Blitz

Zu Ende gedacht 5 (4)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Noch vor Jahren führte ich heftige Diskussionen mit Ewiggestrigen, wobei diese zu meinem großen Erstaunen selbst des öfteren über eine eigene Zuzugsgeschichte verfügten.

Am besten verliefen solche Diskussionen, wenn ich ihnen plötzlich völlig recht gab und wir gemeinsam die „Straßenbild“-Diskussion zu Ende dachten.

Also erst einmal die auffälligen Ausländer aus unserem Land entfernen. Dann jene, die keiner profitablen Arbeit nachgehen. Hierbei kamen meinen Ewiggestrigen schon die ersten Bedenken, sobald ich Friseure und sonstige überflüssige Berufe gleich mit einbezog.

Wieder im Boot hatte ich sie aber, wenn es um all jene Migranten ging, die Transferzahlungen beziehen, also auch raus aus unserem Land. Heftig dann die Diskussionen wann ein Sozialhilfeempfänger nicht mehr als Migrant zu zählen ist. Kaum einer wollte auf seine eigene Oma verzichten, die erst im Rentenalter nach Deutschland kam. Spannend auch dabei, dass sich weder Österreicher, Russen, Franzosen, Italiener oder Griechen selbst als Migranten sahen, von den -skis einmal ganz zu schweigen.

Wenn wir dann aber rein hypothetisch alle unproduktiven Menschen mit Zuzugsgeschichte entfernt hatten, war es schon richtig einsam um uns herum.

Richtig heftig wurde es aber dann, wenn ich die Frage stellte, warum wir bereits jetzt mit dem Aussieben aufhören sollen, denn es gab weiterhin doch noch viel zu viel unproduktive Mitbürger im Land.

Die Betroffenheit dann groß, wenn wir nicht nur die Kranken und Bescheuerten insgesamt in Frage stellten, sondern auch jene, die nicht wirklich in ein Land Goethes und Schillers passen.

Völlig kleinlaut dann alle, wenn ich zum Schluss die kaiserliche Frage stellte: „Wo haben Sie denn gedient?”

Heilbronn wäre letztendlich eine Kleinstadt geworden, eher aber ein Dorf.

Einig waren wir uns aber allesamt bis zum Schluss, dass es immer die anderen sind, die „die Schuld“ auf sich nehmen müssen. Ein christliches Menschenbild konnte ich dabei nie finden.


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Wirtschaftsförderung 5 (2)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Mercedes darf nun für ca. 2 Milliarden Euro an die Bundeswehr gut 2 000 Wölfe verkaufen. Es wird wohl keinen wundern, wenn es dabei wieder einmal etwas teurer wird.

Die USA kaufen derweil in einem ersten Los über 20 000 Oshkosh JLTV für ca. 6 Milliarden US-Dollar. Auch hier wird es keinen wundern, wenn diese US-Fahrzeuge auch noch besser für einen militärischen Einsatz geeignet sind.

Insgesamt planen alleine die USA weit über 50 000 dieser Fahrzeuge zu kaufen, was nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich großen Sinn macht.

Nun hätte man sich auch bei uns überlegen können, sich im Rahmen der NATO diesem Programm anzuschließen, viel Geld zu sparen und dafür zu sorgen, dass die NATO-Streitkräfte gemeinsam schlagkräftiger werden.

Wir dürfen uns aber eher sicher sein, dass Mercedes der Bundeswehr noch weitere Fahrzeuge aus seinem Programm verkaufen darf. Und weil uns unsere Landesverteidigung so sehr am Herzen liegt, dürfen bestimmt auch bald BMW und der VW-Konzern liefern.


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Neuzeit 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die aktuelle Regierung arbeitet vehement und unisono an der Neuzeit.

Wie wir alle erfahren durften streicht nun die Lufthansa die Inlandsflüge zusammen und die Bahn verlangsamt signifikant die Geschwindigkeit aller ihrer Züge. Auf den Autobahnen sind die 80 Stundenkilometer inzwischen fast bereits Normalität und in den Städten die Schrittgeschwindigkeit mehr als populär.

Auch beim Erhalt beziehungsweise dem Rückbau unserer Infrastruktur wird auf Entschleunigung gesetzt. 40 Jahre Planungszeit für neue Projekte sind nun gang und gäbe und auch die Bauzeiten werden künftig in Jahrzehnten bemessen.

Die Politik hat erkannt, dass wir Deutschen damals sehr viel glücklicher waren, damals als noch die Postkutschen durch die Gegend schaukelten, die Prinzen und Prinzessinnen zur Jagd bliesen und der Führer uns sagte, wo es lang geht.

Und so ist es nur folgerichtig, dass unsere Industrien ins Ausland überführt werden und der gute alte Ackerbau zum Maß aller Dinge erklärt wird.

Einzig und alleine störend sind noch das „Stadtbild“, wo doch noch zu viele Ausländer zu finden sind, die nicht aufs Oktoberfest oder ins Brauhaus wollen bzw. Kuckucksuhren kaufen, und unsere noch halbwegs funktionierende Justiz: Korruption, Pädophilie und Frauen prügeln sind doch keine Straftaten, sondern Kulturgut!

Demnächst schicken wir auch wieder unsere kräftigen jungen Männer allesamt, zumindest aber im Losverfahren, zur Kartoffelernte auf die Felder, damit auch jeder weiß, wohin bei uns der Hase läuft.