Tamagotchi

Tamagotchis 5 (6)

Beitragsfoto: Tamagotchi | © Gustavo Wandalen Corrêa from Pixabay

Manche kennen diese Dinger noch. Meine bessere Hälfte und ich waren damals froh, dass das Ganze an uns fast spurlos vorbeiging, wohl weil unsere beiden Söhne anderweitige Interessen entwickelten.

Die ersten Tamagotchi-Versionen hatten 1997 noch einen einzigen Lebenszyklus, was völlig irre zu eigenen Friedhöfen und Seelsorge-Hotlines führte. Die Folgeversionen konnte man dann einfach neu starten und gut war es wieder. Spannender Weise führte dieses „ewige“ Leben zum Untergang dieser Art von Spielzeugen.

Detlef Stern und ich kamen jüngst in einem Gespräch zu der Überzeugung, dass sämtliche Geräte, die über Akkus verfügen, für uns wie Tamagotchis sind. Und so haben wohl längst weiterentwickelte Tamagotchis, wie z. B. die Smartphones und Saugroboter die damalige „Rasse von Außerirdischen“ abgelöst. Wobei die Industrie aus ihrem Anfangsfehler lernte und mit fest eingebauten Akkus dafür sorgte, dass unsere Leidenschaft für diese Begleiter völlig neue Höhen erklimmt.

Und da in diesen Geräten wertvolle Rohstoffe verbaut werden, wurde bisher darauf verzichtet, für unsere neuen „virtuellen Haustiere in Taschencomputergröße“ eigene Friedhöfe zu errichten. Interessanter Weise aber enden weiterhin viele dieser Geräte in irgendwelchen Schubladen, um noch in späteren Jahren ihre Besitzer in Verzücken zu versetzen — was auf dasselbe hinausläuft.

Auf alle Fälle aber ist dieses Gehabe immer noch besser als sich einfach so mir nichts, dir nichts ein Haustier zu beschaffen und dieses dann bei nächst bester Gelegenheit wieder auf einem Autobahnparkplatz auszusetzen.


Don't panic!

DON’T PANIC! 5 (3)

Beitragsfoto: Don’t Panic! Beispielbild

1984 brachte Infocom in Zusammenarbeit mit Douglas Adams das Spiel „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ heraus. Ein Spiel, das ich damals alleine schon aus Zeitgründen nicht mehr spielen konnte; ich musste in diesem Jahr schon „The Hobbit“ (1982) unbeendet abbrechen. Bereits Ende der 1970er-Jahre hatte ich erst das Hörspiel genossen und später dann auch das entsprechende Buch gelesen.

Zum dreißigjährigen Spielejubiläum brachte das BBC Radio 4 — der damalige Sender der Hörspielreihe — das Spiel als online-Version heraus, die Sie gleich hier finden können. Die Originalserie wurde bereits 1978 ausgestrahlt, später dann auch vom BBC World Service und vom National Public Radio. Aber auch der damalige Stuttgarter Radiosender SDR strahlte bereits 1981 eine deutschsprachige Version aus. Die Titelmusik stammt dabei von Frank Duval. Die Originalversion wird allerdings mit den Eagles und ihrem Song „Journey of the Sorcerer“ (auf „One of These Nights“ von 1975) eröffnet.

Ein kleiner Hinweis, einfach nur „light“ eingeben und das Spiel kann beginnen. Man findet weitere Hinweise direkt unterhalb des Spiels.

Zu diesem Spiel passen übrigens ein paar Bier und Erdnüsse ganz gut. Bitte vergessen Sie dabei aber Ihr Handtuch nicht! Und damit das Ganze so richtig unterhaltend wird, legt man noch die entsprechende Platte von den Eagles auf.

Und wer die deutsche Version von „Per Anhalter ins All“ bevorzugt, der findet gleich hier die passende Musik von Frank Duval.

Und sollten einen die Vogonen nicht erwischt haben, dann ist es schneller Morgen als man sich versieht!

Nachtrag

Für die Nerds unter meinen Lesern hier noch ein Download-Link für das Spiel in der Version 1984.

„1984, the year The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy was released on DOS, as well as Mac, Amiga, Amstrad CPC, Apple II, Atari 8-bit and Commodore 64. Made by Infocom, Inc. and published by Infocom, Inc., Mastertronic Ltd., this adventure game is available for free on this page.“

Abandonware

Telefon

Mobiltelefon 5 (5)

Beitragsfoto: Telefon | © Pexels from Pixabay

Im Sommer 1995 war es endlich soweit, ich bekam mein erstes eigenes Mobiltelefon, ein Siemens S4. Meine französischen Kameraden nutzten derweil meist ein baugleiches Sony-Gerät. Mein Siemens begleitete mich durch zwei Einsätze und war dabei immer ein verlässliches Stück Technik — einmal abgesehen von den horrenden Telefonkosten.

Dienstlich wurden später die Nokia immer populärer und so stieg ich 1999 auch privat auf Nokia um. Von meinem Nokia 9110 Communicator schwärme ich noch heute, wobei damals noch seine Fax-Funktion das Killer-Kriterium war. Es folgten der Nokia 9210 und auch noch der Nokia 9300i Communicator.

2008 stieg ich dann auf ein iPhone 3G um und blieb diesen Geräten bis heute verbunden, auch wenn ich während eines Afrikaaufenthalts ein chinesisches Modell mit gleich mehreren Sim-Slots ohne Probleme und mit wesentlich günstigeren Tarifen nutzte.

Seit 30 Jahren sind Mobiltelefone meine ständigen Begleiter und ich kann mir diese kleinen Helferlein einfach nicht mehr wegdenken, sie sind zu einem ganz normalen Accessoire geworden, ähnlich einer Armbanduhr, Krawattennadel oder einem Manschettenknopf aus längst vergangenen Zeiten.

Tatsächlich aber so richtig produktiv genutzt habe ich nur meinen Communicator, auch wenn ich es später noch mit Tastaturen für mein iPhone versuchte.