Dilbert Electronic Candy Dispenser

Dilbert Electronic Candy Dispenser 4.9 (7)

Beitragsfoto: Candy Dispenser

Als Dilbert Fan war es in den 1990er-Jahren fast schon eine Pflicht, einen solchen Süßigkeiten-Spender zu besitzen. Und so war es keine Frage, dass ich einen solchen bei einem Kalifornienaufenthalt erwarb. Ich hatte die Rechnung damals ohne meine beiden Söhne gemacht und so zierte der Dilbert Electronic Candy Dispenser über Jahre hinweg das dortige Kinderzimmer.

Ich wunderte mich schon damals darüber, dass die Batterien, die stets im Gerät verblieben, nicht auch nur ein einziges Mal ihren Dienst versagten und zu Schwierigkeiten führten. Wahrscheinlich hatte ich aber immer wieder oder gar eine gute Fee ganz brav die Batterien gewechselt.

Vor ein paar Jahren zog der Dilbert dann mit nach Heilbronn um und … landete schließlich in einer Ecke meines Büros. Dort fand ich ihn und zu meinem völligen Erstaunen funktionierte er erneut auf Anhieb; ich müsste jetzt nur noch ein paar M&M einfüllen. Wenn ich mich aber richtig erinnere, dann die original M&M, denn die neueren, größeren passen nicht so richtig in den Spender. Dies stellte ich verwundert fest als wir den Süßigkeiten-Spender bei einem Straßenfest einsetzten und meine bessere Hälfte Mühe hatte, an die richtigen Süßigkeiten zu gelangen. Dort erfreute er dann zwei Mädchen ganz besonders, welche inzwischen auch zu zwei reizenden jungen Damen herangewachsen sind.

Aktuell hat der Dilbert Electronic Candy Dispenser wieder einen prominenten Platz im Büro, und ich gucke mal, wie lange die Batterien dieses Mal halten. Übrigens, dieser Beitrag fand sich bereits einmal im Forum dieses Blogs. Da ich aber wieder einmal am Verschlanken bin und vermeintlich Unnötiges ausmiste, habe ich schon einmal diesen Beitrag nun ins Blog herübergerettet und unter der Kategorie „Technologie“ abgelegt.

Wenn ich mich auch hierbei richtig erinnere, dann bekam ich seit dem 14. August 2022, dem Tag als ich einen Foren-Thread starten wollte, nur eine einzige Nachfrage, ob ich den Kauf eines solchen Dilbert Electronic Candy Dispensers tatsächlich empfehlen könne.

Auf alle Fälle aber haben sich heute wie von mir bereits angekündigt die Grünen mit der CDU und der SPD darauf geeinigt, den Schuldenkanzler ins Amt zu heben. Wenn es schon Billionen Euro zu verteilen gibt, dann möchte auch kein grüner Abgeordneter völlig unbeteiligt daneben stehen.

Demnächst rasseln die M&M nur so aus dem Spender …

Fediverse Reactions

Inschrift aus Pompeji

Schreibzwang 4.2 (10)

Beitragsfoto: Beitragsfoto: Inschrift aus Pompeji | © Pascal OHLMANN auf Pixabay 

Woher diese allseits bekannte Aussage „Wer schreibt, der bleibt.“ herstammen könnte, darüber hat sich Welf-Gerrit Otto einmal in einem eigenen Blog-Beitrag schlau gemacht. Die von Caius Titus stammende Herkunft „Verba volant, scripta manent!“ kann ich nachvollziehen. Ich selbst habe es für mich in „Schreiben, um zu bleiben.“ abgewandelt.

Wie wohl alle Blogger unterliege ich einer Art von Schreibzwang, wobei sich meine Blog-Produkte zu allererst an mich selbst richten, über das reine Beschreiben von Zetteln im Sinne eines Zettelkastens hinausgehen und auch, da öffentlich, den Zweck eines Tagebuches längst hinter sich gelassen haben. Komischer Weise kommt das Poesiealbum, welches meist von Mädchen meiner damaligen Schulklasse geführt wurde, meinem heutigen Blog dabei mit am nächsten.

Und so wie sich die meisten Weblogs in Zweck, Art und Inhalt unterscheiden, so unterscheidet sich auch die Art und Weise wie die jeweiligen Blogger schreiben. Ich schreibe von Anfang an spontan, meist von irgend etwas motiviert und in Echtzeit sofort in das Blog. Da meine Schreibprodukte erst einmal für mich selbst sind, nehme ich auf andere und deren Befindlichkeiten kaum Rücksicht. Wer bei mir mitliest, dem kann es durchaus wie dem „Hörer an der Wand“ ergehen; wobei auch diese Möglichkeit so gut wie nie von mir mit berücksichtigt wird.

Spontanes Schreiben hat dabei ähnlich wie spontanes Sprechen durchaus auch seine Schattenseiten: „Si tacuisses, philosophus mansisses“. Aber darauf kommt es mir gar nicht an, denn der öffentliche Schreibprozess gehört für mich durch seine Transparenz einfach zur Spontanität des Schreibens mit dazu — Rechtschreib- und inhaltliche Fehler eingeschlossen. Auch beinhaltet dies durchaus, dass ich teilweise Überflüssiges, manchmal richtigen Quatsch oder gar völligen Mist schreibe — für manche Zeitgenossen wären solche Inhalte eher für das Tagebuch oder einen Zettelkasten geeignet. Manch andere füllen ganze Bücher damit.

Manch professionellere Schreiber entwerfen ihren Text erst einmal, schreiben diesen später als ersten Entwurf, lassen diesen danach sacken, holen sich gar bei weiteren Entwürfen noch externen Rat hinzu, um dann ganz zum Schluss ihres Schreibprozesses das Produkt abzuliefern.

Ich behalte es mir lieber, viel einfacher und auch bequemer vor, meine Produkte später abzuändern und ggf. auch neu zu fassen. Auf alle Fälle aber versuche ich auch im Nachhinein Rechtschreib- und Layout-Fehler zu korrigieren. Und sollte ich meinen eigenen „Mist“ nicht mehr mögen, dann lösche ich ihn einfach; wobei ich mich hinterher bestimmt darüber ärgere, dass er weg ist. Und so denke ich gerade darüber nach, ob ich solche Texte nicht einfach in meinen Zettelkasten verbannen und unter dem Reiter „Gelöschtes“ sammeln sollte.

Anders als bei der von Welf-Gerrit Otto erwähnten Tempelbürokratie werden meine Blog-Beiträge dereinst insgesamt im digitalen Nirwana verschwinden und damit der Nachwelt keine allzu großen Sorgen und Rätsel bereiten. Bis dahin hilft mir mein Blog beim Denken und erfreut vielleicht auch den einen oder anderen Leser.

Zudem gibt es für die Leser meines Blogs keinen Lesezwang! — das hoffe ich zumindest.

„Reading maketh a full man; conference a ready man; and writing an exact man.“

Francis Bacon, Essays, chapter „Of Studies“ (1625)

Blogger

Weblogs 4.3 (10)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Aktuell wird wieder einmal sehr viel über Weblogs und das Bloggen geschrieben. Und deshalb muss auch ich nun etwas dazu schreiben — wieder einmal. Als gefühlt noch vor Kurzem wohl wieder einmal Blogs totgeschrieben wurden, hatte ich mir einmal die Mühe gemacht und im WWW sowie im Internet geguckt, wo es noch so alles Blogs gibt. Schnell kam ich dabei zu der Auffassung, dass es Weblogs inzwischen wie Sand am Meer gibt; auf alle Fälle mehr Blogs als ein einzelner Mensch jemals lesen können wird. Selbst in Heilbronn, einer Stadt, die eher weniger Internet- oder gar bildungsafin ist — welche sich ganz passend, wie gerne von Detlef Stern zitiert im „Web-0.8-Ländle“ befindet — und wo man noch heute froh sein darf, wenn es überhaupt eine Internet- oder gar Mobilfunkverbindungen gibt, fand ich alleine 2020 in Heilbronn sieben Blogs, die mich interessierten.

Seit dieser Kurzrecherche weiß ich auch, dass der 13. November der „Tag des Bloggens“ ist, welcher an Tim Berner-Lee erinnern soll, der an diesem Tag 1990 mit seinem Weblog online ging. Niemand wird heute mehr feststellen können wie viele Weblogs es überhaupt gibt oder gar wie viele davon bereits wieder offline gingen. Diese Problematik war allen Bloggern sicherlich von Anfang an bekannt und so entwickelte sich sehr schnell die Idee der Blogroll, wobei viele Blogger ihren Lesern eine Sammlung jener Blogs anbieten, die sie selber kennen und schätzen — ob sie diese auch selbst lesen kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch die Blogroll wird regelmäßig totgeschrieben aber ebenfalls immer wieder zum Leben erweckt, für jeden Blogger ein sehr dankbares Thema.

Ich für meinen Teil habe mich inzwischen mit meiner eigenen Blogroll arrangiert und diese ins Forum verlegt. Dort kann sie dem Leser auch mehr bieten als nur eine einfache Aufzählung von Blogs auf einer Seitenleiste. Die Leser könnten, wenn sie nur wollten, die jeweiligen Blogs kommentieren oder gar weitere mit hinzufügen. Zudem präsentiere ich sehr prominent einzelne Blog-Beiträge aus meiner Blogroll unter dem Reiter „Meinungen“. Dies hilft mir selbst über die von mir gelesenen Weblogs auf dem Laufenden zu bleiben und kann meinen Lesern dazu dienen, sich selber wenn auch nur einen klitzekleinen Einblick in die Welt der Blogs zu verschaffen.

Zusätzlich bin ich nun auch wieder einmal Mitglied eines Webrings, nämlich dem „UberBlogr“-Webring, den Thomas Gigold ins Leben gerufen hat und der deutschsprachige Blogger besser bewerben und verknüpfen soll. Diesen Webring finden Sie auch im „Footer“ meines Blogs.

Egal ob gerade ein Blogsterben oder ein Revival angesagt ist, Blogger wird es weiterhin geben und wer sucht, der findet auch … meist mehr als einem selber lieb ist.

Nachtrag

Wer bei mir unter „Meinungen“ oder „Pressestimmen“ [nicht mehr vorhanden] auftaucht, der kann mir gerne ein Bild seines Weblogs oder seiner Website zuschicken, welches ich dann gerne mit einfüge. Das sieht nicht nur besser aus, sondern erhöht auch den Erkennungswert des jeweiligen Blogs oder der betreffenden Website.

Und wenn ich schon einmal dabei bin, Derek Sivers hat für Weblogs und Websites ein „Now-Page“ ins Leben gerufen und führt unter NowNowNow.com gerne jene Websites auf, die über eine eigene Now-Page verfügen. Weltweit dürften dies schon alleine heute über 1 000 Weblogs sein. Meine Now-Page findet man im Footer des Blogs aber auch hier.