Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

27.6.02021 5 (1)

Bahnhof

Beim Spazierengehen habe ich mich etwas in der Bahnhofsgegend umgeschaut, das Parkhaus für Fahrräder fügt sich doch ganz gut in den Bahnhofsvorplatz ein, und auch der Blitz, eine Fußgängerbrücke, wird die Gegend sicherlich weiter aufwerten.

Wenn es nach mir ginge, würde man schnellsten noch die neue Kranenstraße realisieren und auch darüber nachdenken, ob man nicht zwischen Bahnhof und Experimenta ein Intercity-Hotel und einen Großstadtbusbahnhof mit 24-Stunden-Service und entsprechender Gastronomie platzieren könnte.

Grillen

Nach all den langen Monaten ohne größere Zusammenkünfte, war es eine sehr schöne Sache, dass wir uns gestern Nachmittag zu siebt um meinen Grill versammeln konnten. Noch besser war, dass ich keine negativen Äußerungen zu meinen Kochkünsten bekam. Ab Juli, wenn es weiterhin erlaubt sein wird, werden wir versuchen, einen etwas größeren Grillnachmittag auf die Beine zu stellen und auch eine öffentliche Lesung anzubieten. Das wirklich Spannende dabei wird sein, ob wir wieder an die Vor-COVID-19-Zeit anknüpfen und viele alte Bekannte und Freunde dazu begrüßen werden können.

Regionalwahlen

Erneut, nach dem 20. Juni 2021, zeigen die französischen Wähler, dass sie das Vertrauen in die aktuelle Politik verloren haben. Inzwischen geht in Frankreich nur noch eine Minderheit wählen. Einzig, dass auch viele der rechtsradikalen Wähler den Wahlurnen fernblieben kann man als positiv bezeichnen.

Da wir uns in Europa ähnlicher sind als viele von uns wahrhaben wollen, ist dies auch für uns ein schlechtes Vorzeichen. Ich vermute, dass, wenn wir bei der kommenden Bundestagswahl erneut eine GroKo bekommen, dass es nicht lange dauern wird, bis auch bei uns nur noch eine Minderheit wählen geht. Was das für unsere Demokratien bedeutet, muss man wohl keinem erklären.

Ich wiederhole gerne erneut, dass das nicht am Bürger oder gar den Wählern liegt, sondern einzig und alleine an unseren Parteien und ihren Berufspolitikern.

Website des Tages

Busbahnhof Esenler

Der Intercity-Busbahnhof Istanbul ist einen Besuch wert und könnte durchaus auch eine Anregung für einen, zugegebener Maßen, etwas kleineren Busbahnhof in Heilbronn sein.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

26.6.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Sonnenminister

Man kann als interessierter Bürger durchaus verantwortlicher und etwas vorausschauender denken, indem man die richtig wichtigen und weltbewegenden Probleme in Betracht zieht. Nehmen wir zum Beispiel unsere Sonne, die uns in spätestens 1,1 Milliarden Jahren richtig einheizen und in 6,3 Milliarden Jahren zum Verhängnis wird. Da hat man gerade seinen Garten neu bepflanzt, und schon in ein paar Milliarden Jahren macht einem die Sonne einen Strich durch die Rechnung. Dies betrachtend, sind alle unsere bisherigen Probleme maximal Nebensächlichkeiten.

Als verantwortlicher Bürger rege ich ein entsprechendes Sonnenministerium an, das entsprechend der Bedeutung adäquat aufgestellt und finanziert wird, man könnte es auch mit einer zusätzlichen Sonnenversicherung kombinieren, in welche alle Bürger einzahlen müssen, um im Versicherungsfalle ausreichend Finanzmittel vorhalten zu können.

Politik

Egal welche Probleme oder Herausforderungen unsere Politik heutzutage noch thematisiert, die entsprechenden Problemlösungen haben immer eines gemeinsam, nämlich, dass sie sich erst dann auf die aktuelle Wählermehrheit auswirken, wenn diese schon lange nicht mehr existiert. Als gutes Beispiel darf die Klimaneutralität dienen, die frühestens 2050 erstmals in Ansätzen verwirklicht werden soll, aber auch nur dann, wenn es keine negativen Auswirkungen auf das Heute und die eigenen Wähler mit sich bringt. Und selbst vermeintlich „grüne“ Regierungen planen einen effektiven Umweltschutz, wie z. B. den Stop einer völlig verantwortungslosen Zersiedelung unseres Landes erst dann, wenn es sich das eigene Klientel in Vorstadtvillen oder ehemaligen Bauernhöfen auf dem Land gemütlich gemacht hat, inklusive einer entsprechenden Infrastruktur, um auf die Annehmlichkeiten von Städten nicht verzichten zu müssen. Als Ziel für Baden-Württemberg wurde heute irgendwann in den 2030er-Jahren festgelegt. Also noch genügend Zeit, um als Regierung selbst nicht handeln zu müssen und um zusätzlich einen weiteren Bau-Boom anzufachen! — Das Beste daran aber ist, man sichert sich selbst über Jahrzehnte hinweg gute Pöstchen.

Amüsement

Es ist nach all den Jahrzehnten einfach nur noch drollig, wie bei uns alle immer alles haben wollen, aber überhaupt nicht bereit sind, dazu selbst etwas Produktives beizutragen. Anfangs habe ich mich darüber noch geärgert, später gewundert und jetzt amüsiert es mich nur noch.

Das Schöne daran ist, dass so langsam die Macht des Faktischen zuschlägt, und unser Staat die Bürger selbst nicht mehr mit weiteren Billionenzahlungen zufriedenstellen werden kann.

Jetzt muss man, ob man möchte oder nicht, endlich erkennen, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann und noch wichtiger, dass selbst das Menschenwachstum langsam aber sicher an seine Grenzen stößt. Und nicht nur die Anzahl von uns Menschen wird in absehbarer Zeit seinen Zenit überschritten haben und wir werden weltweit wieder weniger werden, sondern auch die durchschnittliche Intelligenz der Menschen lässt weiter nach.

Die ersten Auswirkungen können wir jetzt bereits schon bei uns feststellen. Zwar können wir mit großem finanziellen Aufwand noch Krankenhäuser, Feuerwachen und Polizeidienststellen in jedes Dorf stellen, aber wir werden diese nur noch in den größeren Städten mit qualifiziertem Personal besetzen können und in manchen Dörfern oder Kleinstädten bereits heute nicht mehr.

Auch bei weiteren Dienstleistungen und dem Handwerk wird es langsam aber sicher eng und mittel- bis langfristig werden wir die fehlenden Fachkräfte kaum noch aus dem Ausland zukaufen können. So müssen wir uns damit abfinden, entweder alle verfügbaren Mitbürger zu aktivieren und selbst kaum bis überhaupt nicht qualifizierte Neubürger anzuwerben und bestmöglich auszubilden oder zunehmend auf Robotik zu setzen. Wahrscheinlich aber beides und uns damit abfinden, dass sich die Welt dennoch zu unseren Ungunsten weiterdreht, ob wir wollen oder nicht.

Und deswegen werden wir über Infrastruktur und Wohnorte ganz neu nachdenken müssen — je früher desto besser — und uns so langsam damit abfinden, dass wir — das heißt unsere Kinder und Kindeskinder — unseren aktuellen Vollkasko-Lebensstil nicht mehr viel länger aufrechthalten können.

Schlimm dabei wird nur sein, dass wir allesamt zuvor den falschen Versprechen von Totalitaristen Glauben schenken werden und uns damit selbst noch den letzten Luxus, nämlich Demokratie und Freiheit, nehmen lassen.

Website des Tages

World Resources Institute

Das Institut für Weltressourcen ist eine von vielen Organisationen, die sich um unsere Zukunft Gedanken machen. Das Institut sucht dabei nach einfachen und praktikablen Möglichkeiten, um das Leben von uns allen besser zu machen und dabei auch die Natur zu schonen.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

25.6.02021 5 (3)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Plausch

Beim heutigen Spaziergang, den Thomas Aurich getroffen. Wir unterhielten uns darüber, wie man Heilbronn für Studenten attraktiver gestalten könnte. Ich dachte dabei an bekanntere Professoren und spannende wissenschaftliche Theorien, er richtigerweise an ein attraktiveres Umfeld, wie z. B. eine neue Hafenloft-Disco oder gar eine Neckar Surferwelle ähnlich der Eisbach Surferwelle in München. Diese könnte ich mir ganz gut dort vorstellen, wo vor ein paar Jahren noch die Slalomstrecke für Kajakfahrer war.

Homophobie

Dass sich gerade die Ungarn um Viktor Orbán herum so homophob geben, kann ich nun gar nicht nachvollziehen, denn nicht nur seine engsten Vertrauten, wie z. B. Jozsef Szajer sind zumindest als Privatpersonen gegenüber anderen Menschen jeglichen Geschlechts und sexueller Orientierung sehr viel offener als vermutet und zudem allem Neuen gegenüber sehr aufgeschlossen. Und neben Brüssel gilt auch die ungarische Hauptstadt Budapest inzwischen als Eldorado für Schwule, die sich gerne in den renommierten Bädern der Stadt treffen und dabei enge Beziehungen zur lokalen Szene pflegen. Orbáns Aktionen und Gesetzesinitiativen stehen damit im völligen Gegensatz zur Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit Budapests und dem Großteil seiner Bevölkerung. Noch schlimmer ist es aber, dass doch so einige Initiatoren wie auch Gesetzgeber dieses „Gesetzes zur Einschränkung von Informationen über Homosexualität und Transsexualität“ damit ihre ureigenen sexuellen Neigungen völlig negieren! Für mich ein Beweis, wie ernst es bereits um die ungarische Demokratie im allgemeinen und die mentale Gesundheit der ungarischen Politiker im besonderen steht. Selbsthass war noch nie eine gute Idee!

Hochzeitstag

Wenn man schon den eigenen Hochzeitstag verbummelt, dann kann man gleich auch noch einen Blogbeitrag schreiben; da meine bessere Hälfte für mich auch die bestmögliche Ehefrau ist, muss ich zudem mit keinen ernsten Konsequenzen rechnen und darf mich über meine soziale Inkompetenz selber ärgern. Inzwischen weiß ich selbst nicht einmal mehr, wie viele der inzwischen 28 Hochzeitstage ich bereits verbummelt habe, bin mir aber sicher, dass wir davon doch den einen oder anderen gemeinsam zu spät zur Kenntnis nahmen — beim heutigen ist dies aber nicht der Fall — und uns beide im Anschluss köstlich darüber amüsierten. Vor allem dann, wenn man extra um den Hochzeitstag herum Urlaub plant und danach feststellen muss, dass der Urlaub zwar sehr schön war, der Hochzeitstag dabei aber keine Rolle spielte.

Website des Tages

ILGA World – The International Lesbian, Gay, Bisexuel, Trans and Intersex Association

Aus gegebenem Anlass verknüpfe ich hier einmal die Website des Weltverbandes für Damen und Herren, sowie alle dazwischen, welche sich nicht als hetero- oder asexuell bezeichnen.

Geburtstag des Tages

George Orwell

In erster Linie wird Orwell allen als Autor von „Farm der Tiere“ und „1984“ bekannt sein. Für mich kommt noch hinzu, dass er ein Europäischer Föderalist der ersten Stunde war, der sich kurz darauf allerdings zu einem Fatalisten entwickelte.