Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

18.8.02021 5 (3)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Impfdosen

Ablenkung mit anderen Dingen, wie z. B. Afghanistan, ist eine gute Gelegenheit für unsere Minister, um klamm heimlich, weitere volkswirtschaftliche Schäden anzurichten. Nach CumEx-Geschäften, dem Maut-Debakel oder der milliardenschweren Vernichtung von zwielichtig bestellten funktionsunfähigen Masken, droht jetzt ein weiterer Steuergeldverlust, weil der zuständige Minister wohl Impfdosen absichtlich verfallen lässt, und diese dann kostenpflichtig entsorgt werden müssen.

Mit all diesen „kriminellen“ Geschäften wurde dem Staat das nötige Geld entzogen, mit dem er weitere Infrastrukturmaßnahmen hätte tätigen oder auch eine funktionsfähige Bildungspolitik initiieren können. Und wenn unserer Regierung überhaupt nichts Sinnvolles eingefallen wäre, hätte man auch uns Steuerzahler entlasten können.

So wurde wieder einmal eine Chance vertan, und ein paar zwielichtige Gestalten um einiges reicher.

Kompliment

Gerade, da meine Kameraden wieder einmal etwas mehr beschäftigt als sonst sind, fällt mir das schönste Kompliment ein, das mir jemals gemacht wurde. Ein, von mir noch heute sehr geschätzter, General wandte sich mit den folgenden Worten an mich: „Kümmerle, Sie haben sich sehr früh für Charakter anstatt Karriere entschieden.“

So schön hat mir später keiner mehr erklärt, dass ich ein Depp bin. Aber heute bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass es unserem Land tatsächlich an „Deppen“ fehlt, denn unsere Karrieristen bekommen rein gar nichts mehr gebacken.

Gespräch

Die EUROPA-UNION Heilbronn hat auch einige Mitglieder, die nicht aus dem Ländle kommen. So ist es immer wieder eine Freude, wenn diese die Gelegenheit nutzen, um auch nur für einen Zwischenstopp in Heilbronn vorbeizuschauen.

So erreichte mich der Anruf von Javier Giner, dass wir uns in einem Hotel in Heilbronn treffen könnten. Daraus entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch mit sehr zielführenden Ideen, zum einen für unseren Verein, zum anderen auch für den UEF-Gesamtverband.

Einig waren wir uns auf jeden Fall darin, dass wir einen Europäischen Bundesstaat brauchen und dies so schnell wie möglich.

Website des Tages

Buchhandel.de

Hier finden Sie alle in Deutschland im Buchhandel erhältlichen Bücher, außer denen, die noch in Antiquariaten zu finden sind. Zwei Bücher kann ich Ihnen dabei ans Herz legen.


Karte von Afghanistan

Afghanistan – ein anderer Blickwinkel 5 (1)

Foto: Kartenausschnitt

Das Land Afghanistan besteht etwa aus 40 Millionen Menschen, die auf gut 650 000 Quadratkilometern leben. Zum Vergleich, wir leben in Deutschland auf ca. 350 000 Quadratkilometern. Das bedeutet aber überhaupt nichts, vor allem dann, wenn man sich in Afghanistan militärisch bewegen möchte!

Dann sehen die Dinge einfach anders aus und man muss zudem der Realität ins Auge sehen. Als sich die US-Regierung vor gut 20 Jahren dazu entschloss, innerhalb der Grenzen Afghanistans Kriminelle und Terroristen zu jagen, wurde dies ursprünglich auch als Kleinkrieg mit Geheimdiensten und Kleinkriegskräften getätigt — und für alle überraschend, auch sehr erfolgreich!

Dass dies eine Trendwende in der US-Politik provozierte, hätte man voraussehen müssen. Ohne näher darauf einzugehen, kam es zu einer US-internen Auseinandersetzung, um Billionenhaushalte und das Renommee der einzelnen Truppengattungen. Der Erfolg der „Spezialkräfte“ hätte gerade zu dieser Zeit eine gewaltige Umschichtung innerhalb der US-Streitkräfte und in Folge davon auch in der Industrie gebracht. So musste der Kleinkriegsschauplatz Afghanistan, wirtschaftspolitisch betrachtet, zu einem Kriegsschauplatz werden, und der sogenannte „Mission Creep“ nahm ungehemmt seinen Lauf.

Fehler Nummer eins

Keiner der Beteiligten (außer den Militärs — und deren Meinung zählt bekanntlich nicht) hat sich jemals Gedanken darüber gemacht, wie groß der Kriegsschauplatz Afghanistan überhaupt ist. Ohne das Ganze selbst näher untersucht zu haben, gehören zumindest Pakistan, Teile des Irans und Teile ehemaliger Sowjetrepubliken mit dazu.

Ohne den Kriegsschauplatz einzugrenzen und dabei auch alle — direkt oder indirekt — Beteiligten (z.B. auch China) zu involvieren, konnte von Anfang an niemals ein Erfolg — welcher Art auch immer — erzielt werden.

Das Ganze wurde bereits vorab in Korea und später in Vietnam durchexerziert, wobei zumindest der militärische Teil der NATO daraus seine Konsequenzen gezogen hatte. Dass dies erneut nicht mit berücksichtigt wurde, muss man dem Primat der Politik zuschreiben.

Fehler Nummer zwei

Der Kriegsschauplatz wurde ohne Widerspruch oder Gegenwehr für die „Lords of War“ — Waffenhänder und Hilfsorganisationen — freigegeben und fügte dem Konflikt damit eine weitere Dimension hinzu, die bis heute kaum mitbetrachtet wird, deren Auswirkungen auf den Konflikt allerdings gravierend sind.

In dieser Größe dürfte dieser Fehler noch nie aufgetreten sein und muss für zukünftige Konflikte sehr genau analysiert werden.

Fehler Nummer drei

Es gab von Anfang an Einzelinteressen — man kann das gestrige Statement von Joe Biden als Beweis nehmen — aber niemals eine abgestimmte politische und schon gar keine militärpolitische Strategie. So war von Anfang an nicht klar und nicht dokumentiert, was man im afghanischen Kriegsschauplatz zusammen erreichen wollte.

Um gleich meine idealistischen Leser zu enttäuschen: Brunnen zu bohren und Mädchenschulen zu eröffnen gehören nicht mit dazu. Dies könnte nur der Fall sein, wenn sie als Unterpunkte in einem operativen Gesamtkonzept, als für den militärischen Gesamterfolg notwendig, mit aufgeführt werden würden.

So kam es in Afghanistan zu einem bombastischen Mission Creep, wo jeder der wollte, sich eigene Ziele setzen konnte, die meist überhaupt nichts mit der Kriegssituation oder der Lage, geschweige denn mit den Interessen der afghanischen Bevölkerung, zu tun hatten.

Das Tragische dabei ist, dass die Zielerreichung, dieser meist völlig überflüssigen und zudem oftmals fatalen Ideen und Hirngespinsten, alleine den Streitkräften vor Ort aufgebürdet wurde und sie dafür für den Einsatz notwendige Ressourcen und Zeit zweckentfremden mussten.

Kurz und gut: ohne eine Strategie kann diese auch nicht für einen Kriegsschauplatz operationalisiert und damit auch nicht für die taktischen Ebenen umgesetzt werden. Damit war von Anfang an klar, dass alle dort eingesetzten Soldaten „nur verheizt“ wurden und verantwortliche militärische Führer — da kein Auftrag, politisches Geblubber zählt im „Ernstfall“ nicht, vorhanden — alles daran setzten, dass möglichst alle eigenen Soldaten wieder gesund nach Hause kamen.

Fehler Nummer vier

Da es keine Strategie gab noch gibt — nehmen wir das gestrige Statement von Joe Biden wieder als Beweis — , weiß man eigentlich nicht, wann man „gewonnen“ oder „verloren“ hat, auch nicht, wie man dann am besten wieder nach Hause kommt. Und schon gar nicht, was aus den Bevölkerungen wird, die man über Jahre hinweg belästigt, belogen oder gar bekämpft hat.

Die irrsinnige Vorstellung, diese jetzt für ihr Ungemach nach Europa oder den USA umsiedeln zu wollen, ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass man nach gut 20 Jahren immer noch nicht weiß, was man überhaupt macht, geschweige denn will!

Fehler Nummer fünf

Wir, vor allem unsere Politiker, sind immer noch fest davon überzeugt, dass wir alles richtig gemacht haben und richtig machen. Am deutschen Wesen wird die Welt weiterhin genesen.

Wir werden das Ganze auch niemals analysieren oder gar aufarbeiten. Alle maßgeblich Beteiligten sind Helden und die Opfer einfach nur „überflüssige“ Menschen, die selber an ihrem Schicksal Schuld sind.

Und sollte jemals ein Verantwortlicher in Verantwortung genommen werden — was bei all den Toten und Verstümmelten sowie auch den Unsummen verschwendeter Steuergelder wünschenswert wäre –, dann ist schon jetzt klar, dass die Schuldigen aus dem Ausland kommen — das steht so im Grundgesetz und darf nicht angezweifelt werden!

(Bin mal gespannt darauf, wer jetzt nachschaut.)

„Die größte Leistung besteht darin, den Feind ohne Kampf zu besiegen.“

Sunzi, Die Kunst des Krieges

Maskerade

17.8.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Beschleuniger

Heute melden sich unsere selbsternannten Beschleuniger — Hinterbänkler im Deutschen Bundestag — zu Wort und wissen wieder einmal alles besser. Dabei müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Deutsche Bundestag aus reiner Kriegslust heraus, Soldaten in einen zwanzigjährigen Einsatz geschickt hat und bis heute völlig ahnungslos ist, was das bedeutet und wie man damit umgehen muss.

20 lange Jahre lang haben sie sich bestenfalls als Kriegstouristen und Schmuggler betätigt und tatenlos zugesehen, wie immer mehr eigene Soldaten gefallen sind.

Diese inkompetenten und völlig verantwortungslosen „Beschleuniger“ rennen jetzt wie aufgeschreckte Hühner durch die Gegend und machen alles noch viel schlimmer.

Dabei muss man sich auch die Frage stellen, was man mit bis zu 100 000 Afghanen in Deutschland macht, die sich nie und nimmer bei uns integrieren wollen oder können.

Unser Renten-, Sozial- und Krankensystem ist jetzt schon kaum noch aufrechtzuerhalten und verträgt de facto keine weitere Belastung mehr. So muss man sich nicht wundern, wenn unsere Bevölkerung langsam aber sicher nicht nur an unseren Politikern zweifelt, sondern die Demokratie an sich in Frage stellt.

Überraschung

Wer von der Situation in Afghanistan überrascht ist, muss erst einmal erkennen, dass wer von Tuten und Blasen überhaupt keine Ahnung hat, immer wieder überrascht werden wird. Unsere deutsche Leitungslösung ist: „Wir sind alle nur noch blöd und das ist auch gut so!“

E-Scooter

E-Scooter mögen zwar derzeit in Heilbronn eine angesagte Fortbewegungsmöglichkeit sein, aber sie sind auf keinen Fall, gesamtwirtschaftlich betrachtet, ein Gewinn, noch ökologisch sinnvoll.

Es handelt sich dabei um Billigprodukte, die regelmäßig ersetzt werden müssen und schon deshalb eine Ressourcenverschwendung darstellen. Ich rede schon gar nicht davon, wie viele E-Scooter in den Neckar gelangen und den Fluss weiter schädigen. Auch muss man sich fragen, ob es überhaupt sinnvoll ist, so viele Akkus ungenutzt in der Gegend herumstehen zu haben — schon alleine dieser unnötige Stromverbrauch summiert sich ganz gewaltig.

Dies wäre nur dann ökologisch und wirtschaftlich zu tolerieren, wenn man die Roller-Akkus, wie hoffentlich bald auch die der Elekroautos, in ein Gesamtsystem integriert, wobei die Akkus dann halbwegs wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden.

Wenn man dies nicht sicherstellt, schädigt man unsere Umwelt mehr als wenn man mit den ältesten Dieseln durch Heilbronn fährt! — Was wieder einmal zeigt, dass es der Politik nicht um Lösungen, sondern nur um die Schau und Selbstdarstellung geht!

Noch erstaunlicher ist es aber, wie man den Heilbronner E-Scooter-Betreibern entgegenkommt. Diese dürfen ohne Weiteres ihre Roller an Kinder vermieten, müssen nicht einmal sicherstellen, dass diese nicht völlig überlastet — mit mehr als zwei Personen oder gar als Transportmittel, für z. B. Kühlschränke, fungieren — eine Gefährdung für den Straßenverkehr darstellen, ganz besonders für die Bereiche, die einst für die schwächsten Verkehrsteilnehmer reserviert waren.

So hoffe ich, dass diese Unternehmen, welche die Umwelt besonders schädigen und Menschen gefährden, zumindest finanzielle Reserven bilden müssen, um später für die von ihnen verursachten Schäden auch aufzukommen.

Und von der Stadtverwaltung wünsche ich mir, dass sie zumindest dafür sorgt, dass keine Kleinkinder mit den E-Rollern unterwegs sind. Hier wäre es weit besser, wenn man diese Kinder in die vorhandenen Carsharing Autos setzt, dort sind sie angeschnallt und und haben auch etwas Blech um sich herum.

Mein Vorschlag für die E-Scooter Betreiber ist, dass die Roller, sobald sie mehr als 100kg Gewicht registrieren, nicht mehr zu fahren sind.

Website des Tages

Elektromobilität [Website dieses Bundesministeriums nicht mehr vorhanden]

So ganz durchdacht ist das Ganze noch nicht. Es fehlen wohl noch ein paar Jahrzehnte Bürokratie.