Blitz

Nicht korrekt 5 (2)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Nachdem es nicht nur bei den prominenteren Bürgerschaftsteilen das Thema der Stadt ist, sondern jetzt noch die Heilbronner Stimme ausführlich darüber berichtet, muss auch ich meinen Senf dazu geben.

Unser OB ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er Nägel einschlagen oder gar Fässer anstechen kann. Vielleicht erinnert man sich noch an seine ersten Versuche als OB, ein Bierfaß beim Volksfest anzustechen.

Seit Freitag nun verbreitet seine Fan-Gemeinde, dass er dieses Mal keine zwei Schläge benötigte. Ich habe nun ein paar Fans weniger als ich darauf antwortet, dass ein OB doch wenigstens etwas gut können sollte.

Qualifizierte Beobachter dieser bürgermeisterlichen Leistung haben allerdings erkannt, dass man dem OB bei seinem, für ihn durchaus beachtenswerten Erfolg den Zapfen gehalten hat und damit stünde auch dieser Erfolg außerhalb jeglicher Wertung.

Wie ein Freund dazu bemerkte, „Hauptsache es wird über einen gesprochen“. Und so werden seine Fans weiterhin durch die Stadt ziehen und seine vermeintlichen Erfolge verkünden — die Heilbronner Stimme scheint ihm dafür nicht mehr zu genügen.


Blitz

Eichung 4.8 (4)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Unserer bundesdeutschen Justiz mangelt es grundsätzlich an einer demokratischen Eichung, zumindest aber hat sie eine sehr bemerkenswerte Auslegung von Recht, so meine laienmäßige Beobachtung aus den letzten Jahrzehnten.

Zum einen verschwenden viel zu viele windige Anwälte ihre Zeit damit, um unser Justizsystem mit unzähligen wie völlig unnützen Abmahnungen und Klagen zu saturieren und zum anderen entscheiden Gerichte viel zu oft im Sinne der Täter, wie es ganz aktuell wieder bei einem Prozess gegen die nachgewiesenen Betrügereien der Automobilindustrie zu sehen ist.

Hinzu kommt, dass unsere Gefängnisse mit einem ganz bestimmten Klientel gefüllt sind und nicht, wie man es vermuten könnte, die Insassen in etwa durchschnittlich unsere Bevölkerung widerspiegeln. Alleine betrachtet stellen diese Beobachtung jede für sich bestimmt keinen Trend dar, aber insgesamt gesehen, darf man durchaus vermuten, dass unser Justizsystem mangelhaft ist.

Und so könnte man sich einmal überlegen, woran dies liegen könnte. Ich vermute stark, dass man nach 1945 ganz vergessen hat, u. a. auch die Justiz neu zu sortieren. Dieselben Staatsanwälte und Richter, die vor 1945 erfolgreich waren, blieben dies auch nach 1945; wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und als man dann doch so langsam damit begonnen hat, sich einmal Gedanken über die Folgen einer fehlenden Entnazifizierung zu machen, kam schon die Wiedervereinigung und man übernahm auch diese Kollegen aus dem nächsten Unrechtsstaat. Auch dieses Mal soll es wieder vorgekommen sein, dass aus sehr populären Richtern und Staatsanwälten des Regimes einfach noch erfolgreichere Rechtsanwälte wurden.

Und von einem Ausmisten an den entsprechenden Universitäten hat man so wenig gehört, dass man sich auch hierbei die Frage stellen könnte, ob man dort überhaupt ein demokratisches Grundverständnis verpflichtend gemacht hat.

Zu allem Übel hat der wohl jahrzehntelange Mangel an geeigneten Rechtsstudenten dazu geführt, dass man auf überhaupt keinen Absolventen unsere Rechtsschmieden verzichten konnte oder wollte, selbst wenn diese ganz bekennend und ganz aktuell nicht auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. Und wenn solche Absolventen schon eine kriminelle Ader haben, darf man durchaus vermuten, dass diese grundsätzlich kriminell veranlagt sind, was sie für jegliche Judikative unbrauchbar machen müsste.

Und so darf es eigentlich auch nicht verwundern, wenn Urteile gefällt werden, die kaum ein unbescholtener Bürger nachvollziehen kann — leider aber nicht mangels eigenem Verständnisses. Sondern es fehlt aus Bürgersicht einfach die richtige Justierung bei der Auslegung unseres gemeinsamen Rechtswesens. Und dieses Rechtsverständnis sollte eher bürger- als regierungsnah sein und ganz besonders eher dem Opfer- als dem Täterschutz dienen.

So sieht es danach aus, dass man auch vor Gericht mit mehr Geld und mehr Einfluss besser über die Runden kommt als ohne. Und wenn man einmal verurteilt wird, dann, dass das eigene Vermögen oder das der Verwandtschaft wesentlich über das Strafmaß entscheidet. Hierbei könnte man durchaus von einer Ablass-Justiz sprechen.

Und so müssen wir Bürger davon ausgehen, dass man bei uns ab einer bestimmten Prominenz oder einem bestimmten Vermögen über deutschem Recht und Gesetz steht. Und wer dies alles nicht hat, der ist gut beraten, wenn er sich mit solchen „Übermenschen“ gut stellt — dass unsere Demokratie dabei auf der Strecke bleibt, dürfte wohl jedem verständlich sein!


Müllberge

Begrüßung 5 (3)

Beitragsfoto: Gottlob-Frick-Platz

Nach meiner Rückkehr gab es noch einen kurzen Spaziergang um den Block und ich war wieder voll und ganz zurück in Heilbronn.

Nein, es sind nicht irgendwelche Menschen oder gar die Juden, die Muslime oder die Kanacken, die unsere Stadt so verschandeln. Es sind dumme, faule oder auch nur zu tiefst asoziale Heilbronner, die unsere Stadt so herrichten. Aber diese Art von Menschen gibt es weltweit und dies auch noch zu Hauf!

In jenen Städten wo dies nicht so aussieht, da wählt man sicherlich Bürgermeister, die etwas können und zudem auch noch für ihre Stadt etwas ganz uneigennützig zum Positiven bewegen wollen. Noch wichtiger aber, da zählen in der Stadtverwaltung sicherlich verstärkt Eignung, Leistung und Befähigung und eher wohl nicht nur Parteibuch, Verwandtschaft oder gar ein Techtelmechtle.

In der Bundeswehr pflegte man zu sagen, dass der Fisch am Kopf zuerst stinkt.

Und so ganz nebenbei, wer ist überhaupt Gottlob Frick und was musste dieser bloß machen, dass er in Heilbronn einen eigenen Platz bekommt. Eigentlich will ich es gar nicht wissen.