Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay
Die Schwesterparteien CDU und CDU sind sicherlich nicht die einzigen Parteien, die die Doppelmoral für sich reklamieren, aber keine andere Partei hat dies so zur Parteiräson erhoben wie die Union!
Die Beispiele dafür sind inzwischen nicht nur unzählig sondern gar schon legendär. Wohl deshalb begaben sich vor Jahren bereits ein paar Unionisten parteiintern auf die Suche nach den Werten, was ich anfangs sogar begrüßte.
Auf dieser Suche nach Werten in der Union fanden diese leider nur welche, die nicht mehr dem demokratischen Spektrum anzurechnen sind. Wohl nur folgerichtig distanzierten sich Union und deren Wertetochter immer mehr.
Volkspartei und bürgerliche Werte passen einfach nicht zusammen, nicht einmal das Christentum kann noch als bindende Kraft dienen. Längst sind Atheisten, Muslime und Andersgläubige ein fester Bestandteil dieser Massenpartei, die sich selbst maximal noch auf Helmut Kohl zurückbesinnen kann.
Und so ist es auch kein Problem für die Union, dass Steuerbetrug oder gar -hinterziehung nur dann strafbar ist, wenn man kein CDU- oder CSU-Parteibuch vorweisen kann.
Betrunken Autofahren und dabei straffällig werden, mit einem Parteibuch der Union kaum ein Problem, selbst dann nicht, wenn es dabei Todesfälle gibt.
Drogenprobleme, in der Union höchstens dann, wenn man keine hat. Erst als überführter Dealer gefährdet man seine Parteikarriere.
Gefälschte Bildungsabschlüsse oder eine Selbstbereicherung im Amt, reine Kavaliersdelikte. Die Liste ist endlos …
Sobald Werte und Moral gänzlich verloren sind, lebt es sich einfach besser. Solange man nicht auch noch das Ohr am Wähler verliert!
Entgegen allen Unkenrufen und völlig verfehlter Politik ist der Kinderwunsch in unserer Gesellschaft weiterhin vorhanden, und jene, die sich diesen nicht erfüllen können oder alleine wegen der Union nicht dürfen, leiden so richtig darunter!
Deswegen, wo so langsam aber sicher auch beim Wähler durchdringt, dass Leihmütter für Unionspolitiker überhaupt kein Problem sind und diese nicht einmal dann angeklagt werden, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden oder gar mit ihren Taten prahlen, murren doch so langsam aber sicher jene Unionswähler, die noch an eine Partei mit Werten und Anstand glauben — in der tumben Masse der Union beginnt es zu rumoren.
Nur zwei entsprechende Beispiele aus der jüngsten Zeit, die beweisen, dass dies nicht nach Unionssprech nur ein unglücklicher Einzelfall ist, sondern zum festgezurrten System der beiden Schwestern gehört:
- Der Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck ist mithilfe einer Leihmutter aus den USA Vater geworden (Spiegel, 16.05.2026)
- Jens Spahn hat seine Lage falsch eingeschätzt. Hätte Merz nicht gehandelt, wäre die CDU in eine Krise gestürzt (FAZ, 18.07.2026)
Das wirklich Schlimme dabei ist, dass die Unionsgranden weiterhin davon überzeugt sind, dass sie mit ihrem Lug und Betrug durchkommen und die AfD dabei auch noch marginalisieren können.
Solange die vier ungleichen Schwestern bzw. Töchter (AfD, WerteUnion, CSU und CDU) darauf bauen, geht es mit unserem Land und unsere Demokratie nicht wirklich aufwärts.
Es gibt gute Gründe, warum Konrad Adenauer und Josef Müller damals die christlichen Werte so prominent aufführten. Sie wollten unser Land und unsere Gesellschaft besser machen und dies auch noch zum Vorteil für die allermeisten von uns!
Solange sich die Union nur noch am eigenen ganz persönlichen Vorteil orientiert, wird es für keinen von uns noch was — vielleicht abgesehen von deren beiden hässlichen Töchtern.
Deutschland und selbst die Union befinden sich in einer waschechten Krise und Friedrich Merz merkt es nicht einmal mehr.
Nachtrag
Aufschlussreich, was das Auswärtige Amt (Stand: 19.7.2026) zur Leihmutterschaft schreibt.
„Hinweis zu Leihmutterschaft
In Deutschland sind die im Zusammenhang mit Leihmutterschaft stehenden Tätigkeiten von Ärzten nach dem Embryonenschutzgesetz strafbar. Auch die Leihmutterschaftsvermittlung ist nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz unter Strafe gestellt. Nicht strafbar machen sich hingegen die „Wunscheltern“. Im Ausland ist die Rechtslage zur Leihmutterschaft unterschiedlich, in einigen Ländern ist die Leihmutterschaft erlaubt oder mit bestimmten Einschränkungen erlaubt, in anderen Staaten verboten.
Die genetische Abstammung eines Kindes aus einer Leihmutterschaft begründet nach deutschem Recht grundsätzlich kein rechtliches Abstammungsverhältnis zu den sog. „Wunscheltern“. Mutter eines Kindes ist nach deutschem Recht die Frau, die es geboren hat, also die Leihmutter und nicht die „Wunschmutter“. Damit ist eine deutsche Wunschmutter nach deutschem Recht nicht mit dem Kind verwandt und vermittelt dem Kind folglich nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein deutscher „Wunschvater“ kann aus einem Vertrag über Leihmutterschaft nach deutschem Recht nicht wirksam seine Vaterschaft begründen; auch im Fall einer Leihmutterschaft kann der „Wunschvater“ aber nach deutschem Recht unter bestimmten Voraussetzungen durch eine Vaterschaftsanerkennung oder durch eine gerichtliche Feststellung seiner Vaterschaft seine rechtliche Vaterschaft begründen.
Der Bundesgerichtshof hat am 10.12.2014 zu einem ausländischen Leihmutterschaftsfall entschieden, dass ausländische Gerichtsentscheidungen, die den Wunscheltern die rechtliche Elternschaft zuweisen, in Deutschland anerkannt werden können – jedenfalls dann, wenn ein Wunschelternteil mit dem Kind genetisch verwandt ist, die Leihmutter aber nicht.
Nur wenn eine rechtswirksame Abstammung von einem deutschen Elternteil vorliegt, hat das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit zweifelsfrei vermittelt bekommen und folglich einen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Ohne entsprechende Ausweispapiere ist eine Ausreise des Kindes nach Deutschland nicht möglich.“
AUswärtiges Amt (19.7.2026)

One thought on “Doppelmoral”
Das passiert, wenn Menschen über lange Zeiträume ihren Elfenbeinturm nicht verlassen. Sie verlieren nicht nur ihren „Wertekompass”, sondern verlernen auch, Demut zu üben und sich selbstkritisch zu reflektieren. Bedauerlicherweise leisten sie uns damit einen Bärendienst im Streit um den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Selbst dann, wenn die vermeintliche Alternative in puncto krimineller Energie und Doppelmoral noch weitaus schlimmer ist.