Schachfiguren

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Beitragsfoto: Schachfiguren | © Elmer L. Geissler auf Pixabay

Erinnerungen

Man hat mich wieder einmal getriggert. Kurz vor Tagesende muss ich an die Münchener Freiheit denken. 1985 war ich bereits ein Jahr lang Münchener und kannte somit auch deren Musik. „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“ ist auf dem Album „Von Anfang an“ (1986) zu finden.

Schnulzenmusik passte in dieser Zeit wunderbar zum Oktoberfest und einem Traktor, der immer wieder einmal in München Schwabing zu sehen war. Und wer glaubt, dass dies nicht noch schlimmer geht, der kennt das folgende Lied noch nicht.

In einer etwas abgespeckteren Version findet man dieses „Epos“ auf der LP „Fantasie“ (1987). Heute weiß ich, dass wer Träume hat, der hat auch Visionen (Helmut Schmidt) und … sollte dringend zum Arzt gehen.

Nun bin ich versucht auch noch gute Musik aufzulegen, so kurz vor Mitternacht wohl keine gute Idee. Mal schau’n, was der kommende Tag so bringt — ein wenig Franz Beckenbauer musste jetzt aber noch sein!

Vermischtes

Weil es mit meinem Schachspiel nicht mehr so richtig klappt, tröste ich mich inzwischen mit Sudoku. Das gibt mir das Gefühl noch halbwegs kombinieren zu können. In Bochum gibt es Menschen, die haben eine Lösung für „mein Problem“ gefunden. Walter Rädler schreibt hier über den Bad at chess club. Nun bin ich versucht, zum nächsten Treffen der Europäischen Föderalisten mal ein Schachbrett mitzubringen.

Dass deutsche Musik auch anders geht, das zeigte Herbert Grönemeyer bereits 1984; schnulzig auf „Norddeutsch“. Das Lied befindet sich auf der LP „4630 Bochum“ vom selben Jahr. Wer kennt übrigens noch Wolle Kriwanek?

Der heutige Europastammtisch war sehr erfrischend und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Zwiebelrostbraten genau so wie ich ihn wollte. Die Gespräche gewohnt spannend und unterhaltend zugleich.

Guido Kühn bringt es wieder einmal auf den Punkt. Er nennt es „Unser Weltkonzept“.

Diskriminierung

Und schon geht es wieder los, denn gerade jene, die mit ihrem Leben für unser Land eintreten müssen und vielleicht auch wollen, sollen erneut massiv diskriminiert werden. Denn ganz selbstverständlich sollen wieder alle, die ihrem eigenen Leben und vor allem ihrer eigenen Gesundheit mehr Bedeutung schenken als ihre Mitbürger, mindestens genau so viel „verdienen“ wie jene, die sich bereit erklären ihrem Land zu dienen und damit zumindest ihre Gesundheit vielleicht sogar auch ihr eigenes Leben zu opfern.

Mit ganz wenigen Ausnahmen waren und sind Drückeberger wie Ersatzdienstleistende Egoisten par excellence und wesentlich dafür verantwortlich, wo unser Land und unsere Gesellschaft heute stehen! Ich nehme jene Mitbürger davon aus, die tatsächlich keiner Fliege ein Leid zufügen können und lieber selber sterben als einem anderen Menschen weh zu tun. Solche Menschen gibt es tatsächlich und für diese wurde auch die Gewissensprüfung völlig zurecht geschaffen.

Leider aber sind die meisten mir bekannten Wehrdienstverweigerer gerade jene, die ohne auch nur mit der Wimper zu zucken ihre Mitbürger in den Tod schicken — der Bundestag ist noch heute voll davon.

Sehr gerne „kaufen“ sich diese Herren später in ihrem Leben einen Dienstgrad bei der Bundeswehr, wohlwissend, dass sie selbst nie in einen Schützengraben steigen werden müssen.

Eine Diskussion darüber wie schwer der Ersatzdienst war oder ist, greife ich nicht auf, weil es tatsächlich nur darum geht, wer seine Gesundheit oder gar sein Leben für das Recht Staatsbürger zu sein auch zu opfern bereit ist.

Kein Land und vor allem keine Demokratie haben ohne eine solche Opferbereitschaft eine Überlebenschance. Eigentlich wissen wir das alle ganz genau, dennoch subventionieren und fördern wir die Schlümpfe unter uns — das ist ohne Wenn und Aber pathologisch und wohl der wahre Grund, warum wir heute am Rande unserer eigenen Existenz stehen.

Und schon sind wir wieder beim obigen Bild von Guido Kühn.


Film

2.8.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Willkommen

Vermischtes

Nicht nur das Käffchen mit Detlef Stern am Freitag war Entspannung pur, sondern auch das Europäische Frühstück am Samstag. Und weil es so schön war, gab es nachmittags noch eine Wohnungseinweihung in Stuttgart. Die sensibleren Exemplare von uns Menschen können am eigenen Leben Migration und seine Folgen erleben. Bei entsprechenden Vorträgen fragte ich immer gerne ab, woher die Großeltern der Anwesenden stammen — ein sehr kurzer Augenblick der Menschheitsgeschichte. Äußerst selten stieß ich dabei auf 1 000 Jahre Inzucht im selben Dorf.

Melanie Mühl gibt in der FAZ Tipps darüber, wohin man jetzt besser nicht mehr reist. Wir Menschen, die wir alle Migranten sind und somit das Reisen im Blut haben, machen meines Erachtens bei uns in der Westlichen Welt einen kapitalen Fehler, denn wir reisen meist nur noch um des Reisens willen — koste es, was es wolle! Ob wir dabei einzig aus schnöder Langeweile reisen, weil wir uns selbst nicht mehr ertragen können oder einfach nur deshalb, weil wir es unseren Nachbarn meinen beweisen zu müssen, was für tolle Hechte wir sind, ist unerheblich. Wir schaden nur uns und unserer Umwelt.

Jedes Reisen muss einen echten Sinn und Zweck haben. Und das muss jeder Reisende für sich selbst ausmachen. Nur um auch einmal, so wie Millionen anderer Menschen zuvor, dort gewesen zu sein, ist dabei zu wenig Begründung. Den Nachbarn neidisch gemacht zu haben wohl die allermeiste. Wenn man sich selbst nicht leiden kann, dann kann man sich auch auf dem Mars nicht wirklich mehr oder besser leiden! Und wer meint, Bildung zu besitzen, nur weil er auch am Nordpol war, der besitzt vielleicht alles, nur keine Bildung.

Ceuta

Wieder einmal kann man sehen, was es bedeutet, wenn man die Gegenküste nicht kontrolliert. Jene 50 bis 100 Millionen Euro, die unsere Politiker sparen wollten, indem sie den Arabischen Frühling verhungern ließen, haben uns schon heute unzählige Milliarden Euro gekostet.

Wen das Ganze etwas weiter interessiert, der kann gerne meine entsprechenden Blog-Beiträge vor ca. 12 Jahren herauskramen. Auch mein erstes Buch aus 2020 versucht das mit der Migration ein klein wenig zu erklären.

Dass sich aber jüngst um die 60 000 Menschen in ein paar Tagen nach Ceuta bewegten ist eine mehr als traurige Angelegenheit. Man spielt nicht mit Menschenleben! Wobei es bis heute den meisten verantwortlichen Politikern nicht um Menschenleben an sich geht, sondern diese wollen nur möglichst billig an Wählerstimmen gelangen. Dass dabei dann ein paar Hundert und vielleicht sogar Tausende Menschen sterben müssen, ist ein ganz normaler politischer Kollateralschaden.

Und je weiter diese Menschenleben vom eigenen Wahlkreis entfernt sind, umso weniger interessiert es unsere Entscheidungsträger. Zugegeben, deren Wählern ist dies ebenfalls völlig schnurz.

Und so wurde die damalige Chance des Arabischen Frühlings für Europa und den gesamten Mittelmeerraum nicht genutzt; die damaligen Politiker waren mehr als von ich selbst beeindruckt und ließen wirklich jeden wissen, dass man Probleme erst dann versucht zu lösen, wenn die Mehrheit der eigenen Wählerschaft davon existentiell betroffen ist.

Bisher haben wir Europäer auch die Einwanderungswelle 2015 und die Kriegsflüchtlinge 2022 halbwegs gut verkraftet. Und so gibt es insgesamt gesehen bei unseren Politikern, bis auf jene, die alleine wegen der Migrationsangst gewählt werden, noch keinen ernstzunehmenden Handlungsbedarf. Man macht meist zwar auch ein wenig auf Populismus und Fremdenhass, nimmt gerne dabei ein paar Wählerstimmen mit, aber ist selbst noch zu weit weg, um sich eigene Gedanken darüber zu machen, ob und wie man dieser Herausforderung am besten begegnen könnte.

Seit gut 200 000 Jahren wandern Menschen nach Europa ein und wir haben bis heute noch keine nennenswerte Willkommenskultur entwickelt. Das muss man erst einmal hinbekommen!

Zum Weinen

Ich weiß nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. Seit der Wende lässt sich der Ausverkauf unserer bundesdeutschen Bildung nicht mehr leugnen und auch nicht mehr stoppen. Der dumme Bürger wurde zum Leitbild unserer Gesellschaft — der kleinste gemeinsame Nenner der beiden Deutschlands. Alle die auch nur im Ansatz dieser fürchterlichen Entwicklung entgegensteuern wollten, wurden verteufelt und kalt gestellt.

Und nun kommt es wie es kommen musste und von Anfang an auch abzusehen war. Selbst jene, die ihr gesamtes Berufsleben damit verbrachten kleine Kinder in den Brunnen zu schubsen, finden nun, dass Deutschland ein Bildungsproblem hat.

Aktuell beklagt die Chefin des Hamburger Oetinger Verlages die mangelnde Bildung und fordert einen „Elternführerschein“. Zugleich kritisiert Julia Bielenberg auch die Politik. Sie habe das Gefühl, wir sind vom Mittelmaß regiert. Guten Morgen Frau Bielenberg, wo haben sie die letzten Jahrzehnte gewohnt? Hamburg dürfte schon etwas länger hinterm Mond liegen.

Nicht umsonst haben die Vorgänger der heutigen Helikoptereltern bereits vor 50 Jahren ihre dümmsten Sprösslinge für einen Schulabschluss an die Küste geschickt. Die schlimmsten Fälle wurde dabei nach Westberlin verfrachtet. Was nun nicht bedeutet, dass es an der Küste keine intelligenten Menschen gab. Die gab und gibt es sicherlich auch heute noch — was erklären könnte, dass Schulnoten nun immer öfters besser als Eins sind. Was zur Folge hat, dass eine volle Punktzahl inzwischen als Mittelmaß angesehen werden muss — ein Einser-Abiturient halbwegs lesen und schreiben kann.

„Rituale sind für die Zeit was Dinge für den Raum sind.“

Detlef Stern (2.8.2026)

Stones

31.7.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Coverfoto

Wanderung

Am gefährlichsten sind die Wanderbewegungen aus den demokratischen Parteien heraus in die AfD. Man kann weiterhin davon ausgehen, dass Parteimitglieder zu den politisch engagierteren Mitbürger und damit zu den Tragpfeilern einer jeden Demokratie gehören. Auch sollte man davon ausgehen können, dass diese nicht so schnell von tumben Sprüchen und Schauläufen zu beeindrucken sind.

Schon etwas länger her, da saß ich auf einem Podium und neben mir der Antagonist von der AfD. Nach einer für mich sehr unglücklich verlaufenden Podiumsdiskussion kam der Mann freudestrahlend auf mich zu und meinte, dass wir uns noch aus den FDP-Zeiten her kennen würden.

Besser bekannt dürfte sein, wie Unions-Politiker stetig die AfD nähren. Dabei kann man feststellen, dass diese meist ihre Parteikarrieren hinter sich hatten oder für sich keine große Zukunft mehr in ihrer Partei sehen. Wanderbewegungen zwischen den Parteien sind an sich nichts Verwerfliches aber dann doch bemerkenswert, wenn politisch Engagierte aus demokratischen Parteien heraus hin in totalitaristische abwandern.

Positiv betrachtet, trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Weniger positiv betrachtet, haben wir ein handfestes Problem! Aktuell torpedieren Ost-Politiker wie Michael Kretschmer die eigene Partei ganz massiv und dies obwohl man ihnen weiterhin lukrative Ämter sichert. Was vermuten lassen könnte, dass es auch keine gute Idee ist, wenn man auf Teufel kommt raus versucht, die eigene Spreu zu behalten.

Vermischtes

Vorgestern gab es eine sehr unterhaltsame Stallwächterparty. Erfreulich dabei, dass es so viele Helfer wie noch nie gab. Das bot mir die Gelegenheit, um für die Hertensteiner Gespräche zu werben. Und so sieht es ganz danach aus, dass ein Landtagsabgeordneter einen eigenen Gesprächskreis anbieten wird. Auch konnte ich den einen oder anderen Föderalisten nochmals daran erinnern, sich noch anzumelden. Noch heute hoffe ich darauf bereits die achtzigste Anmeldung entgegennehmen zu können.

Hatten wir beim letzten Mal rein zufällig einen französischen Schwerpunkt bei den Gesprächen, so kristallisiert sich dieses Mal ein polnischer heraus. Es ist immer wieder spannend mit anzuschauen, wie solche offenen Gespräche schnell beginnen ein Eigenleben zu entwickeln.

Gleich heute morgen gibt es ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern und am Samstag weitere gute Gespräche mit lokalen Föderalisten vor Ort. Ich gehöre noch zu jenen, die an Kommunikation jenseits der Social Media glauben.

Andy Burnham scheint über Verstand und Mut zugleich zu verfügen. Auf alle Fälle ist seine Ankündigung, dass er der Berufsausbildung wieder zu mehr Renommee verhelfen möchte und deshalb von dem jahrzehntelangen Ideal einer Universitätsbildung für alle abrückt, bemerkenswert. Dave Keating macht sich darüber in einem Blog-Beitrag „Burnham is right: less people should go to university“ seine ganz eigenen Gedanken.

Das Schild „Liebe Eltern! Jedes unbeaufsichtigte Kind erhält von uns einen Liter Cola, ein großes Schokoeis und einen Hundewelpen geschenkt.“ dürfte nicht sehr lange angebracht gewesen sein.

Wer die ZDF-Doku über die Bahn — hier im Blog bereits schon einmal verlinkt — noch nicht gesehen hat, der sollte sich ein wenig sputen, denn die Deutsche Bahn möchte diese Dokumentation verbieten lassen. Wenn man mir die Milliarden Euro Steuergelder nur so in den Hintern schöbe, dann könnte selbst ich ein paar Cent „Gewinn“ machen.

Auf alle Fälle zeigt dies eins ganz gut, ob Bahn oder Kanzler, wir Deutschen sind Weltmeister im Verklagen. Wohl deshalb gibt es bei uns weiterhin mehr Juristen als Bestatter.

Es dürfte kein Geheimnis mehr sein, dass sich die Union nach den diesjährigen Landtagswahlen einen neuen Kanzler sucht. Da geht es der CDU besser als uns Deutschen insgesamt, denn wir können kaum unsere Bahn durch die belgische oder gar die Schweizer Bahn ersetzen.

Nachdem ich die oben gezeigte LP dann doch nicht für so gut befunden habe, guckte ich mir nochmals das Plattencover etwas genauer an. Ich finde, dies ist ganz gut gelungen und passt sehr gut zum Einstieg in diesen heutigen Blog-Beitrag.

Auslaufmodell

Guido Kühn brachte es gestern auf den Punkt. Wobei die meisten von uns Auslaufmodelle sind, wir wollen es nur nicht wahrhaben. Mein größter Fehler in meiner Jugend war es an die Vernunft im Menschen zu glauben, dabei hätte man es besser wissen müssen: der mündige Bürger ist ein Hirngespinst!

Dass sich Guido Küh dabei gerade an einem Audi festzurrt, passt wiederum voll und ganz in mein Blog, da wir weiterhin ein Audi-Werk bei uns haben und die große Politik jüngst wieder schwört, dieses Werk bis aufs letzte Wählerblut zu verteidigen — komme da, was wolle!

Irgendwie hat es immer etwas Anheimelndes, wenn das eine Auslaufmodell dem anderen Auslaufmodell ewige Treue schwört. Das hatten wir sicherlich schon bei den Postkutschen, den Pferden sowie bei Kohle und Stahl.

Und so werden wohl bald die „SuperSUV Q9“ bunt angemalt der Bundeswehr zum Stückpreis von mindestens einer halben Millionen Euro als Superpanzer verkauft. Hatten wir alles schon einmal und Mercedes stößt sich u. a. mit dem Wolf schon wieder einmal gesund. Die anderen Autohersteller werden sicherlich bald folgen und die politische Begründung kenne ich auch schon: es ist für die Soldaten gut, wenn sie nicht nur Mercedes, sondern auch Audi, Porsche, VW und BMW fahren können, denn das erhöht deren Chancen auf dem echten Arbeitsmarkt — die 1980er-Jahre lassen grüßen!

Schlimmer ist nur noch unsere Werftindustrie an Deutschlands Küsten, einmal ganz abgesehen von unseren Flugzeugbauern, denn da kauft die Bundeswehr für Hunderte von Milliarden Euro Schiffe und Boote und kein einziges ist davon zu gebrauchen. Die Luftwaffe kann man wenigstens dazu nutzen, um unsere Volksvertreter von A nach B zu fliegen — zumindest manchmal klappt es.

Das Gute oder auch nicht an Auslaufmodellen ist es, dass diese sehr lange auslaufen — meistens über ganze Generationen hinweg. Und keine Krise wird jemals groß genug sein, um dies zu ändern.