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Gedanke

Im Jahr 2013 schrieb ein uns heute noch allseits bekannter Edward Snowden, dass er nicht in einer Welt leben möchte, in der alles, was er sagt, alles, was er tut, aufgezeichnet wird. Das wäre nichts, was er bereit wäre zu unterstützen. Das ist nichts, unter dem er zu leben bereit wäre. Im Guardian hat er dies wie folgt ausgedrückt:

I do not want to live in a world where everything I do and say is recorded. That is not something I am willing to support or live under.

Edward Snowden,  The Guardian, 9. Juni 2013

Ein Idealist fürwahr, der zudem für seine Ideale mehr bezahlen muss als jeder Depp der, hoffentlich nur im Unverstand, andere Menschen vor den Zug schmeisst oder mit dem Auto überfährt.

Schlimm dabei ist nicht nur unsere eigene Bewertung vermeintlicher Straftaten, sondern vor allem anderen, wie wir mit unseren Grundrechten umgehen.

Das Recht auf Leben oder mehr noch das Recht auf freie Entfaltung des eigenen Ichs opfern wir ohne jegliches Bedenken der Bequemlichkeit.

Alexa, Cortana, Siri oder wie auch immer sie heißen mögen, sind ganz offensichtlich unsere „glorreiche“ Zukunft, von den staatlichen oder gar völlig kriminellen Varianten einmal abgesehen.

Kurzum und ganz schnell auf den Punkt gebracht: Sind wir wirklich dazu bereit, ein freies, vielleicht auch kurzes, aber immerhin selbstbestimmtes Leben einer in Aussicht gestellten möglichst langandauernden Knechtschaft zu opfern?

Wie wir mit den Snowdens unserer Welt umgehen ist die Antwort.

Joe Rogan Experience featuring Edward Snowden

„You are going Uruguay, and I’m going my way.“

Groucho Marx als Captain Jeffrey Spaulding in Animal Crackers (1930)

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