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Geht Amerika unter? 5 (5)

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Tania Martini & Marci Shore | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Amerika geht unter“ (zuletzt aufgerufen am 12.4.2025 um 21.30 Uhr; meine Leser können diesen Artikel kostenfrei lesen)

„Droht in den USA ein Bürgerkrieg? Die Osteuropahistorikerin Marci Shore und ihr Mann Timothy Snyder verlassen ihre Universität Yale und die USA. Ein Gespräch über die alltägliche Gewalt und die Rolle Europas. …

Die Europäer müssen verstehen: Das ist das Ende der Affäre. Amerika geht unter. Lasst euch nicht von uns mit in den Abgrund ziehen. Ihr müsst euch mobilisieren. Das Schicksal der Welt – ganz buchstäblich – hängt davon ab.“


Lesenswertes Interview, wobei ich aber die Schlussfolgerung von Marci Shore eher als Provokation verstehe.


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Multilateralismus à la Xi Jinping 4.8 (5)

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Marina Rudyak | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Verstehen, was Xi Jinping sagt und meint (zuletzt aufgerufen am 10.4.2025 um 21.24 Uhr; meine Leser können diesen Artikel kostenfrei lesen)

„Wer Chinas Strategien verstehen will, muss lesen, was die Partei sagt und es ernst nehmen. „Die Partei führt alles an“: Der Slogan aus der Mao-Zeit, der in der Reformära Deng Xiaopings in der Versenkung verschwand, wurde 2017 unter Xi Jinping in die Parteiverfassung aufgenommen. …

Ein effektiver Umgang mit China erfordert strategische Empathie. Der Begriff, der auf den Historiker Zachary Shore zurückgeht, meint nicht Sympathie, sondern die Fähigkeit, sich in die Denk- und Deutungsmuster des Gegenübers hineinzuversetzen.


Lesenswerter Meinungsbeitrag von Marina Rudyak. Vor allem wenn man jüngst doch so einige deutschsprachige Lobeshymnen auf das neue China gelesen hat — auch hierbei dominiert China immer mehr und viel zu wenige Journalisten sind sich für plumpe Propaganda zu schade.

Interessanter Weise macht gerade heute auch Foreign Affairs in seiner Mai / Juni Ausgabe mit einem Artikel von Kurt M. Campell und Rush Doshi „Underestimating China – Why America Needs a New Strategy of Allied Scale to Offset Beijing’s Enduring Advantages“ auf.

Spannend beide Beiträge miteinander zu vergleichen.

[https://iiics.org/h/20250410195200]


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Liberation Day 4.9 (7)

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John Cassidy| The New Yorker

The Truth About Donald Trump’s “Liberation Day” (zuletzt aufgerufen am 3.4.2025, 12.06 Uhr)

„The President’s one-man trade war was already hurting the economy. His expansive new tariffs will make things worse. …

The policies announced on Liberation Day seem unlikely to liberate investors and business folk from their fears. For the rest of us, the message is: mind your wallet. After being elected on a platform of bringing down prices, Trump just took steps to raise them.“


Man kann wie John Cassidy Trumps Wirtschaftspolitik mit der von Adolf Hitler vergleichen, was meiner Meinung nach aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen wäre. Auch gehe ich davon aus, dass sich die Nationalsozialisten tatsächlich Gedanken darüber gemacht haben, wie sie ihre Raubwirtschaft über 1 000 Jahre hinweg erfolgreich exerzieren können. Donald Trump und seine GOP denken allerhöchstens in Wochenzeiträumen — in den üblichen Social Media-Takten.

Der Vergleich mit dem „Viktorianischen Zeitalter“ ist auch nicht schlecht aber Donald Trump scheiterte bereits an den Zusammenhängen der Große Depression. Um seine Politik mit der von William McKinley vergleichen zu können, fehlt es mir an Expertise, hier muss ich John Cassidy einfach Glauben schenken.

Dabei wäre es doch sehr einfach: wer einen TikTok-Star zum Präsidenten wählt, der bekommt auch TikTok-Politik und dies in allen Bereichen — übrigens dies auch bei uns!

Interessanter wäre es wohl gewesen, zu verstehen wie Trump auf seinen „Liberation Day“ kam? Hier könnte man durchaus Anleihen bei George Orwell finden.