Valentin Trentin

Pommiers Inferno

Beitragsfoto: Valentin Trentin | © Valentin Trentin

Jüngst musste ich den Wegfall von gleich mehreren Weblogs, die ich regelmäßig las, zur Kenntnis nehmen. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass das Bloggen für die meisten von uns Blogger ein zeitraubendes Unterfangen ist. Und wenn man dann noch zur Überzeugung gelangt, dass man völlig gegen eine Wand schreibt, sinkt sicherlich auch die Bereitschaft, sich weiterhin in Blog-Form zu äussern.

Und als ich dann auf Valentin Trentins Blog schaute und diesen Post „Bulletin Nr. 207: Ruhe im Karton“ (24. März 2022) las, befürchtete ich schon, dass demnächst noch ein weiteres Weblog verschwinden wird. So war ich ganz froh darüber, als mich Valentin Trentin darüber informierte, dass er gerade verstärkt an seinem inzwischen achten Roman schreibt, um diesen auch bald veröffentlichen zu können — damit war mein Interesse nun mehr als geweckt.

Ich hatte zwar bereits zuvor Trentin schon einmal „gegoogled“, was mich auf Wikipedia führte, wollte jetzt aber doch ein wenig mehr über ihn wissen. In aller Kürze kann man ihn wie folgt beschreiben:

Valentin Trentin, Jahrgang 1948, lebt in Brugg (Schweiz) im Stadtteil Schinznach-Bad. Als ehemaliger Sekundarlehrer, Kantonsrat, Ausbildungs- und Personalleiter kennt er die Tiefebenen und Alltagswelten der pädagogischen Provinz, der Politik und des Geschäftslebens. Das Ergebnis: Nach wie vor Satire mit Biss, aber durchaus realistisch im Alltag erprobt, lebensecht und ohne übertriebene Beachtung religiöser und ideologischer Befindlichkeiten dargeboten. Immer wieder ein ziemlich heiterböser Spass.

VAlentin Trentin

Und da ich ein bekennender Fan von Tom Sharpe bin, werde ich mir zumindest Valentin Trentins jüngstes Werk einmal zu Gemüte führen.

Pommiers Inferno — Auf hässlichen und verwirrenden Umwegen zur Liebe

„Der Ex-Banker und Frühpensionist Pierre-Louis Pommier versteht von Büchern gerade mal so viel, dass er sich von allen Streitgesprächen literarischer Zirkel jederzeit fernhalten würde.

Er hätte sich aus freien Stücken sich auch nie mit Dantes Divina Comedia beschäftigt, wäre er nach einem Autounfall nicht gezwungen gewesen, ein paar Tage im Spital auszuharren, wo er nach einem hässlichen Höllentrip auf eine liebevollere Begegnung doch noch hoffen durfte.

Denn aus einem Koma erwachend, ist er von seinem ehemaligen Gymnasiums-Kameraden, Chefarzt Dr. med. Gian-Andrea Maro, eher therapiewidrig zu einem denkwürdig befremdenden Ausflug in den gigantischen Keller seines Krankenhauses eingeladen worden, um dort in den zahlreichen Untergeschossen herumgeführt zu werden.

Was er allerdings dann zu seinem Erstaunen und Leidwesen entdecken musste, erinnerte ihn im Verlauf dieser Streifzüge auf kontrastierende Weise an die Exkursionen von Dante und Vergil ins INFERNO des fernen inquisitionsfreudigen Hochmittelalters mit seinen glühenden Särgen und gequält heulenden Opfern einer rigiden Moral.

Allerdings sind die Strafen von der obersten himmlischen Heeresleitung neuzeitlichen und erstaunlichen Folteranwendungen angepasst worden. Doch lesen Sie mehr demnächst selbst.

Und noch das Positive. Unser Antiheld lernt im Verlauf der Erzählung eine Frau kennen und auf einigen Umwegen lieben. Das allein schon gibt dem Buch Salz und Pfeffer. Versprochen.“

Valentins Trentins Roman soll im Sommer 2022 erscheinen und kann schon jetzt über ihn bestellt werden: info@valentin-trentin.ch


„If you only read the books that everyone else is reading, you can only think what everyone else is thinking.“

HARUKI MURAKAMI, Norwegian Wood (2000: 31)

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