Have questions?

Über Meinungen 4.8 (10)

Beitragsfoto: Have questions? | © Shutterstock

Bekanntlich muss man erst eine eigene Meinung haben, bevor man eine solche äußern kann. Aber in Zeiten wo man bereits als meinungsstark gilt, sobald man lautstark äußert, dass man Hunger hat, wird dies immer schwieriger.

Jüngst habe ich versucht, Studenten das mit den Primärprozessen zu erklären. Dabei gehört Abraham Maslow nicht mehr wirklich zu den aktuellen Wissenschaftsgrößen, sodass dessen Erkenntnisse und Theorien schon etwas länger zu uns durchgesickert sein dürften.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung impliziert dabei geradezu, dass man auch die Pflicht dazu hat, sich erst einmal selbst eine eigene Meinung zu bilden.

Selbst dann, wenn manche Wissenschaftler inzwischen davon ausgehen, dass ein Mensch eigentlich keine eigene Meinung haben könne, sollten wir dennoch alles daran setzen, um uns überhaupt eine eigene Meinung bilden zu können.

Dabei hilft es, dass man das „Objekt seiner Begierde oder seines Interesses“ aus möglichst vielen Richtungen heraus betrachtet und sich zudem zusätzliche diesbezügliche Informationen beschafft. Sich selbst und anderen dazu entsprechende Fragen zu stellen, ist ein probates Mittel.

Schnell wird einem dabei bewusst, dass es zum selben Thema die unterschiedlichsten Meinungen bereits gab und weiterhin gibt. All diese „Erkenntnisse“ betrachtend, bildet man sich so langsam aber sicher seine eigene Meinung, welche sich so wie das eigene Leben auch beständig wieder ändert, zumindest aber über die Jahre hinweg dann gut abgehangen ist.

Dabei gilt aber auch, dass es die eine Wahrheit für uns Menschen nicht gibt! „Wahr“ kann etwas nur außerhalb unserer eigenen Realität sein. Für die Gläubigen liegt dabei die Wahrheit bei Gott alleine. Mathematiker und Informatiker schaffen sich ganz pragmatisch ihre eigenen „Wahrheiten“, die allerdings mit der echten Welt selbst nichts zu tun haben. Wohl deshalb diskutiert man schon etwas länger darüber, ob das genutzte mathematische Modell überhaupt noch relevant sein kann und man nicht vielleicht doch auf ein anderes zurückgreifen sollte — aber selbst hierbei gehen die Meinungen völlig auseinander.

Da wir Menschen weder die Realität in Gänze erfassen werden können, noch der Wahrheit nur annähernd nahe kommen, sollten wir wenigstens versuchen, uns unsere eigene Meinung zu den Dingen und selbstverständlich auch zu den anderen „Ichs“ zu bilden.

Ob diese Meinung dann auch tatsächlich unsere eigene ist, sei einmal dahingestellt, wichtig ist, dass wir selbst daran glauben und diese mit bestem Wissen und Gewissen dann auch vertreten können.

Best Practice: man tut was man sagt und sagt am besten genau das, woran man selbst glaubt. Wohl wissend, dass man dabei auch völlig falsch liegen kann. Hierbei trennt sich wie schon immer die Spreu vom Weizen!

„Wenn du eine Herrschaft ausüben willst, dir zum Nutzen, niemanden aber zu Last, beseitige deine Fehler!“

Seneca, 15. Buch, 94. Brief (2023: 915)

Frühstück

Lokalpatriotismus 5 (10)

Beitragsfoto: Frühstück | erstellt mit ChatGPT, Prompt: „Ich hätte gerne ein Bild von einem Frühstück mit Fisch und das in Comicform“

Kaum vom monatlichen Europäischen Frühstück zurück, mache ich meine „Drohung“ wahr und erwähne Katharina Kengyel im Blog.

Als wir zum heutigen Frühstück kamen, saß bereits ein Europäischer Föderalist aus Stuttgart mit am Tisch. Er hatte von unserem monatlichen Frühstück im Rundschreiben gelesen und nun die Gelegenheit ergriffen, sich das Ganze selbst einmal anzuschauen. Er ist bereits alt genug, um uns nicht um einen Frühstücks-Stream ins Internet zu bitten oder gar darum, dass wir unser Frühstück auch via Video-Chat anbieten.

Wir haben uns auf alle Fälle darüber gefreut, dass unser gemeinsames Europäisches Frühstück nun auch über die Region hinaus für Interesse sorgt. Und ich konnte dabei lernen, dass man zu unserem Frühstücksort auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt. Bisher dachte ich, dass das erst mit der künftigen Seilbahn geregelt sein wird.

Unseren Gast brachten wird dann aber mit dem Auto zurück zum Hauptbahnhof, wobei wir die Gelegenheit nutzten, um einem Stuttgarter einmal einen richtigen Hafen zu zeigen.

Wir Heilbronner Europäische Föderalisten sind auch dann, wenn wir weiterhin nicht unsere gewünschte und statistisch gesehen mögliche Mitgliederzahl erreichen, ein aktiver Verein und bewegen dabei doch so Einiges.

Nicht nur, dass wir manche unserer Ideen bis nach Straßburg und Brüssel transportieren können, sondern wir werden auch regelmäßig von Föderalisten aus ganz Europa aufgesucht, die nur deswegen nach Heilbronn kommen, um sich mit uns auszutauschen und zu diskutieren — aktuell sind es die Hertensteiner Gespräche, die die meisten Interessenten nach Heilbronn locken.

Wenn sie dann einmal in Heilbronn waren, bedauern es doch so manche, dass sie bisher nur winkend an Heilbronn vorbeigefahren sind. Besen und Billig-Döner sind eben nicht für alle Menschen eine Reise wert.

Wie wir von Katharina (!) erfahren durften, sind aber auch die Curry-Würste in Berlin nicht mehr das, was sie einmal waren; wobei der Zug nach Heilbronn zurück bereits in Berlin mit Verspätung loskam. Dass der Anschluss in Mannheim nicht erreicht wurde, ist bereits seit weit über 40 Jahren Standard der Deutschen Bahn.

Mein Frühstück war wie die letzten Male auch eines mit Fisch, eine kleine Reminiszenz aus meiner Hamburger Zeit; und so gönne ich mir einmal im Monat ein solches Frühstück. Das jüngste Gespräch mit Detlef Stern [manche meiner Gedankensprünge kann man nachvollziehen] darüber, wie man KI-Bilder richtig zitiert, führten nun dazu, dass auch ich einmal ein solches Bild mit ins Blog einfüge — steht doch auch bald neben dem Frühstücksort ein ganzer KI-Park.

Neben den etwas größeren Städten kamen wir auch auf Sarajewo zu sprechen, wohl weil Semin Bristina mit am Frühstückstisch saß. Was u. a. dazu führte, dass er nun für uns eine entsprechende Reise vorbereiten darf.

Seit ein paar Jahren sitze ich immer wieder mit Detlef Stern bei einem Käffchen Kaffee [jeder eins] zu einem geistigen Frühstück zusammen, was im letzten Wahlkampf Herbert Burkhardt fragen ließ, warum ich mich nicht auch mit ihm zum Frühstück treffe. Das führte wiederum dazu, dass wir uns in Neckargartach zum Frühstück trafen, ein Stadtteil, der sonst nicht gerade auf meiner Hitliste steht.

Und dies wiederum führte dazu, dass ich auf die Idee kam, unser Europäisches Frühstück, welches wir bisher zum Höhepunkt unserer Fahrten gemacht hatten oder als Ausklang größerer Veranstaltungen in Heilbronn nutzten, nun auch regelmäßig für unsere Mitglieder anzubieten. Deswegen findet das Frühstück nun in Neckargartach statt und dies an einem dafür geradezu prädestinierten Ort.

Wer weiß, vielleicht werden wir dereinst im KI-Park frühstücken und danach mit der Seilbahn zurück nach Heilbronn pendeln.

„Die Entfernung des Gewissens gehört zu den kleineren Operationen.“

Robert Lembke (JA, 8.6.2025)

Blitz

Wehrpflicht 4.4 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Eine sogenannte Wehrpflicht wird wie zuvor auch nur noch jene in die Bundeswehr bringen, die die Politik von der Straße haben möchte: Wehrunfähige, Zivilversager und moralisch völlig Ungeeignete.

Wir müssen endlich akzeptieren, dass wir eine Nation der Drückeberger sind!

Zudem benötigt die Bundeswehr des 21. Jahrhunderts, wie übrigens alle demokratischen Streitkräfte auch, nur noch die besten der Besten unserer Gesellschaft.

Schlümpfe, Deppen und Kriminelle helfen nur Streitkräften wie z. B. jenen Russlands weiter, die man dann gut als Kanonenfutter verheizen kann.

Da wir aber schon sehr lange einen Mangel an qualifizierten Staatsbürgern haben, muss man wie folgt vorgehen:

  • Anwerbung von Soldaten aus anderen Ländern, die dann Deutsche werden. Das war schon im alten Rom notwendig und üblich;
  • Roboterisierung der Streitkräfte;
  • Eine Erhöhung der Besoldung, sodass auch die Besten unserer Gesellschaft diese als attraktiv erachten;
  • Endlich eine Militärkonzeption umsetzen, die der Verteidigung und nicht der Wirtschaftsförderung dient.

Damit schaffen wir zukunftsfähige Streitkräfte, die auch über ausreichend Personal verfügen. Damit wird auch die Bundeswehr insgesamt attraktiver und gesellschaftlich voll und ganz anerkannt.

Im Endeffekt ist dann jeder Bürger ganz offiziell ein Schlumpf, den die Bundeswehr nicht haben wollte. Und so werden unsere Schlümpfe alles daran setzen, dass die Bundeswehr weiter in Richtung Sowjetarmee mutiert!

Nachtrag:

Schlümpfe sind bekanntlich (meist) nette Wesen, nur ist mit ihnen kaum ein Staat zu machen.