Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

30.6.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Haustiere

Haustiere sind eine gute Sache, vor allem dann, wenn man noch selbst kleine Kinder hat. Auch ich hatte einen ganzen Reigen an Haustieren, vom Hund über Meerschweinchen, Wellensittichen, Schildkröten aller Art, Zierfische bis wieder zurück zum Hund.

Und wenn man bereits als Kind Verantwortung für ein Haustier übernimmt, wirkt sich das sehr positiv auf die eigene Person aus. Zudem lernt man dabei, dass dies sehr viel eigene Zeit in Anspruch nimmt, egal für was für ein Haustier man sich entscheiden mag. Auch lernt man, dass ein Haustier einen über Jahre hinweg bindet und man sich entsprechend einschränken muss.

So war die Nachricht zu Beginn von COVID-19 nicht überraschend, dass sich viel mehr Menschen für Haustiere interessieren als gewöhnlich. Diese Nachricht war aber zugleich auch alarmierend, denn man konnte davon ausgehen, dass diese neu erworbenen Tiere länger leben werden als die Pandemie andauern wird. So werden nun auch Meldungen nicht überraschen, die davon berichten, dass immer mehr Haustiere ausgesetzt gefunden werden, zumal dann, wenn das Reisen und Urlauben wieder zunimmt.

Was lernen wir daraus? Wir lernen nichts daraus.

Timing

Die heutige Stadtrunde nach einem kurzen Regen begonnen und mit den ersten Tropfen eines noch kürzeren Schauers wieder beendet, das nenne ich gutes Timing. Aufgrund der Schnelle nur eine kurze Beobachtung: wenn man schon als „Ordnungsperson“ in Heilbronn unterwegs ist, sollte man seine „Arbeitszeit“ nicht für Privates verwenden. Wir Bürger haben Anspruch darauf, dass unsere Angestellten bestmöglich ihre Aufgaben verrichten und nicht nur möglichst bequem ihre Zeit absitzen!

Preisverleihung

Inzwischen auch schon Tradition sind die Preisverleihungen, die meine bessere Hälfte und ich jährlich im Rahmen des Europäischen Wettbewerbs veranstalten dürfen. Anfangs noch mit einer zentralen Veranstaltung mit Hunderten von Teilnehmern in Heilbronn, sind es inzwischen eher ganz familiäre Veranstaltungen bei den jeweiligen Preisträgerschulen vor Ort. So auch heute an der Grundschule Bad Rappenau.

Website des Tages

Europäischer Wettbewerb

Ursprünglich eine französische Idee, verbreitete sich der Europäische Wettbewerb bald über das gesamte Bundesgebiet und ist inzwischen eine Institution in ganz Deutschland. Von Anfang an wurde dieser Wettbewerb von der EUROPA-UNION begleitet und beworben, so auch in Heilbronn.


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

29.6.02021 5 (2)

Bücherschränke

Seit ein paar Jahren gibt es auch in Heilbronn öffentliche Bücherschränke, z. B. jener am Bollwerksturm. Ich gucke immer wieder gerne danach, welche Bücher gerade zum Lesen angeboten werden. Ein oder zwei Bücher habe ich dabei selbst entliehen, dafür aber auch gleich wieder mehrere eigene eingestellt.

Wohl pandemiebedingt kam ich auf die Idee, die Bücher, welche ich selbst einstelle, zu markieren. Die Hoffnung war dabei, diese einmal in einem anderen oder auch wieder im gleichen öffentlichen Bücherschrank zu finden. Ich ging dabei davon aus, dass diese, von Bürgern eingestellten, Bücher in der örtlichen Leserschaft zirkulieren und deshalb auch immer wieder auftauchen müssen.

Deshalb bin ich doch etwas überrascht, dass ich heute ein solches Buch von einem Online-Händler zugestellt bekommen habe; eine entsprechende Beschreibung auf der Website des Händlers ließ es bereits vermuten, jetzt habe ich die Gewissheit.

Eine Initiative, wie die der öffentlichen Bücherschränke, kann noch so gut gemeint sein, es finden sich immer wieder Mitmenschen, die aber auch jedes bürgerschaftliche Engagement ausnutzen und daraus für sich persönlich ein gutes Geschäft machen.

Ich werde das von mir bereits zum zweiten Mal gekaufte Buch demnächst erneut in den Bücherschrank einstellen und bin schon jetzt gespannt darauf, bei welchem Antiquariat, Buchladen oder Online-Händler ich es wiederfinde.

Wilder Müll

Dass Heilbronn seit langem auch ein Müllproblem mit sich herumschleppt, kann man nun auch in der Heilbronner Stimme als neue, von einem Bezirksbeirat festgestellte, Erkenntnis lesen. Leider wird seitens der Stadt nur die folgende Lösung und nur für eine einzige Müllkippe vorgeschlagen:

„Um die missliche Müllsituation kurzfristig zu verbessern, beauftragt die Stadtverwaltung nun einen Dienstleister, der zwei Mal pro Woche wilde Ablagerungen beseitigt. Auch der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) soll im Rahmen seiner Möglichkeiten Kontrollen vornehmen, wobei der Erfolg eher auf Zufall aufgebaut ist.“

Heilbronner Stimme (29.06.2021: 26)

Da sich offensichtlich immer mehr Heilbronner daran gewöhnen, ihren Dreck und Müll einschließlich ihrer Notdurft öffentlich zu entsorgen, sollte die Stadtverwaltung reagieren und dies, bevor es zu spät dazu geworden ist! Notfalls könnte man z. B. wieder Kindergartengebühren verlangen oder andere unnötigere städtische Dienstleistungen oder Verwaltungspositionen reduzieren und dafür, mit mehr Personal und wirksamen Kontrollen, sorgen, dass unsere Stadt wieder zu einer sauberen und ordentlichen wird — auch dies ist ein Werbekriterium und kein schlechtes noch dazu.

Landrat

Bereits im ersten Wahlgang war gestern die Wahl des Landrats entschieden, ein Bewerber hatte kurzfristig zurückgezogen und der Pfedelbacher Bürgermeister Torsten Kunkel erhielt keine Stimme. So entschieden die beiden Kandidaten aus dem Landkreis das Rennen unter sich; der Sieger aus Neuenstadt, Bürgermeister Norbert Heuser, erhielt mit 40 Stimmen eine mehr als nötig und wird neuer Heilbronner Landrat. Immerhin konnte der Leingartener Bürgermeister Ralf Steinbrenner 33 Stimmen auf sich vereinigen.

Es bleiben dabei weiterhin zwei Fragen offen, nämlich erstens, warum wir nur Männer als Kandidaten hatten und zweitens warum so viele Bürgermeister im Kreistag sitzen?

Website des Tages

Landkreis Heilbronn

Unser Landkreis besteht aus 46 Gemeinden und hat ca. 350 000 Einwohner. Die kreisfreie Stadt Heilbronn mit ca. 120 000 Einwohnern wird von ihm umschlossen. Der Kreis als auch die Stadt Heilbronn bilden mit drei weiteren Landkreisen (Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber) die Region Heilbronn-Franken mit gut 900 000 Einwohnern. Sie wäre damit ein idealer Wahlkreis für einen schlanken und funktionstüchtigen Bundestag.


Hasen

28.6.02021 5 (2)

Hasen | © Pixabay

Unerträgliches

Der Aufreger des Tages ist erneut eine Äußerung unserer „NSDAP-Heldenvergötterer“-Stadträte, von denen eine seit gestern unsere Bundeskanzlerin als „Killer von Würzburg“ verunglimpft. Wie sich diese Stadträte seit zwei Jahren geben, färbt inzwischen auch auf den gesamten Gemeinderat ab, da dieser solche Ausfälle mit ganz wenigen Ausnahmen toleriert, und damit beim Bürger den Anschein erweckt, dass solch Unerträgliches inzwischen zum guten Ton unserer Stadt gehört.

Torsten Henke hat in seinem heutigen Stimme-Kommentar „Die abscheuliche Tat von Würzburg wirft auch unbequeme Fragen auf“ das Ganze sehr treffend analysiert. Dass es aber gerade wieder die rechtsextremen Gemeinderäte in Heilbronn sein müssen, die sich auf solche tragischen und vielleicht auch vermeidbaren Ereignisse stürzen, macht es für uns Heilbronner nur noch schlimmer!

Impfquote

Jetzt kann man wieder einmal die Entschuldigungen und Ausflüchte lesen, warum es bei uns in Heilbronn nicht so klappt, wie in anderen Städten. Die mangelhafte Impfquote Heilbronns ist eine direkte Folge der ungenügenden Informationspolitik unserer Stadtverwaltung; es genügt einfach nicht — zugespitzt formuliert –, nur eine Agentur zu beschäftigen und deren Produkte dann im Rathauskeller auszuhängen.

Von Anfang an hätte die Verwaltungsspitze — wir sind in einer Pandemie, ergo dringender Handlungsbedarf! — offensiv und persönlich handeln müssen. Leider sitzt unsere Verwaltung bis heute die Pandemie nur aus und wartet darauf, dass alles wieder von alleine vorübergeht. Eine diesbezügliche Bewegung ist nur dort festzustellen, wo es Transferzahlungen oder externe Unterstützung zu ergattern gibt. Eine Verwaltung sollte aber in der Lage sein, mehr zu tun als auf Direktiven von oben zu warten und nach Subventionen Ausschau zu halten.

City-Maut

Eine generelle Maut ist seit Jahrzehnten eine eher liberale Idee, welche in Deutschland trotz ihrer Marktnähe, Einfachheit und Wirksamkeit nie wirkliche Chancen auf eine Realisierung hatte. Die LKW-Maut ist nur ein halbwegs funktionierender und halbherziger Versuch, die auch nur deshalb eingeführt wurde, um dem Staat weitere Einnahmen zu generieren.

Die Idee hinter einer Maut ist jene, nämlich den Bürger nicht ganz allgemein und willkürlich zu schröpfen, sondern die (Maut) Abgabe mit dessen tatsächlicher Straßennutzung zu verknüpfen und dabei zusätzlich die Verkehre durch flexible Tarife zu lenken. Und ganz im Sinne einer Abgabe fließen die Einnahmen zudem alleine in den Bau und Unterhalt der Straßen. Was aber nicht bedeutet, dass man keine weiteren Steuereinnahmen für die Verkehrsinfrastruktur verwenden müsste.

Die nun in Heilbronn aktuell thematisierte City-Maut hätte zudem den Charme, dass sie von unten kommt und sich später über die Kreis- Landes- bis hin zur Bundes- oder gar Europaebene durchsetzen könnte. Und man kann durchaus dazu das bereits vorhandene System der LKW-Maut verwenden, um keine Zollhäuschen errichten zu müssen.

Website des Tages

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Als ehemaliger DLRGler kann ich diese Wasserrettungsorganisation ohne Wenn und Aber empfehlen. Es müssten dort aber sehr viele junge Mitbürger als Rettungsschwimmer tätig werden, damit sich das auch bei uns wieder positiv auswirkt, und damit weniger Menschen in unseren Gewässern und Bädern ertrinken.

Geburtstag des Tages

Jean-Jacques Rousseau

Philosoph und politischer Theoretiker, der nicht nur die Anhänger der Französischen Revolution, sondern auch die Romantiker stark beeinflusste. Er findet noch heute sowohl in meinem eigenen Buch als auch hier auf meinem Weblog Erwähnung.