Postkarte aus Bali

Postkarten 5 (9)

Beitragsfoto: Postkarte aus Bali vom 23. März 2024

Ich freue mich immer wieder wenn ich eine Postkarte erhalte, denn das weckt jedes Mal Erinnerungen an Zeiten, in denen die Postkarten einen großen Teil unserer Kommunikation abdeckten.

Korrespondenzkarten, wie sie anfangs bei uns noch hießen, gibt es seit mindestens 1861 und sollen ihren Ursprung in den USA haben. Allerdings gab es bereits 100 Jahre zuvor in Paris und Wien die Möglichkeit, um offene Nachrichten zu verschicken. Mit der Einführung der Briefmarke in England um 1840, waren dann die Voraussetzungen gegeben, um der Postkarte zum Siegeszug zu verhelfen.

Ich habe bereits in den 1990er-Jahren damit aufgehört, Postkarten zu sammeln und entsprechend einmal sogar eine Website eingerichtet, auf der ich die erhaltenen Postkarten digitalisierte und aufbewahrte. Irgendwann ist diese Website, wie so viele andere auch, samt ihrem Inhalt im digitalen Nirwana verschwunden. Wohl um die Zeit herum, als die digitalen Postkarten en vogue wurden und ich ein lebenslanges Postkarten-Abonnement abgeschlossen hatte — diese Firma gibt es ebenfalls schon lange nicht mehr, und wann ich die letzte digitale Postkarte erhalten habe, weiß ich schon gar nicht mehr.

Die guten alten Postkarten trudeln derweil immer noch bei mir ein und lassen mich etwas nostalgisch werden. Deshalb nun dieser Blog-Beitrag, mit dem ich die Vorderseite der jüngst erhaltenen Postkarte erhalte.

Für den Fall, dass ein Leser jetzt etwas neugierig geworden ist, die Postkarte wurde mir von Karin und Andreas geschickt, die, wenn sie nicht mein Blog lesen, sehr gerne noch Postkarten schreiben.


Wolkenhimmel über Ulm

Twitter-Nachfolger 4.7 (6)

Beitragsfoto: Wolkenhimmel

Jetzt da es neben dem neuen alten Twitter, das nun unter „X“ firmiert, nicht nur Mastodon und Bluesky, sondern jetzt auch bei uns noch Threads gibt, von Truth Social möchte ich erst gar nicht schreiben, muss auch ich noch meinen Senf hinzugeben.

Dem Twitter-Nachfolger „X“ habe ich inzwischen endgültig den Rücken gekehrt und dies bis heute nicht bedauert. Mastodon verließ ich bereits nach wenigen Tagen und vermisse es ebenfalls nicht.

Um Bluesky habe ich mich tatsächlich bemüht und dort auch weiterhin einen Account; besonders gefällt mir dabei, dass ich dort unter meiner eigenen Web-Adresse firmieren darf. Weniger gefällt mir, dass ich es, wie übrigens die anderen Social Media auch, eigentlich nicht benötige und mich dann bei Gebrauch in weniger interessante Unterhaltungen verliere.

Jetzt gibt es auch ganz offiziell bei uns Threads, ein weiterer Facebook-Ableger, und viel zu viele Nutzer eilen nun auch dorthin, meist ohne jemals zuvor über den Nutzen der jeweiligen Vorgänger nachgedacht zu haben.

Seit heute wirbt Bluesky nun um meine ungeteilte Aufmerksamkeit und schenkt mir weitere Accounts — nicht, dass ich diese überhaupt gebrauchen könnte. Auch werde ich schon eine ganze Weile die „invite codes“ nicht mehr los, die man auf Bluesky regelmäßig bekommt.

Was nun, könnte man sich fragen. Auf alle Fälle werde ich das neue Threads nicht mehr aktivieren, man muss nicht jeden neuen Scheiß mitmachen. So zumindest meine Meinung, nachdem ich mich an viel zu vielen Social Media abgearbeitet habe — vielleicht werde ich doch noch aus Erfahrung klug.

Dafür aber stelle ich meinen Lesern sehr gerne die mir bis heute verfügbaren Bluesky „invite codes“ zur Verfügung: bsky-social-t5duj-uvigx, bsky-social-6vqal-dxwhk, bsky-social-56had-c56pr, bsky-social-e3kjo-3rpqa, bsky-social-ojly3-loxc3 und bsky-social-xiizq-lbzd7.

Wenn schon Twitter, dann Bluesky, selbst wenn viele dies inzwischen für völlig antiquiert halten. Diesen erwidere ich, dass sich die Social Media an sich überlebt haben — selbst Linkedin und Co.


Blogger

Weblog 5 (8)

Beitragsfoto: Blogger | © cottonbro studio auf Pexels

Ich schließe mich der Meinung von doch so einigen Bloggern an, dass die Welt um Einiges besser wäre, wenn (fast) alle Menschen jeweils ein eigenes Blog hätten. Dank einiger Firmen und Organisationen können inzwischen persönliche Weblogs für die Nutzer kostenfrei oder zumindest fast umsonst betrieben werden, je nach persönlichem Geschmack und Geldbeutel.

Zudem benötigt man kaum noch selber eine eigene Computerkompetenz, denn manche Blogs sind bereits mit der Registrierung online und müssen nur noch mit Inhalten befüllt werden — ganz ähnlich wie die Social Media, nur mit ein paar wesentlichen Unterschieden: Blogger schreiben unter ihrem eigenen Namen und verstecken dabei sich und ihre Ansichten nicht in einer teilweise doch sehr ominösen Masse. Zudem sind ihre Meinungen und auch Meinungsänderungen von den Lesern besser nachvollziehbar.

Auch werden so manche Blogs bereits seit gut zwei Jahrzehnten kontinuierlich beschrieben und bieten damit gute Quellen für fast alles, was die Menschen über die Jahre hinweg interessiert und beschäftigt hat. Und da die meisten dortigen Beiträge keine Microblog-Beiträge sind, können diese auch noch nach Jahren zumindest halbwegs nachvollzogen werden; damit sind solche Beiträge später kein digitaler Müll, der das Internet zunehmend füllt.

Man darf sich heute doch schon einmal fragen, ob das Internet z. B. täglich Millionen von Katzenbildern einschließlich der Aussage ‚ach wie süß!‘ benötigt oder, Thomas Michl möge mir dies verzeihen, morgens eine Kaffeetasse mit dem aktuellen Kaffeekonsum? Dabei schreibe ich nicht einmal von den vielen Bildern, die das gerade Gegessene portraitieren. Inzwischen schäme ich mich schon fast über die vielen Bierflaschenbilder, welche ich selbst in den Social Media geteilt habe. Aber nicht nur mir dürften die Social Media mittlerweile als eine völlig überkommene Art und Weise der Kommunikation vorkommen — Twitter und Co. haben sich schneller selbst überlebt als von vielen angenommen.

Immer mehr Blogger geben an, dass sie ihre eigenen Beiträge nicht mehr selbst über die Social Media teilen, Webringe werden wieder populärer und auch die Blogroll gewinnt erneut an Bedeutung.

Selbst die reinen Leser von Blogs nutzen immer mehr die dort angebotenen E-Mail-Benachrichtigungen über neue Blog-Beiträge oder gar das gute alte RSS: Feedreader anstatt Social Media!

Um meinen eigenen Lesern, welche noch über keinen Blog verfügen, das Blog-Schreiben etwas schmackhafter zu machen, verweise ich auf die nicht zu unterschätzende Tatsache, dass man mit dem eigenen Blog auch Herr über die eigenen Beiträge und Bilder bleibt. Ist „X“ oder Instagram einmal futsch, war es das dann auch mit den eigenen Inhalten. Das gilt auch für Linkedin und die vielen anderen sogenannten sozialen Medien.