Oktoberfest in München

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Beitragsfoto: Oktoberfest in München | © Shutterstock

Parkzonen

Mein heutiger Spaziergang führte dazu, dass ich bei einem Affogato al caffè in der Sülmerstraße begann, über Parkzonen in Heilbronn zu sinnieren. Schon länger habe ich festgestellt, dass bei mir im Viertel die meisten Parkplätze von Pendlern oder von Drittfahrzeugen der Bewohner aus der neuen Nachbarschaft (Südbahnhof) belegt werden. Ärgerlich ist dabei, dass die Bußgeldbescheide ganz offensichtlich willkürlich verteilt werden.

Inspiriert wurde ich aber dann von Anwohnern des Berliner Platzes und der Sülmerstraße, die die Fußgängerzone inzwischen nicht nur als Privatstraße verwenden, sondern auch als bequemen Parkplatz direkt vor der eigenen Haustüre nutzen. Hinzu kommt noch, dass wir, und dies ist, dank der neuen Schautafeln des Parkleitsystems für jeden ersichtlich, viel zu viele (insgesamt 7 000) öffentliche Parkplätze in den Heilbronner Parkhäusern haben — hier könnte man durchaus den Anwohnern attraktive Angebote unterbreiten und zusätzlich echte wie auch seriöse Kontrollen durchführen; à la Zuckerbrot und Peitsche.

Zusätzlich haben wir in Heilbronn noch Parkzonen! Alleine die Innenstadt ist in 37 „Bewohnerparkzonen“ unterteilt; weitere Parkzonen befinden sich im Wohngebiet am Gesundbrunnen und in der Hans-Baldung-Straße / Großgartacher Straße. Die Parkzonen der Innenstadt sind in sechs Gebiete unterteilt:

Gebiet 1 – Nördliche Innenstadt (Parkzone 1 – 4)
Gebiet 2 – Südliche Innenstadt (Parkzone 5 – 7, 34 – 37)
Gebiet 3 – Bahnhofsviertel (Parkzone 8, 9, 17, 31 und 32)
Gebiet 4 – Wollhaus- bis Ost- und Moltke- bis Südstraße (Parkzone 10 – 15)
Gebiet 5 – um die Scheuffelenstraße herum (Parkzone 18 – 20)
Gebiet 6 – nördlich der Weinsberger Straße (Parkzone 21 – 30)

Wie schon geschrieben, wir haben in Heilbronn wirklich für alles Schilder — zuhauf und oft völlig überflüssig — aber haben wir schon Bewohnerparkzonenschilder?

@ Detlef Stern: meine bessere Hälfte musste die Eisempfehlung testen. Test war erfolgreich.

Entwicklung

Heute Morgen musste ich überraschend und sehr dringend von einer Ecke Heilbronns in die andere. Dazu das Auto zu nehmen, war keine sehr gute Idee. Das mit der Dringlichkeit hatte sich bereits erledigt, als ich eine der wenigen noch vorhandenen Verkehrsachsen erreichte. Das Ganze wurde noch dadurch verschärft, dass offensichtlich völlig frustrierte Dauerpendler selbst roten Ampeln keine Aufmerksamkeit mehr schenken und damit minutenlang ganze Kreisel stilllegten.

Auf dem Rückweg nutzte ich dank meiner guten Ortskenntnis Schleichwege, wobei ich feststellen durfte, dass mindestens weitere 100 000 andere Heilbronner diese noch besser kennen als ich. Meine spontane Schleichwegeaktion — ich hatte nun keinen Zeitdruck mehr — führte zu einer Stadtrundfahrt der anderen Art, wobei ich u. a. erneut feststellen konnte, dass es wirklich keine gute Idee ist, wenn man den einzigen noch verbliebenen Heilbronner Bahnhof auch noch vom Straßennetz abkoppelt.

Zumindest verkehrstechnisch betrachtet, wird Heilbronn in den letzten Jahren zu einer beschaulichen Kleinstadt zurückgebaut. Was überhaupt nicht zu beanstanden wäre, wenn dieselben Entscheider nicht gleichzeitig und verstärkt den Groß- und Weltstadtmythos Heilbronns propagieren würden und damit vielen Heilbronnern falsche Versprechen machen — noch schlimmer aber durch für ein beschauliches Heilbronn wenig passende Großprojekte Steuergelder verschwenden.

Deshalb sollte der Gemeinderat nun Nägel mit Köpfen machen und nicht nur still und heimlich Infrastruktur zurückbauen (u. a. Bahnhof und Hafen) oder nicht weiterentwickeln (u. a. Friedrich-Ebert-Trasse und Saarlandstraße). Besser wäre es, sie bitten Dieter Schwarz gleich darum, die geplante Universitätserweiterung durch den Bau eines Weinmuseums mit einem angrenzenden Dauer-Weindorf zu ersetzen.

Das hätte zudem den großen Vorteil, dass wir unsere Stadtverwaltung nicht ständig mit zwingend notwendigen Verkehrs- und Notfallplänen überfordern müssten, der bereits vorhandene und mustergültig geführte Festleskalender wäre dann völlig ausreichend.

Tanzen und mehr

Der gestrige Tag war, wie von Detlef Stern versprochen, für mich ein sehr lehrreicher Tag. Und er hatte recht behalten, es hat mir auch Spaß gemacht — eine der Voraussetzungen, um mich überhaupt noch hinter dem Ofen vorholen zu können, besonders dann, wenn es allgemein wieder etwas ungemütlicher wird.

Ein paar Besprechungen später stellte meine bessere Hälfte sicher, dass ich zum Schluss des Tages noch das Tanzbein schwang und so konnte ich den Abend sehr beschwingt ausklingen lassen.


Sülmerstraße mit Blick auf K3

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Beitragsfoto: Sülmerstraße mit Blick auf K3 | © Shutterstock

Betreuung

Schon etwas länger helfe ich immer wieder einmal bei meseno aus und inzwischen etablieren sich bei mir die Freitage, um beim Treffpunkt Plus etwas Hausaufgabenbetreuung zu leisten und auch als Lesepate tätig zu werden.

Heute war ich froh, dass meine eigenen Mathematikkenntnisse gerade noch so ausreichten, um den Jungs auch helfen zu können. Dafür lasen wir später dann zusammen etwas in den Peanuts — hatten sich die jungen Burschen selber in der Stadtbibliothek ausgesucht — wobei wir allesamt davon auch etwas hatten. Manche Geschichten überdauern einfach die Zeit, und werden von jeder Generation verstanden.

So war es mir heute eine große Freude eine neue Geschichte von Charlie Brown und seinem Team kennenzulernen. Zusätzlich bin ich jetzt auch wieder etwas besser mit der Geometrie vertraut; wenn ich mich richtig erinnere, war das mal für mich zu meiner eigenen Schulzeit ein etwas erfreulicheres Fach. Auf jeden Fall aber sind die neuen Geodreiecke wesentlich besser als unsere alten.

K3

Hierbei meine ich nicht den Broad Peak, welchen man früher als K3 bezeichnete, sondern das nördliche Eingangstor zur Heilbronner Innenstadt, welches sich immer mehr zu einem eigenen Kulturforum entwickelt. Wenige Heilbronner wissen noch, dass dort früher einmal der Berliner Platz zu finden war. Inzwischen findet man nur noch den Bären, allerdings ohne dazugehörigen Brunnen. Dieser war in meiner Kinderzeit noch das Spaßbad sämtlicher Kinder in der nördlichen Innenstadt.

Langsam aber sicher zeichnet sich der Um- und Ausbau der Städtischen Bibliothek ab, und wir können alle sehr gespannt sein, wie sich diese nach dem Umbau weiterentwickelt. Ich freue mich schon sehr darauf, das selber miterleben zu dürfen.

Ende des Sommers soll die Bibliothek deshalb geschlossen werden. Aber erst einmal wird die EUROPA-UNION am 5. Mai 2022 — dem Europatag des Europarats — dort eine Ausstellung zum Europäischen Wettbewerb eröffnen. Diese wird dann noch bis zum 28. Mai 2022 dort zu sehen sein.

Und wenn ich mir das K3 so betrachte, dann wäre an seinem Südausgang im ersten Stock ein wunderbarer Platz, um in der zukünftigen Stadtbibliothek ein kleines Kaffee einzurichten — gerne auch nur mit ein paar Automaten und Sitzgelegenheiten.

Aquatoll

Auch wenn es sicherlich schön ist, dass man gleich mehrere Spaßbäder um die Ecke hat, so müssen diese Zuschussbetriebe letztendlich auch finanzierbar sein. Wenn es dann geschieht, dass sich in der Nähe tatsächlich ein Spaßbad etabliert, welches zudem auch noch für den Besitzer Gewinn abwirft, dann sollte es keine Frage mehr sein, ob man den eigenen Zuschussbetrieb noch weiter erhält.

Und so begrüße ich die Erkenntnis des Neckarsulmer Gemeinderats, dass man sich das Spaßbad in Neckarsulm nicht mehr leisten kann. Jetzt hoffe ich nur, dass sie nicht nach einer „privaten“ Spaßbadlösung suchen, die letztendlich die Stadt erneut dazu zwingen wird, weiterhin hohe Zuschüsse zu zahlen.

Auch wenn jeder gerne ein Spaßbad vor der eigenen Türe hätte, so ist der Markt dafür begrenzt und man wird wohl wieder ca. 50 Kilometer fahren müssen, um in ein Spaßbad zu gelangen. In meiner Jugend war es das Solymar in Bad Mergentheim, welches unsere Familie ein bis zweimal im Jahr besuchte. Und heutige Familien werden wohl eher auf die Badewelt in Sinsheim zurückgreifen.

Viel wichtiger für alle hingegen sind die Sportbäder, die schon bei den Kindern für eine Schwimmkompetenz sorgen sollten, und dem Rest der Bevölkerung zum Sport und der Gesunderhaltung dienen. Diese Sportbäder sind Teil jeder städtischen Infrastruktur und müssen in ausreichender Anzahl vorgehalten werden; hier sollten ohne Wenn und Aber alle Gemeinderäte die notwendigen Zuschüsse sicherstellen.

Übrigens, die Neckarsulmer haben sich schon immer gerne selber übernommen — wohl aufgrund von Audi und Co. sind sie der irrigen Annahme, dass sie mit Heilbronn konkurrieren müssen bzw. können. Ich denke dabei z. B. an die Schlittschuhbahn, die Geschichte war, als man in Heilbronn eine eigene eröffnete.

So kann man den Neckarsulmern, wenn sie schon nicht ein Heilbonner Stadtteil werden möchten, nur raten, sich bei Großinvestitionen in die eigene Infrastruktur vorab mit Heilbronn abzustimmen. Das erspart den Bürgern eine ganze Menge Ärger und vor allem Geld, das man sicherlich sinnvoller anlegen könnte.

Geburtstage des Tages

Duke Ellington, Klaus Mendte, Michelle Pfeiffer und Uma Thurman


Maskerade

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Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Kuckucksuhr

Das Schöne an der Zusammenarbeit mit Profis ist, dass man regelmäßig positiv überrascht wird. So hat gerade bei mir eine freundliche Mitarbeiterin der Kuckucksuhrenfirma Hönes angerufen, dass ich mein Schätzchen wieder abholen kann. Nach über 20 Jahren störungsfreiem Betrieb, teilweise unter sehr erschwerten Bedingungen (Umzüge und Beschuss von Bällen aller Art) hatte unsere Kuckucksuhr jüngst etwas geschwächelt.

So werde ich mich wohl in den kommenden Tagen aufmachen und der Firma Hönes einen Besuch abstatten. Sicherlich wird mich meine bessere Hälfte begleiten wollen, sonst steht zu befürchten, dass ich mit einer weiteren Uhr zurückkomme.

Europa-Blitzer

Laut Heilbronner Stimme (10.02.2022: 25) wird gerade darüber diskutiert, ob man den Europaplatz nicht durch einen Blitzer etwas aufwertet. Nachdem man in anderen Städten — meist sehr viel später als in Heilbronn — einen Europaplatz geschaffen hat, und diese nunmehr für Fußgänger und Passanten möglichst attraktiv gestaltet, hat man in Heilbronn einen etwas anderen Weg gewählt.

Der Europaplatz in Heilbronn, der tatsächlich durch ein einsames Straßenschild als solcher noch zu erkennen ist, aber damit weit besser wegkommt als der Berliner Platz, den man schon länger gänzlich „entplatzt“ und „entbärt“ hat, von einem mickrigen Straßenschild ganz zu schweigen, ist der Europaplatz den Heilbronnern nunmehr als eine der innerstädtischen Rennstrecken bekannt — die sogenannte Dieter-Schwarz-Schikane mit integrierten Nothalten an diversen Stadtbäumen.

So ist es wohl nur folgerichtig, dass man sich jetzt schwerwiegende Gedanken über einen stationären Blitzer macht — die mobilen Blitzer vor Ort wurden der Situation offensichtlich nicht gerecht.

Da ich nicht nur meckern möchte, komme ich mit einem eigenen Vorschlag um die Ecke: den stationären Blitzer könnte man doch blau anmalen und mit goldenen Sternchen versehen — ein Europa-Blitzer sozusagen. Billiger kann die Stadt den Europaplatz sicherlich nicht aufwerten.

Nur eine Notiz am Rande, da man bei uns Plätze schon lange nicht mehr als solche erkennen kann und auch noch die letzten vorhandenen mit allen möglichen Dingen zugestellt oder gar überbaut werden sollen, muss man sich nicht wundern, dass immer wieder Forderungen zu hören sind, x-beliebige Straßenkreuzungen in Plätze umzubenennen.

Europa-Ball

Heilbronner, die etwas älter als ich sind, erinnern sich noch an die Europa-Bälle, die in den 1950er- und 1960er-Jahren eine Heilbronner Institution waren. So freut es mich nun sehr, dass die EUROPA-UNION diese Tradition in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Brenner wieder aufleben lässt.

Und da mich meine bessere Hälfte jüngst wieder dazu bewegt, etwas das Tanzbein zu schwingen und gleich noch mit einem gemeinsamen Tanzkurs nachgesteuert hat, werde ich mir diese Gelegenheit eines Europa-Ball-Besuches auch nicht entgehen lassen.

Geburtstag des Tages

Berthold Brecht