Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

1979 (!) gründete sich die Band The Young Aborigines in New York. Keine zwei Jahre später war wieder Schluss, was allerdings der Anfang von den Beastie Boys war. 1982 kam dann Adam Horovitz zur Band, was dazu führte, dass Adam Yauch, Michael Diamond und der besagte Adam Horovitz zu der Band wurden, die mir die gesamten 1980er- Jahre versüßten.

Aber erst 1986 gab es das Debut- und meines Erachtens noch heute das beste Album der Gruppe. „Licensed to Ill“ ist eines der wenigen Alben, welches ich gleich mehrfach über den Atlantik brachte.

„(You Gotta) Fight for Your Right (to Party!)“ dürfte noch heute das bekannteste Lied der LP sein. Noch heute dürfte ich die meisten Songs dieses Albums mitsingen können.

Auch ganz gut das Lied „No Sleep Till Brooklyn“.

Wer mich schon etwas länger kennt, der weiß, dass meine Lieblingslieder der Gruppe andere sind. Welche, das überlasse ich der Fantasie des jeweiligen Lesers.

Aber bevor nun auch noch der Kanzler zurücktritt und der Präsident nicht mehr weiß, welcher Partei er eigentlich angehört, beende ich meinen Blog-Beitrag und krame in ein paar Platten. Da ich nicht alleine zu Hause bin, versuche ich erst gar nicht, eine davon aufzulegen.

Morgen erfahren wir ganz bestimmt, wie man Jens Spahn entschädigt und was uns Steuerzahler das dann wieder kosten wird.


Blogger

17.7.02026 4.8 (16)

Beitragsfoto: Blogger | © cottonbro studio auf Pexels

Vermischtes

Gestern noch den Film „Get Duked!“ (2019) gesehen. Britischen Humor muss man mögen. Der Originaltitel „Boyz In The Wood“ spielt auf den Film „Boyz n the Hood“ (1991) an; eine Information für alle, die noch mit Ice Cube etwas anfangen können.

Ninian Doff liefert auf alle Fälle einen richtig schrägen Film ab, der mich meine Korrekturen einfach vergessen ließ. Selten kommen Bauern so sympathisch um die Ecke, die Polizisten bekommen wie üblich ihr Fett ab und wir Alten sollten die Aussage des Films tatsächlich einmal ernst nehmen!

Passend dazu Jens Spahn und seine unendlichen Eskapaden. Auf alle Fälle ist er die reine Personifizierung der Union: Wasser predigen und selber Champagner saufen.

Heute konnte ich eine Entrümpelungsaktion beenden. Mein Angebot ein paar Radio- und Fernsehgeräte an Museen abzugeben war nicht von Erfolg gekrönt.

Wegen der kommenden Hertensteiner Gespräche hatte ich das eine oder andere Gespräch mit Gemeinderäten, auf Thomas Aurich kann ich wie immer bauen. Wer nicht will, der hat gehabt. Jedenfalls kann ich den Mitgliedern sagen, dass ich mich bemühte.

Die Rolling Stones konnten mir meine Korrekturen tatsächlich erleichtern. Das neue Album nett aber nicht wirklich eine meiner favorisierten Platten.

Donald Trump erklärt schon einmal, dass, wenn er die kommenden Wahlen nicht gewinnt, dies alleine an den Chinesen läge. Die doofen Republikaner schlucken inzwischen wirklich alles. Dagegen kann kein Künstler mehr ansingen — nicht einmal eine Taylor Swift.

Meinungsfreiheit

Nico Brunjes hat mich heute auf ein Lied von Daniel Pongratz aufmerksam gemacht. Fast zeitgleich war es Thema zwischen meiner besseren Hälfte und mir, da die Entscheidung des ZDF den Sänger nicht in der Sendung „Die Anstalt“ auftreten zu lassen, die gesamte demokratische Presselandschaft etwas in Bewegung bringt. Wären unsere rechten und rechtsextremen Kreise tatsächlich Verfechter einer freien Meinungsäußerung, so müssten diese sich ganz aktuell nun ebenfalls für dieses Lied stark machen — nicht wegen des Inhalts, sondern alleine wegen der Freiheit sagen zu dürfen, was man gerne sagen möchte.

Ich binde nun das entsprechende Musikvideo hier im Blog ein und hoffe darauf, dass es nicht demnächst im digitalen Nirwana verschwindet.

Als Profi, der sich schon vor Jahrzehnten mit dem „Totalen Widerstand“ auseinandersetzte, habe ich tatsächlich so meine Bedenken, vor allem, ob dies auch das richtige Instrument für uns Demokraten ist. Und wenn es tatsächlich schon soweit gekommen ist, dann hilft nur die Mobilisation der Massen — krachende Niederlagen an den Wahlurnen für alle Antidemokraten!

Erst wenn wir das nicht mehr hinbekommen, müssen wir uns über die eigene „Militarisierung“ Gedanken machen, welche nicht ohne Folgen für uns alle sein wird. Die Vorschläge aus dem Lied sind zwar ganz nett, werden aber mit einer Gleichschaltung der Gewalten keinerlei Relevanz mehr haben. Und wahrscheinlich werden wir Demokraten zum Schluss erneut vor der Gewalt — selbst der eigenen — kneifen (Stichwort: Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold).

Die tatsächliche Lösung wäre die Bildung für möglichst alle von uns gewesen, was man sich zu Beginn unserer Demokratie so auch auf die Fahnen geschrieben hatte. Wie wir es alle wissen, haben die Antidemokraten jeglicher Couleur dies mit allen Mitteln zu verhindern gewusst und dafür gesorgt, dass bei uns Bauch statt Hirn wieder einmal zur Leitkultur wurde.

Unsere Wirtschaft kollabiert, scheiß egal! Die Regierung schickt zwei Polizisten zur Grenzkontrolle und unsere Welt ist wieder völlig in Ordnung. 50 Grad Celsius im Schatten, scheiß egal! Die Regierung erhöht die Renten um 0,5 % und unsere Welt ist wieder völlig in Ordnung. Es gibt keine Wahlen mehr, scheiß egal! Die neue Regierung sagt, die Juden seien schuld und unsere Welt ist wieder völlig in Ordnung!

Klausur

Es ist vollbracht, die Klausuren sind korrigiert. Ein Student, der nicht zur Klausur erschienen und mir auch im dritten Versuch noch nicht persönlich bekannt ist, hat nun geschoben und versucht sich ein anderes Mal zum letzten Mal. Ein weiterer hat hiermit ganz ohne letzten Versuch sein Studium beendet. Der Rest der Nichtschreiber hat zumindest bis dato nur eine (weitere) Klausur verschenkt.

Von den 93 Studenten, die sich versucht haben, haben erfreulicher Weise mehr als üblich gut bis sehr gut abgeschlossen, was mich sehr freut! Erfreulich auch, dass ein Drittversuch doch noch diese Hürde nahm und gleich mehrere Zweitversuche zeigten, dass sich Lernen und die Vorlesungen besuchen auszahlt.

Weniger erfreulich, das manche ganz offensichtlich auch noch im Drittversuch Lotto und Totto spielten. Da meine Lehrinhalte keine Raketenwissenschaft sind, besteht bei meiner Kontrollgruppe, jene, die die Klausur schreiben ohne meine Vorlesungen zu besuchen, durchaus die Chance die Klausur zu bestehen. Meist aber nur gerade so. Wobei sich sicherlich wenige die Frage stellen dürften, was sie bei mir hätten alles lernen können.

Letztendlich ist die Klausur nur sekundär, ein notwendiges Übel. Tatsächlich geht es darum, nicht nur fürs Studium, sondern auch fürs spätere Leben von mir etwas zu lernen. Manche Studenten haben dies erkannt, ein paar sich sogar bedankt und zum ersten Mal seit ich hier lehre einer sogar schriftlich.

Am Ende haben wie immer bei mir gut 20 % die Klausur nicht bestanden, was allerdings mit meiner Kontrollgruppe zusammenhängt. Ohne die Kontrollgruppe wäre das Nichtbestehen schon grenzwertig gering.

Man wird es nie wissen können, ob meine letzte Klausur nun zu leicht war oder ob sich die Studenten etwas mehr bemühten — wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Auf alle Fälle wird mir ein Student in Erinnerung bleiben, denn dieser hat es geschafft, nur solche Punkte zu erzielen, die ich immer wieder einmal den Studenten anrechne. Und er muss es gewusst haben, denn sein letzter Satz in der Klausur spricht Bände. Solche Späße können sich eigentlich nur Studenten leisten, die mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz ausgestattet sind.

Schon alleine deswegen fand ich es von Vorteil, dass wir Studenten zu meinem eigenen Studienbeginn mit gleich mehreren Intelligenztests konfrontiert wurden — damit war eine Selbstüberschätzung so gut wie ausgeschlossen. Und ich bin mir sicher, dass dies auch heute noch die Ausfallquoten im Studium signifikant reduzieren würde. Das Kasperletheater fände dann außerhalb des Campus statt.

All jene Studenten, die bei mir mindestens 80 % der möglichen Punkte erreicht haben, werden ihr Studium sicherlich mit Bravour abschließen — und darüber freue ich mich am meisten, denn damit besteht doch noch Hoffnung!


Oxford

15.7.02026 4 (4)

Beitragsfoto: Postkarte

Idiotensicher

Man wird Leben nie voll und ganz absichern können und schon gar nicht für jene, die selbst nicht so richtig lebensfähig sind. Aber anstatt diese Menschen zu betreuen, baut man langsam aber sicher alles so um, dass es möglichst idiotensicher ist — was einfach nicht funktionieren kann.

Nehmen wir einmal einen Zaun an einer Bahnlinie. Dieser wird nie und nimmer hoch genug sein, um einen Idioten davon abzuhalten vor einen Zug zu laufen. Selbst Schranken an Bahnübergängen werden gerne umfahren oder umgangen, was nicht wirklich schlimm ist, solange nicht ein Idiot dabei vor einen Zug gerät.

Vielleicht wäre es gar keine schlechte Idee das Leben insgesamt wieder etwas entspannter zu sehen und nicht wirklich alles Mögliche und Unmögliche absichern zu wollen.

Nun muss ich mich aber hinter die Klausuren klemmen.

Wollhaus

Wieder einmal gibt es neue Pläne für das Wollhaus. Meine Vorstellungen dort wieder das Stadtbad, einen echten Busbahnhof und vielleicht sogar gepaart mit einer Veranstaltungshalle zu realisieren, um am südlichen Ende der Kernstadt ein städtebauliches Zeichen zu setzen, können einfach keine Mitstreiter gewinnen.

Der aktuelle Besitzer hat nun wohl einen oder auch gleich mehrere Investoren gefunden, die zwar nicht den vom Gemeinderat prämierten und vermeintlich auch umweltbewussten Ursprungsentwurf (war mir einmal einen eigenen Blog-Beitrag wert) umsetzen, dafür aber ein ganz neues Gebäude erstellen möchten — ohne Hotel.

„Im Zentrum der Neuausrichtung steht – anders als bei dem im Jahr 2023 vorgestellten Konzept – nun klar das Wohnen. Auf einer Fläche von etwa 30.000 Quadratmetern planen die Projektpartner rund 600 Wohnungen, überwiegend als Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen etwa 25 und 65 Quadratmetern. Sie sind für vielfältige Zielgruppen wie Alleinstehende, Studierende, Paare, kleine Haushalte und Familien vorgesehen. Auch der ursprünglich als Hotel geplante Hochpunkt soll als Wohngebäude realisiert werden. Weiterhin ergänzen gewerbliche Nutzungen das Konzept: Auf den unteren Ebenen sind auf rund 6.000 Quadratmetern Flächen für Handel, Dienstleistungen und Gastronomie vorgesehen, ergänzt durch eine Markthalle als zentralen Anziehungspunkt zur Belebung des Quartiers. In der Tiefgarage sind zudem Stellplätze auf rund 10.000 Quadratmetern vorgesehen.“

kon-ii GmbH (15.7.2026)

Gespannt können wir darauf sein, was die Investoren unter Markthalle verstehen, ich vermute stark, dass es bei uns ein entsprechendes Schild erneut tun wird.

Laut Projektbeschreibung soll der in den 1970er-Jahren errichtete Gebäudekomplex, welcher über Jahrzehnte ein bedeutender Einkaufsstandort war, heute jedoch in weiten Teilen leer steht und sanierungsbedürftig ist, mit dieser Neuausrichtung schrittweise revitalisiert und langfristig zu einem urbanen Baustein für die Innenstadt mit Wohnen, Nahversorgung, Gastronomie und hoher Aufenthaltsqualität entwickelt werden.

Vermischtes

Gestern noch „Good Omens“ zu Ende gebingt. Mir hat’s gefallen. Sehr gut das Fazit der Serie: wenn man etwas zum Positiven verändern möchte, dann muss man vor Ort sein. Selbst dann, wenn es sich um einen Kampfgraben handelt. Wer nur in Parlamenten, Regierungen oder Vorstandsetagen sitzt, der verändert nichts, höchstens zum Schlimmeren. Mein Fazit: diese Serie sollte man bingen, wenn machbar, dann in einem Rutsch.

Kaum war ich gestern mit 93 Klausuren wieder zu Hause, lagen auch schon eine Rolling Stones Platte und eine Postkarte für mich bereit. Besser kann man sich für die anstehenden Korrekturen kaum in Stimmung bringen. Aber erst einmal die Bürokratie. Nach ein paar Abmeldungen im Vorfeld hätten weiterhin immer noch 100 Studenten schreiben müssen, tatsächlich sind noch 93 erschienen und blieben auch bis zum hoffentlich nicht bitteren Ende. Sieben Studenten können nun noch eine Entschuldigung liefern, ansonsten gilt diese Prüfung als verschenkt. Ab heute gucke ich mir die Klausuren im Detail an.

Apropos Verweigerung. Thomas Wiegold führt in einem Blog-Beitrag auf, wie hoch der Stand der Kriegsdienstverweigerung aktuell ist. Einzig spannend dabei ist die Aufzählung der Soldaten, die nun keinen Sinn mehr darin sehen, unser Land überhaupt noch zu verteidigen: im letzten Jahr waren es 170 und dieses Jahr sind es bereits 89 ehemalige Kameraden.

Seit 1945 wissen wir definitiv, dass wir uns nur im NATO-Rahmen jemals verteidigen werden können, denn die Anzahl der Schlümpfe ist in den anderen europäischen Ländern mit sehr wenigen Ausnahmen kaum niedriger. Und seit 1989 hat sich bei uns die Gesamtsituation nur noch verschlechtert.

Die einzige Hoffnung für uns Soldaten war, dass wir im Rahmen der NATO bestehen werden können; diese nimmt man uns aber immer mehr. Unsere Schlümpfe sehen dies selbstverständlich ganz anders, denn die müssen auch niemals selber zur Kasse treten. Die brauchen dazu nicht einmal den Kriegsdienst zu verweigern, da sie als systemrelevante Menschen von jeglicher Verpflichtung und Verantwortung freigestellt sind.

Die Postkarte kommt übrigens aus Oxford und wurde am 9. Juli 2026 in Swindon in einen Briefkasten geworfen — fünf Tage Laufzeit dürfte heutzutage akzeptabel sein. Absender ist meine Lieblingsschwester.