Maskerade

29.7.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Ehrenamt

Was hat es noch mit einem Ehrenamt zu tun, wenn man dafür bezahlt wird oder gar damit seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann? Auch muss man sich fragen, warum eine Verwaltung unbedingt das ehrenamtliche Engagement seiner Bürger regeln, kontrollieren und mit deren eigenem Geld finanzieren möchte?

Man kann es vielleicht noch verstehen, wenn die Verwaltung dadurch neue Dienstposten und Aufgaben erhält, die man auch nicht mehr mit verwaltungsspezifisch qualifiziertem Personal besetzen muss, und sich somit immer weiter selbst vergrößert. Und dies wohl mit dem Ziel aller Verwaltungen, unabhängig von der eigenen Gemeinde oder dem Land, ein Eigenleben führen zu können. — Das geht aber auch nur solange gut, wie es noch Bürger gibt, die ausreichend Steuern zahlen können.

Schlimmer wäre es, wenn es sich dabei um das altbekannte sozialistische Leitbild handelt, das den Bürger vollständig entmündigen möchte, um diesen im Anschluss zu einem besseren Menschen zu erziehen. — Wie wir alles wissen, funktioniert das nicht, lässt Bäume aus Dachrinnen wachsen und macht Bananen zum Luxusgut.

Sommertheater

Die Krokodile in unseren Seen sind längst verhungert oder an einem Hitzschlag zugrunde gegangen, so trifft es sich ganz gut, dass man sich jetzt zu Beginn der Urlaubszeit vollumfänglich um das „Gendern“ kümmern kann. Eine gute Gelegenheit, um am Bürger vorbei, en passent sozusagen, eine Unnötigkeit durchzusetzen, die unsere Sprache noch unsprechbarer und noch unlesbarer machen wird.

Dabei müsste es doch jedem klar sein, dass seit den letzten Rechtschreibreformen und ersten Sprachverboten selbst Germanisten kaum noch in der Lage sind, ein Deutsch zu Papier zu bringen, das noch halbwegs für eine produktive Kommunikation ausreicht — außer vielleicht für Trash-Shows und Polit-Talks, für die genau so eine Sprache notwendig ist, um u. a. von fehlenden Inhalten abzulenken.

Da darf es auch keinem mehr wundern, dass gerade jene, die auf Sprache angewiesen sind, immer mehr auf English als verbindliche Sprache ausweichen — das erspart einem zudem völlig unnötige Gefechte mit Lektoren, Proof readern oder gar selbsternannten Sprachexperten, und rettet Autoren zudem vor Schreibverboten.

Verwaltungsfee

Ich habe heute Morgen erstmals das Wort „Verwaltungsfee“ gelesen und schon erinnert man sich wieder. Auch mir sind schon einmal zwei solche begegnet. Vor ein paar Jahren war ich mit meiner bessern Hälfte und zwei kleinen Kindern an einem Samstag (!) auf dem Weg in den Urlaub. Bahn und Bus hatten wir bereits hinter uns und standen nun am Gate in Tegel, wieder einmal viel zu früh.

Als dann endlich das Boarding begann, sagte uns die nette Flugbegleiterin, dass seit Neuem auch Kleinkinder eigene Pässe benötigen — da hatten wir Auslandsdeutschen mit Wohnsitz in Stettin wohl etwas nicht mitbekommen.

Kurz und gut, die Maschine flog ohne uns in den Urlaub. Was nun? Nette Polizisten vor Ort — mussten wohl öfters solche Situationen erleben — verwiesen uns auf eine Behörde in der Innenstadt.

Mit Kind und Kegel in den nächsten Stadtbus und mit ein wenig Hilfe von Einheimischen fanden wir auch die besagte Behörde. Nach einer kleinen Odyssee in den Gängen eines imposanten Behördengebäudes fanden wir die entsprechende Abteilung. Wir betraten das Dienstzimmer, fanden dort genau zwei Verwaltungsfeen vor und hatten kurz darauf zwei Kinderpässe in der Hand.

Wieder zurück zum Flughafen, leider gab es aber an diesem Tage kein Flugzeug in unsere gewünschte Richtung mehr. Also wieder mit Sack und Pack in den Bus, dann in die Bahn und zurück nach Polen.

Zwei Tage später konnten wir dann endlich in den verdienten Urlaub fliegen, dank zweier Verwaltungsfeen, die schneller und erfolgreicher handelten als alle sonst an der Sache beteiligten.

Website des Tages

Newport Beach

Was waren das noch für gute Zeiten, in denen man frei reisen konnte!

Geburtstag des Tages

Dag Hammarskjöld


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

28.7.02021 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Stardust

Gerade wollte ich mich einem neuen Thema widmen, da fiel mir die Stardust Platte von John Coltrane in die Hände, die ich wohl vergessen hatte wegzuräumen. Diese Platte liegt zwar schon etwas länger auf meinem Server, aber erst vor Kurzen besitze ich eine Neuausgabe mit dem zusätzlichen Stück „I’m a Dreamer, Aren’t We All?“ — was dazu führt, dass ich diese alte Platte wieder für mich entdeckt habe.

Die jetzt fünf Stücke wurden allesamt von John Coltrane und weiteren Musikern am 11. Juli 1958 oder am 26. Dezember 1958 in New Jersey aufgenommen und im Juli 1963 auf Platte (Prestige) gepresst.

Sollten Sie noch keine der vorherigen Pressungen besitzen, dann empfehle ich Ihnen die von MatchBall Records aus dem Jahr 2019.

Dorf

Mancher „Entscheider“ und vielleicht auch mancher Heilbronner meinen, dass Heilbronn seinen Dorfcharakter besser entwickeln sollte, um noch attraktiver zu werden. Ich hoffe nicht, dass man dabei das Weindorf ganzjährig aktivieren möchte. Ich halte es schon für weniger geglückt, dass man die Plätze, welche wir in Heilbronn haben, immer mehr zustellt, nur um eine vermeintlich heimelige Atmosphäre zu schaffen.

Auch halte ich es für unnötig, dass man in der Gesamtstadt nach spätestens 25 Metern eine Ess- oder Trinkgelegenheit haben muss. Hier bietet es sich eher an, dass man Schwerpunkte, wie die Neckarmeile setzt; das Gute daran ist, letztendlich wird es der Markt regeln.

Und wie bereits hier öfters angemahnt, man sollte dringend die Anzahl und auch die Verfügbarkeit von öffentlichen Toilettenanlagen erhöhen.

Skater

Sehr erfreulich finde ich es, dass sich die Stadtverwaltung nun doch dazu entschlossen hat, den Skatepark in den Wertwiesen (Heilbronn – Frankenstadion) zu erhalten. Noch erfreulicher ist, dass er jetzt auch saniert wird, um ihn attraktiver und für die Nutzer wieder sicher zu machen.

Website des Tages

Skatemap

Eine Übersichtskarte über vorhandene Skater-Anlagen in Deutschland. Heilbronn ist mir drei dabei, welche allesamt drei von fünf Sternen aufweisen. Vielleicht gelingt es sogar mit der Sanierung des Frankenstadion Skateparks, diesen auf vier Sterne zu bekommen.

Geburtstag des Tages

Karl Popper


Kaiserstraße | © Shutterstock

27.7.02021 5 (1)

Kaiserstraße | © Shutterstock

Helfer

Ich durfte heute einer Besprechung beiwohnen, in der sich ehrenamtliche Helfer von Kindern mit Startschwierigkeiten austauschten. Ein Ergebnis daraus war, dass es fast immer die Eltern oder das Elternteil sind, die die eigentlichen Probleme verursachen.

Die Frage dabei war, wie man diese Eltern dazu bringen könnte, ihren Sprösslingen wenigstens ein bisschen dabei zu helfen, damit diese später ein eigenständiges und erfolgreiches Leben führen können.

Meine These dabei war, dass gerade unser derzeitiges „Sozialsystem“ diese Missstände erst schafft, anstatt sie zu beheben. Interessant dabei ist, dass es seitens der Arbeitsebene keine Widersprüche gab. Diese kommen bestimmt aber von jenen, die selber von diesem Sozialsystem gut leben.

Arschgeweihe oder arschfreie Jungenhosen gingen an mir spurlos vorbei, genauso wie Tatoos, Drogen, Reality TV-Shows oder gar Promi-Talks.

Sprache

Man muss nicht alles mitmachen, oder gar schön finden. So war es mir bisher auch völlig egal, wenn Mitbürger unsere Sprache vergewaltigen oder debilitätsgerecht aufbereiten — jeder so, wie er es gerne möchte.

Ich habe mich inzwischen sogar daran gewöhnt, dass jeder Depp, egal von welchem Medium, einer Partei, größeren Firmen oder Verwaltungen, jeden anderen Mitmenschen automatisch duzt.

Was jetzt aber unter dem Stichwort „gender-gerechte Sprache“ alles losgetreten wird, ist weder verständlich noch in einer offenen Gesellschaft tragbar!

Von einer lauten Minderheit (!) oktroyierte Sprachverbote. Dass man nicht mehr Neger oder Mohr sagen oder schreiben darf, könnte — wenn man direkt einen Mitmenschen adressiert — noch verstanden werden, aber nicht die für alle daraus gezogenen Konsequenzen, wie z.B. Bücher-, Schreib- und Benennungsverbote!

Dass man zudem unserer Sprache weitere Begrifflichkeiten und Namen austreibt, und z.B. aus Weißrussland ganz offiziell Belarus macht, nicht mehr nach Paris oder Rom fährt, sondern nur noch nach „Pari(s)“ oder Roma, wird so langsam mehr als albern. Vor allem dann, wenn diese lingualen Knallköpfe darauf bestehen, dass Aachen richtigerweise Aix-la-Chapelle heissen muss, und wir im guten alten Germany aber nicht mehr in Deutschland leben sollen. Diese ganz neuen Sprachregelungen würden nicht einmal dann Sinn machen, wenn man Orte und Namen generell in der Sprache ihres vermeintlichen Ursprungslandes verwendet.

Aber auch dieses könnte man weiterhin aussitzen, weiter belächeln und den Struwwelpeter heimlich lesen. Könnte man, wenn nicht eine gefährliche Minderheit bereits unsere Medien langsam aber sicher gleichschaltet, dabei bereits den öffentlich rechtlichen Rundfunk und seine Zuschauer soweit erniedrigt hat, dass sich selbst die Bild-Zeitung gute Chancen auf einen eigenen Sender ausrechnet.

Wie lange wohl wird es noch dauern, bis auch dieses Weblog ohne „*“ oder „:“ nicht mehr „online“ gehen darf? Was für weitere Verbote warten bereits auf uns? Ist man vielleicht schon kriminell, weil man noch den Struwwelpeter besitzt, oder gar den eigenen Kindern vorliest?

Es sieht voll und ganz danach aus, dass ein paar Minderheiten, die über Jahrzehnte hinweg außer leeren Versprechungen keine eigenen Inhalte kannten, nunmehr ihre ureigene Bestimmung gefunden haben: „Gendern“, „Quoten“, Sprach- und Denkverbote bis unsere offene Gesellschaft reine Makulatur ist. Was danach kommt, möchte man sich gar nicht weiter ausmalen.

Vergleich

Nehmen wir einmal zwei junge Damen zum Vergleich, beide aus dem Hier und Jetzt. Einmal Morgan Vague, die bereits während ihres Studiums Bakterien entdeckte, die Plastik verdauen können, und wohl eine Karriere als Wissenschaftlerin vor sich hat. Und als zweites eine gewisse Greta Thunberg, die sich gerne weltweit in den Medien präsentiert.

Wer von beiden wurde wohl „Person of the Year“ (2019) des Nachrichtenmagazins Times?

Ich finde, dies ist ein gutes Beispiel dafür, was bei uns so richtig und ganz gewaltig schiefläuft. Wenn wir die Wahl zwischen einem Leistungsträger und einem Maulhelden haben, dann fällt uns diese nicht einmal sehr schwer.

Website des Tages

World Wire

Ein englischsprachiges Nachrichtenmagazin (seit 1993). Dort erfährt man u.a. auch mehr über Morgan Vague.