Blitz

Europäische Verteidigung 5 (3)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Immer mehr Politiker und Schreibtischtäter kommen zu der Auffassung, dass Europa ohne die USA besser dastehen würde und sich durchaus selber verteidigen kann. Manche meinen gar, dass es nichts zu verteidigen gibt, da die Russische Föderation und deren Nachbarn im Osten unsere engsten Freunde seien.

Deshalb hier einmal ein Szenario, das hoffentlich nie eintreten wird.

Die USA haben sich schon etwas länger militärisch aus Europa verabschiedet, da sie alle Kräfte benötigen, um Japan, Südkorea, Taiwan und Australien vor chinesischen Angriffen zu schützen. Europa hat seine Neutralität erklärt und verurteilt die US-amerikanischen Einmischungen im Fernen Osten. Milliarden an Euro fließen derweil jährlich nach Frankreich, um eine europäische nukleare Abschreckung zu unterhalten, die es so eigentlich gar nicht gibt.

Gerade als die EU-Kommission aus China zurückkehrt, muss Europa völlig überrascht feststellen, dass sämtliche Unterseekabel in die USA und den Rest der Welt gekappt und weitere Öl-, Gas- und Energieleitungen von Unbekannten zerstört wurden. Die Regierung des Vereinigten Königreichs erklärt kurz darauf die Erneuerung ihrer Splendid Isolation und die Schweiz schließt ihre Grenze für alle, die nicht mindestens 10 Millionen Euro in Bar vorweisen können.

Derweil intensivieren sich die Unruhen in den europäischen Vorstädten und links- wie rechtsextreme Kräfte rufen europaweit zum Widerstand auf — gegen was, lässt sich aktuell nicht feststellen. U. a. in Polen und Ungarn diskutieren die Parlamente, ob es nicht endlich an der Zeit wäre, um die Deutschen für ihre Untaten beginnend ab dem ausgehenden Mittelalter zur Rechenschaft zu ziehen.

Erste EU-Einheiten an der Ostgrenze werden von unbekannten Truppen überrannt und vernichtet. Kasernenanlagen in ganz Europa melden Sabotageakte, einzelne Soldaten werden auf den Straßen und in ihren Wohnungen angegriffen. Die Polizeikräfte vermelden, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr bewältigen können. Einzelne deutsche Ministerpräsidenten erklären öffentlich, dass sie für eine russisch geführte Übergangsregierung zur Verfügung stünden.

Die europäischen Regierungen rufen eine nach der anderen den Notstand aus während sich die EU Kommission bereits in die USA zu Gesprächen verabschiedet hat. Kurz darauf werden die europäischen Streitkräfte beauftragt, so schnell wie möglich die Regierungen und Parlamente ins Vereinigte Königreich oder den USA in Sicherheit zu bringen.

Europäische Truppenverbände, die in Verteidigungsstellungen marschieren wollen, werden von den russischen Streitkräften und deren Verbündeten durch konzentrierte Luftschläge zerstört. Die Russische Föderation meldet schnelle Geländegewinne und die Befreiung der ersten europäischen Länder. Einzelne Bevölkerungsteile ergreifen die Initiative und beginnen sich gegen die russischen Besatzungskräfte zu wehren. Die verbliebenen europäischen Streitkräfte versuchen sich zu organisieren und erste Abwehrstellungen aufzubauen.

Aus dem sicheren Ausland heraus kommen Aufrufe unserer Politiker zum Totalen Widerstand. Es wird dabei an die Opferbereitschaft jedes einzelnen Bürgers appelliert und Europa versinkt vollständig im Chaos.


Blitz

Leerstände 5 (2)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Jüngst kursieren Gerüchte darüber, dass viele Unternehmen nicht mehr in der Lage seien, um ihre sündhaft teuren Zentralen mit Angestellten zu füllen. Ganz aktuell soll sogar eine von fünf Lidl-Bauten in Bad Wimpfen leer stehen; die Gründe dafür dürften vielfältig sein. Aber auch weit größere Firmenzentralen scheinen inzwischen völlig überdimensioniert zu sein.

Ich sehe das völlig entspannt und empfehle den für die Gebäude Verantwortlichen, diese einfach nur der öffentlichen Hand zur Verfügung zu stellen.

Man könnte meine Vermutung gleich einmal in Bad Wimpfen ausprobieren. Man übergibt die Gebäude an die Stadtverwaltung. In aller spätestens fünf Jahren werden Neubauten notwendig sein, da die fünf Bestandsgebäude dann nicht mehr für die Verwaltung ausreichen.


Blitz

Nicht korrekt 5 (2)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Nachdem es nicht nur bei den prominenteren Bürgerschaftsteilen das Thema der Stadt ist, sondern jetzt noch die Heilbronner Stimme ausführlich darüber berichtet, muss auch ich meinen Senf dazu geben.

Unser OB ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er Nägel einschlagen oder gar Fässer anstechen kann. Vielleicht erinnert man sich noch an seine ersten Versuche als OB, ein Bierfaß beim Volksfest anzustechen.

Seit Freitag nun verbreitet seine Fan-Gemeinde, dass er dieses Mal keine zwei Schläge benötigte. Ich habe nun ein paar Fans weniger als ich darauf antwortet, dass ein OB doch wenigstens etwas gut können sollte.

Qualifizierte Beobachter dieser bürgermeisterlichen Leistung haben allerdings erkannt, dass man dem OB bei seinem, für ihn durchaus beachtenswerten Erfolg den Zapfen gehalten hat und damit stünde auch dieser Erfolg außerhalb jeglicher Wertung.

Wie ein Freund dazu bemerkte, „Hauptsache es wird über einen gesprochen“. Und so werden seine Fans weiterhin durch die Stadt ziehen und seine vermeintlichen Erfolge verkünden — die Heilbronner Stimme scheint ihm dafür nicht mehr zu genügen.