Mann mit Fässer

26.2.02022 5 (1)

Mann mit Fässer | © Pixabay

E-Mail von Giorgio Clarotti

Dear federalists, I will not have the time today to read all your thread but want to share what we achieved today: I took a day off and decided to give 3 days to in Brussels.   

1. We demonstrated today [25.02.2022] with ~100 Ukrainians in front of NATO. When we arrived ~14.15 there was more press & police than demonstrators. The demo was well covered on BE TV: both RTBF and RTL showed a 30″ clip. Radio was interested in sound-bites. There were some independent bloggers. I shot a video and a pictue which were asked for by 3 media, feel free to use it, Irina (the lady in the picture) gave her consent and they are Copyleft. 

2. Tomorrow [26.02.2022]. At 14.30 Invaded countries (Ukrainians, Georgian and Belarus) plus several European associaitons will demonstrate in front of Russia Embassy. The Brusseleers amonst you are welcome. 

==> 3. But you can help for Sunday. Exclusion of Russia from SWIFT would face 40 million Russians with the consequences of Putin’s Hubris. To our knowledge this is blocked by DE and IT, but also AT, CY and HU. It is unlikely that tonight’s EcoFIn council would unblock this. So the idea is that citizen from these 5 countries petition and demonstrate in front of THEIR embassies. In Brussels, they would be joined from Ukrainians who will go from one embassy to the other. 
Here the plans to be confirmed at 12.00 tomorrow
2 pm * Ambassade d’Autriche -> Av. de Cortenbergh 52, 1000 Bruxelles
3 pm * Ambassade d’Allemagne -> Rue Jacques de Lalaing 8/14, 1000 Bruxelles
4 pm * Ambassade d’Italie -> Rue Joseph II, n. 24, Bruxelles 1000

==> You are all invited to join if in Brussels on Sunday I will coordinate all and organise the IT demonstration. 
==> Does anyone else want to organise the same in front of the Waschmaschine in Berlin and of Palazzo Chigi in Rome plus in Wien. I can ask Ukrainians to coordinate some presence there too.
Then, we need to plan for refugees like Poland is doing (they will welcome ALL refugees, whatever the number – see poster at border points).  
Hope you can sleep tight tonight – Ukrainians will not!

Giorgio Clarotti

Demonstrantin vor dem NATO Hauptquartier (25.02.2022) | © Giorgio Clarotti

Gekaufter Sieg

Dass so mancher europäische Politiker von seinen Reisen in den russischen Einflussraum mit einem Geldkoffer zurückkam, konnte man immer wieder einmal lesen. Auch, dass ganze Parteien Finanzhilfen aus der Russischen Föderation bekommen sollen. Und auch so manche hier bei uns bekanntere Politiker rühmten sich noch bis vor Kurzem, dass sie für ihre Beratungsleistungen in ehemaligen Sowjetrepubliken entlohnt wurden.

Weniger bekannt hingegen dürfte gewesen sein, dass sehr viele europäische Spitzenpolitiker nach ihrer aktiven Regierungszeit vom Putin-Regime in Lohn und Brot genommen wurden. Nur um einige Namen zu nennen: Esko Aho, Ernesto Ferlenghi, Christian Kern, Matteo Renzi und nicht zuletzt Gerhard Schröder.

Wir müssen davon ausgehen, dass dies nur die Spitze vom Eisberg ist und sollten uns deshalb auch nicht mehr wundern, dass unsere europäischen Streitkräfte sowie unsere Länder insgesamt nicht sehr verteidigungsbereit sind, denn wer möchte schon gegen seine eigenen Gönner unhöflich werden?

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass unsere Regierungen jetzt auch Schwierigkeiten haben, um wirksame Sanktionen gegenüber der Russischen Föderation zu verhängen oder gar die noch junge ukrainische Demokratie und ihre 40 Millionen Bürger zu unterstützen.

Putins Investitionen werden sich wohl lohnen, und so können wir nur hoffen, dass „bloß“ die 40 Millionen Ukrainer verkauft wurden.

Weinstube Braun

Erst vor Kurzem musste ich den Wegfall von gleich zwei Heilbronner Gaststätten beklagen, und schon wieder schließt eine kleine Institution, nämlich die Weinstube Braun. Laut Heilbronner Stimme (26.02.2022: 34) soll dort sogar Theodor Heuss schon sein Viertele geschlotzt haben.

So wird meine Empfehlungsliste guter Heilbronner Gaststätten zurzeit etwas kürzer und für Neuzugänge fehlt mir derzeit leider die Gelegenheit.

Geburtstage des Tages

Michel Houellebecq, Johnny Cash, Levi Strauss und Victor Hugo


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

25.2.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Armutszeugnis

Heute möchte ich der Aussage von Christian Moos nichts weiteres hinzufügen. Wer ihn kennt, weiß was solch ein Tweet von ihm zu bedeuten hat. Unseren Bundesregierungen, alt wie neu, kann man nur noch Armutszeugnisse ausstellen.

Zeichen setzen

Wir Heilbronner könnten Zeichen setzen, wenn wir nur wollten und u. a. sofort die jüngste Städtepartnerschaft wieder aufkündigen. Wer jetzt noch behauptet, dass diese Städtepartnerschaft, mit einer Stadt in einem Terrorstaat, und den Feiern mit ihren wohl kaum demokratisch gesinnten Vertretern — die sitzen bekanntlich in Gefängnissen und Konzentrationslagern — völkerverbindend sei, der hat wirklich ein sehr krudes Verständnis von Demokratie; denn damit stärken wir letztendlich nur ein Terrorregime und machen uns damit auch für dessen Taten mitverantwortlich.

Konsequenzen

Angesichts des russischen Völkermords müssen wir dringend über Konsequenzen für unsere eigene Gesellschaft nachdenken. Auch in Heilbronn gibt es inzwischen viel zu viele Mitbürger, die sich erneut einen eigenen Terrorstaat herbeisehnen und notfalls auch mit einer russischen Besetzung Heilbronns leben könnten.

Wenn wir als demokratische Gesellschaft überleben wollen, dann müssen wir endlich wehrhaft werden und dabei nicht nur unbequemen Tatsachen ins Gesicht sehen, sondern auch höchst unbequeme Maßnahmen mittragen. Was mit Gesellschaften geschieht, die dies nicht können (wollen), sehen wir gerade ganz gut in der Ukraine.

Was auf alle Fälle überhaupt nicht mehr geht ist, dass es deutsche Staatsbürger gibt, die für den Fall der Fälle eine weitere Staatsbürgerschaft, und dabei ganz explizit die eines totalitären Staates besitzen. Dass dies alleine von der Idee und dem Sinn und Zweck einer Staatsbürgerschaft nicht geht, sollte jedem klar sein.

Deshalb müssen wir — und das ist alleine der Notwehr geschuldet — allen Staatsbürgern, die sich mit dem Besitz einer totalitären Staatsbürgerschaft aktenkundig gegen unsere Demokratie und Lebensweise stellen, schnellstmöglich die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen. Zudem müssen wir darüber nachdenken, was mit Mitbürgern geschieht, die offenkundig ihre Staatsbürgerschaft unter falschen Voraussetzungen erworben haben. Diesen Mitbürgern ist nämlich eines gemeinsam, sie sind eine durchaus ernstzunehmende Bedrohung für unser Land.

Ich hoffe nicht, dass wir dies bald am Beispiel der baltischen Staaten selber miterleben werden, indem die russischen Staatsbürger Wladimir Putin zur Hilfe rufen, weil sie von ihren demokratisch und europäisch gesinnten Mitbürgern „unterdrückt werden“.

Eine eigene Landesverteidigung wird uns nicht möglich sein, wenn viel zu viele der eigenen Nachbarn dieses Land überhaupt nicht für verteidigungswert halten und seit Jahren sehr bequem und gut abgesichert auf „ihre Befreiung“ durch das russische Unterdrückungssystem warten.

Geburtstage des Tages

Enrico Caruso und Pierre-Auguste Renoir


Flaggen

Ukrainefrage 5 (3)

Beitragsfoto: Ukrainische und EU Flagge

Seit heute ist es Gewissheit, und wir können nun sehr gut, zurzeit noch vom Rande her, beobachten, ob es tatsächlich ein ukrainisches Volk gibt. Denn es ist ein Faktum, dass sich Völker ihre eigene Existenz sichern können, wenn diese auch zusammenstehen. 40 Millionen Ukrainer können von der Russischen Föderation nicht in die Knie gezwungen werden, wenn sie es nur wollen.

Hinzu kommt, dass die Ukraine an die NATO grenzt und somit ihre Soldaten als auch die Bevölkerung nicht gänzlich von der Versorgung abgeschnitten werden können. Wenn die Ukraine dazu weiterhin mit Waffen, Munition und Ausrüstung versorgt wird, ist es eine schiere Unmöglichkeit, dass das Putin-Regime überhaupt erfolgreich sein kann.

Der derzeitige und nun entscheidende Waffengang der Russischen Föderation gegen die Ukraine kann nur dann erfolgreich sein, wenn entweder das ukrainische Volk tatsächlich ein russisches ist oder sowohl die EU als auch die NATO der Ukraine die finanzielle, wirtschaftliche Unterstützung sowie die Lieferung von Waffen und notwendigem Material versagen werden. Selbst wenn die Russische Föderation alle ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen einsetzt, wird der Ausgang so wie damals in Finnland oder in Afghanistan sein.

Sollten Putin keine sehr zuverlässigen Erkenntnisse über die Nichtexistenz des ukrainischen Volkes oder den erfolgreichen Kauf europäischer Entscheidungsträger haben, dann ist diese militärische Aktion nichts anderes als blanker Völkermord zur Verschleierung seiner eigenen Schwäche.

Und dann rettet ihn nur noch eine konzertierte Aktion zusammen mit China, die in Kürze starten müsste, und die USA in Asien binden würde — wie z.B. die Besetzung Taiwans.

Das würde aber zur Folge haben, dass aus dem Völkermord am ukrainischen Volk ein ausgewachsener Weltkrieg werden würde.

So sind die kommenden Tage sehr spannend, und es bleibt zu hoffen, dass wir das Ganze weiterhin nur vom Spielfeldrand anschauen können.