Altes Auto

9.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Auto |  © Dariusz Sankowski auf Pixabay

Vermischtes

Die deutschen Gasspeicher sind nur noch halb voll, da unsere Regierung wieder einmal ihre Hausaufgaben gemacht hat: Gewinnoptimierung für ihre Parteisponsoren.

Warum konnten bei uns die Züge früher bei Schnee fahren? Und warum fahren Züge in anderen Ländern weiterhin bei Schnee und Eis, selbst durch meterhohe Schneeverwehungen? Matthew Kronsberg fragt sich derweil, ob heutzutage die Züge wieder die komfortabelste Reisemöglichkeit seien? (New York Times, 6.1.2026 — für die Blog-Leser kostenfrei).

Mir ist es schon sehr lange völlig egal, ob ein Zug in Deutschland komfortabel ist oder ob es dort überhaupt einen Sitzplatz gibt — Hauptsache, er kommt noch ans Ziel und dies möglichst am selben Tag.

Erfreulich, dass der Weg für das jahrelang umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nun frei ist. Bis zum Schluss haben sich die französischen Bauern gewehrt und dafür gesorgt, dass sich Frankreich gegen das Abkommen entschied — Pech gehabt: Mehrheitsentscheidung! Ich vermute einmal ganz stark, dass sobald nun auch Deutschland überstimmt werden wird, es keine Mehrheitsentscheidungen in der EU mehr geben wird.

Neben Frankreich stimmte noch Polen dagegen; Italien rettete nach 25 Jahren Verhandlungen dieses Abkommen nicht ohne doch ein paar weitere Zugeständnisse an die europäischen Bauern erzielt zu haben.

Zwar soll das Abkommen die EU-Exporte jährlich um bis zu 49 Milliarden Euro steigern können und damit mehr als 440 000 Arbeitsplätze sichern helfen, was aber doch nicht so richtig zählt, einfach weil unsere Bauern weiterhin die dickeren Autos fahren — und wir wissen ganz genau, was bei unseren Politikern zählt, nein, nicht die Länge, sondern die Breite.

Und so darf man es durchaus als großen Erfolg ansehen, dass unsere Politiker nur ein Vierteljahrhundert benötigten, um mehrheitlich einmal der Vernunft den Vorzug zu geben.

Käffchen

Für ein Käffchen mit Detlef Stern gehe ich weiterhin gerne in die Stadt. Demnächst gönne ich es mir einmal, miete ein möglichst großes SUV, fahre erst ein paar Runden die Allee hoch und runter, dann durch die Fußgängerzone und stelle zum Schluss den Karren direkt vor dem Café ab — zumindest laufe ich dabei nicht Gefahr, in einen Hunde- oder gar Menschenhaufen zu treten.

Sobald die Autos alle selbstständig unterwegs sind, wobei Detlef Stern der Überzeugung ist, dass wir beide dies nicht mehr erleben werden, hat sich das mit den Privat-, Geschäfts- und Mietwagen wohl erledigt. Denn dann lassen Software-Firmen und die übrig gebliebenen Autokonzerne ihre Autos von ganz alleine auf Kundenfang durch die Städte toben — auf deren Lifetime-Abos bin ich schon heute gespannt!

Bis dahin werden die bereits existierenden selbstfahrenden Automobile weiterhin von Lohnsklaven aus Indien und Co. ferngesteuert. Wobei dies bestimmt auch ein ganz gutes Geschäftsmodell für unsere eigene Jugend ist. In jedem Arbeitsamt werden Räume eingerichtet, wo unsere „Arbeitssuchenden“ täglich ein paar Stunden vor dem Bildschirm sitzend Autos fernsteuern können. Gerade für die Heilbronner Allee- und Innenstadt-Cruiser eine gute Gelegenheit, um einmal andere Strecken kennenzulernen — wobei sie es sich zudem ersparen, immer bei Mama um das Familienauto betteln zu müssen.

Das heutige Thema war aber hauptsächlich der Zettelkasten und eine längst vergangene Zettelkastenrunde, etwas RSS und die gute alte E-Mail. Bei letzterem bin ich davon überzeugt, dass wer am Abend noch mehr als zehn E-Mail in seinen Postfächern liegen hat, besser wieder auf den Briefkasten vor seiner Haustür zurückgreifen sollte.

Wer als Informatikstudent nicht weiß, was ein RSS-Feed ist, der sollte sich schleunigst nach einer anderen Beschäftigung umsehen, Autofahren zum Beispiel.

Kommenden Dienstag habe ich meine letzte Vorlesung in diesem Semester, ab dem kommenden führe ich dann ein Maßband mit — werden wohl nur Gediente verstehen können. Die Klausur steht und so beschränke ich mich darauf, um Fragen zu beantworten. Es dürfte nur noch welche zum Ablauf der Klausur geben, ich lasse mich aber gerne überraschen.

Zum Schluss haben wir noch ein wenig über Blogger gelästert, da wir selber welche sind, geht das auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist das mit einer neuen Zettelkastenrunde absolut zu nerdig und so rege ich einmal eine Bloggerunde an. Ich fand es schon immer viel spannender, wenn die, über die man lästert, auch selber mit dabei sind.

Lifetime

Wie kurz unsere Leben sind, das zeigt uns die aktuelle Software-Industrie ganz gut. Wie bereits geschrieben, dünne ich auch mein Privat-Blog zunehmend aus. Und so habe ich mich bereits von vielen lieb gewonnenen Features wie auch Plug-ins getrennt.

Zumindest mir geht es so, dass ich bei jenen Plug-ins, die ich mit einer Lifetime-Garantie erworben habe, dabei doch etwas zögere. Und so bekomme ich nun heute wieder einmal mit, was diese Software-Firmen so unter Lifetime verstehen. Gerade soll ein Plug-in von der Version 3.0 auf die Version 4.0 umgestellt werden, wobei ich, weil ich bereits vor Jahren ein Lifetime-Abonnement abgeschlossen hatte, nun künftig 50 % vom Listenpreis zahlen soll und damit wohl noch weit mehr als jene, die regelmäßig beim Black Friday zuschlagen.

Zum Glück bin ich aber auch noch Telekom-Kunde. Denn dieses Unternehmen zeigt seinen Kunden, dass selbst das kürzeste Leben sehr lange dauern kann, zumindest was deren Wartezeiten anbelangt. Seit gut drei Wochen hängt nun ein Glasfaserkabel in meiner Kellerwand herum. Und so lange dies nur so herumhängt, sieht es im Keller aus wie bei Hempels unter dem Sofa, weil ich die weiteren Kabelwege im Haus schon einmal freigeräumt hatte.

Wann bloß wurde aus Eduard Zimmermanns Fernsehsendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ bei uns nackte Realität?

Post Scriptum (Dank geht an Guido Kühn)


Blitz

Hitliste 5 (1)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Was wir Bürger wirklich bräuchten, wäre eine Hitliste über die katastrophalsten Kanzler, Ministerpräsidenten und Bürgermeister unseres Landes.

Die Kategorien könnten dabei sein:

  • getötete Bürger,
  • gefallene und getötete Soldaten,
  • Umweltschäden und
  • Schuldenberge.

Ich bin mir sicher, dass diese drei Aufstellungen sehr aufschlussreich wären und uns einen guten Hinweis darüber geben könnten, welche Politiker wir künftig am besten erst gar nicht wählen.

Was man in unserem Land leider nicht feststellen werden kann, wie viel Vermögen diese Politiker aus ihren Ämtern für sich selbst und ihre Familien dabei erwirtschaftet haben.


The Simpsons T-Shirt

8.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: The Simpsons T-Shirt

Filme & Serien

Einmal von Deutschland abgesehen, wo die Filmkunst schon länger „sozialistisch“ betrieben wird, einschließlich unzähliger Möchtegernakademien, welche völlig Unbegabten irgendwelche Abschlüsse aushändigen, die damit dann im Anschluss staatlich subventionierte Filme und Sendungen produzieren, die man nicht einmal volltrunken anschauen möchte. Und so erstaunt es mich jedes Mal, wenn es dann doch deutsche Filmemacher und Darsteller gibt, die international Karriere machen.

Es scheint, dass wir insgesamt am Ende der Geschichte von Film- und Fernsehstudios angekommen sind. Diese werden wohl nur noch dem Namen nach in staatlichen oder privaten Konzernen weiter existieren, die nur noch dazu dienen, um Meinung à la 1984 zu machen. Vielleicht auch noch, um den Verbrauchern möglichst billig das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen.

Inzwischen stelle ich fest, dass wenn ich einmal etwas Neues anschauen möchte, was zum Beispiel Blogger oder Freunde empfehlen, ich dazu ein Abonnement bei Amazon, Apple, Netflix, YouTube oder sonst wo abschließen muss. Damit regelt entweder ein Staat oder ein Großkonzern das, was ich zu sehen bekomme. Selbst wenn ich sehr viel Geld investiere, um möglichst frei in meiner Wahl bleiben zu können, sind es letztendlich dieselben Akteure, die darüber bestimmen, was wir alle zu sehen bekommen.

Was wieder einmal beweisen dürfte, dass Kunst nur dann richtige Kunst sein kann, wenn sie es schafft, sich von Abhängigkeiten zu befreien. Viele werden mir nun erklären wollen, dass Kunst noch nie frei war und sich selbst ein Michelangelo prostituierte. Vielleicht aber ist es gerade das, was tatsächlich die Kunst ausmacht, nämlich sich frei von Zwängen zu entfalten und dabei Großes zu schaffen, was dann auch noch von sehr vielen anderen Mitmenschen goutiert wird.

Deshalb sollten wir Menschen wieder verstärkt auf Kleinkunst setzen und auch nach unabhängigen Autoren wie Filmemachern schauen. Ich freue mich wie immer über jeden Widerspruch!

Vermischtes

Manche kennen noch die Geschichte um diese belgische Verbrecherorganisation, welche sich von 1885 bis 1908 die Demokratische Republik Kongo einverleibte, ganz offiziell als Privatbesitz. Die USA wiederholen das Ganze nun in Venezuela. So bin ich einmal gespannt darauf, welchem Familienmitglied der US-Präsident dieses Land zur privaten Ausbeutung zuteilt. Die restlichen Regierungsmitglieder spekulieren derweil auf Kuba oder auf die Krümel, die Wladimir Putin von Europa übrig lassen wird. Zumindest Donald Trump hat den russischen Präsidenten als Großen Nagus anerkannt.

Ach übrigens, was macht man in Deutschland als prominenter Volksvertreter, wenn sich die eigenen Schäfchen im Schlamassel befinden? Man feiert weiter und vergnügt sich selbst, wo man nur kann. Aktuell muss sich Kai Wegner ein paar Fragen stellen lassen, was ihn bei der Union nun für die höchsten Ämter qualifiziert. Und spätestens wenn die Befragung zu Ende ist, wird auch die SPD in Ehrfurcht erstarren — schon etwas länger muss diese Partei auf ihre ganz eigenen Basta!-Momente verzichten.

Dabei ist Kai Wegner wenigstens ehrlich, denn er gibt unumwunden zu, dass ihm die Berliner scheiß egal sind. Was für einen Volksvertreter allerdings sehr ungünstig ist, denn wir Deutschen erwarten wirklich nur eines von unseren Führern, nämlich das Heucheln von Mitgefühl gepaart mit ein paar Krokodilstränen.

Duffman

„Oh yeah“, widmen wir uns erst einmal den richtigen Problemen dieser Welt. Die Simpsons waren schon Thema hier im Blog. Ob die Gruppe Yellow hier schon Thema war, weiß selbst ich nicht mehr. Auf alle Fälle besitze ich die eine oder andere Platte der beiden Musiker Dieter Meier und Boris Blank.

Der Song „Oh yeah“ kam 1985 in die Plattenläden und befindet sich auf der ersten LP namens „Stella“ dieser Gruppe aus der Schweiz; davor verband ich dieses Land eher mit Käse und Schokolade.

Nun aber zurück zum Problem, das zumindest heute die Welt bewegt: Duffman will aufhören!

Aber wie wir alle es wissen müssten, meist sind unsere Probleme gar keine. Und noch mehr vermeintlicher Probleme nur Herausforderungen, wobei sich manchmal sogar echte Chancen darunter befinden. Übrigens, mein Lieblingslied der obigen Platte ist „Desire“.