Spiegelzelt

11.6.02025 5 (4)

Beitragsfoto: Spiegelzelt

Vermischtes

Heute durfte ich in Freudenstadt eine Kneipe kennenlernen, die hätte ich gerne Thomas Aurich gezeigt. Ich vermute, wäre er mit dabei gewesen, hätten wir diese einfach abgebaut und nach Heilbronn verfrachtet.

Sehr traurig die gestrigen Ereignisse in Graz. Wie muss dieser Schüler nur gemobbt worden sein, dass er sich zu solch einer Tat entschlossen hat? Wenn es nicht in das politische Bild passt, wird sehr schnell Gras über diese Sache wachsen; der „Täter“ ist tot, das könnte helfen. Und sollte der (Presse)Mob dennoch toben, dann gibt es vielleicht einen Hausmeister, den man an den Pranger stellen kann.

Eigentlich hatte ich meinen OP-Termin, dann ruft aber heute Morgen für mich völlig überraschend eine gute Seele an und erklärt mir, was ich so alles noch vorab zu erledigen habe. Nun bin ich etwas mehr beschäftigt — nicht, dass es mir noch langweilig wird.

Wegen eines Beitrags „The Beach Boys“ betreffend, ging ich schon etwas länger mit mir schwanger. Ich fand sie schon immer gut und habe auch die eine oder andere Platte von der Gruppe. Nun ist auch Brian Wilson tot. Unvergessen der nun folgende Song!

Das Lied befindet sich auf der Platte „Summer Days (And Summer Nights!!)“ aus 1965. The Beach Boys wurden bereits 1961 von den Brüdern Brian, Dennis und Carl Wilson, deren Cousin Mike Love und deren Schulfreund Alan Jardine gegründet.

Das Ärgernis des Tages ist aber die evangelische Gemeinde der Stadt! Nicht umsonst werden wir immer weniger. Viel zu viele der lokalen Pfarrer und Kirchenfürsten betreiben seit Jahren nur noch Politik, gucken wie sie selbst dabei am besten über die Runden kommen, verhelfen auch noch den eigenen abgehalfterten Parteibuchinhabern zu einem Auskommen, aber kümmern sich nicht um ihre ihnen anvertrauten Schäfchen.

Meine Eltern wie übrigens die gesamte Familie auch zahlen über Jahrzehnte hinweg treu und brav die Kirchensteuer, dann stirbt mein Vater und bekommt zwar noch von einer „ausgeliehenen“ Pfarrerin den letzten Segen — was diese sehr gut machte! — aber leider keine Erwähnung im Kirchenblättle, was meinen Eltern immer sehr wichtig war! Dies, obwohl ich mich schriftlich darum bemühte, nachdem man ihn beim ersten Mal „vergessen“ hatte und eine offizielle Zusage erhielt, hat man ihn nun erneut vergessen.

Man kann sich sehr gerne mit mir rammeln (frei nach Martin Luther), aber sich statt dessen, weil man sich nicht traut, an einem Toten vergehen, wirft kein gutes Licht auf die Verantwortlichen — wieder einmal. Ich gehe weiterhin gerne in die Kirche, nur nicht mehr in Heilbronn.

Man soll bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben und so gibt es tatsächlich noch etwa sehr Erfreuliches. Polens Mitte-links-Regierung hat eine von Donald Tusk angesetzte Vertrauensabstimmung gewonnen. 243 der anwesenden Abgeordneten sprachen der Regierung das Vertrauen aus, 210 stimmten dagegen.

Das Tagesgeschäft führt in Polen zwar weiterhin der Regierungschef, doch der frisch gewählte Präsident Karol Nawrocki hat unter anderem Befugnisse in der Außenpolitik und ein Vetorecht, was es Donald Tusk sehr schwer machen kann, seine Politik durchzusetzen, auch wenn er diese Vertrauensabstimmung gewonnen hat.

Jetzt

Alles Leben existiert nur im Hier und Jetzt. Sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft sind nur Illusionen. Schon längst beherrschen andere Lebewesen das Hier und Jetzt viel besser als wir Menschen. Allerdings können wir weiterhin davon ausgehen, dass es wenige andere Lebensformen gibt, die besser als wir Menschen in eine mögliche Zukunft planen können.

Und dies gelingt uns Menschen nur deshalb so gut, weil wir die Illusion einer Zukunft mit der Illusion einer Vergangenheit in Verbindung bringen können. Sobald wir aber diese notwendige Verknüpfung nicht mehr hinbekommen, ist jegliche Planung völlig für die Katz! [ich verzichte nach dem Wort „Verknüpfung“ nun auf das Wort „intellektuell“, da ich auf der Rückfahrt den letzten Beitrag von Detlef Stern gelesen habe] Das beweisen uns unsere Volksvertreter jeden Tag aufs Neue!

Nur ein kleines Beispiel. Heute durfte ich es erleben, wie auf einer vierspurigen Autobahn drei Spuren mit Lkw belegt waren, wobei die vierte Spur von diesen zum Überholen verwendet wurde. Ähnlich bei der dreispurigen und noch schlimmer auf der zweispurigen Autobahn. Kein Vorwurf an die Fahrer! Die machen wenigstens im Gegensatz zu unseren Politikern ihre Arbeit.

In den 1950er-Jahren, als die zweispurigen Autobahnen für unser Land noch ausreichten, sprachen die Politiker bereits vom Wachstum. Als dessen Folge nahmen sie den Frachtverkehr von der Schiene, bauten dieselbe zurück und dafür die Wasserwege — Ausnahme: Rhein-Main-Donau — nicht aus. Das Wachstum ist wie angekündigt gekommen — dafür können die Politiker allerdings nichts.

Könnten unsere Politiker Vergangenheit und Zukunft miteinander verknüpfen, wäre ich heute auf einer achtspurigen Autobahn unterwegs gewesen oder alternativ der Frachtverkehr auf der Schiene oder dem Wasser.

Man kann auch als Mensch ganz gut im Hier und Jetzt leben, zumindest so lange es noch andere Menschen gibt, die durch eine gekonnte Verknüpfung von Illusionen dafür sorgen, dass wir Menschen weiterhin dort leben können.

Wir sollten uns „die Politiker“ eigentlich nur dafür leisten, dass sie für uns die Vergangenheit mit der Zukunft verknüpfen und damit sicherstellen, dass wir uns selbst auf das Hier und Jetzt konzentrieren können. Leider aber konzentrieren sich „unsere“ Politiker einzig und alleine auf das Hier und Jetzt und verneinen sogar den Zusammenhang von Vergangenheit und Zukunft: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ –> und genau das produziert eine Krise nach der anderen!

Als Folge davon stürzen wir Bürger uns in Illusionen, manche in die Vergangenheit aber viel zu viele in nun völlig unmögliche Zukünfte — damit zerbricht die menschliche Gesellschaft!

Und dies können wir nicht mehr aufhalten, so wie den Klimawandel auch. „Kompetenter Politiker“ ist inzwischen ein klassischer Oxymoron.

Deshalb carpe diem! … um den Rest kümmert sich der Tod.

Nachtrag 12.6.2025: https://mastodon.social/@isfies/114665970571423390

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Event Venue

Eigentlich bin ich immer auf der Suche nach der richtigen Location, man weiß ja nie, wann man eine solche brauchen könnte. Und über die Jahrzehnte hinweg habe ich nicht nur solche Lokalitäten selbst entdeckt, sondern auch noch weit bessere erleben dürfen.

Meist kam es dabei nicht auf die Größe oder gar den „Luxus“ an, sondern ganz alleine nur auf das Setting und letztendlich gar darauf, ob die Event Venue auch zum entsprechenden Publikum passt.

Über all die Jahrzehnte hinweg habe ich für mich eine ganz persönliche Hitliste solcher Orte erstellt. Ungeschlagen auf Platz eins ist eine Bar aus wenigen Hölzern gezimmert, die mir „meine“ Truppen im sprichwörtlichen Nirgendwo zur Verfügung stellten. Damals™ galt alleine nur „nicht geschimpft ist Lob genug“ und so hoffe ich, dass diese Männer wussten, welche große Freude sie mir damit machten.

Gleich darauf eine schlichte Hütte direkt am Missouri, wo es aus heutiger Sicht leider viel zu wenig Konversation, dafür aber viel zu viel sinnloses Geballere gab. Und viel zu spät musste ich feststellen, dass man weder die Zeit zurückdrehen noch völlig „vergeigte“ Unterhaltungen mit Toten nachholen kann — wobei ich vermute, dass es uns selbst heute nicht gelingen würde.

Den dritten Platz nimmt ein ehemaliges Strandhaus in Kalifornien ein, welches noch heute existiert und weiterhin mit einer Reservierungsliste aufwarten kann, die es wohl nur „Locals“ ermöglicht, dort auch einen Platz zu ergattern.

Auf den folgenden Plätzen finden sich dann die üblichen Verdächtigen, wobei mir es heute einfach nicht gelang, ein zerfallenes ehemaliges Luxushotel mit in meine Liste aufnehmen zu können. Dabei hatte ich vor Jahren mit einer ähnlichen Immobilie bereits sehr gute Erfahrungen gemacht; leider waren die letztendlich für die Location Verantwortlichen weniger wagemutig als ich.

Zum Schluss gebe ich aber gerne noch das Schlusslicht meiner Liste bekannt, nämlich eine viel gerühmte Bar in einer afrikanischen Großstadt, die nach einem sehr beschwerlichen Anmarsch einfach nicht da war — besser kann man sich wohl nicht blamieren!


Blitz

Nostalgie 4.5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ende der 1980er-Jahre war Putlos gut zwei Jahre lang meine Heimat. Ich dürfte damals mit gut jedem zweiten Maulwurf auf Du und Du gewesen sein. Damals herrschte auch noch viel mehr Betrieb; wenn die Übungstruppe nicht vor Ort war, gehörte der gesamte Platz uns und wir konnten bis zum Geht nicht mehr üben, üben und nochmals üben.

https://youtu.be/eh7JGDrlEoY?si=51Ek8KGSG8Aro2lJ

Wenn ich nun so den Platz sehe, stelle ich erneut fest, dass Naturschützer und Zivilisten einem echten Naturschutzgebiet einfach nicht gut tun — sie sind dabei sogar immer stolz darauf, dass sie das Gebiet ausplündern, wo sie es nur können. Spätestens in ein paar Jahren wird es auch hier so aussehen wie in unseren sonstigen Naturschutzplantagen. Jeder verschwundene Übungsplatz ist ein herber Verlust für die Natur!

Wenn man nun nach dem Betrachten dieses Videos glaubt, dass der Übungsplatz wunderbar ist, dann hätte man ihn erst einmal erleben müssen als es dort nur uns Soldaten gestattet war, das Leben zu genießen. Wir arrangierten uns sowohl mit der Flora als auch mit der Fauna, die vor ein paar Jahrzehnten eindeutig noch weit besser dastanden — ok, die vielen Schnaken konnten einem die Nächte zur Hölle machen.

Das Wild war dabei professioneller als viele unserer Soldaten, wunderbar mit anzusehen, wie die Tiere das Zielgebiet von ganz alleine und erst ganz kurz vor Schießbeginn verließen und gegen Schießende — selbst wissend, sobald ein Nachtschießen auf einer Bahn angesetzt war — ungeduldig am Rand der Schießbahn warteten, bis der jeweilige Sicherheitsoffizier den Platz wieder frei gab.

Unvergessen die Nächte am Strand selbst oder im strandnahen Wald! Unvergessen aber auch die Begegnungen mit den Gästen des Feriendomizils gleich nebenan, die sich gerne am Zaun drängten, sobald wir uns etwas zu weit in deren Nähe begaben.

In der Nähe von Köln gab es einmal einen kleinen Übungsplatz, wo fast mannshohe Farnfelder die besten Übungsmöglichkeiten boten. Kein Jahr nach Öffnung des Platzes war das Farn fast ausgestorben — Naturschutz à la Deutschland.


Fediverse Reactions
Waldhaus

9.6.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Stillleben

Wer bin ich?

Noch bis zum 6. September 2025 können wir etwas Älteren ein wenig sentimental werden, denn in der ARD-Mediathek ist der Film über Robert Lembke zu finden. Man kann diesen Hinweis auch als meinen Kommentar zur allsommerlichen Debatte über den Sinn und Zweck des ÖRR betrachten.

Der Film ist sehr sehenswert, allerdings teile ich die Überzeugung Steffen Grimbergs (9.6.2025), dass Günther Jauch dort fehl am Platz ist. Noch selbst in München lebend, kam bei Bayern 3 sofort nach Thomas Gottschalk Günther Jauch und ich schaltete meist das Radio aus.

Auf alle Fälle aber guckte ich in meiner Jugend des öfteren die Ratesendung „Was bin ich?“ von Robert Lembke, gab es doch zu dieser Zeit kaum Alternativen. Obwohl ich sehr früh einen eigenen Fernseher hatte, blieb es sogar dabei. Die Sendung lief von 1955 bis 1958 und erneut von 1961 bis 1989 im Ersten Deutschen Fernsehen.

Besprechung

Es muss nicht immer nur ein Kaffee sein, und so trafen sich meine Schwester, meine bessere Hälfte, Dan und ich, um ein paar Angelegenheiten zu regeln. Bei einem ganz besonders guten Essen — meine Schwester übernahm die Rechnung — konnten wir schon einmal die kommenden Schritte besprechen.

Auch fanden wir noch genügend Zeit, um uns wieder einmal über die Familie und den gemeinsamen Freundes- und Bekanntenkreis auszutauschen. Wenn man bedenkt, wie mobil unsere Gesellschaft inzwischen geworden ist und wie selbstverständlich man über Kontinente hinweg miteinander Verbindung hält oder zumindest zu halten versucht, eine sehr spannende Sache!

Da ich aktuell etwas „schollengebunden“ bin, was ich aber nach all den Jahren Mobilität (noch) nicht bedauere, freue ich mich ganz besonders, wenn ich neue Informationen aus der weiten Welt bekomme. Und da ich die Quellen gut kenne, ist es fast schon so, als ob ich selbst mit dabei gewesen wäre.

Death-Cleaning

Wieder einmal ein Thema, welches mich eigentlich schon länger beschäftigt, aber dann doch nicht die Priorität erhält, die es verdient.

Erst letztes Jahr „durfte“ ich einen Haushalt übernehmen, ob ich es wollte oder nicht, da ein Mieter überraschend verstarb und dessen Verwandtschaft das Erbe aus deren Sicht verständlich ausschlug. Unser Staat sieht dann vor, dass der Vermieter die Torte im Gesicht hat — so einfach ist das bei uns. Ok, es kam noch ein Offizieller vorbei und guckte kurz, ob sich der Vermieter nicht doch noch am Nachlass bereichern könnte und übergab mir dann ganz offiziell die Wohnungsschlüssel.

Mit dem Ausmisten von Wohnungen hatte ich schon ein wenig Erfahrung und sah dabei doch so manche Existenz auf dem Müll enden, so auch dieses Mal; leider erneut auf meine Kosten! Weil selber zu beschäftigt, überließ ich das einem Profi, der dieses Leben fachgerecht nach den Regeln der Mülltrennung entsorgte.

Und bevor wir bereits auch wieder vor zehn Jahren in unser aktuelles Zuhause einziehen konnten, mussten auch erst gut 80 Jahre Leben wieder einmal entsorgt werden. Wenn man das so miterlebt, kann man den vielen eigenen Wohnungswechseln auch etwas Gutes abgewinnen. Meine bessere Hälfte und ich trennten uns dabei schon mehrmals von Kisten, die nach gut zwei Umzügen immer noch ungeöffnet geblieben waren.

Vor ein paar Jahren trennte ich mich bereits vom größten Teil meiner Bücher, nur um aktuell festzustellen, dass ich inzwischen erneut viel zu viele habe. Viel zu spät erkannte ich, dass man Bücher nicht selber sammelt, sondern diese verzettelt und dafür den Zettelkasten aufbewahrt — nun ein Vorsatz für mein nächstes Leben.

Unsere Wachstumsgesellschaft ist einfach auch ein sehr unglückliches Setting für Menschen, die gerne etwas nachhaltiger leben würden. Ob man es möchte oder nicht, man bekommt viel zu viele Dinge einfach nur so, andere nimmt man, weil es einfach geht und vielleicht sogar, weil es echte Schnäppchen sind, manche Dinge glaubt man unbedingt haben zu müssen und andere werden einem weil gesellschaftlich notwendig ganz unverhohlen „aufgezwungen“.

Und so ist das eigene Death-Cleaning gar nicht so einfach, wie man es sich anfangs vorstellt. Bei mir kommen dann noch das eine oder andere Gadget mit dazu, seit COVID-19 auch wieder Schallplatten oder Rechner und entsprechende Peripherie, wobei ich sicherlich auch hierbei mit weniger viel besser dran wäre.

Und wenn ich nur daran zurückdenke, dass ich nie Zimmerpflanzen haben wollte, noch mein Studium mit einem einzigen Kaktus überstand, der irgendwann einfach so da war, heute nun aber vor dem Problem stehe, was ich mit all den vielen Zimmerpflanzen nur machen soll, für die ich inzwischen verantwortlich bin. Lebewesen einfach so zu entsorgen? Wer eine Zimmerpflanze retten möchte, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen, die Auswahl dürfte groß genug sein.

Aktuell bin ich zudem dabei, den elterlichen Haushalt langsam, aber sicher zurückzufahren, was auch mein eigenes Projekt wieder etwas beschleunigt. Und so freut es mich, dass ich jüngst für ein Geschenk, welches ich Mitte der 1990er-Jahre wieder einmal einfach nur so erhalten, nun jemanden gefunden habe, der nicht nur weiß, um was es sich dabei handelt, sondern damit auch selber noch etwas anfangen kann — ein Glücksfall! eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Bismillahi rahmanir rahim - Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Wenn ich an all die Dinge denke, die alleine in meinem Leben nur so auf den Müll landen werden, schlimmer noch bereits gelandet sind, halte ich es für mehr als angebracht, dass wir Menschen dringend allesamt unsere Einstellung zu Besitz und Gebrauch ändern — als einzelne Menschen, auch wenn diese dies dann vorbildlich hinbekämen, springen wir hierbei viel zu kurz!

Man braucht dabei auch nicht gleich die gesamte Wachstumsideologie abzuschaffen, aber man müsste diese ganz dringend nachhaltiger und verantwortlicher gestalten.

Auf alle Fälle aber ist es wenig erfreulich, dass wir Deutschen nur noch Weltmeister im Wegwerfen sind, das mit dem Recyceln dürfen wir dabei getrost als modernes Märchen verbuchen!

„Kaufe nicht, was bloß brauchbar, sondern was unbedingt erforderlich ist; was man nicht braucht, ist selbst um den Preis eines Pfennigs zu teuer.“

Seneca, 15. Buch, 94. Brief (2023: 895)