Kaiserstraße | © Shutterstock

27.7.02021 5 (1)

Kaiserstraße | © Shutterstock

Helfer

Ich durfte heute einer Besprechung beiwohnen, in der sich ehrenamtliche Helfer von Kindern mit Startschwierigkeiten austauschten. Ein Ergebnis daraus war, dass es fast immer die Eltern oder das Elternteil sind, die die eigentlichen Probleme verursachen.

Die Frage dabei war, wie man diese Eltern dazu bringen könnte, ihren Sprösslingen wenigstens ein bisschen dabei zu helfen, damit diese später ein eigenständiges und erfolgreiches Leben führen können.

Meine These dabei war, dass gerade unser derzeitiges „Sozialsystem“ diese Missstände erst schafft, anstatt sie zu beheben. Interessant dabei ist, dass es seitens der Arbeitsebene keine Widersprüche gab. Diese kommen bestimmt aber von jenen, die selber von diesem Sozialsystem gut leben.

Arschgeweihe oder arschfreie Jungenhosen gingen an mir spurlos vorbei, genauso wie Tatoos, Drogen, Reality TV-Shows oder gar Promi-Talks.

Sprache

Man muss nicht alles mitmachen, oder gar schön finden. So war es mir bisher auch völlig egal, wenn Mitbürger unsere Sprache vergewaltigen oder debilitätsgerecht aufbereiten — jeder so, wie er es gerne möchte.

Ich habe mich inzwischen sogar daran gewöhnt, dass jeder Depp, egal von welchem Medium, einer Partei, größeren Firmen oder Verwaltungen, jeden anderen Mitmenschen automatisch duzt.

Was jetzt aber unter dem Stichwort „gender-gerechte Sprache“ alles losgetreten wird, ist weder verständlich noch in einer offenen Gesellschaft tragbar!

Von einer lauten Minderheit (!) oktroyierte Sprachverbote. Dass man nicht mehr Neger oder Mohr sagen oder schreiben darf, könnte — wenn man direkt einen Mitmenschen adressiert — noch verstanden werden, aber nicht die für alle daraus gezogenen Konsequenzen, wie z.B. Bücher-, Schreib- und Benennungsverbote!

Dass man zudem unserer Sprache weitere Begrifflichkeiten und Namen austreibt, und z.B. aus Weißrussland ganz offiziell Belarus macht, nicht mehr nach Paris oder Rom fährt, sondern nur noch nach „Pari(s)“ oder Roma, wird so langsam mehr als albern. Vor allem dann, wenn diese lingualen Knallköpfe darauf bestehen, dass Aachen richtigerweise Aix-la-Chapelle heissen muss, und wir im guten alten Germany aber nicht mehr in Deutschland leben sollen. Diese ganz neuen Sprachregelungen würden nicht einmal dann Sinn machen, wenn man Orte und Namen generell in der Sprache ihres vermeintlichen Ursprungslandes verwendet.

Aber auch dieses könnte man weiterhin aussitzen, weiter belächeln und den Struwwelpeter heimlich lesen. Könnte man, wenn nicht eine gefährliche Minderheit bereits unsere Medien langsam aber sicher gleichschaltet, dabei bereits den öffentlich rechtlichen Rundfunk und seine Zuschauer soweit erniedrigt hat, dass sich selbst die Bild-Zeitung gute Chancen auf einen eigenen Sender ausrechnet.

Wie lange wohl wird es noch dauern, bis auch dieses Weblog ohne „*“ oder „:“ nicht mehr „online“ gehen darf? Was für weitere Verbote warten bereits auf uns? Ist man vielleicht schon kriminell, weil man noch den Struwwelpeter besitzt, oder gar den eigenen Kindern vorliest?

Es sieht voll und ganz danach aus, dass ein paar Minderheiten, die über Jahrzehnte hinweg außer leeren Versprechungen keine eigenen Inhalte kannten, nunmehr ihre ureigene Bestimmung gefunden haben: „Gendern“, „Quoten“, Sprach- und Denkverbote bis unsere offene Gesellschaft reine Makulatur ist. Was danach kommt, möchte man sich gar nicht weiter ausmalen.

Vergleich

Nehmen wir einmal zwei junge Damen zum Vergleich, beide aus dem Hier und Jetzt. Einmal Morgan Vague, die bereits während ihres Studiums Bakterien entdeckte, die Plastik verdauen können, und wohl eine Karriere als Wissenschaftlerin vor sich hat. Und als zweites eine gewisse Greta Thunberg, die sich gerne weltweit in den Medien präsentiert.

Wer von beiden wurde wohl „Person of the Year“ (2019) des Nachrichtenmagazins Times?

Ich finde, dies ist ein gutes Beispiel dafür, was bei uns so richtig und ganz gewaltig schiefläuft. Wenn wir die Wahl zwischen einem Leistungsträger und einem Maulhelden haben, dann fällt uns diese nicht einmal sehr schwer.

Website des Tages

World Wire

Ein englischsprachiges Nachrichtenmagazin (seit 1993). Dort erfährt man u.a. auch mehr über Morgan Vague.


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

26.7.02021 5 (1)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Treffpunkt Europa

Die Pandemie bedingten Umstände haben es uns leichter gemacht, mit dem Treffpunkt Europa neue Wege zu beschreiten, eigentlich aber ist es „nur“ eine Rückkehr zu den Ursprüngen.

Jetzt warten wir mal die ersten Reaktionen ab und gucken, wie sich alles neu schüttelt. Dabei sind wir alle sehr zuversichtlich, dass uns etwas ganz Besonderes gelingen wird.

Unser Motto ist dabei: „Neue Zeiten benötigen auch neue Lösungen.“

Kabel

Eigentlich ist es schon drollig, seit den 1970er-Jahren wissen wir, dass man zumindest unsere Städte verkabeln muss, um eine moderne Infrastruktur schaffen zu können. Spätestens seit 1987 hätte man Lichtwellenleiter im ganzen Land verbuddeln können. Dies dabei ohne großen Mehraufwand, wenn man die Kabel nur immer in vorhandene Baustellen mit verlegt hätte.

Das setzt aber auch eine Politik voraus, die nicht willentlich von der Hand im Mund lebt. So können wir auch heute wieder einmal in der Zeitung lesen, warum es erneut nicht funktioniert, den Bürgern zeitgemäße Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Man könnte so langsam dabei vermuten, dass es alleine daran liegt, weil den entsprechenden „Entscheidern“ noch nicht ausreichend persönliche Anreize vorliegen, um eine Veränderung herbeiführen zu wollen.

Unsere Natur ist definitiv nicht mehr zu retten, die Planzen- und Tierwelt stirbt langsam aber sicher aus — genauer betrachtet: wird von uns ausgerottet –, die meisten Ressourcen sind verbraucht, für neue Technologien fehlt es uns an entsprechend (aus)gebildeten Menschen, die Schuldenberge werden immer höher, dafür gutes Essen und Trinken immer knapper, die Infrastruktur bröckelt bestenfalls vor sich hin oder ist völlig überholungsbedürftig, wenn überhaupt vorhanden …

Erfolge

Unsere Regierungen verzeichnen derweil einen glorreichen Erfolg nach dem anderen!

Wir haben „gemeinsam“ das „Gendern“ durchgesetzt und bereits ganze Wortgruppen verboten! Auch kann inzwischen jeder — wirklich jeder! — höchste Bildungsabschlüsse erreichen, mehr noch Bildung und Arbeit strengen überhaupt nicht mehr an und Freizeit sowie völlige Verantwortungslosigkeit sind das Nonplusultra.

Heute durfte ich in einem Leserbrief lesen: „Ich vermute, wir haben noch nicht die richtigen Probleme für unsere Lösungen.“

Geburtstag des Tages

Aldous Huxley


Fledermäuse

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Beitragsfoto: Fledermäuse | © Shutterstock

Fledermäuse gab es schon vor 50 Millionen Jahren bei uns in Heilbronn. Bis zu 25 unterschiedliche Fledermausarten flogen bis vor Kurzem noch durch unsere Nächte.

Als Kind spielte ich gerne mit meinen Freunden am Europaplatz; dort gab es damals sehr imposante Bäume mit Höhlen in den oberen Etagen, die wohl ganzen Fledermauskolonien als Unterkunft dienten. So konnten wir immer auch zahlreiche Fledermäuse beobachten, die zwischen unseren Köpfen ihre Runden zogen.

Dann mussten diese Bäume, so wie auch der dazugehörige Bolzplatz einem Parkplatz weichen und die Fledermäuse wurden zu einer Seltenheit.

Sehr gefreut hat es mich einige Jahre später, als wir nach Heilbronn zurückzogen, dass in unserem Viertel noch ältere Bäume standen und diese wohl auch Fledermäusen als Unterkunft dienten.

So war es bis vor ein paar Wochen immer wieder eine Freude, wenn abends bei uns im Hof Fledermäuse ihre Runden zogen. Jetzt ist das auch vorbei. Leider mussten die letzten größeren Bäume bei uns im Viertel den Baggern weichen, die dafür sorgen, dass unser Viertel weiter nachverdichtet wird. Dabei standen diese Bäume nicht einmal auf dem geplanten Baugrund — sie hätten wohl nur einigen neuen Bewohnern die Aussicht auf weitere neue Gebäude und deren Bewohner versperrt.

Was aus den letzten Fledermäusen in unserem Viertel geworden ist, wird außer mir wohl auch keinen weiteren Anwohner interessieren.

Heimische Fledermausarten im Porträt

Diese Website des Naturschutzbundes (NABU) gibt einen guten Überblick darüber, was bei uns durch die Nacht fliegen könnte, wenn wir ein wenig mehr auf unseren alten Baumbestand acht geben würden.