Blitz

Doppelmoral 5 (9)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die Schwesterparteien CDU und CDU sind sicherlich nicht die einzigen Parteien, die die Doppelmoral für sich reklamieren, aber keine andere Partei hat dies so zur Parteiräson erhoben wie die Union!

Die Beispiele dafür sind inzwischen nicht nur unzählig sondern gar schon legendär. Wohl deshalb begaben sich vor Jahren bereits ein paar Unionisten parteiintern auf die Suche nach den Werten, was ich anfangs sogar begrüßte.

Auf dieser Suche nach Werten in der Union fanden diese leider nur welche, die nicht mehr dem demokratischen Spektrum anzurechnen sind. Wohl nur folgerichtig distanzierten sich Union und deren Wertetochter immer mehr.

Volkspartei und bürgerliche Werte passen einfach nicht zusammen, nicht einmal das Christentum kann noch als bindende Kraft dienen. Längst sind Atheisten, Muslime und Andersgläubige ein fester Bestandteil dieser Massenpartei, die sich selbst maximal noch auf Helmut Kohl zurückbesinnen kann.

Und so ist es auch kein Problem für die Union, dass Steuerbetrug oder gar -hinterziehung nur dann strafbar ist, wenn man kein CDU- oder CSU-Parteibuch vorweisen kann.

Betrunken Autofahren und dabei straffällig werden, mit einem Parteibuch der Union kaum ein Problem, selbst dann nicht, wenn es dabei Todesfälle gibt.

Drogenprobleme, in der Union höchstens dann, wenn man keine hat. Erst als überführter Dealer gefährdet man seine Parteikarriere.

Gefälschte Bildungsabschlüsse oder eine Selbstbereicherung im Amt, reine Kavaliersdelikte. Die Liste ist endlos …

Sobald Werte und Moral gänzlich verloren sind, lebt es sich einfach besser. Solange man nicht auch noch das Ohr am Wähler verliert!

Entgegen allen Unkenrufen und völlig verfehlter Politik ist der Kinderwunsch in unserer Gesellschaft weiterhin vorhanden, und jene, die sich diesen nicht erfüllen können oder alleine wegen der Union nicht dürfen, leiden so richtig darunter!

Deswegen, wo so langsam aber sicher auch beim Wähler durchdringt, dass Leihmütter für Unionspolitiker überhaupt kein Problem sind und diese nicht einmal dann angeklagt werden, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden oder gar mit ihren Taten prahlen, murren doch so langsam aber sicher jene Unionswähler, die noch an eine Partei mit Werten und Anstand glauben — in der tumben Masse der Union beginnt es zu rumoren.

Nur zwei entsprechende Beispiele aus der jüngsten Zeit, die beweisen, dass dies nicht nach Unionssprech nur ein unglücklicher Einzelfall ist, sondern zum festgezurrten System der beiden Schwestern gehört:

  1. Der Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck ist mithilfe einer Leihmutter aus den USA Vater geworden (Spiegel, 16.05.2026)
  2. Jens Spahn hat seine Lage falsch eingeschätzt. Hätte Merz nicht gehandelt, wäre die CDU in eine Krise gestürzt (FAZ, 18.07.2026)

Das wirklich Schlimme dabei ist, dass die Unionsgranden weiterhin davon überzeugt sind, dass sie mit ihrem Lug und Betrug durchkommen und die AfD dabei auch noch marginalisieren können.

Solange die vier ungleichen Schwestern bzw. Töchter (AfD, WerteUnion, CSU und CDU) darauf bauen, geht es mit unserem Land und unsere Demokratie nicht wirklich aufwärts.

Es gibt gute Gründe, warum Konrad Adenauer und Josef Müller damals die christlichen Werte so prominent aufführten. Sie wollten unser Land und unsere Gesellschaft besser machen und dies auch noch zum Vorteil für die allermeisten von uns!

Solange sich die Union nur noch am eigenen ganz persönlichen Vorteil orientiert, wird es für keinen von uns noch was — vielleicht abgesehen von deren beiden hässlichen Töchtern.

Deutschland und selbst die Union befinden sich in einer waschechten Krise und Friedrich Merz merkt es nicht einmal mehr.

Nachtrag

Aufschlussreich, was das Auswärtige Amt (Stand: 19.7.2026) zur Leihmutterschaft schreibt.

„Hinweis zu Leihmutterschaft 

In Deutschland sind die im Zusammenhang mit Leihmutterschaft stehenden Tätigkeiten von Ärzten nach dem Embryonenschutzgesetz strafbar. Auch die Leihmutterschaftsvermittlung ist nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz unter Strafe gestellt. Nicht strafbar machen sich hingegen die „Wunscheltern“. Im Ausland ist die Rechtslage zur Leihmutterschaft unterschiedlich, in einigen Ländern ist die Leihmutterschaft erlaubt oder mit bestimmten Einschränkungen erlaubt, in anderen Staaten verboten.

Die genetische Abstammung eines Kindes aus einer Leihmutterschaft begründet nach deutschem Recht grundsätzlich kein rechtliches Abstammungsverhältnis zu den sog. „Wunscheltern“. Mutter eines Kindes ist nach deutschem Recht die Frau, die es geboren hat, also die Leihmutter und nicht die „Wunschmutter“. Damit ist eine deutsche Wunschmutter nach deutschem Recht nicht mit dem Kind verwandt und vermittelt dem Kind folglich nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein deutscher „Wunschvater“ kann aus einem Vertrag über Leihmutterschaft nach deutschem Recht nicht wirksam seine Vaterschaft begründen; auch im Fall einer Leihmutterschaft kann der „Wunschvater“ aber nach deutschem Recht unter bestimmten Voraussetzungen durch eine Vaterschaftsanerkennung oder durch eine gerichtliche Feststellung seiner Vaterschaft seine rechtliche Vaterschaft begründen.

Der Bundesgerichtshof hat am 10.12.2014 zu einem ausländischen Leihmutterschaftsfall entschieden, dass ausländische Gerichtsentscheidungen, die den Wunscheltern die rechtliche Elternschaft zuweisen, in Deutschland anerkannt werden können – jedenfalls dann, wenn ein Wunschelternteil mit dem Kind genetisch verwandt ist, die Leihmutter aber nicht.

Nur wenn eine rechtswirksame Abstammung von einem deutschen Elternteil vorliegt, hat das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit zweifelsfrei vermittelt bekommen und folglich einen Anspruch auf einen deutschen Reisepass. Ohne entsprechende Ausweispapiere ist eine Ausreise des Kindes nach Deutschland nicht möglich.“

AUswärtiges Amt (19.7.2026)

Fediverse Reactions
Tangotänzer

12.2.02026 4.5 (11)

Beitragsfoto: Tangotänzer | © Shutterstock

Vermischtes

Wir haben weiterhin Beamte in Funktionen, wo man diese eigentlich nicht benötigt. Nehmen wir zum Beispiel Lehrer. Und wenn wir diese dann doch und immer noch sehr zahlreich haben, wundert es mich sehr, dass man sie nicht richtig einsetzt. Wir haben aktuell einen großen Mangel an Lehrern, vor allem an gut qualifizierten. Und so könnte man ohne Wenn und Aber sämtliche pensionierten Lehrer reaktivieren und wieder in die Schulen schicken.

Was macht man in einer Demokratie, wenn die Zustimmungsraten für die eigenen Staatschefs sinken? Man schafft sie einfach ab. Gibt es nicht? Gibt es doch! „After nearly 90 years, the Gallup Organization will no longer track presidential approval ratings, which served as a steady way to measure Americans’ views of their elected leaders.

Bei uns ist man nicht so plump wie in den USA, da lässt man die Zustimmungsraten wohl demnächst von einer KI veröffentlichen. Besser noch, man ergänzt diese durch eine „gefühlte Zustimmung“.

Testlauf

Eine voll und ganz schlecht organisiserte Veranstaltung des Ulmer Kreisverbandes der EUROPA-UNION lässt nun Schlimmeres vermuten.

Wenn man als verantwortungsscheuer Mensch gerne einen Verein führen möchte, dann nimmt man am besten gegen alle Regeln eine Doppelspitze und schiebt sich dann die Schuld für das eigene Versagen gegenseitig in die Schuhe. Politik und Verantwortung, das war einmal!

Aber das ist nicht das wirklich Schlimme daran, auch nicht, dass sich dabei u. a. ein Landtagsabgeordneter auf Kosten des Verbands ins rechte Licht setzen möchte — das sind wir seit Jahren gewohnt.

Das Schlimme daran ist, dass man so langsam erkennen kann, warum es überhaupt eine WerteUnion gibt, nämlich als Testlauf der Union, wie man wieder am besten mit der AfD verschmelzen kann.

Die EUROPA-UNION ist ein Sammelbecken für alle demokratischen Kräfte in unserem Land, die sich zudem der Europäischen Idee verschrieben haben, dieser zumindest aber nicht negativ gegenüber stehen. Damit ist dieser Verband eine Plattform für den demokratischen Austausch. Auf alle Fälle aber ist er keine Plattform für Totalitaristen oder totalitaristische Experimente demokratischer Parteien!

Wer als demokratischer Politiker Totalitaristen stellen und „ins Schwitzen bringen“ möchte, der könnte dies das gesamte Jahr über tun, gerne auch auf eigens dafür geschaffenen Veranstaltungen oder Talk Shows im ÖRR, aber nicht auf Kosten unseres Verbandes!

Harold and Maude

Heute erfuhr ich durch die New York Times, dass Bud Cort verstorben ist. Ein Grund, um demnächst wieder einmal diesen Film aus 1971 anzuschauen — das ist Kult!

Dieser Film passt heute mehr denn je in unser aller Leben, wobei Bud Cort ein sehr gutes Beispiel für ein Leben eines kaum anpassungswilligen Menschen ist. Es gibt gute Gründe, warum wir Menschen immer nach Kompromissen suchen (sollten). Wer etwas mehr über den Film erfahren möchte, der wird hier fündig.

Apropos Kult, seit meinem Studium ist der Wiener Opernball für mich die Quintessenz eines jeden Tanzballs, selbst wenn es weit bessere Bälle zum Tanzen gibt, wie z. B. den Heilbronner Europa-Ball. Und so werden wir heute Abend das Schwingen des Tanzbeins frühzeitig unterbrechen, nur um sicherzustellen, dass wir der Berichterstattung folgen können.

Was mich dann doch etwas verstört ist, dass Sebastian Kurz, der Sargnagel österreichischer Demokratie, sich gleich ganze zwei Logen gesichert hat. Nun bin ich etwas gespannt darauf, welche deutsche Politiker ihm an diesem Abend in den Hintern schlupfen werden.

Laut Spiegel soll Sharon Stone dieses Jahr für den passenden Glanz sorgen. Auf alle Fälle haben meine bessere Hälfte sicherlich wieder einen vergnüglichen Abend und erhalten dabei auch ganz neue Ideen, wie wir den Europa-Ball aufpeppen könnten, wenn wir nur ein wenig mehr finanzielle Unterstützung bekämen.

Auf alle Fälle würden die Wiener und deren Gäste über unseren Eintrittspreis lächeln, der nicht einmal 10 % des Eintritts zum Wiener Opernball beträgt. Wer in der tiefen Provinz einen Ball veranstaltet, der muss einfach mit Kompromissen leben.

Und wenn wir schon einmal bei alten Frauen sind, Angela Merkel lässt dementieren, dass sie als Bundespräsidentin zur Verfügung stünde. Wenn dem auch so ist, dann muss ich ihr voll und ganz zustimmen, denn sie wäre für diesen inzwischen völlig nutzlosen Job absolut überqualifiziert!


Kundgebung

24.1.02024 5 (15)

Beitragsfoto: Kundgebung | © Bettina Kümmerle

New Hampshire 

Die USA sorgten gestern für eine kurze Nacht, denn ich konnte nicht anders als den Vorwahlen in New Hampshire zu folgen. Gegen 3 Uhr morgens stand es dann fest, dass Donald Trump dort 54,5 % holte und seine letzte Konkurrentin Nikki Haley auf immerhin 43,2 % kam. Für Haley fieberte ich tatsächlich etwas mit, da alles besser als Donald Trump ist.

Die New York Times stellt dazu ernüchternd fest: „The former president’s victories in Iowa last week and in New Hampshire on Tuesday leave his main Republican rival, Nikki Haley, with an uphill battle.“ Meines Erachtens kam sie viel zu spät aus den Startlöchern und kroch viel zu lange in Trumps Hintern. Dort ist übrigens vor Kurzem wieder Ron DeSantis zurückgekehrt. Nun bin ich einmal gespannt darauf, was Hans Müller später dazu schreiben wird.

Auf alle Fälle hoffe ich aber, dass wir Bürger in Deutschland nicht ebenfalls zu spät aus den Startlöchern kamen und den zumindest nach Meinung der Rechten schon begonnenen Umsturz noch aufhalten werden können. Auf die Berufspolitik ist dabei kein Verlass! Diese stellen sich im Falle eines Gewinns der Demokratie einfach nur aufs Siegertreppchen. Und im Falle einer Niederlage reihen sie sich zum Hinternschlupfen ein — die dazu notwendigen Reden lassen sie sich bestimmt schon schreiben.

Übrigens, meine Leser können den oben erwähnten New York Times-Artikel hier kostenfrei lesen.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Schon etwas länger schreibe ich über den ÖRR. Auch wenn ich noch heute dort gerne mehr Transparenz und dafür weniger Groschenromane und Vergleichbares sehen würde, macht der ÖRR doch genau das, was er soll! Denn sonst wollten ihn die AfD und andere antidemokratische Strömungen nicht unbedingt loswerden.

Nachtrag

Kaum äußere ich mich positiv über den ÖRR, werde ich auf einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aufmerksam gemacht, in dem Jochen Zenthöfer (24.1.2024, 7.01 Uhr) von erneuten groben Fehlern in einer Terra-X-Reihe berichtet. Gehen wir einmal davon aus, dass auch der ÖRR trotz bester Bezahlung ebenfalls vom Fachkräftemangel betroffen ist. Wenn der ÖRR transparenter wäre (hic!), könnte man wenigstens ausschließen, dass er zum Auffangbecken für schwer vermittelbare Familienmitglieder der Berufspolitik wurde. Dazu könnte die FAZ doch einmal eine Hintergrundrecherche machen, zum Thema woher die Deppen im ÖRR stammen?

Kundgebung

Mehr als erfreulich die gestrige Kundgebung auf dem Marktplatz. Es waren weit mehr Bürger gekommen, als ich es mir je hätte träumen lassen. Von den Mitgliedern der EUROPA-UNION Heilbronn sah ich mehr als 10 % persönlich. Von den Freien Wählern konnte ich gar 15 % persönlich begrüßen. Bei einer kurzfristigen Planung und bekannt schlechtem Wetter sicherlich äußerst positive Prozentsätze, besonders da die Mitglieder der EUROPA-UNION aus dem gesamten Stadt- und Landkreis kommen. Sehr gefreut hat es mich, dass Thomas Michl mit seinem ältesten Sohn aus Weinsberg kam.

Die Veranstalter sprachen bereits auf der Kundgebung von insgesamt gut 15 000 Teilnehmern, was für Heilbronn sicherlich ein Rekord sein dürfte — ein sehr positiver Rekord. Die Stimmung war gut und die Kundgebung sehr friedlich. Selbst der einsetzende Regen hielt die Teilnehmer nicht davon ab, weiterhin Flagge zu zeigen.

Abschreckend die meisten Redner des Abends. Zum einen muss man sich schon einmal fragen, warum manche ihre demokratische Gesinnung vom Blatt ablesen müssen und das dann zu Verstehende mehr als banal blieb. Dabei erfreulich der Redner des Sozialverband VdK Deutschland, der Inhalte transportierte.

Weniger erfreulich, dass sich viele Redner nur selbst öffentlich vom Blatt ablesen hören wollten und dabei keinerlei Mitleid mit den Kundgebungsteilnehmern zeigten. Und so zwangen diese Vorleser mich letztendlich doch die Kundgebung frühzeitig zu verlassen, dies allerdings erst u. v. a. nach dem Chefredakteur der Heilbronner Stimme.

Meine bessere Hälfte und ich nahmen dafür in einer Heilbronner Gaststätte Platz und freuten uns darüber, dass immer mehr Vereinsmitglieder zu uns stießen. Dort ließen wir die Kundgebung nochmals Revue passieren. In unseren Augen fand damit eine sehr erfolgreiche Kundgebung ihr glückliches Ende.

Dank

1945 waren die Nationalsozialisten nicht einfach nur verschwunden, das wusste damals und das weiß auch heute jeder! Die unzähligen Nazis mussten in die neue Bundesrepublik integriert werden, manche davon wurden sogar benötigt. Zu wenige wurden für ihre Straftaten zur Rechenschaft gezogen. Als Entschuldigung diente dabei der Wiederaufbau unseres Landes.

Und so war es die durchaus lobenswerte Aufgabe der Volksparteien, auch Nazis aufzunehmen und diese in den eigenen Reihen einfach zu absorbieren. Wohl die meisten gingen dabei davon aus, dass sich Nazis, die sich in Volksparteien engagieren wollen, tatsächlich auch integrieren lassen. Und um völlig sicherzugehen, erhielten die Parteien eigene Bildungsstätten, um neben einer weiteren politischen Bildung der Bevölkerung auch ehemalige Nazis umzuschulen. Diesbezüglich muss man die Parteistiftungen wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sehen, der ebenfalls (Bildungsauftrag) u. a. aus uns Bürgern bessere Demokraten machen soll.

Dieser lobenswerten Aufgabe der Volksparteien Nazis „rundzulutschen“ kamen diese auch nach, leider aber nicht so erfolgreich wie intendiert. Führende Parteikader sahen es für nötig an, ihre Randgruppe weiterhin zu „bespaßen“, anstatt sie „umzuschulen“, wohl weil ersteres einfacher und viel bequemer war. Als Ausrede konnte man gelten lassen, dass die Alt-Nazis biologisch abgebaut werden und unter der Kontrolle einer Volkspartei keinen weiteren Schaden anrichten können.

Als weitere Ausrede kann man gelten lassen, dass man als verantwortliche Volksparteien nochmals 1990 einen ganzen Schwung an Anti-Demokraten, Alt-Nazis und Stalinisten aufnehmen musste. Denn auch diese üblen Typen waren mit der Wende weder verschwunden noch über Nacht zu Demokraten mutiert.

Inzwischen haben wir 2024 und müssen dabei leider feststellen, dass es den Volksparteien offensichtlich nicht gelungen ist, Nazis zu integrieren oder gar zu Demokraten zu wandeln. Zudem steht zu befürchten, dass diese in all den Jahrzehnten auch nicht „biologisch abgebaut“ wurden, sondern sich im Schutz einer Volkspartei munter zu vermehren scheinen.

Die Unionsparteien kalben inzwischen, wenn man sich das Ganze über die Jahrzehnte hinweg anschaut, sogar regelmäßig neue Nazi-Parteien. Ich erinnere mich noch an die Republikaner (1983), seit 2013 gibt es die AfD und 2024 wird sich wohl die WerteUnion verselbstständigen.

Aber auch die SPD schafft es inzwischen am Beispiel der Linken (2007) zu kalben.

Und so muss man unseren Volksparteien attestieren, dass gut gemeint nicht immer auch gut gemacht ist. Aber die beiden größeren Volksparteien konnten uns Bürger immerhin ein paar Jahrzehnte vor Schlimmerem bewahren!

Erwartungsgemäß hat die kleinste Volkspartei dabei als erstes versagt; Franz Josef Strauß war zum Schluss zu alt, um „seine“ Partei noch auf Spur zu halten und seine Nachfolger sind ganz offensichtlich entgegen der ursprünglichen Absicht von der eigenen Randgruppe assimiliert worden. Gestern konnte ich z. B. hören, dass die CSU jetzt sogar AfD-Verfassungsrichter in Deutschland durchsetzen möchte.