Geldschein

29.9.02023 5 (7)

Beitragsfoto: Geldschein | Nahaufnahme einer Euro-Note | © Pixabay

Eingetütet

Die beiden nächsten etwas größeren Veranstaltungen der EUROPA-UNION im Jahr 2024 sind jetzt unter Dach und Fach. Am Samstag, 13. April 2024 gibt es den Europa-Ball in der Harmonie und wir hoffen, möglichst viele tanzbegeisterte Europäer für einen Ball gewinnen zu können.

Und die inzwischen 8. Hertensteiner Gespräche finden erneut und zwar am Samstag, 21. September 2024 im Parkhotel Heilbronn statt. Interessierte können sich beide Termine schon einmal in ihre Kalender eintragen.

Fördergelder

Eigentlich wird in der Europäischen Union Transparenz sehr groß geschrieben und ihre Mitgliedstaaten sind dazu verpflichtet, dies auch in nationales Recht umzusetzen, ganz besonders dann, wenn EU-Fördermittel fließen. Und diese EU-Fördergelder prasseln auf alle Mitgliedstaaten nur so herab — ganz besonders auf jene, die wissen wie man Fördertöpfe anzapft. Es ist kein Geheimnis in der EU, dass wir Deutschen dabei besonders gut sind. Und wenn dies einmal nicht ausreichen sollte, dann setzen wir zusammen mit unseren französischen Nachbarn einfach zusätzliche nationale Sonderzahlungen um.

Egal ob es nun nationale oder europäische Fördergelder — bezahlt werden sie übrigens von uns Steuerzahlern, zumindest von jenen, die nicht genug verdienen, um darum herumzukommen — sind, es muss sichergestellt sein, dass wir Bürger wissen oder zumindest erfahren können, wohin sie fließen und wer sie letztendlich auch erhält.

Seit Jahren versuche ich dies für die europäischen Fördergelder herauszubekommen, welche uns Heilbronnern zu Gute kommen. Eigentlich müsste dies von der Stadtverwaltung transparent auf deren Website dargelegt werden — tut es aber nicht! Zusätzlich sollten dies auch die Empfänger kundtun. Bis auf Arkus Heilbronn — großes Lob an dieser Stelle — macht das aber keiner.

Und auch die Aufbaugilde, die ganz aktuell Thema in der Heilbronner Stimme ist, erhält EU-Fördermittel. Leider wird dies weiterhin in Heilbronn verschwiegen, so wie auch bei den von der Stadtspitze so hochgelobten neuen Entwicklungsprojekten. Ich vermute einmal, dass in Heilbronn nicht ohne Dieter Schwarz, sondern vor allem und ganz besonders ohne die EU einfach nur tote Hose wäre.

So langsam frage ich mich, warum die Stadt Heilbronn den Erhalt von EU-Geldern so vehement verheimlicht? Zwei mögliche Antworten fallen mir dabei ein: erstens, man ist kein EU-Freund oder zweitens, man veruntreut die EU-Fördermittel ähnlich wie in Ungarn.

Zahnersatz

Die beste Werbung für die AfD und weitere widerliche Gestalten macht derzeit der große CDU-Vorsitzende, wahrscheinlich nur, um sich als Juniorpartner einer möglichen rechtsnationalen Koalition ins Spiel zu bringen; hat er doch gerade von der SPD eine Abfuhr erhalten.

Anstatt plumpe Lügen zu verbreiten und damit Antidemokraten und Parteivolk zu begeistern, könnte er doch einmal prüfen lassen, wie viele Milliarden Euro an Steuergeldern alleine nur seine völlig inkompetenten Politik-Kollegen Andreas Scheuer, Jens Spahn, Ursula von der Leyen oder Annegret Kramp-Karrenbauer in den letzten Jahren völlig sinnlos aus dem Fenster geworfen haben.

Ich vermute einmal, dass man damit nicht nur allen Unionsbürgern sämtliche Zähne sanieren könnte, sondern zusätzlich allen Flüchtlingen und dies auch noch für die kommenden Jahre.

Aber um das Allgemeinwohl geht es der Union schon lange nicht mehr, sondern deren Abgeordnete wollen nur so schnell wie möglich wieder zurück an die Futtertröge und Honigtöpfe. Denn es gibt gerade sehr lukrative Sondervermögen „zu verwalten“ und demnächst wohl auch wieder Masken und weitere Utensilien sehr gewinnbringend zu vermitteln, sozusagen „zu verscheuern“.


Alte Karte von Europa

28.9.02023 4.8 (4)

Beitragsfoto: Alte Karte von Europa | © Mabel Amber auf Pixabay 

Auszeit

Und es hat tatsächlich hingehauen, ich konnte mir eine kleine Auszeit gönnen. Detlef Stern hatte dazu einen netten Italiener in der Innenstadt ausgesucht und wir kamen vom Hundertsten ins Tausendste. Angefangen von gemeinsamen Studenten — auch Dozenten tauschen sich untereinander aus — kamen wir sehr schnell und dies immer noch beim selben Thema verbleibend zum Zettelkasten. Danach ging es aber rasant weiter: Indieweb, Fediverse, Webmention, Delta Chat, dann über Blogs, Websites bis hin zu Servern, ob virtuell oder noch ganz klassisch. Zum Schluss landeten wir noch bei der digitalen Aufstellung Heilbronns und ob es nicht besser wäre, wenn manche Zeitgenossen nicht doch besser beim Papier verbleiben. Ganz passend hat mich dann die Stadtverwaltung mit irgendwelchen Werbemails zugemüllt und meine Auszeit war auch schon wieder vorbei.

Den Italiener werde ich demnächst mit meiner besseren Hälfte aufsuchen und dann einmal gucken, ob er in meine entsprechende Liste Eingang findet.

Himmelfahrtskommando

Spätestens 1945 war allen politisch Informierten klar, dass keiner in Europa um eine europäische Einigung herumkommen wird. Selbst ein Charles de Gaulle oder ein Winston Churchill hatten dies erkannt, aber schon von Anbeginn Sand ins Getriebe gestreut, nur um weiter an nationalem Großmachtstreben festhalten zu können. Und sobald Konrad Adenauer die Anerkennung der Bundesrepublik als „Partnerland“ erreicht hatte, begannen auch wir Deutschen gleich wieder von Großdeutschland zu träumen — ein wenig verbrämt nun als Weltmeister in allem, von der Bildung über den Export bis hin zum Fußball. Dass wir es nicht sind, dürfte jetzt selbst dem allerletzten Hinterwäldler so langsam klar werden — diesen sollte dabei allerdings ebenfalls klar sein, dass auch Antidemokraten von der AfD oder der Linken dies nicht ändern können!

Inzwischen sind selbst die kleinsten und eigenständig nicht mehr existenzfähigen Länder Europas wie Ungarn davon überzeugt, dass auch sie der Nabel der Welt seien. Deren Politiker belügen ihre eigene Klientel nach Strich und Faden.

Europa verprasst derweil weiterhin hemmungslos sämtliche Einigungsdividenden und zerstört dabei alles was noch an eigenen Ressourcen vorhanden ist — und dies auf Kosten der Umwelt und künftiger Generationen.

Alte weiße Männer und eine alte Frau in Brüssel sind selber erstaunt und zudem noch stolz darauf, dass dieses europäische „Schneeballsystem“ bis heute gehalten hat und versuchen weiterhin bis zum eigenen Ableben mit hohlen Versprechungen davonzukommen.

Allesamt wissen sie es besser, lassen aber ihre Mitbürger im Irrglauben, nämlich dass eine europäische Einigung auch ohne Einigung funktioniert! — Churchill und De Gaulle lassen weiterhin grüßen!

Europa kann ohne Bundesstaat zu sein einfach nicht existieren, die dafür weltweit aufgenommenen Kredite sind längst verbraucht und die Macht des Faktischen lässt sich nicht länger aufhalten — die weitere Erweiterung wird, ja muss kommen und jeder halbwegs Informierte weiß ganz genau, dass dieses System dabei ohne Vertiefung zerplatzen wird!

Unsere Regierenden schicken uns derweil allesamt auf ein Himmelfahrtskommando, indem sie nun versuchen eine unabdingbare Erweiterung dadurch zu verhindern, dass sie eine Vertiefung noch mehr hinauszögern, dabei sinnlose Grenzen errichten und unsere Menschenrechte immer mehr einschränken.

Und dies einzig und alleine nur, weil sie wie dereinst Charles de Gaulle oder Winston Churchill ihre eigene Pfründe so lange wie möglich sichern wollen. Unsere Parlamente in ganz Europa (!) sind gefragt, um dieses Himmelfahrtskommando so schnell wie möglich zu beenden, noch bevor es keine Wähler mehr gibt, die sie noch wählen können oder wollen.

Der Europäische Bundesstaat muss von unseren Parlamentariern geschaffen werden, auch auf die Gefahr hin, dass sehr viele davon danach selbst arbeitslos sind! Dies nennt man übrigens politische Verantwortung.

Wer heute diesbezüglich noch von einfachen, qualifizierten oder doppelten Mehrheiten spricht, die Europa retten sollen, oder gar darüber, dass Deutschland und Frankreich für sich ein Super-Europa bilden könnten, der ist nichts anderes als ein Scharlatan!

Plappert

Mit Bedauern musste ich jüngst feststellen, dass der Plappert auf der Allee zum Ende des Jahres aufhören wird. Gemäß eines Hinweises am Schaufenster behält er aber weiterhin seine Filiale oder gar Stammhaus (?) in Schwaigern bei.

Nicht nur meines Erachtens gehört der Plappert einfach zu einem Einkaufsbummel durch die Stadt mit dazu, zumindest aber machen den Spaziergänger die Auslagen im Schaufenster noch heute ein wenig neugierig. Und der Spruch „Geh doch zum Plappert“, wenn man einmal etwas ganz kurzfristig kaufen musste, kennt wohl jeder Heilbronner — zumindest aber weiß jeder, wo sich die Allee befindet und so fand man auch die Drogerie recht schnell. Mich persönlich interessierten dabei eher die Deko- und Geschenkartikel sowie die Kerzen und Düfte.

Die Gründe warum ein alteingesessenes Geschäft plötzlich aufhört, dürften vielfältig sein. Ich hoffe jetzt nicht, dass es daran liegt, weil wir Heilbronner unsere Deos inzwischen eher im Internet oder gar in Mailand kaufen (um Fragen vorzubeugen: diese Stadt wurde von mir ganz bewusst gewählt).


Glühbirne

Waffenverbotszone 4.9 (9)

Beitragsfoto: Glühbirne | © 0fjd125gk87 auf Pixabay 

So lieb mir auch der eine oder andere Stadtrat der CDU ist, man muss die Vorgehensweise der CDU als Bürger doch auch kritisieren dürfen. In ihrem diesjährigen Sommerpressegespräch fordern die Stadträte einiges Bedenkenswerte, zwei Punkte wurden hierbei im Weblog bereits thematisiert.

Allerdings kann die CDU jetzt mit ihren völlig populistischen Forderungen in der Heilbronner Stimme punkten, die ganz offensichtlich die etwas einfacher gestrickten Heilbronner und ganz besonders den rechten Rand der Heilbronner Wählerschaft abschöpfen sollen.

So macht stimme.de ganz aktuell wie folgt auf: „Waffenverbotszone, mehr Polizei, Videoüberwachung: Forderungen der Heilbronner CDU“. Zurecht weist der Fraktionsvorsitzende Thomas Randecker darauf hin, dass die CDU schon sehr lange die größte Fraktion sei und dies auch bleiben möchte. Dabei vergisst er aber den Heilbronnern zu sagen, dass die CDU der Hauptverantwortliche gerade für die angeprangerte Misere ist!

Es ist die CDU, die jahrelang nicht nur die Polizei in Baden-Württemberg völlig heruntergewirtschaftet hat und diese bis zum heutigen Tage führt, zumindest aber mit Thomas Strobl den entsprechenden Minister stellt.

Es ist die CDU, die als größte Fraktion schon längst Waffenverbotszonen (was immer das auch sein mag!) und Videoüberwachung in Heilbronn hätte etablieren können. Es ist die CDU, die schon längst dafür hätte sorgen müssen, dass das Ordnungsamt in Heilbronn funktioniert, seinen Aufgaben gerecht und, da es ganz offensichtlich damit völlig überfordert ist, von der Polizei besser unterstützt wird.

So macht die CDU weiterhin damit Politik, dass sie erst die Dinge kaputt macht und dann dafür eintritt, sie wieder ganz zu machen. Da wir Bürger der CDU diese Politik seit Jahrzehnten durchgehen lassen, sind wir selber schuld!

Und so werden die Heilbronner wieder CDU wählen und weiterhin nicht das bekommen, was sie offensichtlich so gerne hätten!

Den CDU Stadträten rate ich nur, weniger am rechten Rand zu fischen, denn damit stärken sie gerade diesen rechten Rand — AfD und Pro Heilbronn — und laufen dabei Gefahr, dieses Mal als zweites ins Ziel zu kommen.