence is the only successful substitute for brains.
  7. It helps to remember that hidden within every obstacle is a treasure to behold.
  8. Your attitude, almost always determines your altitude in life.
  9. Never miss an opportunity to make others happy, even if you have to leave them alone in order to do it.
  10. Pain is inevitable; suffering is optional.
  11. Second marriage is the triumph of hope over experience.
  12. The only one of your children who does not grow up and move away is your husband.
  13. At my age getting lucky means finding my car in the parking lot.
  14. You know you are getting old when happy hour is a nap.
  15. Don’t believe everything you think.
  16. A clear conscience is usually the sign of a bad memory.
  17. I don’t jog, it makes the ice jump right out of my glass!
  18. Life is not a race, but a journey to be savoured each step of the way.
  19. Life is not about waiting for the storm to pass. It’s about learning how to dance in the rain.
  20. Dead people are cool.
  21. Just because you’re not paranoid doesn’t mean they aren’t out to get you.
  22. I have a drinking problem, I can’t afford it.
  23. I’ll never get off this planet.
  24. It is better to drink to forget, than to forget to drink.
  25. Good health is merely the slowest way to die.
  26. If I wanted to listen to an asshole, I would have farted.
  27. Everybody should believe in something. I believe I’ll have another drink.
  28. Cheer up, the worst is yet to come.
  29. Everyone is entitled to be stupid, but some abuse the privilege.
  30. Time flies like the wind, but fruit flies like bananas.
  31. The internet doesn’t make you stupid, it just makes your stupidity more accessible to others.
  32. Experience is a wonderful thing. It enables you to recognize a mistake when you make it again.
  33. I can resist anything, except temptation.
  34. Whenever you see a woman and an opportunity, don’t screw the opportunity.
  35. God must love stupid people. He made so many.
  36. Women will never be equal to men until they can walk down the street with a bald head and a beer gut, and still think they are sexy.
  37. The main reason Santa is so jolly is because he knows where all the bad girls live.
  38. Money can’t buy happiness, but it sure makes misery easier to live with.
  39. Jesus loves you, but everyone else thinks you’re an asshole.
  40. I always take life with a grain of salt, … plus a slice of lemon, … and a shot of tequila.
  41. Never hit a man with glasses. Hit him with a baseball bat.
  42. A bargain is something you don’t need at a price you can’t resist.
  43. Today I caught myself smiling for no reason … then I realized I was thinking about you.
  44. Respect your elders. They made it through school without “Google” or “Wikipedia”.
  45. Drugs don’t ruin your career. Drug tests do.
  46. Great minds discuss ideas, average minds discuss events, small minds discuss people.
  47. Mutig ist, wer Durchfall hat und dennoch pupst.
  48. Idealism is what precedes experience; cynicism is what follows.
  49. Criminal: A person with predatory instincts who has not sufficient capital to form a corporation.
  50. All women should know how to take care of children. Most of them will have a husband some day.
  51. Of those who say nothing, few are silent.
  52. Don’t worry about avoiding temptation. As you grow older, it will avoid you.
  53. Children are smarter than any of us. Know how I know that? I don’t know one child with a full time job and children.
  54. It’s always funny until someone gets hurt. Then it’s just hilarious.
  55. The hardest task facing kids today is to learn good manners without actually seeing any.
  56. There are no stupid questions, just stupid people.
  57. The average woman would rather have beauty than brains, because the average man can see better than he can think.
  58. The road to success is always under construction.
  59. It’s hard to be nostalgic when you can’t remember anything.
  60. Life is simple, it’s just not easy.
  61. Sometimes I amaze myself.
  62. The only thing in life achieved without effort is failure. 
  63. The magic is not found in the shoes you wear but in the steps you take.
  64. Do not regret growing older. It is a privilege denied to many.
  65. I find sincere pleasure in knowing that I don’t have to say a word to drive some people completely crazy.
  66. One day, you’ll be just a memory to some people. Do your best to be a good one.
  67. I regret that my poor choice of words caused some people to understand what I was saying.
  68. Doing what you like is freedom, liking what you do is happiness.
  69. Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass man bald keiner Wiese mehr trauen kann.
  70. Blood makes you related. Loyality makes you family.
  71. You’re only young once, but you can be immature forever.
  72. Common sense is not a gift, it is a punishment, because you have to deal with everyone who doesn’t have it.
  73. The difference between genius and stupidity is that genius has its limits.
  74. Don’t worry about life, you’re not going to survive it anyway.
  75. Learn from your parents’ mistakes. Use birth control.
  76. Blessed are they who can laugh at themselves, for they shall never cease to be amused.
  77. A truly rich man is one whose children run into his arms when his hands are empty.
  78. Wenn das Ihre Lösung ist, hätte ich gerne mein Problem zurück.
  79. Life is like an ocean. It can be calm and still or rough and rigid. But in the end it’s always beautiful.
  80. Strength is when you have so much to cry for but you prefer to smile instead.
  81. Two things define you: Your patience when you have nothing, and your attitude when you have everything.
  82. If you are the smartest person in the room, you are in the wrong room.
  83. Sometimes the most ordinary things could be made extraordinary, simply by doing them with the right people.
  84. Never water yourself down for someone who can’t take you at 100 proof.
  85. Stop wearing your wishbone where your backbone ought to be.
  86. Creativity is intelligence having fun.
  87. Life is no Ponyhof.
  88. I’m glad that I don’t have to hunt for my food, I don’t even know where sandwiches live.
  89. The further a society drifts from truth, the more it will hate those who speak it.
  90. The most powerful weapon on earth is the human soul on fire.
  91. Every survival kit should include a sense of humor.
  92. Sometimes we have so much to say that we remain speechless.
  93. Someone is praying for the things you take for granted.
  94. When you smile to the world, the world smiles back.
  95. There comes a time when you have to choose between turning the page and closing the book.
  96. God gives his hardest battles to his strongest soldiers.
  97. Smiling is the best way to face any problem, to crush every fear and to hide every pain.
  98. If you chase two rabbits, both will escape.
  99. When life becomes a roller coaster, throw your hands up and enjoy the ride!
  100. I hated everyone before it was mainstream.
  101. Es kommt nicht darauf an, wie alt man ist, sondern wie man alt ist.
  102. Life has no remote … get up and change it yourself.
  103. Glücklich ist, wer verfrisst, was nicht zu versaufen ist.
  104. ‘s Läba isch koi Schlotzer.
  105. You’re so full of shit, the toilet is jealous.
  106. If you’re searching for that one person that will change your life, take a look in the mirror.
  107. Life is not fair – get used to it!
  108. Anything is possible if you don’t know what you are talking about.
  109. Out of all the things I’ve lost in life, I think I miss my mind the most.
  110. Therapy helps, but screaming obscenities is faster and cheaper.
  111. Knowledge is knowing a tomato is a fruit. Wisdom is not putting it in a fruit salad.
  112. The man who doesn’t read good books has no advantage over the man who can’t read them.
  113. Be yourself. Everyone else is already taken.
  114. La mamma dei cretini è sempre incinta.
  115. Never set an alarm clock unless you know how to switch it off.
  116. Artificial intelligence is no match for natural stupidity!
  117. Behind every successful programmer there is a girlfriend who doesn’t exist.
  118. Unter jedem Dach ein Ach.
  119. Death is a feature, not a bug.
  120. Men also have feelings. For example, we can feel hungry.
  121. My driving scares me too.
  122. Life is a song, sing it!
  123. A clean house is a sign of a wasted life.
  124. Everyone knows what time it is. No one understands what time it is.
  125. Frau zu sein ist schwer, dauernd möchte man etwas kaufen, jemanden umbringen, abnehmen und etwas Süßes!

„They probably sit around on the floor with wine and cheese and mispronounce ‘allegorical’ and ‘didacticism’.“

Woody Allen als Isaac Davis in Manhattan (1979)