Backsteinmauer

14.9.02026 4.1 (8)

Beitragsfoto: Backsteinmauer | © Pixabay

Nichtsnutze

Ganz egal in welcher Partei, wenn Nichtsnutze, jene, die nicht einmal eine Lehre oder ein abgeschlossenes Studium nachzuweisen haben, aber auch jene, die nur mit Parteibuchabschlüssen und -dissertationen punkten können, also jene, die außer Parteiabzeichen nichts vorzuweisen haben, Politik machen wollen, wankt unsere Demokratie ganz heftig — und dies schon länger. Schon so lange, dass ehemalige nichtsnutzige Parteijugendliche als altergraute Nichtsnutze in die Politik zurückkehren und damit prahlen, dass sie die vergangenen Jahre im parteipolitischen Umfeld sehr erfolgreich zugebracht haben.

So muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn nun zwischen den Nichtsnutzen verschiedener Generationen parteiintern Diskussionen vom Zaun gebrochen werden, geht es doch um das Wichtigste in unserem Land, nämlich um die nächsten gut alimentierten Ämter und Posten.

Clara von Nathusius, eine vermeintlich einflussreiche CDU-Politikerin, attestiert nun laut Spiegel einem vermeintlich erfolgreichen CDU-Kanzler, dass man mit diesem keine Wahlen gewinnen kann. Solche Vorhersagen zeugen auf alle Fälle kaum von eigener politischer Kompetenz, höchstens davon, dass man selber Social Media konsumiert und deswegen den vollen Durchblick hat.

Der einfache Beobachter oder gar der politische Gegner könnte sich nun ein klein wenig freuen, sich in den Schaukelstuhl setzen und sich dieses jüngste Spektakel mit immer größerem Amüsement betrachten — was bei der SPD schon nicht so richtig funktionierte, die Grünen weiterhin klein hält und die FDP völlig zerlegt hat, das wurde nun auch von den CDU-Nichtsnutzen zum Allheilmittel erklärt. Jens Spahn läuft sich schon warm und Markus Söder stößt mit dem Dolch gleich mehrfach zu.

Dies wäre alles halb so schlimm, wenn nun nicht die Parteijugend bereits die Katze aus dem Sack gelassen hätte — wir können davon ausgehen, dass sämtliche zu vergebenden Ämter bereits zwischen den Nichtsnutzen aufgeteilt sind!

„Die Brandmauer sei aus ihrer Sicht ein »gescheitertes Projekt«, sagte von Nathusius. Auf die Frage, ob die CDU in Sachsen-Anhalt in Sondierungsgespräche mit der AfD gehen sollte, sagte sie: »Ich finde, wenn wir eingeladen werden, sollten wir erst mal mit jedem sprechen.« Dann müsse man schauen, was in den Gesprächen herauskomme.“

Der Spiegel zitiert Clara von Nathusius (14.9.2026)

Auf alle Fälle bezeugen solche Aussagen, dass es diesen Damen und Herren nicht um unser Land oder um unsere Demokratie geht, es geht diesen alleine nur ums bequeme Absahnen. Den AfD-Wählern sei versichert, dass es den AfD-Bonzen ausschließlich nur ums Absahnen geht, was man leicht aus den Abwanderungsbewegungen von Nichtsnutzen aus den demokratischen Parteien hin zur AfD beobachten kann.

Wenn man unser Land tatsächlich verbessern möchte, muss man dies durch und zusammen mit den demokratischen Parteien und Wählervereinigungen machen! Dabei würde es sehr helfen, wenn die immer noch vorhandenen alten weißen Frauen und Männer in den Parteien, jene die ihr gesamtes Leben hart gearbeitet haben und zudem ehrenamtlich politisch engagiert waren, diesen Nichtsnutzen endlich den Stuhl vor die Tür stellen! Nur weil z. B. ein Jens Spahn auf ewig jugendlich macht und schwul ist, muss man ihn nicht auf einer Sänfte in die höchsten Ämter tragen — damit rettet man ganz offensichtlich keine Union.

Wenn die demokratischen Parteien unsere Demokratie retten wollen, dann müssen die Demokraten in diesen Parteien endlich einmal in den eigenen Reihen aufräumen. Sehr schnell wird man dabei feststellen, dass auch ein vermeintlich unersetzbarer Parteimensch ersetzbar ist und es mehr gute und engagierte Parteimitglieder gibt, als es immer wieder gerne behauptet wird.

Und die Brandmauer wäre tatsächlich unnötig, wenn es nicht viel zu viele Arschkriecher und Nichtsnutze in den eigenen Reihen gäbe! — die mit jedem sprechen wollen, außer es handelt sich dabei um Linke, Liberale, Grüne oder auch andere Demokraten!

Schemelsbergtunnel

Zwar lautet das Straßenschild Schemmelsbergtunnel, amtlich wird er allerdings als Schemelsbergtunnel geführt. Was bei uns weniger tragisch ist, da im Landkreis weitere Orts- und Namensschilder die falschen Namen tragen.

Zum Wochenstart, zumindest für jene, die Heilbronn in Richtung Weinsberg und Öhringen verlassen müssen, gibt es einen weiteren Aufreger. Denn, wenn man glaubt, dass nur die Bahn nichts mehr auf die Reihe bekommt, dann hat man sich geirrt. Auf alle Fälle sehe ich aktuell so viele Schienenersatzverkehrsbusse wie noch nie. Und von einem Lockführer durfte ich erfahren, dass man Heilbronn wohl für Monate hinweg vom Bahnverkehr trennt.

Was auf dem ersten Blick nichts mit dem Tunnel zutun hat. Dann aber stellt man fest, dass dieser zur B39, einer Straße des Bundes gehört. Wasserstraßen konnte die Bundesregierung noch nie, Bahn kann sie schon sehr lange nicht mehr, Autobahnen ebenfalls und nun führt die Inkompetenz der zuständigen Bundesminister selbst noch dazu, dass unsere Bundesstraßen zum reinsten Lotteriespiel werden.

Für den Schemelsbergtunnel sind offiziell ein Sicherheitsbeauftragter und ein Tunnelmanager des Amtes für Straßen und Verkehr zuständig, „die in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, Kreisbrandmeister und weiteren Sicherheitskräften den besagten Tunnel überwachen“ — wobei zugegebener Maßen offiziell nicht von „reparieren“ und „in Betrieb halten“ gesprochen wird.

Nach einer rund 14-monatigen Vollsperrung wurde dieser 1990 in Betrieb genommene Tunnel nach einer sehr umfassenden Sanierung und Nachrüstung am 26. Februar 2026 wiedereröffnet, was bis jetzt dazu führt, dass er weiterhin immer wieder und wochenlang gesperrt wird.

Vermischtes

Als nächstes entferne ich jene Blogs aus meiner Blogroll, die mir im RSS Feed nur Anreißer zur Verfügung stellen. Für wie dumm halten diese Blogger ihre Leser?

Benjamin Birkenhake schreibt heute in seinem Blog-Beitrag „Bloggen gegen rechts …“, dass „Wahlergebnisse nicht in Blogs verändert werden und die Demokratie nicht in Blogs gerettet wird.“ Ich gebe ihm Recht, merke aber an, dass Demokratie auch in Blogs gelebt werden kann und jede Demokratie nicht gerettet, sondern gelebt werden muss!

Wir Deutschen wussten es 1989 ganz genau, dass unsere Mitbürger 2.0 mehrheitlich keine Demokraten sind und gingen fälschlicher Weise davon aus, dass man diese mit gut 40 Jahren Diktatur mehr auf dem Buckel genau so durch kaufen zu Demokraten machen kann, wie ehedem unsere eigenen Eltern und Großeltern.

Und wir wussten auch ganz genau, dass jede Spesendemokratie nur so lange rund läuft wie der Rubel rollt. Und so müssen wir nur eins und eins zusammenzählen und dürfen uns auch nicht wegen der jüngsten und der kommenden Wahlergebnisse wundern.

Gestern Abend brachte Detlef Stern bereits seine Randnotizen heraus, die ganz bewusst keine „langen Wochen“ sind, wobei ich aber davon ausgehe, dass der geneigte Leser kaum und etwaige mitlesende Studenten schon gar nicht den feinen Unterschied zur Kenntnis nehmen werden.

Gleich heute Morgen erwartete mich ein vollgetankter meseno-Bus, den ich nach meiner Tour mit Spenden fast ganz gefüllt wieder abgeben durfte. Und selbst der üblich schlecht Gelaunte (kleiner Insider) kam heute mit einem Tschau um die Ecke.

Die meseno-Feier war am Freitag eine sehr gelungene Veranstaltung. Erstaunlich was heute Foto-Boxen aus uns Menschen so alles herausholen. Manche dieser Beweisfotos liegen neben meinem Rechner und ich bin fast versucht, diese zu digitalisieren. Aber nur fast, denn nach ein paar weiteren Lachern werden auch diese Fotos der Vergänglichkeit übereignet.

Und so ganz nebenbei konnte ich „Boston Legal“ weiterbingen. Das mit den dicken Zigarren hatte ich noch anders in Erinnerung. Wenn einmal ein Gefechtsschießen so richtig gut gelungen war, spazierte der Kommandeur mit dem Leitenden über das „Gefechtsfeld“ und bot ihm dabei eine Zigarre an. Während diese gepafft wurde gab es die Manöverkritik (Hot Wash Up) — mir war regelmäßig schlecht danach und so wurde aus mir später trotz der übelsten Umstände nie ein Raucher.

Gespräche werden von mir immer nachbereitet und die guten wirken sich zudem aus. Heute erhalte ich nun das Buch „Situation und Konstellation“ (2026) von Hartmut Rosa zugestellt; wir dürften beide fast zur selben Zeit Soziologievorlesungen besucht haben.

„Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig, und nur im Handeln gewinnen wir soziale Energie.“

HArtmut Rosa (2026)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Weindorf

Fast hätte ich es verpasst. In Heilbronn wurde gestern die fünfte Jahreszeit eröffnet. Für dieses Fest scheut die Stadtverwaltung keine Kosten. Alleine für die neuen Sperren hat unsere Stadt 2,4 Millionen Euro ausgegeben. Dafür erhalten die erwarteten 250 000 Besucher aber ein ganz besonderes Sicherheitsgefühl, inklusive Taschenkontrollen vor dem Zutritt zum Fest.

„Vom 10. bis 19. September 2026 verwandelt sich der Marktplatz in eine der schönsten Weinfest-Locations der Region: Entdecke zehn Tage lang rund 400 Weiß- und Rotweine, Sekte, Seccos sowie alkoholfreie Erfrischungen. Auch kulinarisch hat das Weindorf viel zu bieten: Von regionalen Spezialitäten bis zu beliebten Streetfood-Klassikern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Livemusik, Weinproben und Führungen sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.
Freu dich auf zehn Tage voller Genuss, Begegnung und Atmosphäre mitten in Heilbronn.“

Stadt Heilbronn (11.9.2026)

Bis zum 20. September 2026 ist in Heilbronn nun wieder Pause. Danach arbeitet unsere Stadtverwaltung sicherlich an einem Drohnenabwehrkonzept. Mit ein wenig KI könnte man die noch anzuschaffenden entsprechenden Waffensysteme unterjährig zur Entnahme von Tauben, Nilgänsen und Katzen aus der Stadt verwenden.

Vermischtes

Gestern Abend habe ich doch so einige Folgen „Boston Legal“ gebingt. Und nun frage ich mich, ob die Hamburger Kollegen auch so eine angenehme Arbeitsatmosphäre wie die in Boston haben. Auch ob diese einen Blick auf die Binnenalster oder gleich auf die Elbe genießen können. Auf alle Fälle ist die Serie auch ein zweites Mal sehenswert und hat dabei mehr Tiefe als man bei Juristen so allgemein vermuten könnte.

Nicht in jeder Folge sitzen Denny Crane und Alan Shore zusammen mit einem Whiskey in der Hand auf der Kanzleiterasse, manchmal auch gar nicht oder hinter Gittern; wobei die Frage, ob einbeinige Menschen die besseren Liebhaber seien nicht endgültig geklärt wurde. Nun aber habe ich für mich eine Terrasse im Blick, auf der ich meine Abende gerne ausklingen lassen würde — am Whisky dürfte es sicherlich nicht scheitern.

Heute Morgen hatte ich ein sehr unterhaltendes und interessantes Gespräch mit Detlef Stern. Kaum zurück durfte ich Pferde kotzen sehen — unvorstellbar, was es bei uns heutzutage so alles gibt. So unvorstellbar, dass selbst ich davor zurückscheue, darüber zu schreiben!

Im Rückblick hätte ich es bereits vor Jahrzehnten kommen sehen müssen, meine Heimatliebe hat aber und dies trotz Warnungen seitens Außenstehender, was es für mich nun umso schlimmer macht, meine ganz normale Auffassungsgabe eingeschränkt. Hinterher ist man immer klüger! Mein Trost dabei, es ergibt alles seinen Sinn, man muss nur genügend Informationen zur Verfügung haben.

Die Terroranschläge am 11. September 2001 waren selbstverständlich auch Thema unseres Gespräches. Rein zufällig waren wir beide an diesem Tag in Hamburg. Beide erinnern wir uns daran, wobei Detlef Stern diesen Tag als besonderes Erlebnis für sich verbucht. Für ihn war es sozusagen ein besonderes Vorkommnis, so wie man dies bei der Bundeswehr nennt. Meine beiden BV waren die Mondlandung am 20. Juli 1969, die ich auf einer Couch in Heilbronn vor dem Fernseher sah und das Challenger-Unglück am 28. Januar 1986, welches ich vom Bett aus in München mitverfolgen konnte.

Wahnsinn

Das Asbest, welches sich beim Einsturz der beiden World Trade Center-Türme heute vor 25 Jahren wohl über ganz New York verteilt hat, dürfte zudem als Wolke bis nach Washington D. C. gelangt sein und sich dort endgültig festgesetzt haben. Anders kann ich mir die Entwicklung in den USA nicht mehr erklären; außerdem dürfte nun sicher sein, dass Asbest nicht nur die Lungen, sondern ganz besonders auch das Hirn schädigt.

Nicht nur, dass der amtierende US-Präsident schon länger völlig übergeschnappt ist und die gesamte GOP einschließlich der eigenen Verwandtschaft — die toten Republikaner einmal ausgenommen — nur noch aus hirn- und rückgratlosen Mitläufern besteht, sondern inzwischen selbst die US-Medien immer mehr zum Letzten werden, was so aktuell auf Gottes Erdboden herumkreucht und -fleucht.

Ich weiß nicht wie lange Jimmy Kimmel damit online sein wird, aber er spricht diesen unglaublichen Schlamassel wenigstens noch an.

Wenn wir Menschen nicht mehr sagen und schreiben dürfen was wir möchten, wenn wir nur noch mit ganz bestimmten Menschen Umgang haben dürfen, wenn uns sogar vorgeschrieben wird, was wir denken oder glauben sollen, dann stimmt etwas mit uns Menschen insgesamt nicht mehr!

Aber nein, wir müssen nicht mit dem Finger in Richtung USA zeigen, denn auch bei uns wird es immer unglaublicher. Inzwischen sind auch wir zumindest in Teilen schon mehrheitlich dazu bereit, die allerletzten Vollhonks zu unseren Vertretern zu wählen; Menschen, die schon heute einen Donald Trump ganz alt aussehen lassen.

Wobei sich alle, die noch nicht ausreichend Asbest eingeatmet haben sich immer öfters fragen, warum man als Mensch nur solche Gestalten ernst nehmen und wählen kann. Eine Erklärung wäre, wenn man nicht davon ausgehen möchte, dass diese Wähler schlichtweg debil sind oder doch schon immer Totalitaristen waren, dass diese vor die Wahl gestellt, ob sie weiterhin einen Halbhonk wählen oder dann doch gleich den Vollhonk nehmen sollen, inzwischen aus lauter Verzweiflung heraus letzteren nehmen!

Was dann zur Folge hätte, dass, wenn unsere demokratischen Parteien nicht anstatt ihre Halbhonks immer wieder in Ämter zu schaufeln, diese nicht endlich aus den eigenen Reihen entfernen, der Wähler zum Schluss mehrheitlich, wie bereits in den USA auch, den Vollhonk nimmt.

Die Begründung ist dabei einleuchtend: beim Vollhonk weiß jeder, was er bekommt und woran er ist, bei den Halbhonks hingegen ist es über die Dauer hinweg wie russisches Roulette — und das macht jeden fast ohne Ausnahme über kurz oder lang irre!

Unsere demokratischen Parteien, die weiterhin zumindest an der Basis den Puls der Zeit kennen, müssten um dieses Dilemma wissen! Warum sie dann aber auch noch den allerletzten Honk immer wieder aus der Versenkung holen und in Ämter hieven, wird deren Geheimnis bleiben.

Böse Zungen behaupten dabei, dass die Honkdichte gerade in Parteien seit Jahren stärker zunimmt als im restlichen Teil der Bevölkerung, was sicherlich noch bis in die 1970er-Jahre hinein durchweg andersherum war und tatsächlich etwas mit der damaligen Schulbildung zutun hatte.

„There are many ways that men go dead as they age. One way … they start incorporating all the learned politically-correct behavior and thoughts into who they are, in the process deny what they are.“

Denny Crane, Dances With Wolves (5.3)

Kleinkunst

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Beitragsfoto: Kleinkunst

Kleinkunst

Erfreulich, dass man in Heilbronn immer mehr Kleinkunst im öffentlichen Raum erblicken kann. Oben habe ich einmal ein Beispiel mit angefügt. Wer weiß, wo man diesen US-Präsidenten findet?

Mit einem meiner eigenen fotografischen Abenteuer habe ich aktuell ein Problem. Vor Kurzem hatte ich berichtet, dass sich ein Amtsgericht bei mir meldete. Diesem Amtsgericht habe ich selbstverständlich geantwortet, auch wenn sie mich falsch adressierten. Was nun dazu führte, dass sich die KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Hamburg bei mir meldete. Das Anschreiben datiert vom 1. September 2026 und wurde nicht von einem der 21 dort aufgeführten Anwälte unterschrieben, sondern von einer FNU Liersch. Wie bereits geschrieben, diese Anwältin ist mir sympathisch, alleine, weil sie meine im Impressum des Blogs aufgeführte Anschrift richtig in den Anschriftenblock des Anschreibens einfügen konnte.

Bis morgen soll ich nun eine Gesamtforderung von 419,91 Euro an die besagte Kanzlei überweisen, ansonsten wird sich eines von zwei Amtsgerichten erneut bei mir melden. Beim Schreiben des Amtsgerichts waren es noch 419,66 Euro. Ich muss mal einen Banker fragen, was für Zinssätze bei Gericht so gelten.

Dem Anschreiben wurde eine Forderungsaufstellung beigelegt, die sich zwar spannend liest, allerdings keinen Aufschluss darüber geben kann, wie diese Beträge überhaupt zustande kommen. Interessant dabei, dass diese Forderung der dpa Picture-Allianz GmbH seit dem 23.8.2023 bestehen soll. Bei weit über 20 Rechtsanwälten und wer weiß wie vielen weiteren Angestellten hätte man in den letzten drei Jahren doch einmal prüfen können, ob man meine Adresse auch richtig abgespeichert hat. Da ich aktuell wieder einmal „Boston Legal“ binge, hätte ich so Ideen, warum man das nicht hinbekommt.

Spannend wir es nun aber, da ein weiteres Schreiben dem besagten Anschreiben beigefügt wurde. Dieses stammt angeblich vom 11.3.2026, wurde falsch adressiert und von Dr. Birgit Rase unterschrieben; eine Rechtsanwältin, die im Briefkopf mit aufgeführt ist. Im März diesen Jahres betrug die Forderung noch 346,74 Euro und setzt sich aus 140 Euro Schadensersatz, 85 Euro Dokumentationskosten, Zinsen wohl seit August 2023? — warum auch immer — in Höhe von 41,40 Euro, einer Rechstanwaltsvergütung von 66,95 Euro und einer Auslagenpauschale in Höhe von 13,39 Euro zusammen.

Dann erfahre ich tatsächlich einmal, was mir angeblich zur Last gelegt wird, denn das Schreiben verweist auf einen Blog-Beitrag vom 29. April 2019. Selbstverständlich habe ich das dort beanstandete Bild — meines Erachtens hatte ich ein Foto einer Wahlaufforderung des Europäischen Parlaments abfotografiert — sofort entfernt und durch ein weit besseres von Pixabay ersetzt; hätte ich Depp bereits vor Jahren machen können! Völlig unverständlich für mich dabei, warum ich den gesamten Blog-Beitrag nicht schon lange gelöscht habe; nun wird er wohl alleine aus Dokumentationszwecken hier bestehen bleiben.

Aus reiner Neugierde habe ich das besagte und angebliche dpa-Foto auf der Website der Picture-Allianz gesucht, um festzustellen, was es mich ursprünglich gekostet hätte. Meine Leser dürften es wissen, dass ich Fotos tatsächlich bei den unterschiedlichsten Agenturen käuflich erwerbe — alleine schon um keine Post von einem Rechstanwalt und schon gar nicht von einer ganzen Rechtsanwaltskanzlei zu erhalten.

Leider habe ich das beanstandete Foto nicht im Bestand der Picture-Allianz gefunden. Bekam dann aber die Info, das, wenn ich mich dort registrieren würde, ich auf sämtliche Bilder zugreifen könne. Nach dem erfolgreichen Registrieren bekam ich tatsächlich noch mehr Fotos zu sehen, leider aber weiterhin nicht jenes, das mich nun 140 Euro Netto kosten soll. Wobei ich zugeben muss, dass ich das bei mir beanstandete Foto selber auch nicht verkaufen würde. Kann aber auch sein, dass dieses Foto eine ganz besondere Sonderedition ist, was dann auch den Preis halbwegs erklären könnte.

Eigentlich, alleine nur des Friedens willen, hätte ich den geforderten Betrag schon längst überwiesen, dann aber würde ich dumm sterben müssen, denn ich weiß bis heute nicht, woher das Originalfoto stammt, ob es überhaupt noch existiert oder gar jemals hat und wer der eigentliche Urheber ist?

Wenn ich angeblich zu schnell gefahren bin, bekomme ich wenigstes ein Foto zugeschickt, welches meine Schuld dokumentieren soll. So muss mich nun wohl ein Richter erhellen und der hätte sicherlich etwas weit besseres zu tun.

Auch stellt sich mir die Frage, warum man mich seitens der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei nicht schon vor drei Jahren kontaktiert hat? Dann hätte ich wohl sogleich die 140 Euro überwiesen, schon alleine um des Friedens willens. So muss ich davon ausgehen, dass man so lange gewartet hat, bis mindestens 300 Euro zusammenkamen, damit sich das auch für eine Hamburger Rechtsanwaltskanzlei lohnt.

Ich gebe hier nun nicht bekannt, was Heilbronner Rechtsanwälte und -kanzleien so üblich verlangen, sonst platzen die Hamburger noch vor Neid! Auf alle Fälle binge ich heute noch „Boston Legal“. Und wäre ich etwas jünger und unverheiratet, dann würde ich vielleicht auch noch von jungen Rechtsanwältinnen träumen — nicht aber von den Stalkern unter diesen, denn die sind echt gruselig.

„When God strips you of your talent, He should at least have the decency to strip away the memory of having had it.“

Denny Crane, A Whiff and a Prayer (2.04)

Vermischtes

Der Smart City Index war hier schon 2022 und 2024 Thema, Zeit, um meine Leser wieder einmal auf dem Laufenden zu halten. Bei uns geht seit Jahren alles mit dem Mund, wobei man auch sehr gerne noch ein paar Schilder anbringen lässt, da es immer gut ist, wenn man so ganz nebenbei noch etwas zuverdienen kann. Was mich irgendwie nun wieder daran erinnert, dass wir einmal ein Millionen Euro teures „Gipsmodell“ der BUGA-Stadt hatten; in welchem Promi-Keller wird es wohl gelandet sein? Kann aber auch sein, dass es für weitere Steuergelder schon längst entsorgt wurde, denn eine Augenweide war dieses Steuergelder verschwendende Ungetüm sicherlich nicht.

„Der Smart City Index ist das Digitalranking der deutschen Großstädte. Experten des Bitkom haben dafür in fünf Themenbereichen 14 442 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert. Die 39 Indikatoren berechnen sich aus 174 Parametern pro Stadt – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Ampelanlagen bis hin zur Breitbandverfügbarkeit. Untersucht wurden alle deutschen Städte ab 100 000 Einwohnern. Den Indexwerten liegen Angaben der untersuchten Städte sowie amtliche Statistiken und öffentlich zugängliche Datenquellen zugrunde. Die Ergebnisse sind für jede Stadt einzeln abrufbar.“

Bitkom; Smart City Index 2026 (10.9.2026)

Für uns in Heilbronn — unabhängig davon, was so ein Index aus der Privatwirtschaft überhaupt zu bedeuten hat — ist dabei wichtig, dass wir nun mit einem Index von 71.3 auf dem 53. Platz von insgesamt 83 bewerteten Städten liegen. Noch interessanter, dass wir trotz der Verlautbarungen aus Politik und von unseren systemrelevanten Personen in knapp zwei Jahren um 16 Plätze abgerutscht sind. Am interessantesten ist dabei, dass unser Gemeinderat die dafür verwendeten Steuergelder ganz offensichtlich völlig umsonst aus dem Fenster geschmissen hat.

Wer sch nun etwas mehr interessiert, der findet alle Heilbronner Index-Daten gleich hier. Kann aber auch sein, dass es dafür schon längst ein Smart-City-Stadt-Gipsmodell im Rathaus gibt.

Ich hätte diesbezüglich tatsächlich einen Verbesserungsvorschlag, der sich an die Stadtschilder aus den Hollywood-Western anlehnt, nämlich digitale Straßenschilder: „Heilbronn – Smart City Stadt – Index 71.3“.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, was dieses Mal die Hofberichterstatter dazu berichten werden. Ich vermute, die machen auf die fehlende Relevanz eines solchen Indexes aufmerksam.

Heute konnte ich in völliger Ruhe meine Bahnen in der Neckarhalde ziehen, mein bestes Badeerlebnis dieses Jahr überhaupt! Bei meinem letzten Besuch traf ich Hannes Finkbeiner unter der dortigen Dusche, was in gut 60 Jahren zum ersten Mal der Fall war. Wahrscheinlich wollen nun alle Heilbronner mindestens einmal in der Neckarhalde gewesen sein, noch bevor dieses Kleinod völlig platt gemacht wird.

Gestern fuhren meine bessere Hälfte und ich in die baden-württembergische Pampa, um uns dort mit guten Bekannten zu treffen. Noch als junger Mann hätte mir die Rückfahrt sicherlich gefallen, wobei ich meinen kleinen Flitzer ausgetestet hätte. Nun aber tat ich mich mit diesen vielen Kurven nächtens doch etwas schwer. Verkehrstechnisch ist die Pampa weiterhin so gut befahrbar wie vor 40 Jahren, von ein paar neuen Schildern einmal abgesehen — echte Veränderungen werden bei uns inzwischen in Jahrhunderten gemessen.

Kein Mensch kann mir bis heute verständlich machen, warum wir mit Steuermitteln Weinberge oder Autofabriken erhalten müssen? Vor Jahrzehnten hatte ich noch verstanden, dass man aus einer Freien Marktwirtschaft eine Soziale Marktwirtschaft machen muss. Dass wir nun aber aus unserer Sozialen Marktwirtschaft eine Klientelwirtschaft machen, dafür fehlt mir jegliches Verständnis — könnte allerdings an meinem Alter liegen.