Blitz

Sicherheitspolitik 4.8 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Dass man es in der Sicherheitspolitik als Militär sehr oft mit Knalldeppen und Idioten zu tun hat, weiß ich seit einem NATO-Vortrag 1983 in Stuttgart. Über die Jahre hinweg, u. a. Besprechungen in Brüssel und Berlin, wurde dies nicht besser — jeder der nichts kann und ist, macht sich früher oder später als Sicherheitspolitiker einen Namen; dies leider auch bei den NGO (ich hatte jüngst berichtet).

Denn so lange man nicht selber zur Kasse treten muss, darf man schwätzen und schreiben was man möchte. Was sich nun aber GOP und MAGA geleistet haben, dürfte auch für mich neu sein.

Obwohl, Donald Trump hat nach jüngsten Presseberichten wieder Geheimunterlagen aus Washington auf eine seiner Toiletten in Mar-a-Lago bringen lassen.

Erstaunlich nur, dass sich meine Mitbürger verstärkt darüber wundern, dass man kaum noch Soldaten gewinnen kann. Wer will schon von Idioten in den Tod getrieben werden?

https://bsky.app/profile/kuemmerle.name/post/3ll5dqzw7ks2g

Nachtrag

Auch die New York Times berichtet nun darüber. Dieser Artikel kann von meinen Lesern kostenfrei gelesen werden.


Flughafen am Morgen

Bundesausschuss 4.9 (8)

Beitragsfoto: Morgenstund

Als ob ich noch jung wäre, verließen meine bessere Hälfte und ich gestern um 4.30 Uhr das Haus und kamen kurz vor Mitternacht wieder zurück. In der Zwischenzeit waren wir u. a. in Stuttgart, Berlin und Amsterdam. Und da wir diese Tour in ähnlicher Form inzwischen seit 2004 machen, reisen dabei sehr viele Erinnerungen mit. Wohl unsere erste Fahrt zum Bundesausschuss erfolgte noch mit dem Auto und führte uns von Stettin nach Hannover und wieder zurück.

Interessant dabei, dass ich dort zum ersten Mal auf Elmar Brok traf und mich sofort mit ihm stritt. Gestern traf ich mich nach vielen Jahren wieder mit ihm und erneut auf einem Bundesausschuss. Dieser Bundesausschuss war für mich etwas Besonderes, da es dort wieder einmal zu einem Schaulaufen von Dinosauriern unseres Verbandes kam, die nun wohl zum aller letzten Mal leere Phrasen dreschen wollten — manche Mitmenschen ändern sich auch nach Jahrzehnten nicht. Was mich etwas sentimental stimmte, war die Tatsache, dass sobald auch diese drei, vier Herren und eine Dame nicht mehr sind, meine Wenigkeit selber zu diesen Dinosauriern gehören wird. Nun stellt sich die Frage, ob wenigstens mir noch rechtzeitig der Absprung gelingt? Dagegen könnte sprechen, dass ich von Anfang an immer in Begleitung einer jüngeren Dame unterwegs war und diese — was uns netter Weise gestern auch bestätigt wurde — noch lange nicht zu den Dinosauriern unseres Verbandes zu zählen ist.

Auch komme ich nicht wie viel zu viele Berufspolitiker und Möchtegerne zum Bundesausschuss, um mich dort im Schaulaufen zu üben, hohle Phrasen zu dreschen und den Aktivisten des Verbandes die Stimmung zu vermiesen. Ein Bundesausschuss hat andere Aufgaben und die Delegierten finden immer wieder Möglichkeiten, um aus diesen Treffen einen Gewinn zu ziehen. Seit Jahren sind es für mich deshalb die Side Talks, die ich dort führen darf und verstärkt das inoffizielle Begleitprogramm zum Bundesausschuss, welches für viele Aktivisten immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Und so trafen wir bereits am Stuttgarter Flughafen Daniel Frey und Jan-Philipp Scheu zu einem kleinen Frühstück. Leider waren weitere militante Föderalisten [Fachbegriff] dieses Mal verhindert. In Berlin trafen wir auf unsere Mitstreiter, die vorab mit der Bahn gefahren waren, und nutzten die Gelegenheit, ein neues Restaurant kennenzulernen. Schon alleine der Name Hüftgold war vielversprechend und seit meiner Zeit in Frankreich weiß ich um die Bedeutung von gutem Essen beim Besprechen.

Den Rückweg verbanden wir dann mit einem kleinen Kneipen-Hopping, angefangen im BER und fortgeführt in Schiphol. Erfreulich auch, dass französische Maschinen weiterhin Essen und Trinken anbieten — wohl weiterhin nur, um von kleineren Unzulänglichkeiten abzulenken. Erwähnenswert das Engagement eines japanischen Stewart — hat man nicht sehr oft auf europäischen Strecken.

Der Bundesausschuss selbst erwartungsgemäß inhaltlich sehr dünn, wobei es mich sehr erfreute, dass sich jüngere Aktivisten von alleine fragten, ob es den erbrachten eigenen Aufwand tatsächlich noch lohnt. Ich bin mir sicher, dass sie den eigentlichen Wert der Bundesausschüsse noch erkennen werden.

Lobenswert das Engagement der Bundesgeschäftsstelle um Christian Moos und seine Damen. Die Wahl des Tagungsortes gelungen und, wenn ich mich richtig erinnere, auch eine Wiederholung; dieses Mal, aber ohne Übernachtung und ausreichend Verpflegung — was uns Militante weniger stört.

Erschreckend, was die Berufspolitik inzwischen aus unserem Verband gemacht hat, noch erschreckender, wie Berufspolitik-Aspiranten diese Bühne für ihre eigene Zwecke nutzen möchten. Dabei setzten wir in unsere Mitglieder aus der Berufspolitik einst durchaus große Hoffnungen und wollten ihre Fachexpertise wie auch deren Verbindungen für uns nutzen. Schade nun, dass diese Damen aber meist nur Herren, nun nach Jahrzehnten Berufspolitik nur verlautbaren können, was sie alles nicht erreicht haben, aber „man“ doch so dringend machen müsse.

Was mich dabei so richtig verärgert, ist die Tatsache, dass sie es selber waren, die jahrzehntelang ihre jetzigen und auch damaligen Forderungen verhindert und torpediert haben! Und die Jugend klatscht dazu Beifall, ohne auch nur einmal zu googeln, wer die eigentlichen Killer der Europäischen Idee sind? Nämlich genau jene Berufspolitiker, die diese in den Sonntagsreden sowie auf Kongressen und in Ausschüssen so gerne und wortgewandt fordern!

Traurig war dieser Bundesausschuss zum Schluss dann doch, denn wir haben still und leise mit dem gestrigen Beschluss den Montanunionsgedanken zu Grabe getragen! Die meisten der anwesenden Berufspolitiker wie von mir schon lange behauptet nur „Superstaateuropäer“ (aka, waschechte Nationalisten!) und die mir bekannten anwesenden Grünen wilde „Kriegstreiber“ ohne Herz und Verstand.

Das tatsächliche Highlight unserer Fahrt könnte man unter dem Stichwort „vier Schwaben in Berlin“ zusammenfassen. Als wir morgens den Bahnhof in Berlin verließen, begann es zu regnen und einer von uns schlug vor, ein Taxi zu nehmen. Dank einer App kam dann ein echtes Taxi, welches aktuell als Uber unterwegs war, drehte ganz elegant vor dem Bahnhof ein, zwei Kurven, nahm uns auf und drehte noch eleganter eine etwas größere Kurve, bevor es uns wieder absetzte. Denn der Tagungsort war gleich gegenüber des Bahnhofes — die Berliner werden bestimmt mit uns Württembergern, Franken oder Badenern schon ihre ganz eigenen Erfahrungen haben.

Abschließend hoffe ich, dass wir wenigstens bei den kommenden 9. Hertensteiner Gesprächen wieder auf die Grundlagen unserer Europäischen Idee zurückkommen können und uns dabei gemeinsam überlegen, wie wir diese vielleicht doch noch umgesetzt bekommen könnten.

Und da es bei den Hertensteiner Gesprächen ganz bewusst kein Schaulaufen und demzufolge auch keine Groupies gibt, sind dort die Chancen für eine vielversprechende inhaltliche Arbeit durchaus gegeben.

Impressionen

Nachtrag

Und vielleicht bekommen unsere jüngeren Aktivisten demnächst ein ähnliches Video zustande, denn auch unsere antieuropäischen Politiker in der Kommission, den Regierungen wie auch Parlamenten verdienen eine ehrlichere Wahrnehmung — aber so lange diese mit Billionen Euro um sich schmeißen dürfen, sind wir alle weiterhin deren Groupies.

Fediverse Reactions

Wandkalender

Kalenderwoche 10 4.9 (8)

Beitragsfoto: Wandkalender | © Pixabay

MAGA

Wer regelmäßig James Bond schaut oder gar die Romane von Ian Fleming liest, der wusste es schon länger, nämlich dass MAGA ein uraltes sowjetisches Programm ist, um die USA in Krisenzeiten von innen heraus zu zerstören. Das Besondere von MAGA war dabei, dass man ganz modern neben Nutten auch schleimige Gigolos in die USA schleuste oder gar dort anwarb, um diese im Bedarfsfall zur Unterstützung der eigenen Spione und Sabotagetrupps zu verwenden.

Wie die meisten Vorhaben der Sowjetunion ging auch das MAGA-Programm voll in die Hose, die Prostituierten konnten nicht schnell genug ersetzt werden und die Schleimer waren zu überhaupt nichts zu gebrauchen. Kein Genosse hätte jemals damit gerechnet, dass die US-Amerikaner völlig abgehalfterte MAGA-Mitglieder in die Politik spülen und dort recyceln — man schaue sich nur einige MAGA-Aktivistinnen wie z. B. eine Sarah Palin oder eine Marjorie Taylor Greene etwas genauer an. Und schon gar nicht daran, dass das widerlichste MAGA-Produkt zu einem regelrechten US-amerikanischen Kassenschlager mutiert.

Improvisationsvermögen ist die einzige Kunst, die Untergangs- und Plündergesellschaften wie die russische hervorbringen und so hat man nun einen „Krasnov“ im Weißen Haus sitzen, der sich allerdings ganz MAGA-typisch einen eigene Code-Namen verpasste, nämlich „Mogul“.

Alle die keine James Bond Filme lieben und auch nicht an dunkle Gestalten wie Elon Musk und Ernst Stavro Blofeld glauben, die müssten aber dennoch einmal zur Kenntnis nehmen, dass ein Donald Trump seit Kurzem die Russische Föderation beim Zerbomben ukrainischer Städte unterstützt. Übrigens, kleine Kinder hat Donald Trump schon während seiner ersten Amtszeit rauben und verschwinden lassen — vielleicht tauchen die demnächst als Prostituierte in Europa auf. Man recycelt sozusagen den einzigen russischen Erfolg der letzten Jahrhunderte als MEGA nun in Europa — wobei, wenn ich mir den einen Politiker oder die andere Politikerin bei uns etwas genauer anschaue, dann könnte MEGA ebenfalls bereits aus Sowjetzeiten stammen.

https://bsky.app/profile/kuemmerle.name/post/3ljtyrjwef22l

Bundesausschuss

Schon etwas länger finden die Bundesausschüsse der EUROPA-UNION in Berlin statt. Aus Zeitgründen nutzen wir Heilbronner den Kurzstreckenflug, morgens hin und abends wieder zurück. Jahrelang war Stuttgart – Berlin überhaupt kein Problem, und unsere Mitflieger freuten sich mit uns immer wieder auf die Currywurst des Flughafens Berlin-Tegel am Abend. Tegel ist inzwischen Geschichte, so wie auch eine gute Currywurst. Verbessert hat sich inzwischen die Weiterreise vom BER in die Stadt, dafür ist die Anreise nach Stuttgart etwas abenteuerlicher geworden. Und aus dem Direktflug wurde inzwischen immer öfters eine Tour d’Europe. Manchmal gibt es eine Zwischenlandung in Frankfurt und dieses Mal sogar eine in Amsterdam.

Sämtliche Unterlagen zum Bundesausschuss gibt es schon etwas länger in der Cloud. Und auch zum Wählen und für die Antragsberatung wird immer mehr auf die Digitalität gesetzt. Dennoch ist es gut, dass man sich weiterhin zweimal im Jahr, die Bundeskongresse mit eingerechnet, persönlich trifft. Und auch die gemeinsame An- und Abreise dient der besseren Verknüpfung untereinander. Leider sind die Versuche einen Ersatz für die Tegler Currywurst zu finden bisher gänzlich gescheitert — selbst die teuerste Öko-Currywurst aller Zeiten am Frankfurter Flughafen war ein Reinfall.

Der diesjährige Bundesausschuss wird für mich etwas Besonderes, denn noch vor ein paar Jahren wurde ich für meine Forderung nach Drohnen für die Bundeswehr gerade von den anwesenden Sicherheitspolitikern der Parteien regelrecht niedergemacht. Dieses Mal werden mir genau diese Experten erklären wollen, dass die Bundeswehr dringend Drohnen benötigt.

Ich mache diesen Spaß nur noch deswegen mit, weil ich mich im Rahmen der Kongresse auch mit kompetenten Mitstreitern treffen kann und zumindest für mich die Sidetalks die tatsächlich wichtigen Dinge im Leben sind. Vielleicht gelingt es mir sogar einen kompetenten Sicherheitspolitiker für die kommenden Hertensteiner Gespräche gewinnen zu können, denn schon jetzt werden verstärkt sicherheitspolitische Themen von den Teilnehmern nachgefragt.

Basteln

Während Detlef Stern zielführend und professionell u. a. an seinem Zettelstore arbeitet und mir dabei auch seine jüngste Version zur Verfügung stellte, bastele ich so ganz nebenbei wieder am Blog herum. Dies weniger zielführend und schon lange nicht mehr professionell. Meine Leser können dies in Echtzeit beobachten, da ich immer am „offenen Herzen“ operiere. Und dies weiterhin mit dem Risiko, dass dann doch einmal alles weg ist.

Und auch so ganz nebenbei bereite ich meine Vorlesung für das kommende Semester vor. Wenn alles klappt, wird mich Valentin Weber mit einer Kollegin an einem Dienstag unterstützen; sie möchten dabei einen Schwenker hin zum Thema „Projektmanagement in Krisenzeiten“ machen. Derweil verdaue ich die suboptimalsten Antworten der letzten Klausur und überlege mir, wie man dem aktiven Weghören in Vorlesungen begegnen könnte. Als Entertainer hätte ich da durchaus die eine oder andere Idee, allerdings bin ich an der Hochschule als Dozent unterwegs.

Und wenn wir schon beim Basteln sind, CDU, CSU und SPD basteln ganz aktuell an einer neuen Regierung. Derweil versucht sich Markus Söder als Kohl-Merkel-Kopie — für alle die sich fragen, warum er es immer wieder mit einem Damenbart versucht — in Stellung zu bringen, was man halt so macht, wenn man selbst nur ein Vakuum in Klamotten ist. Übrigens, das Basteln unserer Politiker unterscheidet sich vom Basteln der restlichen Welt darin, dass erstere einzig und alleine nur Steuergelder verwenden — nicht einmal Hirn wird dabei benötigt.

Apropos fehlendes Hirn, das war wohl auch der Grund dafür, dass der eine oder andere Politiker oder auch nur Gemeinderat den Heilbronner Hauptfriedhof nicht gefunden hat.

Last but not least, Heilbronn hat es wieder einmal in die Zeitung geschafft! Leider sind die Heilbronner Themen wie Müll, Döner oder Frauenhäuser nicht die erfreulichsten. Wer in Heilbronn etwas über Bildung, saubere Straßen oder gar verantwortliche Politiker lesen möchte, der muss halt die Heilbronner Stadtzeitung oder die Stimme lesen.