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Michelin
Es wird wohl am Alter liegen, dass ich mich immer mehr im Blog mit gutem Essen beschäftige. Schon immer esse ich gerne und früher gerne auch viel. Vor etwa sechs Jahren begann ich damit, weil immer öfters gefragt, wo man hier bei uns gut essen kann, darüber zu schreiben. Meine Restaurantbesuche sind meistens im normalen Bereich angesiedelt, früher nannte man dies wohl eine gutbürgerliche Küche. Heute kommt diese gutbürgerliche Küche aus sehr vielen Teilen unserer Welt.
Meine eigene Bewertung ist dabei sehr einfach. Es muss mir schmecken, ich muss es vertragen können, gerne darf es etwas Neues sein und auf alle Fälle sollte man das Essen auch bezahlen können. Wenn dann noch das Umfeld und die anderen Gäste stimmig sind, ist es mir eine Empfehlung wert.
Mit der Familie, weil zumindest früher meist eingeladen, gönnte ich mir auch schon einmal das eine oder andere Sternelokal. Mein Problem in jungen Jahren war, dass ich nicht satt wurde und dazu noch die irrige Auffassung vertrat, dass man essen geht, wenn man Hunger hat. In Planung sind aktuell ein ganz bestimmtes Restaurant im Elsass und eines in Stuttgart. Wenn es mir gefällt, schreibe ich später auch darüber.
Kürzlich ist wieder der Michelin Guide für Deutschland erschienen und ich gucke dann immer, wie die Restaurants im Heilbronner Land so abschneiden. Im Falle, dass sich unsere Stadt weiterhin positiv entwickelt, müsste sich dies auch einmal im Michelin widerspiegeln.
Vermischtes
Heute begann mein Tag mit dem Entrümpeln eines Dachbodens, was man halt so macht, wenn es etwas wärmer werden soll. Ich habe ganz bewusst nicht darauf geachtet, wie warm es unter solch einem Dach war, denn manchmal ist es besser, wenn man es einfach nicht weiß. Auf alle Fälle aber weiß ich nun, dass ich mir wieder Saunabesuche zutrauen und meine Gesamtgesundheit doch nicht ganz so schlecht sein kann. Den Rest darf nun aber ein professionelles Entrümpelungsunternehmen machen; man sollte sein Glück nicht überstrapazieren.
Zwischendurch habe ich den meseno-Bus betankt, was mir am Montagmorgen sogleich 10 Minuten spart. Eine Reaktion auf einen gutgemeinten Kommentar eines alten Kameraden und getreu meinem Motto, dass Montage nur für jene besondere Tage sind, die diese nicht vorbereiten.
Auch konnte ich gestern noch meine Klausur fertigstellen. Diese befindet sich nun in einer Art von Qualitätsprüfung und danach lasse ich sie noch von einem LLM sozusagen als letzten Test vorab schreiben.
Gerade erfahren, gestern verlobte sich mein Jüngster. Seine Verlobte wird es sicherlich zu verhindern wissen, dass ich einige der von mir jüngst geretteten Schätze an ihn weitergebe. Bereits mit meiner ersten Schwiegertochter konnte ich diese Erfahrung machen.
Dieter Nuhr hat kürzlich in einem meines Erachtens geglückten Fernsehauftritt Frauen empfohlen, ihre potentiellen Partner vor einer möglichen und wenn auch nur sehr kurzen Lebenspartnerschaft etwas besser kennen zu lernen.
„Nuhr hatte in einer ARD-Sendung vom 18. Juni [2026] gesagt, „die Wahrscheinlichkeit, bei 300 bis 350 Femiziden pro Jahr auf einen Frauenmörder zu treffen“, sei „praktisch null“. Er empfahl Frauen: „Zur Sicherheit wäre es nicht schlecht, wenn man den Partner vor dem Geschlechtsverkehr vielleicht einfach erst mal kennenlernt.““
Deutschlandfunk (27.6.2026)
Um meinen beiden Jungs diesbezüglich noch Ratschläge zu erteilen, dafür dürfte es nun zu spät sein. Wer aber gerne dementsprechende Ratschläge von mir hätte, dem empfehle ich, vor einem weiteren Kennenlernen zusammen Sport zu machen, zumindest einmal in einem Restaurant gut bürgerlich zu essen, gemeinsam eine Bücherei und einen Flohmarkt zu besuchen.
Für die beiden letzten Punkte hatte ich, weil damals beständig auf der Überholspur unterwegs und zudem beruflich sehr eingespannt, die Bouquinisten an den Ufern der Seine gewählt.
Im Gegensatz zu doch viel zu vielen professionellen Beratern und Experten, kann ich meine Empfehlung guten Gewissens weitergeben, denn inzwischen bin ich über 33 Jahre sehr glücklich verheiratet — zumindest aus meiner Sicht [nicht, dass ein Kommentator auch hierbei dazwischen grätschen möchte].
Wärme tut mir einfach gut! Also nochmals kurz zurück zu Dieter Nuhr. Auch Frauen können und wollen morden. Die Herausforderung dabei ist ähnlich wie beim Autofahren auch.
Filmabend
Ganz spontan habe ich mir gestern noch einen Film gegönnt. Vor gut zwei Jahrzehnten gönnte ich mir bereits schon einmal eine spanische Produktion, als ich mit meinen beiden kleinen Söhnen allein zu Hause war. Es stellte sich dabei heraus, dass es ein etwas gewöhnungsbedürftiger Horrorfilm war — noch heute schmieren mir dies meine Jungs aufs Brot; aus ihnen wurde trotzdem etwas Gescheites.
Der Film „The Gentleman“ (Ya no quedan junglas) ist eine spanisch mexikanische Koproduktion, wohl deswegen etwas entspannter anzuschauen. Gabriel Beristain führt Regie. Ron Perlman spielt Theo, einen US-Veteranen, der keinen Sinn mehr im Leben sieht. Warum er mit ein paar weiteren Kameraden gerade in Spanien herum vegetiert, konnte ich beim ersten Anschauen nicht herausbekommen. Meine US-Kameraden bevorzugen eher die Philippinen oder Thailand. Vielleicht sind die Filmhelden aber gerade deswegen so mies drauf.
Megan Montaner gefällt mir als Polizistin ganz gut, als Tatortkommissarin wird sie bei uns sicherlich nicht in Frage kommen. Zum Plot verrate ich nichts. Die 89 Filmminuten sind aber gut investierte Zeit — mal wieder etwas anderes zu den sonst so üblichen Filmen.
Was mich nun auch noch an einen uralten Witz erinnert (kleiner Insider):
Ein Franzose, ein Spanier und ein Deutscher finden eine Mumie. Der Deutsche: „Das müssen wir näher untersuchen, um u. a. festzustellen, wer diese Mumie überhaupt ist.“ Darauf der Franzose: „Kein Problem, denn wir haben die fortschrittlichsten Werkzeuge und Instrumente, um dies festzustellen.“ Der Spanier gelangweilt: „Lasst mich einfach nur fünf Minuten mit der Mumie alleine und ihr bekommt alle Informationen, die ihr gerne hättet!“





