Konzert

Musikvideo zur Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Heute muss es doch einmal wieder etwas Musik sein. Und ganz passend eine Gruppe, die ich eigentlich nur deshalb kenne, weil sie Ilja Richter regelmäßig und ganz besonders in seiner Show am 20. März 1978 vorstellte. Gute Bekannte und Freunde wissen sicherlich bereits, dass dies kein Zufall gewesen sein kann, wobei ich erst 1992 davon überzeugt werden konnte.

Der Spruch „Licht aus! Whoom! Spot an! Jaaa …!“ lässt mich noch heute schmunzeln. Über Jahre hin weg gehörte Ilja Richter für einen Freund und mich einfach zum Pflichtprogramm. Seine Show Disco (1971 – 1982) sahen wir spätestens ab 1976 regelmäßig. In den 1980er-Jahren war es dann für mich Thomas Gottschalk im Radio, der mir täglich meine Pflichtlektüre während des Studiums erträglicher machte.

Der Song „Love Is Like Oxygen“ von der Gruppe The Sweet findet sich in einer etwas erweiterten Version auf deren Album „Level Headed“ (1978). The Sweet wurde bereits 1968 gegründet und war wie viele andere später vor allem deutsche Gruppen eine Art Show-Band. 1973 machten sie schon einmal mit dem Lied „Blockbuster“ von sich hören, aber wurden mit „The Ballroom Blitz“ (1973) auf der Platte „Desolation Boulevard“ (1974) wohl auch bei uns etwas bekannter.

Zum Schluss dann noch der Song „Fox on the Run“, welcher sich ebenfalls auf obiger LP von 1974 befindet.

Ob man sich wirklich noch an The Sweet erinnern muss, überlasse ich meinen Lesern. Wobei Ilja Richter und Thomas Gottschalk in seiner Rolle als Radiomoderator den damaligen Zuhörern sicherlich noch heute in guter Erinnerung geblieben sind.

Nachtrag

Aufgrund einer Bitte lege ich noch die LP-Version nach.

„Some things are better left unsaid
I’m gonna spend my days in bed
I walk the streets at night
To be hidden by the city light, city light“

the Sweet (1978)

Schnappschuss

Nachdenklich 5 (6)

Beitragsfoto: Einbandbild

Manchmal stimmt einen die Umgebung doch etwas nachdenklicher als sonst so gewöhnlich. Der Zucker bleibt weiterhin gesetzlich geschützt, weil sich damit ein paar Parteisponsoren dumm und dämlich verdienen, aber die unsäglichen Kosten für unsere Gesellschaft auf die Steuerzahler abgewälzt werden können. Und dass Zucker dumm macht, kommt unseren Regierungsmitgliedern auch noch gelegen, denn es stabilisiert deren Wählerschaft.

Ein in Aussicht gestelltes Social Media-Verbot für Kinder erstaunt dabei dann doch ein wenig, wird wohl aber nur gefordert, weil man weiß, dass es eh nicht durchgesetzt werden wird, aber damit zugleich die Chance besteht, um 1984 bei und doch noch in Gänze umzusetzen.

Ich muss es eigentlich nicht mehr schreiben, dass die Union mithilfe der SPD, der FDP und auch Bündnis 90/Die Grünen seit Helmut Kohl eine Bananenrepublik erster Güte geschaffen hat. Dass dabei jede Demokratie durch Korruption und Vetternwirtschaft existentiell gefährdet wird, haben unsere Volksvertreter zumindest billigend in Kauf genommen. Die Union und die SPD haben sogar mit der AfD und dem BSW regelrecht zwei Alternativen geschaffen, wohl für den Fall, wenn der Worst Case eintritt — mich würde es auch nicht mehr wundern, wenn deren Volksvertreter in diesen totalitaristischen Parteien schon eine Anwartschaft besitzen; auch Reichsparteitage müssen mit Claqueuren gefüllt werden.

Solar- und Windkraft wurde zwar noch von Tüftlern aus unserer Mitte zur Marktreife gebracht, die wirtschaftliche Ausbeute findet aber ganz woanders statt. Unsere Politiker setzen weiterhin auf Kohle, Öl und Gas, alleine nur, weil sie von deren Besitzern besser geschmiert werden. Vermutlich war es dabei nur ein Kollateralschaden, dass unsere eigene Solar- und Windkraftindustrie zerstört wurde; eine regelrechte Planung dürfte ausgeschlossen werden können.

Eigentlich ging es bei uns noch nie um die große Politik oder gar um globale Zusammenhänge, sondern einzig und alleine um das Wohlbefinden einzelner Menschen, die es geschafft haben, sich aus unserer Mitte zu erheben und an die Schaltstellen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu gelangen. Dass dies heutzutage fast jedem gelingen kann, das ist das große Verdienst von Demokratie!

Aber schon die ersten bekannten Demokraten im alten Griechenland kannten ihre Mitbürger sehr gut und so hatten diese nur folgerichtig immer wieder versucht, eine Art von Mindeststandards in der Demokratie einzuführen — was bekannter Maßen immer wieder gescheitert ist und letztendlich auch der Idee von Demokratie widerspricht: „One man, one vote!“

Die letzten Versuche, um unsere Demokratien resilient zu bekommen, sind mit den vergeblichen Bemühungen um Bildung und Mündigkeit aller Bürger ganz offensichtlich gescheitert. Wir brauchen dabei gar nicht erst auf das Trump-Amerika mit dem Finger zu zeigen, auch wir beenden die beste Zeit, die wir Deutschen und auch wir Europäer insgesamt jemals hatten, mit wehenden Fahnen, Pomp und Gloria!

Und es dürfte tatsächlich nicht der Zucker sein und sicherlich auch nicht die Social Media, denen wir dafür die Schuld in die Schuhe schieben können. Auch nicht der Wohlstand, den uns — zumindest den meisten von uns — die Demokratie gebracht hat.

Es dürfte tatsächlich an uns Menschen insgesamt liegen, denn wir sind bekanntlich zwar alle Individuen, aber trotzdem alle gleich — außer mir vielleicht.


Fediverse Reactions
Konzert

Musikvideo der Woche 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat bereits am 14. März 2025 eine Supernova-Explosion beobachtet, die sich 730 Millionen Jahre nach dem Urknall ereignet hat und nun nach den Auswertungen einen neuen Rekord aufstellt. Das Licht war wohl mehr als 13 Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs, wobei Quanten wohl außerhalb der Raumzeit existieren und ihnen somit in dieser Zeit kaum langweilig geworden ist. Grund für diese Beobachtung dürfte ein Gammablitz eines explodierenden Sterns mit mindestens 30- bis 50-facher Sonnenmasse gewesen sein.

So langsam bringe ich mich nun aber fürs Tanzbeinschwingen und den späteren Opernballabend in Stimmung. Meine zufällige Wahl — ich würfle (noch) nicht — fiel dabei auf Elton John, der schon seit den 1960er-Jahren musikalisch unterwegs ist und damit den meisten von uns immer wieder einmal über den Weg gelaufen sein müsste.

Bereits im April 1972 schrieb er mit „Rocket Man“ Musikgeschichte und lieferte hinfort und regelmäßig weitere Welthits: „And I’m gonna be high as a kite by then“ …

Der Song „Rocket Man“ befindet sich übrigens auf der Langspielplatte „Honky Château“ aus dem gleichen Jahr.

Mit dem „Lied Don’t Go Breaking My Heart“ zusammen mit Kiki Dee rockte er ab 1976 auch die kleineren Discotheken der Stadt.

Zum Schluss dann gleich noch ein Song aus dem Album „Too Low for Zero“ (1983): „I’m Still Standing“

Dieses Lied war bereits zum Jahreswechsel das Leitmotiv meiner schlimmsten 180 Tage, die ich bis heute durchleben durfte — und bewies uns allen, die damals mit daran beteiligt waren, dass, was nicht tötet, das härtet ab.

So dürfte ich sicherlich ganz entspannt auch durch den diesjährigen Opernballabend kommen. Und gleich morgen werde ich die Noten der letzten Klausur veröffentlichen; der Mittelwert der Leistungen mit numerischer Bewertung liegt bei 3,88. Einen „Rocketeer“ gab es allerdings und damit weiter Hoffnung, dass es doch noch echte Studenten im Fachbereich gibt.

„I miss the Earth so much, I miss my wife
It’s lonely out in space
On such a timeless flight …
And I think it’s gonna be a long, long time“

Elton John, Rocket MAn (1972)