Blitz

Mormonismus 5 (1)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Jeder kennt die jungen Menschen, die regelmäßig auf der Straße stehen und einen in tiefgründige Gespräche verwickeln möchten. In diesem Falle spreche ich nicht von jenen, die einem den Wachturm andrehen möchten und oftmals auch nicht mehr ganz so jung sind, sondern von jenen, die meist sehr adrett gekleidet mit einem amerikanischen Akzent für ihre Religion werben.

Bei einem meiner ersten etwas längeren USA-Aufenthalten fand ich mich in einer Mormonenfamilie ganz gut aufgehoben, stellte mir dann aber doch die Frage, was ich mit zwei oder mehr jungen Damen anfangen möchte, wenn ich schon mit einer einzigen nicht zurecht komme.

Seit dieser Zeit ist es mir aber immer wieder eine Freude, mit diesen jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Schon etwas länger frage ich mich, warum ich auch in Heilbronn immer wieder auf Mormonen treffe. Inzwischen weiß ich, dass es auch in Heilbronn eine entsprechende Gemeinde gibt.

Heute aber kamen wir im Zuge eines etwas längeren Gespräches auch auf den Mormonismus zu sprechen. Dabei tauchte erstmals die Frage auf, warum jeder von uns, wenn er auf missionierende Mormonen trifft, es immer mit US-Amerikanern zu tun hat?

Früher waren alle in Deutschland Missionierenden auch deutschsprachig, heute ist es mindestens einer von zweien, aber jeder gefühlt ein US-Amerikaner.

Wenn die Mormonen inzwischen weltweit zu finden sind, warum trifft man dann nicht zumindest ab und zu auf einen Chinesen oder Inder, zumindest aber auf einen Afrikaner, der für seine Religion wirbt?

Wir konnten heute keine Erklärung finden, vielleicht aber lüftet einer meiner Leser dieses Geheimnis.


Blitz

Losverkäufer 5 (1)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die Widerlinge in unserer Gesellschaft, die sich ansonsten nur als Fahnenflüchtige und Drückeberger einen Namen machen, haben nun wieder einmal einen Höhenflug: die Wehrpflicht im Losverfahren.

Ich halte schon jetzt jede ehrliche Wette, dass das gerade propagierte Losverfahren nur jenen zum Vorteil gereicht, denen wie bereits zuvor den eigenen Eltern auch nur die Fahnenflucht und die Drückebergerei bliebe.

Eine Wehrpflicht in Deutschland generiert nur Deppen wie mich — aka Freiwillige — oder Mitbürger, die sich von wirklich jedem über den Tisch ziehen lassen, also auch wieder Deppen.

Wenn wir in Deutschland nur halbwegs ehrlich miteinander wären, dann würden wir diese neue gesellschaftliche Errungenschaft von vorne herein gleich Deppenpflicht nennen!

Dasselbe gilt bei uns schon lange für die Steuer, denn die wird ebenfalls nur von uns Deppen beglichen!


Blitz

Posthum 5 (3)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Heute hat mich Thomas Michl getriggert, einfach nur dadurch, dass er mir einen Link zu einem Artikel von Oliver Stenzel in der Wochenzeitung Kontext mit dem Titel „Nazijäger darf nicht Ehrenbürger werden“ vom 15.10.2025 schickte.

Jeder auch nur halbwegs gebildete Deutsche kennt Fritz Bauer und weiß, dass dieser bereits schon etwas länger tot ist. Für mich neu war, dass er sich auch gegen den § 175 stark machte und er aus Stuttgart stammte.

Aber nun zu der Forderung, toten Menschen im Nachhinein Ehrungen zukommen lassen zu wollen. Ich gebe dabei zwei Dinge zu bedenken. Erstens hilft es dem Geehrten gar nicht und zweitens ist es nur eine Selbstbeweihräucherung der Ehrenden.

Schlimmer noch, es kann sogar in eine Art Leichenschändung ausarten! Stellen wir uns nur einmal vor, Fritz Bauer konnte aufgrund seiner eigenen Geschichte mit Stuttgart überhaupt nichts mehr anfangen und hasste diese Stadt sogar noch? Stellen wir uns weiterhin vor, er hätte sämtliche entsprechende Ehrungen bereits im Vorfeld vehement abgelehnt!

Was würde dies nun für eine posthume Würdigung bedeuten? Ein weiterer Arschtritt und das noch gegen jemand, der sich überhaupt nicht mehr selbst wehren kann!

Deswegen bin ich außer bei Tapferkeitsmedailien, die man schon immer meist toten Helden verlieh, gegen jegliche posthume Würdigung. Im Zweifelsfalle für den Angeklagten!

Wenn den Stuttgartern damals etwas an Fritz Bauer gelegen wäre, dann hätten sie ihm noch zu Lebzeiten eine Ehrung angeboten.