Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

4.5.02021 5 (1)

Ehe 2.0

Die Überraschung des Tages dürfte von Bill und Melinda Gates kommen, eigentlich von einem echten Traumpaar. Über die Trennungsgründe lässt sich nur spekulieren, denn die beiden hatten nun wirklich alles, was man sich nur erträumen kann. Aber vielleicht ist das genau der wahre Trennungsgrund: sie hatten zuletzt keine gemeinsamen Träume mehr.

Weltraumbahnhof

Andere wiederum träumen von einem deutschen Weltraumbahnhof, wie eins der Gröfaz, und vergessen ganz dabei, dass Deutschland nicht in Äquatornähe liegt, was einen solchen Bahnhof erst wirtschaftlich sinnvoll machen würde. Da diese Träumer aber immer das Geld anderer ausgeben, werden sie solche profanen Erkenntnisse kaum beeindrucken, und die späteren Profiteure applaudieren bereits ganz gewaltig.

Raumstation

Die Chinesen bauen inzwischen ohne großes Aufsehen und vorheriges Trara an einer eigenen Raumstation. Wenn wir Europäer auf gemeinsame Ziele fokussiert zusammenarbeiten würden, anstatt Nationalismen zu frönen und uns gegenseitig neiderfüllt das Leben schwer zu machen, könnten wir schon längst — und dies zusammen mit anderen, z. B. Japan und USA — moderne Raumstationen haben, die die Welt insgesamt weiterbringen.


Maskerade

1.5.02021 5 (2)

Treffpunkt Europa

Baue gerade das Wohnzimmer um, damit wir den virtuellen Treffpunkt Europa besser organisiert bekommen; zumindest habe ich dann wirklich alles versucht, um so eine Veranstaltung auch virtuell halbwegs abbilden zu können. Es ist zwar kein wirklicher Ersatz für den Treffpunkt Europa, aber immer noch besser als gar nichts zu machen. Und wer weiß, vielleicht lassen sich dadurch doch die einen oder anderen Zögerer dazu motivieren, durch ein virtuelles Vorbeischauen, ihr grundsätzliches Interesse zu bekunden.

Erster Mai

Der Erste Mai, ein Tag an den ich gerne zurückdenke. Noch in meiner Jugend fuhr ich mit dem Fahrrad in die Pampa (Landkreis) oder war zu Fuß um Heilbronn herum unterwegs. Mit Beginn meines Berufslebens war dieser Tag dann immer eine gute Gelegenheit, um Liegengebliebenes ungestört und in aller Ruhe aufarbeiten zu können, ohne dass einen Mitarbeiter unnötig störten — ein Tag der Arbeit halt.

Und eines kommt dabei bis heute an diesem Tag immer wieder zum Vorschein, es gibt auch hier zwei Arten von Menschen, jene die arbeiten und die, die gerne, viel und möglichst laut darüber reden. Inzwischen aber, da sich die Wochenarbeitszeit deutlich gegenüber den Anfängen der „Ersten-Mai-Bewegung“ reduziert, und es sich auch allgemein herumgesprochen hat, dass es sehr viele Mitbürger gibt, die eigentlich gerne und auch lange arbeiten, hat sich auch der offizielle Tenor des Ersten Mais geändert: hin zu einem Tag des Friedens und der Völkerversöhnung.

Aber auch hier gibt es wieder zwei Arten von Menschen, jene, die an diesem Tag gerne randalieren und Polizeiautos anzünden, und solche, die an diesem Tag immer noch für inzwischen völlig antiquierte Ideen aus dem vergangenen Jahrtausend auf die Straße gehen. Der große Rest nutzt diesen Tag aber weiterhin, um ein wenig in der Pampa herumzuspazieren oder aber Liegengebliebenes aufzuarbeiten.

Europawoche

Dabei wäre der Ansatz eines „Tages des Friedens und der Völkerverständigung“ gar nicht so schlecht und ließe sich ohne Weiteres in die seit 1995 bei uns offiziell begangene Europawoche mit ihren beiden Europatagen, dem 5. und dem 9. Mai, integrieren.

Die Europawoche würde dabei auch innerhalb unserer Gesellschaft eine Aufwertung erfahren und man könnte nicht nur die Europäische Idee, sondern auch die Demokratie an sich in diesen Tagen feiern und auch inhaltlich thematisieren: eine „Woche der Volksbildung“ sozusagen.


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29.4.02021 5 (2)

Umweltschutz

Nach dem heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Umweltschutz, und den dazu getätigten Stellungnahmen der dafür verantwortlichen Politiker, scheinen doch ein paar Politiker verstanden haben zu wollen, dass man Probleme nicht dadurch löst, diese dauernd ins kommende Jahrhundert zu verschleppen — zumindest behaupten sie es jetzt in allen Talkshows und Nachrichtensendungen rauf und runter.

Wenn wir die Umwelt und unsere Demokratie tatsächlich retten wollen, dann benötigen wir dringend Mindestvoraussetzungen für Berufspolitiker und deren Bereitschaft, Maßnahmen ergreifen sowie auch dafür die Verantwortung übernehmen zu wollen.

Verkehrskonzept | Paula-Fuchs-Allee

Die Paula-Fuchs-Allee war nicht nur als notwendige Erschließungsstraße für den Neckarbogen gedacht, sondern auch als Entlastungsstraße der bereits mehr als geplagten Innenstadt. Diese jetzt nicht, wie vorgesehen, zu bauen, wird die Utopie des autoarmen Stadtteils nicht retten, da auch Besserverdienende gerne noch mit dem Auto unterwegs sind, zumindest aber liebend gerne eins sehr repräsentativ vor dem Haus stehen haben. Hinzu kommt, dass man damit den unschönen Brückenparkplatz manifestiert und die Innenstadt weiter unnötig verkehrsmäßig belastet.

Und darauf zu hoffen, dass dann, vor lauter Verzweiflung über seinen Gemeinderat, Dieter Schwarz die neue Kranenstraße, an den Experimentaparkhäusern vorbei, finanziert, ist unlauter. Diese Maßnahme wäre eher eine spätere und notwendige Ergänzung für die Paula-Fuchs-Allee, da der Neckarbogen zumindest mittelfristig die Heimat von gut 5 000 Autos werden, und eine „Innenstadtlage“ immer auch weiteren Durchgangsverkehr generieren wird.

Deswegen sollten so manche Politiker ihre Träume von einem Innenstadtviertel für „grüne“ Besserverdienende so langsam aber sicher beerdigen und dafür sorgen, dass eine Großstadt ein stimmiges Gesamtkonzept für alle Verkehre bekommt.